Offensichtlich geht es den Verfassern des Textentwurfes für
eine Bioethik-Konvention des Europarates darum, die bisherigen ethischen
Schranken der wissenschaftlichen Forschung so weit wie möglich aufzuheben.
So soll nach dem gegenwärtigen Entwurf beispielsweise Forschung an Menschen
erlaubt sein, die aufgrund einer geistigen Behinderung, nicht
einwilligungsfähig sind (auch dann, wenn für sie kein
persönlicher Nutzen absehbar ist). Bedingung ist zwar, daß der
Versuchsmensch keine Einwände erhebt, doch wer geistig nicht fähig
ist, seine Einwilligung zu geben, ist wohl auch kaum in der Lage, diese wirksam
zu versagen. Sicherlich nicht, wenn ein forschungswütiger Wissenschaftler
unbedingt ein Experiment (wie immer zum Wohle der Menschheit) in den vier
Wänden seines Labors durchführen möchte.
Um gegen den Konventionsentwurf zu protestieren wäre es wichtig, möglichst viele Volksvertreter anzusprechen. Einen Formulierungsvorschlag für ein elektronisches Schreiben an Bundespräsident Roman Herzog finden Sie weiter unten. Sie können den Text NATÜRLICH selbst verändern indem Sie mit der Maus an die entsprechende Stelle klicken und mit der Tastatur schreiben. Falls Sie einen ganz anderen Text schreiben wollen, wäre es günstiger, die eigentlichen Briefkasten-Seite des Bundespräsidenten zu benutzen. Bitte tragen Sie Ihren (richtigen!) Namen und Ihre Adresse (keine e-mail-Adresse!) ein, nicht nur der Höflichkeit /Netiquette halber, sondern auch weil Sie sicherlich per (Serien-) Brief eine Antwort erhalten werden.