Neuerscheinung
Michael Wunder/Therese Neuer-Miebach (Hg.)
Bio-Ethik und die Zukunft
der Medizin
Als Anfang 1994 durch "demokratische Indiskretion" der Entwurf der sogenannten »Bio-Ethik-Konvention« bekannt wurde, regte sich sofort Widerstand. Die deutsche Geschichte ist noch zu wach, als daß die Möglichkeit von medizinischen Versuchen an nicht-einwilligungsfähigen Menschen (geistig Schwerbehinderte, Embryos, Demente, Koma-Patienten) nicht sofort alarmierend wirken würden. Die Front der Ablehnung geht quer durch die Fraktionen: »Wir können nicht aus europäischen Gründen etwas tun, was wir von der Sache her nicht vertreten können...« (Helmut Kohl). Die Gefährdung der Medizin der Zukunft durch ein genetisch fixiertes Menschenbild der Bio-Medizin und deren eilfertige Legitimation mit Hilfe der Bio-Ethik stehen im Mittelpunkt dieses Buches. Den Autorinnen und Autoren kommt es darauf an, Alternativen zu dieser Denkweise zu entwickeln. So bietet dieses Buch neben seiner Materialvielfalt streitbare Beiträge zu einer Debatte, die die Öffentlichkeit in den nächsten Jahren beschäftigen wird, denn noch wurde die Konvention von Deutschland nicht unterzeichnet.
Aus dem Inhalt:
Autorinnen und Autoren: G. Baader, U. Daub, K. Dörner, U. Fuchs, H. Grewel, K. Grüber, W. Höfling, R. Hohlfeld, P. Kroner, F. Leidinger, Th. Neuer-Miebach, J. Paul, M. Wunder.
Die Herausgeberin und der Herausgeber befassen sich seit Bekanntwerden der »Bio-Ethik-Konvention« mit deren Gefahren und waren die Initiatoren des Fachforums "Menschen mit Behinderungen in der Bio-Medizinischen Forschung und Praxis" (17./18.02.98 in Bonn, Schirmherrschaft: Rita Süßmuth). Hier entstand die Idee für dieses Buch.
ISBN: 3-88414-227-5, 200 Seiten, 29,80 DM (27,50 sFr/218 öS)
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Psychiatrie-Verlag 53111 Bonn |
Meine Bestellung: .......... Ex. Bio-Ethik,
Best.nr. 227,
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