Allein in der Bundesrepublik Deutschland sterben täglich grausam Tausende von Tieren. Die Palette der Versuchstiere reicht von Mäusen, Fröschen, Meerschweinchen über Ratten, Kaninchen, Schweine, Schafe, Hunde, Katzen und Affen bis hin zu Pferden. Aber auch Hühner, Vögel und Wassertiere werden oft im Zusammenhang mit Tierversuchen erwähnt.
Tierversuche werden in den verschiedensten Bereichen gemacht:
Genauso vielfältig sind auch die Experimente, die an Tieren gemacht werden. Tiere werden aufgeschlitzt, zersägt, verbrüht, verbrannt, mit Krankheiten und Giften infiziert, ihre Organe zerstört, herausgeschnitten, die Glieder verrenkt oder gebrochen und Nerven freigelegt, zerschnitten, mechanisch oder elektrisch gereizt. Man läßt Tiere verhungern, verdursten, ertrinken, erfrieren oder ersticken. Es wird ihnen kochendes oder eiskaltes Wasser ins Innere gepumpt oder gar die Haut vom Leib abgezogen. Sie müssen nicht nur Chemikalien schlucken, sondern auch die Wirkung neuer Waffen, Gase, Kosmetika, Waschmittel, Strahlen und Schädlingsbekämpfungsmittel über sich ergehen lassen.
Wußten Sie schon, daß auch für Ihre Körperpflege und Ihre Schönheit, für Wasch- und Putzmittel täglich Tausende von wehrlosen Tieren gequält werden?
Um die Verträglichkeit der Rohstoffe in Salben, Sonnenschutzmitteln, Gesichtswasser, Shampoos, Haarsprays, Rasierwasser, Deodorants, Wasch- und Putzmitteln sowie Weichspülern "zum Schutz des Verbrauchers" zu prüfen, wird Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten, Mäusen und Katzen die Haut aufgeritzt, das Fell geschoren oder auch abgezogen und es werden Testsubstanzen aufgetragen. Auch werden Kaninchen scharfe Chemikalien in die Augen gespritzt, um die auftretenden Verätzungen zu untersuchen.
| Der Draize-Test Beim Draize-Test wird lebenden Kaninchen die Testsubstanz in die Augen gespritzt oder geträufelt. Nach jeweils 24, 48 und 72 Stunden in einer Fesselvorrichtung wird der Verätzungsgrad im Kaninchenauge überprüft, um das "Risiko" für den Verbraucher abschätzen zu können. Kaninchen werden deshalb verwendet, weil diese armen Tiere kaum Tränenflüssigkeit bilden, also nicht weinen können. Das bedeutet, daß die Verätzungen besonders schlimm sind. |
Der Zweite Weltkrieg hat nie ganz aufgehört, der Dritte längst begonnen: Militärs in der ganzen Welt testen an wehrlosen Tieren alte und neue Waffen, um festzustellen, wie man Menschen töten kann, oder um Schutz-, Heil- und Abwehrmöglichkeiten gegen Kampfstoffe zu entwickeln. Die Wirkung der Neutronenbombe wurde an Tieren untersucht, ebenso wie Munition für Maschinengewehre, Granaten, Nebelkerzen, Strahlen, Säuren, Bakterien, Viren oder Giftgase. Auch hierzulande wird ein Teil dieser Versuche gemacht, allerdings unter der Schutzbehauptung, man wolle Behandlungsmöglichkeiten für die Soldaten entwickeln.
Hunde, und zwar bevorzugt Beagles, werden in Labors festgeschnallt, gefesselt; den Kopf in eine feste Kappe gezwängt müssen sie sich als Kettenraucher buchstäblich zu Tode rauchen. Inzwischen sind Tierversuche zur Entwicklung von Tabakerzeugnissen bei uns generell verboten. Doch was nützt es den Tieren, wenn sie nicht mehr zur Entwicklung von Tabakerzeugnissen rauchen müssen, sondern zur Erforschung der Folgen des Nikotins? Rauchertests werden trotzdem weitergeführt. An Affen, Hunden, Ratten, Kaninchen, Mäusen und Meerschweinchen.
In Versuchslaboratorien werden Tiere süchtig gemacht, um Medikamente für die Heilung Drogensüchtiger und Alkoholiker zu finden. Damit können aber allenfalls Symptome, jedoch nicht die wahren Ursachen der Sucht bekämpft werden. Hunde und andere Tiere werden trotzdem mit Suchtmitteln vollgestopft und dann getötet und seziert, um die Schäden durch überhöhten Drogen und Alkoholkonsum nachzuvollziehen.
Es ist ein Widersinn, wenn aus ökologischen Gründen Lebewesen geschädigt und getötet werden, um andere Lebewesen vor solchen Schäden zu bewahren.
Die bekanntesten Umweltgifte, deren Zulassung Tausende von Tierversuchen erfordern, sind Gartengifte wie Pestizide, Fungizide und Herbizide - Gift, hochkonzentriert und gefährlich, trotz aller Tierversuche! Auch Wohngifte wie Farben, Lacke und Holzschutzmittel sind tierversuchspflichtig - trotzdem haben sich Stoffe wie z.B. Formaldehyd und lindanhaltige Holzschutzmittel als für die Menschen gesundheitsgefährdend oder krebserregend erwiesen.
Die Spitze des Widersinns ist, daß Tierversuche zur Ermittlung der Giftigkeit von Abwässern angestellt werden: Nicht etwa um Grenzwerte zu kontrollieren oder Menschen und Wassertiere zu schützen, sondern aus dem einzigen Grund, die Höhe der zu entrichtenden Abwassergebühren festzusetzen!
Bei der Ausbildung von Ärzten Veterinärmedizinern, Biologen sind Tierversuche an vielen Universitäten immer noch Pflicht, obwohl es inzwischen eine ganze Reihe von Alternativ-Versuchen gibt, um den Tierverbrauch zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. Gemäß Tierschutzgesetz dürfen Eingriffe an Tieren, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sind, zu Ausbildungszwecken nur vorgenommen werden, sofern ihr Zweck nicht auf andere Weise, insbesondere durch filmische Darstellungen erreicht werden kann. Die im Grundgesetz verankerte Freiheit der Forschung und Lehre hat jedoch Vorrang vor dem Schutz der Tiere, da der Tierschutz bisher nicht im Grundgesetz aufgenommen ist.
Wer Praktika mit Tierexperimenten verweigert, kann sein Studium meist als abgebrochen betrachten, auch wenn dies aus Gewissensgründen der Fall ist. Daß es auch anders geht, hat eine Frankfurter Biologie-Studentin bewiesen, die sich bei Gericht auf "Gewissensnot" berufen und erreicht hat, in ihrem Praktikum nicht mehr mit eigens getöteten Tieren arbeiten zu müssen. Die Universität wurde dazu verurteilt, der jungen Frau andere Ausbildungsmethoden anzubieten.
Zusätzlich zu den Praktikumsversuchen werden an unseren medizinischen Fakultäten und universitären Tierversuchsanlagen zahlreiche Tierversuche mit geringem wissenschaftlichen Interesse gemacht, deren eigentlicher Zweck nur die Erlangung eines Doktortitels ist. Daß eine staatliche Genehmigung dabei nicht einmal notwendig ist, empfinden wir als Skandal!
Grundlagenforschung
Grundlagenforschung ist eine Art Beschäftigungstherapie für Forscher, bei der mehr oder weniger auf Zufallsergebnisse gehofft wird. Daß Tiere dabei gequält werden, ist unseres Erachtens überhaupt nicht zu rechtfertigen.
Ein Beispiel:
Millionen von Fernsehzuschauern sahen den Alltag in einem deutschen Versuchslabor. Sie waren Zeuge bei einer der wenigen aktuellen Dokumentationen in Matthias Welps Film "Experiment Tierversuch" im März 1992:
Forscher in weißen Kitteln rollen den Affen in einer quaderförmigen Box aus dickem Plexiglas den langen Flur hinunter in einen Versuch. Die Rollbox ist kniehoch, so daß die mächtigen Männerkörper bedrohlich über ihm schweben. Nur sein Kopf ist oberhalb der schräggestellten Trennscheibe, Arme und Körper müssen darunter bleiben. Seine Füße stehen auf stählernen Rollen.
Der Affe macht abrupt eine halbe Drehung. Er legt den Kopf zurück und dreht den Blick. Seine Augäpfel klappen hoch und runter. Die starken Wimpernhaare zucken mit. Die Ohren schieben sich vor und zurück. Er zittert. Seine langgliedrigen Hände greifen um das Plastik, schnappen und schlagen dann verzweifelt. Eine Hand reckt sich hilflos nach oben, aber der Affe kann seinen Kopf nicht erreichen, nicht anfassen. Wieder eine schlagartige Kehrtwendung. Es gibt für ihn kein Entkommen. Vor ihm ein Computerschirm mit einem blauen Quadrat. Hilfesuchender Blick über die Schulter zu den menschlichen Stimmen. Keine Geste, keine Beruhigung kommt von dort. Originalton der Dokumentation: "Auch diesem Affen der vom Göttinger Deutschen Primatenzentrum mit Steuergeldern allein für den Versuch gezüchtet wurde, wird man die Schädeldecke öffnen und Elektroden einpflanzen, um seine Hirnströme zu messen. Danach dürfen wir das Tier mit seinem makabren Zylinder auf dem Kopf nicht mehr zeigen, denn das weckt Emotionen." ... "Ein junger Assistent, der schon den dritten Affen für seine Doktorarbeit heranzieht und diesen Eingriff in einem Schnellkurs in Amerika trainierte, berichtet, daß die Tiere nach der Operation unter heftigen Wundschmerzen und Entzündungen leiden. Laut diesem einen Versuchsantrag zur Neuro-Biologie "der Orientierung im Raum werden derzeit über die Dauer von fünf Jahren einschließlich 90 Affen und 125 Katzen insgesamt 900 Tiere verbraucht; Studien, die zudem noch in Konkurrenz zu anderen Hochschulen laufen.
AIDS-Forschung
Das starre Denkschema der naturwissenschaftlich orientierten Medizin hält zwanghaft an der Methode fest, die Krankheit des Menschen modellhaft beim Tier hervorzurufen und dann mit Chemotherapeutika zu unterdrücken. Trotz umfangreicher Studien mit verschiedenen Affenarten und anderen Spezies ist es aber nicht gelungen, an Labortieren mit HIV-Viren AIDS hervorzurufen. Schimpansen, denen man das Blut AIDS-kranker Menschen eingespritzt hatte, bildeten zwar Antikörper gegen das Virus, sie blieben aber gesund und zeigten keines der für AIDS beim Menschen typischen Symptome. Einzig Rhesus-Affen scheinen ähnliche Krankheitsymptome von Immunschwäche zu zeigen, allerdings bei Infektion mit einem anderen Virus.
Nur der Mensch erkrankt an AIDS und daher läßt sich diese Krankheit nicht am Tier untersuchen. Die Methode "Tierversuch" versagt, und da unsere Schulmediziner nichts Besseres kennen, gerieten sie in Panik. Diese Reaktion hat sich aber für sie als äußerst segensreich herausgestellt: Die Forschungsgelder flossen nun aufgrund der Panikmache um so reichlicher. Wer würde einem Forscher, der vorgibt, AIDS-Forschung zu betreiben, die Forschungsmittel verwehren? Daß alle bisherigen wirklichen Fortschritte in der AIDS-Forschung aus dem oben erwähnten Grund ohne Tierversuche erfolgten, hindert sie nicht, eben doch Tierversuche durchzuführen statt effektivere Methoden anzuwenden. So wundert es nicht, wenn sie in der Bekämpfung von AIDS nicht vorankommen.
Pharmakologie, Toxikologie
Vögel ernähren sich zum Teil von wilden Beeren, deren Genuß für Menschen tödlich ist. Ein Fliegenpilz kann eine ganze Familie ausrotten, wird jedoch von "Versuchskaninchen" schadlos verzehrt. Aspirin ist für Katzen hochgiftig, Penicillin tötet Meerschweinchen, jedoch Strychnin - ein sehr gefährliches Gift für den Menschen - läßt es unversehrt. Ein Schaf verträgt große Mengen Arsen... Diese Beispiele lassen sich beliebig fortsetzen. Trotzdem werden unsere Arzneimittel im Tierversuch getestet, obwohl z.B. ein Fachmann wie Prof. Klaus Gärtner, Leiter des Zentralen Tierversuchslaboratoriums der Medizinischen Hochschule Hannover, sagte: "Alle an Tieren gewonnenen Ergebnisse haben nur für die jeweilige Art Aussagekraft und in exakter Auslegung nur für das Individuum, an dem experimentiert wurde." Ein Artikel des Bundesgesundheitsamtes (BGA) in Berlin besagt sogar, "daß Tierversuche weder eine gemeinsame wissenschaftliche, noch eine rationale Grundlage haben." Trotzdem schreibt der Gesetzgeber Tierversuche zur Prüfung für Arzneimittel vor. In der Praxis sieht es so aus: Nur eine von ca. 8.000 bis 10.000 neuen Substanzen, die in der pharmazeutischen Industrie auf ihre arzneiliche Verwendbarkeit überprüft werden, wird in der Medizin eingeführt. Die übrigen werden während des Tests verworfen, weil sie nicht ausreichend wirken oder beim Tier schädlich sind. Für jede zu testende Substanz werden Tausende von Tieren "verbraucht". Die Entwicklung eines neuen Medikaments erfordert etwa 100.000 Tieropfer, die meist unter fürchterlichen Qualen tage- oder wochenlang in den Labors verenden. Trotzdem sind Arzneimittelpannen an der Tagesordnung (Contergan ist dabei nur die bekannteste von vielen).
Justus Geldern von Ciba-Geigy in Basel sagte. "Es ist unmöglich, auf der Basis von toxikologischen Tierversuchen zu sagen, ob ein Heilmittel im klinischen Gebrauch sicher ist."
Umgekehrt können Tierversuche die Einführung für den Menschen
nützlicher Arzneimittel verhindern, weil sie an Tieren negative Wirkungen
zeigen. So erzeugten z.B. Adrenalin, Aspirin, Cortison, Insulin und Penicillin
bei Versuchstieren Mißbildungen und würden heutzutage kaum genehmigt
werden.
| Der LD50-Test Prüfungen auf akute Giftigkeit werden häufig nach der LD50-Methode durchgeführt. Beim LD50-Test werden die Versuchstiere, meist Mäuse, in Gruppen eingeteilt. Jeder Gruppe wird eine unterschiedliche Menge der zu prüfenden Substanz verabreicht. Dann wird registriert, wieviele Tiere in jeder Gruppe an Vergiftung sterben, um daraus rechnerisch zu ermitteln,welche Dosis für 50% der Tiere tödlich (=letal) ist. Die Tiere kämpfen bei vollem Bewußtsein stunden-, sogar tagelang mit dem Tod. Sie winden sich vor Krämpfen, zucken vor Schmerzen, haben Durchfall, Fieber, Schüttelfrost, Lähmungen und empfinden dauernde Übelkeit und Todesängste, ehe sie verenden oder vorläufig überleben. Die Abkürzung LD50 bildet sich aus den Anfangsbuchstaben von "letale Dosis" sowie der 50 für 50%. Entgegen anderslautenden Meldungen ist der LD50-Test nicht abgeschafft, sondern lediglich abgeschwächt worden: Beim approximativen LD50-Test werden weniger Tiere verwendet und es dürfen Tiere, bei denen erkennbar ist, daß sie sterben werden, vorzeitig von ihrem Todeskampf erlöst werden. (Ein kleiner Erfolg der jahrelangen Arbeit der Tierversuchsgegner). |
Transplantationsmedizin
Den Nobelpreis erhielt 1938 der belgische Operationstechniker C. Heymans. Grund: Experimente an abgetrennten Hundeköpfen zum Studium von Bluthochdruck. Kollege Dr. Bayly: "Nur ein moralisch völlig korrupter Wissenschaftler kann ein solches Experiment aushecken."
Die durch Tierquälerei bedingte Herabsetzung der Hemmschwelle bewirkt entsprechend Gewalt und Gefühllosigkeit gegenüber menschlichem Leben. So gesehen ist die häufig beklagte Unmenschlichkeit und Kälte unserer modernen Humanmedizin nicht verwunderlich. Diese Medizin ist eher zu einer Veterinärmedizin für Menschen verkommen.
| ... mitten unter uns... Tierdiebe - Tierkiller - Versuchstierhändler
Es kommt immer noch vor, daß Haustiere spurlos verschwinden. Ein Teil
dieser Tiere verschwindet sicherlich ohne Zutun von Menschen aufgrund
instinkthaften Handelns der Tiere und ein anderer Teil kommt im
Straßenverkehr buchstäblich unter die Räder. Manchmal, aber
nicht immer, sind Tierdiebe am Werk, die freilaufende Hunde und Katzen für
Versuchstierhändler einfangen, die wiederum Tierversuchslaboratorien
im In- und Ausland beliefern. Jährlich werden über 35.000 Hunde
und 180.000 Katzen von Jägern zur Strecke gebracht nach Schätzungen
des Deutschen Tierschutzbundes, die auf Statistiken der Jäger beruhen.
Nach dem Gesetz dürfen zwar nur Tiere beim Wildern erschossen werden,
doch die Realität kann ganz anders aussehen, besonders wenn keine Zeugen
in der Nähe sind. Ein Teil der Zulieferer für die
Versuchstierhändler stiehlt die Tiere übrigens gar nicht. Diese
Leute kaufen unter Vorspiegelung großer Tierliebe die Tiere bei ihren
Vorbesitzern, die dann der Überzeugung sind, ihre Tiere in gute Hände
weitergeben zu haben. Die Wirklichkeit sieht für diese Tiere meist ganz
anders aus: Sie landen in einer Welt des Grauens, der Qualen und der Todesangst
im Versuchslabor. |
Gentechnologie
Bei der Gentechnologie werden im Gegensatz zur Züchterei Erbanlagen unterschiedlicher Spezies zusammengemischt. Aus Tomaten und Kartoffeln werden "Tomoffeln", aus Schafen und Ziegen "Schiegen" usw. Die Gentechnologie verfolgt aber die gleichen Ziele wie die Züchterei, und nichts spricht dafür, daß sie eine größere Rücksicht auf die Tiere nehmen wird. Beispielsweise sind Ziegen genetisch so verändert worden, daß sie bestimmte von der Pharma-Industrie erwünschte Eiweißstoffe im Körper produzieren und mit der Milch abgeben. Es sind auch Schweinen menschliche Wachstumsgene eingepflanzt worden. Auch sind Mäuse in der Weise genetisch manipuliert worden, daß sie besonders leicht an Krebs erkranken. Diese erbarmungswürdigen Mäuse, die angeblich für die Erforschung des Krebses verwendet werden sollen, sind sogar seit 1992 europaweit patentiert worden. Dagegen laufen allerdings etliche Einsprüche, so daß zu hoffen ist, daß bei dieser Erniedrigung des Tieres zur Bio-Maschine und Anmaßung des Menschen als Schöpfer von Leben noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.
Tierexperimentatoren bringen es fertig, sowohl aus der Ähnlichkeit der Tiere zu den Menschen (hinsichtlich biologischer Vorgänge) als auch aus der Unterschiedlichkeit (bei ihrer ethischen Bewertung der Tiere) die Berechtigung zu Tierversuchen abzuleiten. Wir meinen, daß auch Tieren als Mitgeschöpfen ein Recht auf artgemäßes und qualfreies Leben zusteht. Gerade weil Tiere dem Menschen unterlegen sind, müssen wir ihnen Schutz bieten vor Ausbeutung und Gewalt. Achtung vor dem Leben, auch vor dem Leben der Tiere, muß das wichtigste Gebot ärztlichen und wissenschaftlichen Handelns sein. Der Mensch hat kein moralisches Recht, die Arg- und Wehrlosigkeit seiner Mitgeschöpfe für seine Zwecke auszunutzen. Das Recht des Stärkeren darf kein Ersatz für echte Ethik sein!
"Keiner von uns darf ein Weh geschehen lassen, soweit er es nur hindern kann. Keiner darf sich dabei beruhigen, daß er sich damit in Sachen mischen würde, die ihn nichts angehen. Keiner darf die Augen schließen und das Leiden, dessen Anblick er sich erspart, als nicht geschehen ansehen." (Albert Schweitzer)