Rundbrief Mai 2003
Sehr geehrte Damen und Herren,
Inhalt
- InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik NordrheinWestfalen
- Enquete-Kommission Recht und Ethik in der Medizin
- Recht auf Meinungsfreiheit
- Abtreibungen
- Im Europäischen Jahr der Behinderten: Bundesanstalt für Arbeit verhindert berufliche
Integration Behinderter
- EU-Biopatentrichtlinie: Zypries: Fortschritt gegenüber geltendem Recht
- Deutsch-französische Initiative zur Änderung der EU-Biopatent-Richtlinie starten!
- EU plant Ausweitung der Embryonenforschung
- Kirchen gegen Euthanasie
- Schmerztherapie
- Schülerwettbewerb
- Genkartoffeln in Bayern
- Gericht erleichtert Zeugung für die Therapie
- Europaparlament gegen therapeutisches Klonen
- Gene
- Woche für das Leben vom 3. Bis 10. Mai 2003
- Europäische Verfassung
- Niedersachsen - Landesvorstand Bündnis 90/Die Grünen
- Ronsöhr warnt vor "Gigantomanie" der EU - HUGO ist fertig
- Salutogenese (2)
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VORSCHAU Vorausschau, Voraus-Blick, Tagungen, Vorträge, Kongresse zusammengestellt vom Arbeitskreis Bioethik Braunschweig
Mai 2003
17. April ist Premiere in Zürich Brisant: Das Erfolgsstück «Die Kopien» läuft am 17. April im Zürcher Schauspielhaus an und wird inszeniert von Regiestar Falk Richter. Mit Bravo-Rufen und viel Beifall hat das Publikum die deutschsprachige Erstaufführung des Dramas «Die Kopien» an der Schaubühne Berlin gefeiert. Das Stück spielt in naher Zukunft und beschäftigt sich mit dem heissen Thema Gentechnik. Churchill konfrontiert einen Vater (Josef Bierbichler) mit drei völlig identischen jungen Männern (Mark Waschke), Klone seines Sohnes. Churchill überrascht mit einem leicht und witzig anmutenden Plauderton. Doch die Heiterkeit der Protagonisten ist nichts als Maske. Dahinter toben Verzweiflung und Verunsicherung. Die Brisanz des Textes und das exzellente Spiel der Darsteller machen das nur knapp 75 Minuten dauernde Stück zum Ereignis.
1. Mai für eine Woche "Mein Kleines Kind". "Sie müssen entscheiden!", sagt der Facharzt für Pränataldiagnostik nach einer Ultraschalluntersuchung zu der Hebamme und Filmemacherin Katja Baumgarten - ihr ungeborenes Kind hat schwerste Entwicklungsstörungen. Sie hat die Entscheidung zu treffen: Muss ihr Kind in den kommenden Tagen durch eine vorzeitige Geburtseinleitung sterben oder wird es nach einer zeitge-rechten Geburt sein kurzes Leben auf einer Kinderintensivstation verbringen? In ihrem Bauch strampelt das Ungeborene seit einigen Wochen spürbar. Am 5. Mai, 20 Uhr - Internationale Tag der Hebammen - Film und Diskussion mit Katja Baumgarten. Ort: Scala Programmkino, Apothekenstr. 17, 21335 Lüneburg, Tel: 04131 - 224 32 24. Weitere Termine: http://www.MeinkleinesKind.de / Veranstaltungen
2. - 4. Mai 2003 Fachtagung "Lebensrecht fuer die Familie!" und Bundesdelegiertenversammlung (BDV) der Aktion Lebensrecht fuer Alle e.V. (ALfA). Beginn: 18.00 Uhr. Ort: Arbeitnehmer-Zentrum Koenigswinter (AZK), Johannes-Albers-Allee 3, 53639 Koenigswinter, Telefon: 02223/730. Informationen und Anmeldung: Bundesgeschaeftsstelle der AlfA, Ottmarsgaesschen 8, D-86152 Augsburg, Telefon: 08 21 / 51 20 31, Telefax: 08 21 / 15 64 07
3. Mai 2003 19. oeffentliche Tagung der Juristen-Vereinigung Lebensrecht e.V. (JVL): 9.00 Uhr Begruessung; Grusswort der Oberbuergermeisterin der Stadt Wuerzburg; Einfuehrung durch den Vorsitzenden; 9.30 Uhr "10 Jahre zweites Fristenloesungs-Urteil - Bilanz und Ausblick". Referent: Prof. Dr. iur. Christian Hillgruber (Bonn). 11.00 Uhr: "Zur Rechtsprechung "Kind als Schaden"". Referent: Prof. Dr. iur. Ralph Weber (Rostock). Beginn: 9.00 Uhr. Ort: Wuerzburg (Residenzgaststaette; Schoenbornsaal).
3. Mai, 22.15 bis 23.15 Uhr - Phoenix Phoenix, der Ereignis- und Dokumentationskanal von ARD und ZDF, überträgt die Debatte sowie am Sonntag, 4. Mai, von 17 bis 18 Uhr. Niedersachsens Landesbischof Dr. Friedrich Weber, Dr. Friedbert Pflüger, MdB (Niedersachsen), der Unternehmer Vural Öger, der Historiker Prof. Dr. Hans-Ulrich Wehler und Dr. Wulf Schönbohm, Konrad-Adenauer-Stiftung Ankara, diskutieren bei "Tacheles - Talk am roten Tisch" zum Thema "Erweiterung der Europäischen Union: Gehören die Türken zu uns?" in der Marktkirche Hannover am Montag, 28. April, 19 Uhr.
Montag 5. Mai 2003, dem europaweiten Aktions- und Protesttag von 10:00 bis 11:00 Uhr vor dem Bundesfinanzministerium in Berlin-Mitte (Leipziger / Ecke Wilhelmstraße) unsere Forderungen in einer großen Kundgebung und Menschenkette unter dem Motto "Finanzen für Soziales" laut, unüberseh- und unüberhörbar deutlich zu machen.
Die Kundgebung mündet in eine Menschenkette zwischen dem Bundesfinanz- (BMF) und dem Bundes-sozialministerium (BMGS). Wir wollen darstellen, daß Finanzen für Soziales gut angelegte Investitionen in friedliche und dauerhafte Arbeitsplätze, in Menschenwürde und Selbstbestimmung sowie in wirtschafts-fördernde Kaufkraft sind.
Wer mitmachen möchte - insbesondere von auswärts -, wird gebeten, das beim BBV (Jägerstraße 63 D, 10117 Berlin; Tel.: 030-2043847; Fax: 030-20450067; eMail: bbvev.b@berlin.de) bekannt zu geben, damit wir - insbesondere für die Menschenkette - einigermaßen einschätzen können, wie viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen. Wir brauchen mindestens 500 Personen!
Der Aufruf, am 5. Mai in Berlin eine Menschenkette zwischen dem BMF und dem BMGS zu spannen und "Finanzen für Soziales" zu fordern, fand großen Widerhall.) Die Bundesminister Hans Eichel (BMF) und Ulla Schmidt (BMGS)wurden eingeladen, an der großen Kundgebung und Menschenkette "Finanzen für Soziales" teilzunehmen, die wir - mit vielen anderen Behindertenorganisationen - am 5. Mai von 10:00 bis 12:00 Uhr in der Wilhelmstraße in Berlin-Mitte durchführen.
Dafür dankt der Berliner Behindertenverband "Für Selbstbestimmung und Würde" e.V. (BBV) allen, die - über "Buschfunk" oder Hochglanzzeitschrift, über eMail-Weiterleitung oder per Anruf - für die Verbreitung des Aufrufs sorgten. Nunmehr präzisierten wir die Ablaufplanung. Und wir geben auswärtigen Interessenten den Tip, bei Aktion Grundgesetz einen Zuschuß zu beantragen, um dabei sein zu können. Diese Nachricht soll auch Journalistinnen und Journalistenn helfen, sich auf die Berichterstattung - vor, während und nach der Aktion - besser vorbereiten zu können.
7. Mai ab 19.00 Uhr - 5. Friedrichshainer Gespräch Patientenverfügungen - für wen? Referent: Dott. Paolo Bavastro. Er ist Leitender Arzt in der Filderklinik und wird in seinem Vortrag sowohl einen Überblick über den praktischen Umgang mit der Patientenverfügung geben, als auch die Auswirkungen der Patientenverfügung auf das Arzt-Patienten-Verhältnis beleuchten und aufzeigen, welche ethischen Probleme mit ihr verbunden sind. Wir bitten um Anmeldungen, damit wir einen Überblick über die Zahl der Teilnehmenden erhalten und wissen, ob wir Gebärdendolmetscher benötigen. Ort: Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft (IMEW), Warschauer Str. 58a, 10243 Berlin, Email: entezami@imew.de, Tel.: 030/293817-70, Fax: 030/293817-80. Die Wegbeschreibung finden Sie auf der Homepage unter www.imew.de
7. Mai Weiterführung der im Jahre 2000 begonnenen Kühlungsborner Symposiums-Trilogie "Medizinische Ethik im 21. Jahrhundert" der Gruppe Ethik-21. Bei den sog. "Kühlungsborner Gesprächen" sollen Wissenschaftler, Politiker, Wirtschaftsvertreter und Publizisten zusammenkommen, um im offenen Diskurs über das Thema "Ethos in der Heilkunde - Medizinische Gegenwart und Zukunft" zu diskutieren. Schwerpunkte sind: Chronisch Kranksein, Kommunikation in der Medizin und die Orientierung am Wohle des Menschen. Kosten: Euro 200 plus Rahmenveranstaltungen. Anmeldung: Die Gruppe Ethik-21, Dr. Peter-Alexander Möller, Gräflingsweg 24, 22844 Norderstedt, Tel: 040 - 526 40 235, Fax: 040 - 526 40 236, e-M: moellerpaethik@aol.com, www.ethik-21-medizin.de
7. Mai Der Status des Embryos, Symposium: Mensch - Zellhaufen - menschliches Leben - potentielles Leben - Rechtssubjekt - Forschungsmaterial? Referenten: Prof. Dr. Manfred Spieker, Dr. med. Manfred Lütz, Prof. Dr. phil. Walter Schweidler, Prof. Dr. med. Volker Herzog, Prof. Dr. theol. Eberhard Schockenhff, Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Prof. Dr. jur. Eduard Picker, RiAG Rainer Beckmann, Dieter Althaus, MdL, Erfurt. Ort: Guardini-Stiftung e.V., Askanischer Platz 4, 10963 Berlin. Anfahrt: Nähe Potsdamer Platz, S-Bahn-Haltestelle: Anhalter Bahnhof, Linien: S1, S2, S25. Information und Anmeldung: CDL - Christdemokraten für das Leben e.V., Haus Laer, 59872 Meschede, Tel: 0291-2261, e-M: info@cdl-online.de
7. Mai Welche Forschung braucht der Mensch? Vortrag um 19.30 Uhr im Marienstift, Helmstedter Str. 35
8. Mai für 2 Wochen "Mein Kleines Kind". "Sie müssen entscheiden!", sagt der Facharzt für Pränataldiagnostik nach einer Ultraschalluntersuchung zu der Hebamme und Filmemacherin Katja Baumgarten - ihr ungeborenes Kind hat schwerste Entwicklungsstörungen. Sie hat die Entscheidung zu treffen: Muss ihr Kind in den kommenden Tagen durch eine vorzeitige Geburtseinleitung sterben oder wird es nach einer zeitge-rechten Geburt sein kurzes Leben auf einer Kinderintensivstation verbringen? In ihrem Bauch strampelt das Ungeborene seit einigen Wochen spürbar. - Film und Diskussion mit Katja Baumgarten und weiteren Gästen. Moderation: Herbert Spaich, Journalist (SWR). Ort: Friedrichsbau-Lichtspiele, Kaiser-Joseph-Str. 270, 79098 Freiburg, Tel: 0761 - 360 31. Weitere Termine: http://www.MeinkleinesKind.de / Veranstaltungen
8. Mai 2003 "Aufgabe der Christen ist es, in der bioethischen Debatte auf die realistischen Möglichkeiten und Grenzen im medizinisch-therapeutischen Bereich hinzuweisen." Ort: Caritas-Akademie, Köln-Hohenlind. Zeit: 9.30 bis 15.30 Uhr. Referenten: Prof. Dr. Jan P. Beckmann, Medizinethiker, Hagen. Was bedeutet Fortschritt? Ethische Kriterien in der gegenwärtigen Diskussion. Dr. med. Peter Wachauf, Internist, Psychotherapeut,Solingen. Fortschritt aus medizinischer Perspektive. Leitung: Pfr. Rainer Hintzen, Diözesankrankenhausseelsorger, Dipl. Theol., Supervisor, Ulrich Fink, Dipl. Theol., PR, Supervisor, Günter Heimermann, Dipl. Theol., PR, Hildegard Huwe, Dipl. Theol., PR. Veranstalter: Pfr. Rainer Hintzen, Referat Krankenhaus-, Hospiz- und Notfallseel-sorge / Seelsorge für Berufe im Gesundheits-wesen im Erzbistum Köln. Teilnehmerbeitrag: 25,00 Euro. Informationen: Fon: 0221 - 1642-1552, Fax: 0221 - 1642-1556, eMail: krankenhausseelsorge@erzbistum koeln.de. Anmeldung: bis zum 24. April 2003 an das, Erzbistum Köln, Referat Krankenhausseelsorge, Marzellenstr. 32, 50668 Köln, Unsere Medizin macht und erwar-tet viele Fortschritte (zum Beispiel computerunterstützte Operations-verfahren, Gentechnik, Minimal-Invasive Chirurgie etc.) Fortschritt will jeder, aber die Konsequenzen sind nicht immer abzusehen und werfen immer wieder auch Fragen nach ihrer Sinnhaftigkeit auf. Das wollen wir zum Anlass nehmen darüber nachzudenken, welchen Fortschtritt wir wollen, was wir als Fortschritt betrachten und welche Einstellung zum Fortschritt in der Medizin wir eigentlich einnehmen.
9. Mai bis 11. Mai 14 Uhr Warenförmige Körper. Weltweit zirkulieren Organe, Zellen und Gewebe. Wissens- und Warenproduktion oder auch privater Konsum ist möglich. Thomas Seibert, Mitarbeiter von medico Intrnational und Redakteur der Zeitscshrift Fantomas, wird am Samstag die biopolitische Konzeption von Michel Foucult zu Rate ziehen, um die aktuellen Körperökonomien zu bewerten und nach ihren Herrschaftsverhältnissen zu befragen. Das BioSkop-Semina will den Spagat zwischen Theorie und aktueller Praxis. Deshalb ergänzen Beiträge zum Biobanken- und Stammzellsektor das Bild. Bitte anmelden bei Erika Feyerabend, Tel: 0201 - 53 66 706. Ort: Duisburg (Gästehaus im Landschaftspark Nord, Lösorterstr. 133. Zeit 14 Uhr
12. Mai "ars moriendi - die Kunst des Sterbens". Referentin: Frauke Sterwerf, Hospizarbeit Braunschweig e.V. Ort: Hospizarbeit Braunschweig e.V., Hohetorwall 1a, 38118 Braunschweig. Zeit: 17.30 Uhr.
12. Mai Podiumsdiskussion: "Kinder nach Mass? Soll die Praeimplantationsdiagnostik (PID) in Deutschland zugelassen werden?" Beginn: 19.30 Uhr Ort: Volkshochschule Trier, Domfreihof, Vortragssaal Teilnehmer: MdB Karl Diller (SPD), MdB Bernhard Kaster (CDU), MdB Marita Sehn (F.D.P.), MdB Ulrike Hoefken (Buendnis90/Die Gruenen), Maren Mueller-Erichsen (Stellv.Bundesvorsitzende der Lebenshilfe), Moderation: Michael Frisch (ALfA Regionalverband Trier). Eintritt frei. Naehere Infos unter email: mifritri@t-online.de
12. Mai Die Vielfalt moderner Verhütungsmethoden. Referent: Dr. Inge Fourrier und Dr. Gerda Matthiesen-Garbers. Veranstalter: Pro Vita / Weisses Kreuz, Tel: 0531 - 57 43 26. Ort: Braunschweiger Friedenskirche, Kälberwiese 1, Braunschweig.
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Sind Märchen Kinderkram'? Kann es sein, daß die heutige Technik unser Leben bequem und angenehm macht, und wir dadurch glücklicher sind als unsere Eltern es waren? Was bedeutet uns Fortschritt? Aus der tiefen Weisheit des Märchens können neue Aspekte für unser Leben gewonnen werden.
"Es war einmal ..." Märchenwoche für Kinder und Erwachsene vom 13. bis 17. Mai 2003 Diese Märchenwoche ist eine gemeinschaftliche Veranstaltung von Prisma e.V., Waldorfkindergarten Am Giersberg, Anthroposophisch erweitertes Heilwesen Braunschweig e.V. und Der Christengemeinschaft in Braunschweig, alle in Braunschweig. Auskünfte erteilt Angelika Martini, Tel: 0531 - 7 6739
Dienstag, 13. Mai Märcheneurythmie. - Wir wollen gemeinsam in eine Märchenstimmung eintauchen und diese mit schöner Bewegung begleiten. Für große und kleine Menschen ab 4 Jahren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Bitte bringen Sie Eurythmie-/Gymnastikschuhe mit. Leitung: Birgit Stegemann. Kostenbeitrag: Euro 2,--. Ort: Waldorfkindergarten Am Giersberg, Giersbergstr. 1, 38102 Braunschweig. Zeit: 16.00 - 16.30 Uhr
- Vom Umgang mit dem Bösen im Märchen "Der weiße Mohr" - Vortrag. In dem rumänischen Märchen von Ion Creanga wird erzählt, wie das Böse, das zu siegen scheint, doch dem Guten dienen muß. Es heißt dort: "Schlimm genug ist's mit dem Bösen, doch noch schlimmer ohne das Böse". Referent: Norbert Martini. Kostenbeitrag: 3,--. Ort: Waldorfkindergarten Am Giersberg, Giersbergstr. 1, 38102 Braunschweig. Zeit: 20.00 bis 21.15 Uhr.
Mittwoch, 14. Mai Märchen - auch für Erwachsene? Erzählen eines Märchens begleitet von Transparenten. Anschließend Betrachtung und Gespräch über den Sinn des gehörten Märchens. Referenten: Erika + Hanns G. Luz. Kostenbeitrag: Euro 4,--. Ort: Die Christengemeinschaft, Leonhardstr. 41, 38102 Braunschweig. Zeit: 20.00 Uhr.
Freitag, 16. Mai Märchenspiel - Das Märchen vom Fischer und seiner Frau. Leitung: Angelika Martini. Kostenbeitrag: Erwachsene Euro 2,--, Kinder Euro 1,-- Ort: Waldorfkindergarten Am Giersberg, Giersbergstr. 1, 38102 Braunschweig. Zeit: 16.00 Uhr.
Freitag, 16. Mai, 20.00 bis 21.30 Uhr und Sonnabend, 17. Mai, 10.00 bis 12.30 Uhr und 14.30 bis 17.30 Uhr Märchen - Worte in Bildern - Bilder für Worte. Wir werden uns mit dem Märchen "Vom Fischer und seiner Frau" beschäftigen und einige Stimmungen in der Nass-in-Nass-Aquarelltechnik daraus malen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Leitung: E.-M. Feßner. Kostenbeitrag Euro 23,-- zuzügl. geringe Materialkosten. Ort: Waldorfkindergarten Am Giersberg, Giersbergstr. 1, 38102 Braunschweig.
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Märchen - Märchenforschung - Märchendidaktik - Fortsetzung aus April 7. Mai 2003 - TU Braunschweig. Hörsaal: s. Tagespresse Prof. Dr. Leander Petzoldt (Innsbruck) - Märchen und Magie.
14. Mai 2003 - TU Braunschweig. Hörsaal: s. Tagespresse Dr. med. Johannes Wilkes (Erlangen) - Märchen und Psychotherapie.
21. Mai 2003 - TU Braunschweig. Hörsaal: s. Tagespresse Inke Knoch (Westerland) (Märchenerzählerin der Europäischen Märchengesellschaft e.V. Rheine) - Das Erzählen von Volksmärchen. - Intention und Methode.
28. Mai 2003 - TU Braunschweig. Hörsaal: s. Tagespresse Dipl.-Päd. Helga Zitzlsperger (Weingarten) - Märchen in Pädagogik und Didaktik. - Anregungen zu sinnorientierten Gestaltungsformen.
4. Juni 2003 - TU Braunschweig. Hörsaal: s. Tagespresse Dr. Christoph Schmitt (Rostock) - Märchen in Film und Fernsehen.
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14. - 16. MAI 2003 Internationale Konferenz zum Klonen des Bundesforschungsministeriums Man beachte die neue Definition des "therapeutischen Klonens", in "Klonen zum Zwecke der Zellvermehrung" !
Pressemitteilung BMBF NR. 50/2003 vom 09.04.2003 "Klonen in biomedizinischer Forschung und Reproduktion" Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn hat am Mittwoch in Berlin das Programm für die wissenschaftliche Konferenz über das "Klonen in biomedizinischer Forschung und Reproduktion" vorgestellt. Ein Spektrum ausgewiesener internationaler Expertinnen und Experten wird zu einem interdisziplinären Dialog zwischen Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften vom 14. bis 16. Mai in Berlin zusammenkommen und über den Stand der Wissenschaft sowie die ethischen, rechtlichen und sozialen Auswirkungen des Klonens diskutieren. Die Konferenz wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zusammen mit dem Deutschen Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften organisiert. Dabei werden die Experten die unterschiedlichen Anwendungsfelder von Klonierungstechniken darstellen und unter anderem über die bisherigen Klonversuche bei Tieren sprechen, die Grenzen der biomedizinischen Forschung beim Menschen ausloten sowie über die Möglichkeiten des Klonens in der biomedizinischen Forschung und ihre Alternativen beraten.
Das ausführliche Programm finden Sie im Internet unter http://www.bmbf.de/pub/klon-kongress_berlin_mai_2003.pdf
Weitere Informationen: Telefon: 022873-1930, Telefax: 022873-1940, E-Mail: klonkonferenz@drze.de, www.drze.de/cloning
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16. und 17. Mai Ein Wunschkind um jeden Preis? - Die Rolle der Frau in der modernen Fortpflanzungsmedizin. Kinderlos zu bleiben ist heute kein unabänderliches Schicksal mehr. Die moderne Fortpflanzungs-medizin verhilft allen Paaren - so erscheint es - zu einem gesunden Baby. Mit moderner Technik wird der Beginn der Schwanger-schaft aus der häuslichen Umgebung in die Fertilisationsklink verlegt. Ist die Schwangerschaft dann zustande gekommen, wird das Ungeborene mit ausgeklügelten Methoden überwacht und seine Gesundheit überprüft.Information und Anmeldung: Ev. Frauenhilfe in Westfalen e.V., Postfach 13 61, 59473 Soest, Angela Kehlbreier. Tel: 029 21 - 371-204, Fax: 029 21 - 371-236, frauenhilfe@ekvw.de, www.ekvw.de/frauenhilfe/bildungsarbeit/termine. Tagungsbeitrag: Euro 50,-- alles inkl. Tagungsort: Tagungsstätte der Ev. Frauenhilfe in Westfalen e.V., Feldmühlenweg 15, Soest.
17. und 18. Mai "Bildung: Maße des Menschlichen entdecken". Ort: Zentrale Aus- und Fortbildungsstätte (ZAF), Landau. Die Tagungskosten belaufen sich für die gesamte Tagung einschl. Unterkunft und Verpflegung in Einzel- oder Doppelzimmern 65 €. Die Anmeldung richten Sie bitte an: Geschäftsstelle der Evangelischen Akademie der Pfalz, Domplatz 5, 67346 Speyer, Telefon: 06232/6020-0, Telefax: 06232/6020-22, e-mail: eapfalz@t-online.de.
20. Mai "Ethik in der Pflege - als Reflexion der Routine". Referentin: Prof. Gertrud Hundenborn, KFH NW. Ort: Caritas-Akademie, Köln-Hohenlind. Zeit: 10.15 bis 17.00 Uhr. Leitung: Ulrich Fink, Dipl. Theol., PR, Supervisor, Hildegard Huwe, Dipl. Theol., PR, Veranstalter: Pfr. Rainer Hintzen, Referat Krankenhaus, Hospiz- und Notfallseelsorge / Seelsorge für Berufe im Gesundheitswesen im Erzbistum Köln. Teilnehmerbeitrag: 50,00 Euro. Nähere Informationen: Tel: 0221 - 1642-1552, Fax: 0221 - 1642-1556, eMail: krankenhausseelsorge@erzbistum.koeln.de. Anmeldung: bis zum 29. April 2003 bei der Caritas-Akademie, 50935 Köln, Werthmannstr. 1a. Seit vielen Jahren bestimmen die großen ethi-schen Entscheidungsprozesse in den Grenzgebieten zwischen Leben und Tod sowie in der Gentechnologie die Landschaft ethischer Dis-kussionen. Jeder Einzelne in unserer Gesell-schaft ist denn auch vor dem Hintergrund seines Welt- und Menschenbildes zu einer persönlich verantworteten Entscheidung herausgefordert. Jedoch berühren diese Fragen nicht die einzigen oder vorrangigen ethischen Entscheidungs-situationen, vor die sich Pflegende in ihrem Berufsalltag gestellt sehen. Der "ganz normale Pflegealltag" vielmehr ist geprägt durch Ent-scheidungen von ethischer Relevanz, die es durch Reflexion zunächst bewusst zu machen gilt. Ist es nicht dann auch Aufgabe eines Ethikunterrichts in den Pflegeausbildungen, zu sensibilisieren für die ethischen Herausforderungen jenseits der Grenzsituationen? Der Studientag will sich dieser Herausforderung stellen: In einem ersten Schritt sollen die ethischen Herausforderungen, die im Pflegehandeln liegen, aufgewiesen und an Beispielen verdeutlicht werden. In einem zweiten Schritt sollen Unterrichtskonzepte vorgestellt und diskutiert werden, durch die eine Sensibilisierung und eine Förderung der Reflexionskompetenz intendiert sind. In diesem Zusammmenhang werden insbesondere verschiedene Konzepte erfahrungsbezogenen und fallbasierten Lehrens und Lernens zur Diskussion gestellt. Darüber hinaus können auch konkrete Unterrichtsmaterialien vorgestellt und besprochen werden. Methodisch sind neben Vortrags- und Präsentationssequenzen Gesprächsrunden und Diskussionen sowie beispielhafte Anwendungsaufgaben vorgesehen.Im Rahmen der vorgesehenen Schwerpunkte können Wünsche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Absprache mit der Referentin angemessen berücksichtigt werden.
23. und 24. Mai Gesunde Körper - kranke Gesellschaft? Internationale Tagung. Anhand sozialer Folgen von Transplan-tationsmedizin, Neurobiologie und Genomanalyse wird untersucht, ob der von Foucault geprägte Begriff der Biopolitik' noch ein geeignets Analyse- und Kritikinstrument darstellt. Das Frankfurtr Institut für Sozial-forschung lädt ein. Anmeldung: Sandra Beaufays, Tel: 069 - 75 61 83 16
28.5. bis 1.6.2003 Ökumenischer Kirchentag in Berlin, Messe. Die Agora (früher Markt der Möglichkeiten) ist am Donnerstag von 11 - 18 Uhr, Freitag und Samstag von 10 - 18 Uhr geöffnet. Besuchen Sie unseren Stand im Markt-bereich 3, der unter dem Titel: Bioethik-Initiativen für Lebensrecht und Menschenwürde geführt wird. Die Kooperation (lockere Verbindung verschiedener Stände) setzt sich zusammen aus folgenden Gruppen: KAO (Kritische Aufklärung über Organspende), Bioskop, Alzheimer-Ethik, tübinger Initiative gegen die geplante Bioethik-Konvention, Reutlinger Initiative.
30. Mai bis 1. Juni "Arztsein im Zeitalter der molekularen Medizin". 8. Kooperationsseminar der Aerzte fuer das Leben e.V. mit der Hanns-Seidel-Stiftung e.V. Beginn: 17.30 Uhr. Ort: Bildungszentrum Kloster Banz, 96231 Staffelstein, Tel.: 09573/ 3370, (Fax.: /33733). Anmeldung: Nur fuer die gesamte Seminardauer moeglich bei: Prof. Dr. med. Ingolf Schmid-Tannwald, 1. Vorsitzender der Aerzte fuer das Leben, Telefon: 089/ 7095-4696, E-Mail: Schmid-Tannwald@gmx.de. Postanschrift: 81377 Muenchen, Frauenklinik der LMU, Klinikum Grosshadern. Tagungsgebuehr: ca. Euro 60. ? fuer Unterkunft, Verpflegung, Hallenbad und Sauna (Studenten, "Zivis", Wehrpflichtige 50 Prozent Ermaessigung gegen Vorlage entspr. Nachweise). Wissenschaftliche Tagung: frei. Weitere Informationen: www.aerzte-fuer-das-leben.de
Juni 2003 4. Juni Ich möchte meinen Kindern nicht zur Last fallen. Pflegende Angehörige berichten über ihre Erfahrungen. Kontakt: Freie Altenarbeit Göttingen e.V., Am Goldgraben 14, 37073 Göttingen. Tel: 0550 - 4 36 06, e-M: freiealtenarbeitgoettingen@t-online.de
15. Juni Das diesjährige Jahresfest - das 135. - wird am Sonntag um 10.30 Uhr mit dem Gottesdienst beginnen. - Das Fest im Gelände beginnt dann um 13.00 Uhr und dauert bis 17.30 Uhr. Dass das Jahresfest zunehmend von den Gästen begeistert aufgenommen wird, dass es sich farbenfroh und quirlig über große Teile des ganzen Geländes erstreckt, ist sicherlich dem Einfalls-reichtum und der Phantasie einzelner Gruppen und Bereiche zu verdanken. Ort: Evangelische Stiftung Neuerkerode, 38173 Sickte-Neuerkerode
16. Juni Bleib bei mir, wenn ich traurig bin. Kinder und Erwachsene sind in ihrem Umgang mit Verlusterfahrungen unterschiedlich, und so sind ihre Bedürfnisse nach Trost und Zuwendung für Erwachsene manchmal nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Referentin: Birtta Lange-Geck, Religionspädagogin. Ort: Hospizarbeit Braunschweig e.V., Hohetorwall 1a, 38118 Braunschweig. Zeit: 17.30 Uhr.
21. Juni Der erkannte Mensch. Einflüsse bildgebender Verfahren auf ethische Entscheidungen im Umgang mit menschlichen Embryonen. Tagesveranstaltung in Kooperation mit der Ev. Stadtakademie Hannover und der Medizinischen Hochschule Hannover. Veranstalter: Zentrum für Gesundheitsethik an der Ev. Akademie Loccum, Knochenhauerstr. 33, 30159 Hannover, Tel: 0511 - 1241-496, Fax: 0511 - 1241-497, e-M: zfg@evlka.de
27. bis 29. Juni 2003 Kongress-Ankuendigung "McPlanet.com - Die Umwelt in der Globalisierungsfalle". Technische Universitaet Berlin. Wird unser Planet zum Wegwerfprodukt? Wer beansprucht wie viel von ihm - und warum? Wie viel muss der Norden abspecken, damit der Sueden zulegen kann, ohne dass die Welt aus allen Naehten platzt? Brauchen wir oekologische und soziale Leitplanken im globalen Wettbewerb oder sind sie nur ein Vorwand, um die Maerkte des Nordens vor Produkten des Suedens zu verschliessen? Und wer soll ueber die grossen Zukunftsfragen entscheiden: Multinationale Konzerne? Internationale Institutionen? Oder die Bevoelkerung vor Ort?
Genug Fragen fuer einen grossen Kongress: Attac, der Bund fuer Umwelt und Naturschutz Deutsch-land (BUND) und Greenpeace veranstalten vom 27. - 29. Juni 2003 den Kongress "McPlanet.com - Die Umwelt in der Globalisierungsfalle". Kooperationspartner sind die Heinrich Boell Stiftung und das Wuppertal Institut fuer Klima, Umwelt, Energie. Kurz vor der WTO-Ministerkonferenz im September in Cancun/Mexiko soll der Kongress Probleme aufzeigen, alternativen Loesungsvorschlaegen Oeffentlichkeit verschaffen und dafuer mobilisieren.
Auf sechs Panels diskutieren namhafte internationale Gaeste aus Wissenschaft, Politik und Gesell-schaft mit AktivistInnen der Bewegungen. In fast 100 Foren und Workshops koennen die Kongress-TeilnehmerInnen das Spannungsfeld zwischen Globalisierung und Oekologie erkunden. Kongress-Sprachen sind Deutsch und Englisch. Der Tagungsbeitrag liegt bei 30,- Euro (ermaessigt: 20,- Euro).
Zu diesem Kongress laden wir Sie herzlich ein. Wir moechten Sie bitten, in Ihrem Veranstaltungs-kalender auf den Kongress hinzuweisen. Ausserdem wuerde es uns freuen, wenn Sie vorab auch redaktionell ueber den Kongress berichten.
Fuer weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfuegung: presse@McPlanet.com oder Tel. 040-30618-344 (Carmen Ulmen). Das detaillierte Kongress-Programm sowie Formulare zur Presse-Akkreditierung finden Sie unter: www.McPlanet.com.
Mit freundlichen Gruessen aus Frankfurt, Berlin und Hamburg
Malte Kreutzfeldt, Pressesprecher Attac Philipp Prein, Pressereferent BUND Carmen Ulmen, Pressesprecherin Greenpeace __________
Kontakt Share e.V. / Attac c/o Kongressbuero McPlanet.com Rothenburgstrasse 16, 12165 Berlin Fon 030/ 79 70 66 - 10 Fax 030/ 79 70 66 - 20 info@mcplanet.com www.mcplanet.com
Anmeldung Teilnahme: dabeisein@mcplanet.com oder online anmelden/akkreditieren: www.McPlanet.com Anmeldung Workshops: workshops@mcplanet.com Presse-Anfragen: presse@mcplanet.com
Veranstalter www.attac.de www.bund.net www.greenpeace.de
Kooperationspartner www.boell.de www.wupperinst.org
Juli 2003 11. bis 13. Juli Jahrestagung "Europa mit Volksentscheid". Die achte Jahrestagung von Mehr Demokratie findet wieder in Bergneustadt (NRW) statt. Es gibt viele interessante Referenten zum Europa-Thema. Weil die Teilnehmerzahl auf 100 begrenzt ist und reges Interesse besteht, empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung. Programm & Anmeldung: Büro Köln, Daniel Schily, tel. 02203-59 28 59, fax 02203-59 28 62, email: nrw@mehr-demokratie.de
23. April bis 10. Oktober Landesgartenschau in Wolfsburg. Der Veranstalter hat das Motto gewählt "Entdecke Deine Natur".
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Die InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik NordrheinWestfalen gründete sich am 5. April 2003 und ist nun mit einer eigenen Internetseite vertreten. Wir laden Sie ein, sich dort umzusehen und sich zu informieren: http://www.bioethik-nrw.de oder http://www.kritische-bioethik.de / http://www.kritischebioethik.de.
Eine Pressemitteilung zur Gründung und zur Kommunikationsbörse finden Sie dort in der Rubrik Presse oder direkt unter http://www.bioethik-nrw.de/IG-Gruendung-NRW-PM-08-04-03.html
In der Presserubrik unter http://www.bioethik-nrw.de/nordrhein-westfalen_presse.html finden Sie viele Artikel und Meldungen für NRW aus dem letzten halben Jahr
Wir wünschen der InteressenGemeinschaft NRW viel Erfolg in der bioethischen Arbeit.
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ENQUETE-KOMMISSION "Ethik und Recht der moderen Medizin"
Mit Beschluß vom 20.02.03 wurde im Bundestag eine neue Enquete-Kommission zu Fragen der Bioethik eingesetzt, die sich voraussichtlich am 5. Mai konstituieren wird. Am 14. April 2003 wurden nun die Namen der Sachverständigen zur Enquete-Kommission bekannt gegeben. Sie sind in der Enquetekommission gleichberechtigt mit den Parlamentariern und haben gleiches Stimmrecht.
Die komplette Besetzung laut KNA vom 11.03.03, ergänzt um die Sachverständigen laut F.A.Z. vom 15.04.03, lautet
Enquete-Mitglieder SPD-Bundestagsfraktion: - Rene Röspel (Enquete-Vorsitzender) aus Nordrhein-Westfalen - Dr. Wolfgang Wodarg (Arzt und Obmann für die SPD) aus Schleswig-Holstein - Hilde Mattheis (Lehrerin) aus Baden-Württemberg - Dr. Carola Reimann (Biotechnologin) aus Niedersachsen - Christoph Strässer (Jurist) aus Nordrhein-Westfalen - Sabine Bätzing (Sprecherin der Gruppe der "Youngsters" in der SPD-Fraktion) aus Rheinland-Pfalz
Sachverständige für die SPD: - Nikola Biller-Andorno (Medizinethikerin bei der Weltgesundheitsorganisation in Genf) - Prof. Dr. Linus Geisler (Mediziner, Bonn) - Marion Albers (Verfassungsrechtlerin Karlsruhe) - Dr. Sigrid Graumann (Biologin, IMEW, Berlin) - Dr. Michael Wunder (Psychologe, Hamburg)
Ein Sachverständiger der SPD wurde laut Auskunft im Bundestag an Bündnis 90/Die Grünen abgegeben. Diese haben daher zwei Experten.
Enquete-Mitglieder CDU/CSU- Bundestagsfraktion: - Thomas Rachel (CDU/CSU-Obmann) aus Nordrhein-Westfalen - Hubert Hüppe (stellv. Enquete-Vorsitzender) aus Nordrhein-Westfalen - Andrea Voßhoff (Juristin) aus Brandenburg - Julia Klöckner (Theologin) aus Rheinland-Pfalz - Barbara Lanzinger (Sozialpädagogin) aus Bayern
Sachverständige CDU/CSU: - Bärbel Friedrich, Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Mikrobiologin Berlin - Rainer Beckmann (Richter, Kitzingen) - Eberhard Klaschik (Palliativmediziner, Bonn) - Prof. Dr. Johannes Reiter (katholischer Moraltheologe, Mainz) - Wilfried Harte (Theologe, Heidelberg, Vorsitzender der Kammer für Öffentliche Verantwortung der Evangelische Kirche in Deutschland)
Enquete-Mitglieder Bündnis 90/Die Günen-Bundestagsfraktion: - Christa Nickels (Fachkrankenschwester) aus Nordrhein-Westfalen
Sachverständige: - RA Ulrike Riedel (Juristin) - Dietmar Mieth (Ethiker und katholischer Theologe, Tübingen)
Enquete-Mitglieder FDP-Bundestagsfraktion: - Detlef Parr (Realschulrektor) aus Nordrhein-Westfalen
Sachverständige: - Dr. Edzard Schmidt-Jortzig (MdB und Bundesjustizminister a.D.)
Diese Übersicht mit Links zu Abgeordenten und Sachverständigen finden Sie auch in unserer Rubrik Adressen oder unter http://www.kritischebioethik.de/deutschland_adressen_enquete.html
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Im Februar hat der Deutsche Bundestag die zweite Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" eingesetzt. Ihre Vorgänger-Kommission hat von 2000 bis 2002 wichtige Empfehlungen zum Umgang mit ethischen und politischen Problemen der Biomedizin erarbeitet. Diese Empfehlungen liegen in drei zum Teil umfangreichen und ausführlichen Berichten vor. Um sie einem breiten Kreis zugänglich zu machen, stellt das Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft (IMEW) eine knappe Zusammenfassung der Empfehlungen kostenlos zur Verfügung. Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft, Tel.: 030-29381770, Email: entezami@imew.de Der Text ist auch im Internet zu erhalten: http://www.imew.de/index.php/action/article/aid/59
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Recht auf Meinungsfreiheit gilt auch für Lebensschützer: OLG weist Klage ab
Karlsruhe (ALfA), 25.4.2003. Wie das Oberlandesgericht Karlsruhe entschieden hat, müssen Frauenärzte, die Abtreibungen vornehmen, die Beschimpfung ihrer Tätigkeit als "Mord" oder "neuen Holocaust" hinnehmen. Das berichten unter anderen die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Ausgabe vom 24. April), "Die Tagespost" (Ausgabe vom 24. April) sowie das "Deutsche Ärzteblatt" (Online-Ausgabe vom 23. April). Das Gericht habe dem Abtreibungsgegner Klaus Günter Annen rechtgegeben, der wiederholt vor einer Frauenarztpraxis im Raum Heidelberg gegen die dort vorgenommenen Abtreibungen protestiert habe. Zur Begründung sei von den Richtern angeführt worden, die Kritik des Abtreibungsgegners sei zwar "ein erheblicher Vorwurf und eine spürbare Kränkung". Im vorliegenden Fall seien die "herabsetzenden Äußerungen" aber vom Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gedeckt.
Wie die Zeitungen berichten, hat der Abtreibungsgegner bei seinen Protesten ein Schild mit der Aufschrift "Stoppt rechtswidrige Abtreibungen in der Praxis" hoch gehalten. In Flugblättern seien von ihm zudem die vorgeburtlichen Kindstötungen als "neuer Holocaust" und als "Mord" bezeichnet worden. Während die Unterlassungsklage des Arztes vor dem Landgericht Heidelberg noch teilweise erfolgreich gewesen sei, habe das Oberlandesgericht die Klage nun in vollem Umfang zurückgewiesen.
Die Äußerungen Annens dienten nicht eigennützigen Zwecken, sondern seien "als Beitrag im geistigen Meinungskampf" in einer fundamentalen, die Öffentlichkeit bewegenden Frage anzusehen, so das Oberlandesgericht. Begriffe wie "Mord" und "neuer Holocaust" würden in diesem Zusammenhang als provozierender Protest eines entschiedenen Abtreibungsgegners verstanden, nicht aber als Gleichsetzung mit einer vorsätzlichen Tötung im Sinne des Mordparagraphen oder mit dem geschichtlichen Holocaust.
Wie die Zeitungen weiter melden, wird sich nun wahrscheinlich der Bundesgerichtshof mit dem Fall befassen. In einem früheren, ähnlich gelagerten Fall sei Annen vom Oberlandesgericht Stuttgart bereits zur Unterlassung verurteilt worden. Dieses Urteil habe einen Spruch des Landgerichts Heilbronn bestätigt. Mit Rücksicht auf diese früheren Verfahren habe das Oberlandesgericht Karlsruhe eine Revision vor dem Bundesgerichtshof (BGH) zugelassen. Der BGH habe einen früheren Slogan Annens ("Damals: Holocaust - heute: Babycaust") als zulässige Meinungsäußerung angesehen. (mehr dazu: www.faz.net; www.die-tagespost.de; www.aerzteblatt.de)
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Christdemokraten für das Leben (CDL) fordern von Politik mehr Anstrengungen für den Schutz des Lebens
Meschede - 20. März 2003 - Die Christdemokraten für das Leben (CDL) kritisieren die nach wie vor hohen Abtreibungszahlen in Deutschland. Wie das Statistische Bundesamt veröffent-lichte, wurden im vergangenen Jahr 130.400 Kinder im Mutterleib getötet. "Über 130.000 getötete Kinder entsprechen der Einwohnerzahl von Großstädten wie Pots-dam oder Heidelberg", machte Mechthild Löhr, die Bundesvorsitzende der Lebensrechts-initiative, deutlich. Dabei sei die Dunkelziffer noch gar nicht mitberücksichtigt. "Es handelt sich hierbei um einen massiven Verstoß gegen das Menschenrecht auf Leben, denn der Mensch ist Mensch von Anfang an." Auch angesichts der dramatischen demographischen Entwicklung in Deutschland seien die Abtreibungen fatal für die Zukunft der ganzen Gesellschaft. Als nicht hinnehmbar wertete die CDU-Politikerin auch den Anstieg der Spätabtreibungen um mehr als 6 Prozent. Hierbei handele es sich um Abtreibungen ab der 23. Schwangerschaftswoche. Das sind größtenteils bereits außerhalb des Mutterleibes lebensfähige Kinder. Viele dieser Kinder überlebten sogar zunächst ihre eigene Abtreibung bevor sie sterben. Menschliches Leben wegen einer diagnostizierten Behinderung zu töten, sei Selektion. "Der Gesetzgeber ist gefordert und muss endlich die Spätabtreibungen unterbinden", forderte Löhr.
Besorgniserregend sei auch der Anstieg der Abtreibungen mit der Tötungspille "Mifegyne" um weitere 17 Prozent, nachdem im vergangenen Jahr bereits ein Zuwachs um 44 Prozent zu verzeichnen war. Durch diese Abtreibungsmethode werde die Schwangere unter einen unerträglichen Entscheidungsdruck gesetzt. Denn der Arzt könne erst ab dem 43. Tag eine Schwangerschaft zuverlässig mittels Ultraschall feststellen. Die Tötungspille dürfe aber nur bis zum 49. Tag verabreicht werden. "Die gesetzliche Beratungsregelung wird dadurch vollends zur Farce", hob die CDL-Bundesvorsitzende hervor.
Löhr kritisierte, dass in Zusammenhang mit Abtreibungen zu wenig über die Gefahren und Risiken, vor allem über die Folgeerscheinungen (Post-Abortion-Syndrom), aufgeklärt werde. Löhr forderte die Bundestagsabgeordneten auf, sich diesen Fragen dringend anzunehmen und Maßnahmen für den Schutz des menschlichen Lebens zu ergreifen.
Die CDL ist eine Lebensrechtsinitiative innerhalb der CDU/CSU mit zahlreichen Mandatsträgern.
Christdemokraten für das Leben e.V., Haus Laer, 59872 Meschede Tel: 0291-2261, Fax: 0291-6191, e-Mail: info@cdl-online.de, Internet: www.cdl-online.de
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Pressemitteilung, Berlin, 21. März 2003
Bundesanstalt für Arbeit verhindert berufliche Integration Behinderter
Zur Politik der Bundesanstalt für Arbeit, die im Effekt einer ersatzlosen Streichung beruflicher Weiterbildung für Behinderte gleichkommt, erklärt der Behindertenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hubert Hüppe MdB:
Während Bundesgesundheitsministerin Schmidt in Sonntagsreden von der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderungen schwärmt, vernichtet die Bundesanstalt für Arbeit unter Herrn Gerster in der gnadenlosen Härte des Manchester-Kapitalismus die Arbeitschancen dieser Menschen.
Eine über Jahrzehnte mit viel Engagement und Kompetenz aufgebaute Landschaft beruflicher Weiterbildung für Menschen mit Behinderungen steht vor dem Aus, und die Betroffenen werden aus dem Arbeitsleben gedrängt, weil die Bundesanstalt für Arbeit es so will.
Hintergrund: Der Vorstand der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit hat den Arbeitsämtern per Rundbrief die Weisung gegeben, nur noch Weiterbildungsmaßnahmen mit einer "prognostizierten Verbleibsquote von mindestens 70%" zuzulassen. Das heißt, 70 Prozent der Teilnehmer müssen auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen können. Die Bundesanstalt beharrt darauf, dass dies auch für Behinderte gilt.
Die Arbeitsämter dürfen bei der Genehmigung von Maßnahmen nicht berücksichtigen, ob der örtliche Arbeitsmarkt diese Quote überhaupt erwarten lässt. Sie dürfen insbesondere nicht berücksichtigen, ob bei besonders förderungsbedürftigen Menschen mit Behinderungen diese Quote - ohne eigenes Verschulden dieser Menschen! - realistisch ist.
Selbst die kompetentesten und engagiertesten Träger beruflicher Weiterbildungsmaßnahmen für Menschen mit Behinderungen können nach aller Erfahrung die geforderte Verbleibsquote von mindestens 70% nicht erfüllen. Dies ist der Bundesanstalt für Arbeit bekannt.
Deshalb werden in diesem Bereich fast keine Genehmigungen mehr erteilt, und bereits genehmigte Maßnahmen laufen aus. Es wird nicht lange dauern, bis auch die qualifiziertesten und erfolgreichsten Träger aufgeben müssen. Die Bundesanstalt für Arbeit spart rücksichtslos auf dem Rücken der behinderten Menschen.
Ich habe Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement, der die Rechtsaufsicht über die Bundesanstalt für Arbeit hat und damit die politische Verantwortung trägt, in einem Schreiben gefragt, ob er diese ungeheuerliche Vorgehensweise der Bundesanstalt für Arbeit billigt.
Büro Hüppe MdB, Deutscher Bundestag, 11011 Berlin Tel. 0 30 - 22 77 75 89, Fax 0 30 - 22 77 67 08 email: hubert.hueppe@bundestag.de, Internet: www.huberthueppe.de
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Berlin, 27. März 2003 "Schnellinformation zur Gesundheitspolitik der Pressestelle der deutschen Ärzteschaft"
EU-Biopatentrichtlinie Zypries: Fortschritt gegenüber geltendem Recht
(PdÄ) Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat heute vor dem Nationalen Ethikrat angekündigt, die Umsetzung der europäischen Biopatentrichtlinie vorantreiben zu wollen. "Die Richtlinie ist einfach ein Fortschritt gegenüber dem geltendem Recht", begründete die Politikerin ihren Entschluss. Zudem sei Deutschland in der rechtlich verpflichtenden Situation, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. In der vergangenen Legislaturperiode war die Umsetzung gescheitert, da in der Regierungskoalition keine Einigung erzielt werden konnte. Das Gesetzgebungsverfahren muss nun neu eingeleitet werden.
Zypries sagte, das Patentrecht gebe dem Erfinder lediglich ein ausschließliches Verwertungsrecht für seine schöpferische Leistung. Es regele aber nicht, was Forscher tun dürfen und was ihnen verboten ist. Hierfür gebe es die jeweils einschlägigen Gesetze, wie z.B. das Embryonenschutzgesetz. Nach deutschem Recht würden die Grenzen der ethischen Patentierbarkeit bislang in der Regel durch die Generalklauseln "öffentliche Ordnung" und "gute Sitten" bestimmt. Die zum Teil sehr emotionale Kritik an der Biopatentrichtlinie sei weit gehend unberechtigt. "Die Richtlinie will kein neues Patentrecht schaffen", so die Ministerin. Sie sorge vielmehr für mehr Klarheit und Rechtssicherheit. Ihre Hauptbedeutung liege darin, "die Grenzen der Patentierbarkeit im geltenden Patentrecht festzuschreiben". Als Beispiel führte Zypries Artikel 5 Abs. 1 der Richtlinie an, der Patente zum Klonen von menschlichen Lebewesen ebenso ausdrücklich verbiete wie die Verwendung von menschlichen Embryonen zu industriellen oder kommerziellen Zwecken.
"Ich kann die Hoffnungen ebenso wie die Ängste gut nachvollziehen und nehme beide sehr ernst", sagte die Justizministerin mit Blick auf die kontroversen Diskussionen um Biopatente. Dennoch verkündete sie vor dem Ethikrat: "Auch wenn die Richtlinie nicht in allen Punkten endgültige Antworten auf die Herausforderungen der neuen Biotechnologien gefunden hat, geht es jetzt vorrangig darum, sie umzusetzen."
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Berlin, 15. April 2003
Deutsch-französische Initiative zur Änderung der EU-Biopatent-Richtlinie starten!
Anlässlich der übereinstimmenden Positionen des französischen Gesundheitsministers Jean-Francois Mattei und der Bioetik-Enquete-Kommission der letzten Legislaturperiode zur Biopatentierung erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" Hubert Hüppe:
In einer deutsch-französischen Arbeitssitzung zu aktuellen bioethischen Fragen hat der französische Gesundheitsminister Jean-Francois Mattei betont, dass aus französischer Sicht die Biopatentrichtlinie der Europäischen Union revidiert werden muss.
Zwar bestehe die rechtliche Pflicht, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen, wobei der Spielraum der nationalen Gesetzgeber ausgeschöpft werden müsse. Doch sei gleichzeitig eine Änderung Biopatentrichtlinie erreichbar und müsse angestrebt werden. Insbesondere kritisierte der französische Minister den Artikel 5 der Richtlinie als unakzeptabel, demzufolge ein Patent auf ein Sequenz oder Teilsequenz eines Gens erteilt werden kann, wenn in der Patentanmeldung eine gewerbliche Anwendbarkeit beschrieben wird.
Diese französische Haltung deckt sich mit der Position, die die Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" im Januar 2001 ihrem ersten Zwischenbericht "Schutz des geistigen Eigentums in der Biotechnologie" zugrundegelegt hat.
Die Bundesregierung ist daher aufgefordert, gemeinsam mit Frankreich unverzüglich eine Initiative zur Revision der EU-Biopatent-Richtlinie auf den Weg zu bringen.
Hinsichtlich des 6. Forschungsrahmenprogramms der EU hat Gesundheitsminister Mattei den Grundsatz bekräftigt, dass bei der gemeinsamen Forschungsfinanzierung die ethischen Grenzen der EU-Mitgliedsstaaten respektiert werden müssen. Dem ist nachdrücklich zuzustimmen. Es darf nicht dazu kommen, dass die EU - maßgeblich auch mit deutschen Steuergeldern - die Vernichtung menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken fördert, was nach deutschem Recht (Embroynenschutzgesetz und Stammzellgesetz) strafbar wäre.
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Berliner Zeitung, 25.04.2003, Ressort: Politik ' EU plant Ausweitung der Embryonenforschung Bundesregierung will die Förderung hier verbotener Stammzellprojekte verhindern
Jörg Michel BERLIN, 24. April. Ungeachtet ethischer Bedenken in zahlreichen europäischen Ländern plant die EU-Kommission langfristig offenbar eine deutliche Ausweitung der Embryonenforschung. In einem internen Gutachten, das der Berliner Zeitung vorliegt, verweist die Kommission auf die Potenziale der Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen und spricht sich für eine stärkere Förderung des umstrittenen Wissenschaftszweiges aus. Das Papier wurde am Donnerstag erstmals in Brüssel von Vertretern der Kommission, den Mitgliedsstaaten und des Europäischen Parlaments diskutiert. Es dient als Grundlage für die bevorstehenden EU-Verhandlungen zur Zukunft der Embryonenforschung.
"Die Stammzellforschung dürfte sich (...) ebenso bedeutend für die Grundlagenforschung wie für andere spezifische medizinische Anwendungen erweisen", heißt es in dem Papier. Die meisten Wissenschaftler hielten deswegen eine Ausweitung der Forschung an humanen embryonalen Stammzellen für erforderlich, schreiben die Kommissionsexperten.
Der Inhalt des Gutachtens ist besonders für die Bundesregierung brisant: Denn sollte diese Position reale Politik werden, würde die EU zukünftig mit deutschen Steuergeldern Projekte fördern, die mit deutschem Recht nicht vereinbar sind. In Deutschland beispielsweise untersagen das Embryonenschutz- und Stammzellgesetz die Herstellung von Stammzellen zu Forschungszwecken, weil dabei Embryonen getötet werden müssen. Auch das therapeutische Klonen zur Gewinnung der Zellen ist verboten. Ohne das Gewinnen "frischer" Zellen ist eine Ausweitung der Forschung aber nicht denkbar.
Der Staatssekretär im Bundesforschungsministerium Uwe Thomas bestätigte, dass es bei der EU eine "eindeutige Tendenz" zur Ausweitung der Forschung gebe. Die Bundesregierung werde aber darauf bestehen, dass die bestehende deutsche Rechtslage respektiert und keine Projekte unterstützt werden, die hier verboten seien, sagte Thomas dieser Zeitung. Blockieren könne man die Kommissionspläne aber nicht, weil dafür eine qualifizierte Mehrheit erforderlich sei. Diese aber sei nicht in Sicht. Langfristig müsse Deutschland den Schulterschluss mit Frankreich suchen, um in der EU einen Kompromiss zu finden. Die Pariser Regierung denkt derzeit über eine Liberalisierung ihrer Gesetze nach.
Der CDU/CSU-Sprecher in der Ethik-Enquetekommission im Bundestag, Thomas Rachel, forderte die Bundesregierung dagegen auf, notfalls mit einem Veto auf höchster Ebene zu verhindern, dass deutsches Geld für die verbrauchende Embryonenforschung ausgegeben werde. "Hier darf es keine Kompromisse geben", sagte Rachel.
Hintergrund des Konflikts ist das beschlossene sechste Forschungsrahmenprogramm der EU. Dieses ist mit 17,5 Milliarden Euro ausgestattet. Davon sind zweieinhalb Milliarden Euro für die Förderung der Biotechnologie vorgesehen. Für die meisten Projekte mit embryonalen Stammzellen gilt wegen ethischer Bedenken in einigen Ländern noch ein Förderstopp. Im Herbst müssen die Forschungsminister dann neu entscheiden. Neben Deutschland gelten auch Italien, Irland und Österreich als Skeptiker. Dagegen drängen Großbritannien und Schweden auf eine Ausweitung der Förderung. Dem scheint sich nun die Kommission anzuschließen. Die Befürworter erhoffen sich medizinische Fortschritte bei der Behandlung schwerer Krankheiten wie Alzheimer. (mehr dazu: www.berliner-zeitung.de; www.kathpress.at)
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Kirchen beziehen in Textsammlung gegen aktive Sterbehilfe Position
Hannover (dpa) 14. April 2003 - Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben in einer gemeinsamen Textsammlung gegen die aktive Sterbehilfe Position bezogen. "Wir wollen Mut machen, sich für eine menschenwürdige Begleitung Kranker und Sterbender einzusetzen und sich den Tendenzen zu aktiver Sterbehilfe entgegenzustellen", schrieben der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Manfred Kock, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann.
In der am Montag vorgestellten Textsammlung solle deutlich werden, dass aktive Sterbehilfe als gezielte Tötung ethisch nicht vertretbar sei, auch wenn sie auf den ausdrücklichen Wunsch der Kranken geschehe. Die Diskussion um die aktive Sterbehilfe hat aus Sicht der Kirchen auch in Deutschland an Brisanz gewonnen, da sie in den Nachbarländern Niederlanden und Belgien bereits erlaubt ist.
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Presseinformation Nr. 3/2003, Bochum, 25. März 2003
DGSS-Stellungnahme zur neuen Approbations- und Weiterbildungsordnung Rückschritt statt Meilenstein - Schmerztherapie fehlt fast völlig
Selbst Orthopäden und Krebsspezialisten werden in Zukunft praktizieren dürfen, ohne auch nur Grundkenntnisse in der Schmerztherapie erworben zu haben: Es wurde nicht nur versäumt, sie in der neuen Approbationsordnung für Ärzte zu verankern, die bereits im April 2002 verabschiedet wurde; auch im Entwurf der neuen Weiterbildungsordnung für Fachärzte, den der Deutsche Ärztetag im Mai verabschieden wird, fehlt das Stichwort fast völlig. "Der Entwurf der Weiterbildungsordnung muss dringend um schmerztherapeutische Inhalte ergänzt werden", so Prof. Dr. Michael Zenz, Präsident der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS). Die Gesellschaft fordert außerdem die medizinischen Fakultäten der Universitäten auf, ihre Freiheiten zu nutzen und bei der Ausbildung von Ärzten selbst einen Akzent auf Schmerztherapie, Palliativmedizin und Sterbebegleitung zu legen. Deshalb hat Prof. Dr. Rolf-Detlef Treede, DGSS-Vizepräsident, bereits Kontakt zu allen Studiendekanen aufgenommen.
Bandscheiben-OP ohne Schmerztherapie Nur ein einziges Mal taucht das Wort Schmerz überhaupt in der neuen Approbationsordnung auf, und das nicht unter den Pflichtfächern oder bei den Querschnittsbereichen, sondern als nachgeordneter Punkt neben anderen wie Seuchenhygiene, öffentliche Gesundheitspflege und Gesundheitsberatung. "Insbesondere angesichts der Tatsache, dass der Unterricht - und auch die Prüfungen - nach der neuen Approbationsordnung fallbezogen durchgeführt werden sollen, ist die Schmerztherapie eigentlich ein zentraler Bestandteil der Ausbildung", so Prof. Zenz.. Er befürchtet, dass im studentischen Unterricht nach Chemotherapie und Operation kein Platz mehr für Schmerztherapie bleibt. "Selbst vor Bandscheibenoperationen wird ein interdisziplinärer Ansatz der Schmerztherapie unerwähnt bleiben."
Ein Orthopäde kennt keinen Schmerz
Wer die Hoffnung auf die Weiterbildung zum Facharzt setzt, wird abermals enttäuscht: Heißt es in den allgemeinen Bestimmungen der 174 Seiten starken Muster-Weiterbildungsordnung noch: "Die Weiterbildung beinhaltet unter Berücksichtigung gebietsspezifischer Ausprägungen auch den Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in der allgemeinen Schmerztherapie", so fehlt das Stichwort "Schmerz" in den folgenden Kapiteln völlig. Die Schmerztherapie findet sich weder in der Orthopädie, noch in der gesamten Inneren Medizin und Allgemeinmedizin, noch in der Hämatologie und Onkologie, noch in der Rheumatologie, in der Kinderhämatologie und -onkologie, in der Neurologie, in der Strahlentherapie und in der Urologie. Auch die Zusatzweiterbildung Konservative Orthopädie kommt ohne das Stichwort aus. Dabei sind es weit über 50 Prozent der Patienten eines Orthopäden, die wegen chronischer Schmerzen in seine Praxis kommen. Beim Internisten sind es immerhin ein Viertel der Patienten. "Der Schmerz ist zwar im Körper und in der Seele unserer Patienten angekommen, nicht aber in unserer Ausbildung und in unserer Weiterbildung und offensichtlich auch nicht in den Köpfen der Weiterbildungsbeauftragten und Politiker", folgert Prof. Zenz.
Universitäten sollen Freiraum nutzen Die Aus- und Weiterbildungskommission der DGSS fordert, die Stichworte Schmerztherapie, Palliativmedizin und Sterbebegleitung rechtzeitig in die neue Weiterbildungsordnung aufzunehmen. Außerdem rät sie den Universitäten ihren Freiraum zu nutzen und trotz des Fehlens der Schmerztherapie in der bereits verabschiedeten Approbationsordnung ihre Studierenden in diesem Bereich auf ihre spätere Tätigkeit auszubilden "Wenn die Medizinerausbildung dieses wichtige Fach ausblendet, darf es in Zukunft keinen wundern, wenn wir weiterhin das Problem eines Millionenheers von Schmerzkranken vor uns herschieben, ohne wirklich zu handeln", so Prof. Zenz. "Die als Meilenstein angekündigte Novelle ist in Wirklichkeit ein Rückschritt."
Einige Zahlen Laut der "Gesundheitsberichterstattung des Bundes" geben nur 9 Prozent der Deutschen an, im vergangenen Jahr keine Schmerzen gehabt zu haben. 2002 hatten weit über 50 Prozent der Bevölkerung Kopfschmerzen und ebenfalls weit über 50 Prozent aller Männer und Frauen Rückenschmerzen. Ministerin Bulmahn stellte fest, dass allein Rückenschmerzen über 15 Milliarden Euro pro Jahr für vorzeitige Berentung und Rehabilitation verschlingen, Kopfschmerzen über 2,5 Milliarden Euro jährlich (http://www.bmbf.de, s.u.).
Ansprechpartner Prof. Dr. Michael Zenz, Präsident der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e. V. (DGSS), Universitätsklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer, In der Schornau 23-25, 44892 Bochum, Tel 0234-2993000, Fax 0234-2993009, E- Mail: Zenz@anaesthesia.de
DGSS-Pressestelle, Meike Drießen, c/o Ruhr-Universität Bochum, Raum UV 3/366, Tel. 0234/32-26952, Fax: 0234/32-14136, E-Mail: meike.driessen@presse.rub.de
Weitere Informationen finden Sie im WWW: http://www.bmbf.de
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RAVENSBURG, 2.4.2003 - Die Klasse 11c des Kath. Freien Gymnasiums St. Konrad ist unter den Preisträgern des Schülerwettbewerbs der Bundeszentrale für politische Bildung.
Bis es soweit war, musste viel Arbeit geleistet werden. Die 23 Schülerinnen und Schüler haben sich intensiv mit ihrem Thema "PID - eine GENiale Entwicklung?" befasst. Bei der PID (der Präimplantationsdiagnostik) handelt es sich um ein aktuell auch im Deutschen Bundestag diskutierten Verfahren, mittels dessen man in-vitro befruchtete Zellen im frühen Zellstadium auf mögliche Erbschäden untersuchen kann. Je nach Ergebnis werden die Zellen sodann in den Mutterleib implantiert oder verworfen.
Die Schülerinnen und Schüler haben rasch gemerkt, dass dieses Verfahren, das in Europa nur in wenigen Ländern erlaubt ist, neben der schönen Aussicht auf ein erbgesundes Kind auch Gefahren enthält: Führt die Selektion zu einer Entwicklung in Richtung "Wunschkind"? Wie geht man damit um, das aussortierte menschliche Leben zu töten? Welche Folgen hätte die Freigabe der PID möglicherweise für die Haltung zu Menschen mit Behinderungen?
In vier Wochen haben sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Religionsunterrichts (Lehrer: Martin Schupp) der komplexen Thematik angenommen: Zunächst mussten sie sich über die Thematik kundig machen, bevor sie dann Experteninterviews durchführen konnten. Hier wurden u.a. ein Frauen-arzt, ein Pfarrer, eine Frau von der Schwangerschaftskonfliktberatung und eine Mutter eines behinderten Kindes befragt.
Aufgabe beim Wettbewerb war es, aus diesen Interviews und der Meinung in der eigenen Klasse eine Zeitungsseite zur PID zu erstellen. Dabei war die Konkurrenz, gegen die sich die Ravensburger durch-setzen mussten, riesig: Etwa 60.000 Jugendliche der 5. - 11. Jahrgangsstufe aus ganz Deutschland haben beim 32. Schülerwettbewerb für politische Bildung mitgemacht. 2732 im Team erarbeitet Werk-stücke wurden von einer Jury bewertet. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.
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taz Nr. 7026 vom 9.4.2003, Seite 8 Anbau von Genkartoffeln genehmigt Bayern setzt Vitaminknollen frei - mit allerhand Tricks. Gemeinde dagegen
BERLIN taz Trotz zahlreicher Einwendungen und entgegen einem Beschluss der betroffenen bayerischen Gemeinde Olching hat das Robert-Koch-Institut vergangene Woche den umstrittenen Freisetzungsversuch von genmanipulierten Kartoffeln auf Gut Roggenstein genehmigt. Dies meldete gestern das Umweltinstitut München. Die Technische Universität München möchte auf dem Gut Kartoffeln anbauen, die Zeaxanthin anreichern. Der Stoff ist ein Carotinoid wie das Vitamin A und soll gut für die menschlichen Augen sein. Der Freisetzungsversuch dient zur Materialbeschaffung, um anschließend weitere Untersuchungen durchzuführen. "Bis jetzt ist der Nutzen einer vermehrten Zeaxanthinaufnahme noch überhaupt nicht bewiesen", kommentiert Susanne Schreckenberg vom Umweltinstitut. Über 3.500Einwendungen bleiben unberücksichtigt, weil das bundeseigene Robert-Koch-Institut Sofortvollzug anordnete. Der Bürgermeister der Gemeinde Olching, Siegfried Waibel, prüft dennoch eine Klage. Die Verquickung von Forschungs- und ökonomischen Interessen sei äußerst problematisch. Das Umweltinstitut kritisierte: "Auf der einen Seite predigt die Bundesregierung die Ökologisierung der Landwirtschaft, auf der anderen Seite aber öffnet sie der Gentechnik Tür und Tor."
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Frankfurter Allgemeine Zeitung, Mittwoch, 09. April 2003, Nr. 84 Seite 11, Deutschland und die Welt Gericht erleichtert Zeugung für die Therapie
LONDON, 8. April (KNA). Ein britisches Berufungsgericht hat den Weg zur Zeugung eines Kindes frei gemacht, das therapeutischen Zwecken dienen soll. Die Richter erklärten eine Entscheidung des Obersten Gerichts vom Dezember für ungültig, nach der es den Eltern eines schwerkranken dreijährigen Jungen nicht gestattet war, durch Ärzte mittels einer Gewebeentnahme und einer künstlichen Befruchtung ein Geschwisterkind zeugen zu lassen, mit dessen Zellen die Krankheit des Jungen bekämpft werden könnte. Die Eltern Raj und Shahana Hashini sagten vor der Anhörung, alles in ihren Kräften Stehende tun zu wollen, damit ihr kleiner Sohn gesund werde. Die Organisation "Stellungnahmen zur Ethik bei der Reproduktion" (Core) argumentierte, dass die Herstellung eines Kindes "zu therapeutischen Zwecken, zur Entnahme von Gewebe, niemals eine ethisch erlaubte Heilungsmöglichkeit sein darf".
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Europaparlament gegen therapeutisches Klonen
csl. BERLIN, 10. April. Das Europaparlament hat sich am Donnerstag mehrheitlich gegen das therapeutische Klonen am Menschen ausgesprochen und gefordert, dass jegliche Weitergabe von menschlichem Gewebe freiwillig und unentgeltlich geschehen müsse. Ein umfassendes Verbot der embryonalen Stammzellforschung verfehlte wegen eines Patts bei der Abstimmung die Mehrheit, die Entscheidung darüber bleibt den Mitgliedstaaten überlassen. Mit 234 Ja-Stimmen und 217 Neinstimmen nahmen die Parlamentarier aber ein Votum gegen die Erzeugung von menschlichen Embryonen zu Forschungs- und Therapiezwecken an. Noch im April soll in Brüssel über die Förderung der Forschung an Stammzellen beraten werden. FAZ 11.04.2003
-------------- "Krankheit an sich lässt sich medizinisch-technisch nicht in den Griff bekommen" Kirchen eröffnen am 3. Mai in Bayreuth die Woche für das Leben 2003 unter dem Motto "Chancen und Grenzen des medizinischen Fortschritts" Berlin, 31. März Die Diskussion über "Chancen und Grenzen des medizinischen Fortschritts" steht im Mittelpunkt der diesjährigen Woche für das Leben, die vom 3. bis 10. Mai 2003 bundesweit von den Kir-chen veranstaltet wird. Die zentrale Eröffnungsveranstaltung findet am 3. Mai in Bayreuth statt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann und der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Manfred Kock, stellten heute in Berlin die zentralen Anliegen der Woche für das Leben 2003 vor.
Präses Kock betont, dass die Thematisierung des medizinischen Fortschritts nichts mit einer rück-wärtsgewandten, fortschrittsfeindlichen Perspektive zu tun habe. Die "Vorstellung, Krankheit an sich ließe sich medizinisch-technisch in den Griff bekommen" führe die Medizin letztlich jedoch "in einen Machbarkeitswahn, mit Folgen, die niemand wollen kann". An Grenzen stoße der medizinische Fort-schritt insbesondere dort, "wo menschliches Leben selbst zum Opfer des Erfolges" werde: "Wenn ein Leben auf Kosten eines anderen erhalten und gefördert wird, wenn menschliches Leben zu Zwecken der Forschung "verbraucht" wird, oder wenn man sich eine Entscheidung darüber anmaßt, welches Leben Entfaltung und Zuwendung verdient und welches nicht, dann verfehlen die Bemühungen der Medizin ihr ursprüngliches Ziel, dem Leben zu dienen", so Kock.
Kardinal Lehmann warnt vor dem "Traum vom perfekten Menschen", der letztlich zutiefst inhuman sei. Nur allzu schnell werde der Mensch dabei zum "Schadensfall", zur "vermeidbaren Belastung" oder zum "untragbaren Versicherungsrisiko". Von der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" erhofft er eine "differenzierte und kritische Beurteilung medizinethischer Fragestellungen, die den Schutz menschlichen Lebens in allen Entwicklungsstadien klar im Blick behält". Ethisch dringend geboten sei eine Verlängerung des EU-Moratoriums für die gemeinschaftliche Finanzierung von For-schung an menschlichen Embryonen. Nach dessen Auslaufen Ende dieses Jahres drohe eine Freigabe solcher Förderungen. Um einem einseitigen technischen Umgang mit Gesundheit und Krankheit entge-genzutreten gelte es zudem, "das spezifisch christliche Profil" kirchlicher Einrichtungen im Bereich der Krankenpflege zu schärfen.
Am Samstag, den 3. Mai, um 10.00 Uhr eröffnen Präses Kock und Kardinal Lehmann die Woche für das Leben 2003 mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der Evangelischen Ordenskirche St. Georgen in Bayreuth. An dem Gottesdienst nehmen auch der Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick, und der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Johannes Friedrich, teil. Zwischen 09.15 Uhr und 14.00 Uhr findet in der Innenstadt von Bayreuth ein "Markt der Möglichkeiten" statt. Von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr ist vor der Spitalkirche am Markt ein Gesprächsforum zu "Chancen und Grenzen des medizinischen Fortschritts" vorgesehen. Kardinal Lehmann und Präses Kock werden hier die Anliegen der Kirchen mit Gästen aus Gesellschaft, Kirche und Politik diskutieren.
Vom 3. bis 10. Mai finden bundesweit in katholischen und evangelischen Kirchengemeinden und an-deren kirchlichen Einrichtungen Veranstaltungen zur Woche für das Leben statt.
Das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz und das Kirchenamt der EKD haben ein Arbeitsheft zur Woche für das Leben vorgelegt, das neben Anregungen für Gottesdienst und Unterricht wichtige Beiträge zum Thema "Chancen und Grenzen des medizinischen Fortschritts" enthält. Diese Informationen gibt es auch im Internet unter www.dbk.de oder www.ekd.de.
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Bewusstseinsmanipulation durch Werbestrategien Beispiel: <Bio-Tech> statt <Gentechnologie>!? Ingeborg Woitsch Aus verschiedenen Beweggründen, aus innerem Empfinden, aus konfessioneller Überzeugung, aus unmittelbar persönlicher Betroffenheit oder aus einer Vorausschau der unabsehbaren Folgen stellt sich derzeit die Mehrheit der Bevölkerung deutlich gegen Manipulationen am Leben. Diese starke Ablehnung von Gentechnologie, insbesondere auch im Lebensmittelbereich, hat die europäische Gentechnik-Industrie dazu bewogen, Burson-Marsteller (B-M), eine weltweit agierende PR-Agentur, einzuschalten. Die amerikanische Werbeirma soll mit ihren Mitteln die Akzeptanz von genmanipulierten Nahrungsmitteln sowie die Befürwortung von Gentechnologie an sich in Europa durchsetzen. Erstmals zum Einsatz kam die Burson-Marsteller-Werbestrategie in der Vorbereitung zum <First European Bioindustry Congress> in Amsterdam 1997, veranstaltet von EuropaBio,1 dem Dachverband der europäischen Gentechnik-Industrie, dem unter anderem Bayer, Hoechst, Monsanto, Hoffmann-La Roche oder Lebensmittelkonzerne wie Nestlé, Unilever und Danone angehören.
Jüngste Aktivitäten konnte Burson-Marsteller im Hintergrund der Wahlkämpfe um die Volksabstimmung für Genschutz in der Schweiz, die am 7. Juni mit 66,6 % Gegenstimmen verworfen wurde, entfalten. Hier wurde beispielsweise die <Genschutz-Initiative> von ihren Gegnern, das sind Verbände wie Gensuisse und Interpharma, unter Beratung von B-M kurzerhand in <Genverbots-Initiative> umbenannt. Tatsächlich wäre ein Grossteil der Schweizer Bio-Medizin-Forschung von den von der Genschutz-Initiative geforderten Bestimmungen betroffen gewesen. Denn <verbieten> wollte man die Herstellung, den Erwerb und die Weitergabe transgener Tiere. Patente auf genveränderte Pflanzen und Tiere und deren Bestandteile hätten nicht mehr erteilt werden dürfen. Jede Freisetzung von genveränderten Pflanzen wäre verboten worden. Der Schreck hielt sich allerdings in Grenzen. Christophe Lambs, Pressesprecher beim Schweizer Biotech-Unternehmen Ares Serrono, gab kund: «Wir würden unsere Labors wohl nach Frankreich verlegen - ein paar Kilometer hinter die Schweizer Grenze.» Auch die Frage nach Patentvergabe blieb für Multis relativ unerheblich, da Patentrechte für die EU im Europäischen Patentamt in München vergeben werden. Schätzungsweise 5 Millionen Franken standen der Schweizer <Genschutz-Initiative> für den Wahlkampf zu Verfügung. 35 Mio. dagegen konnte die Chemie- und Lebensmittelindustrie für ihre Publicity-Kampagnen investieren, um in aufwendigen Anzeigen für den <Sieg der Genforschung über Krebs, Alzheimer und Rinderwahn> zu werben.
Präsentation ersetzt die Wirklichkeit Es zeigt in sich eine erschreckende Stimmigkeit, dass der gentechnische Vorstoß zur Bemächtigung der physischen Grundlagen des Lebens eben genau ein millionenschwer zu bezahlendes Know-how zur Manipulation der Grundlagen der Bewusstseinsbildung zu Hilfe ruft. <Perceptions are real> (Wahrnehmungen sind Wirklichkeit) lautet das Motto von Burson Marsteller, einzusehen in der Firmen-Homepage im Internet. 2 Diese <Wahrnehmungen> allerdings sollen den Blick auf die Realität verstellen. Denn hier wird die <Darstellung der Wirklichkeit> zur Wirklichkeit erklärt. <Presentations are real> müsste diese Leitlinie in Wahrheit heißen. Insbesondere handelt es sich um den Versuch von sprachlich-emotional stimulierter Realitäts-Konstruktion. «Perceptions are real. They color what we see ... what we believe ... how we behave. They can be managed ... to motivate behavior ... to create positive business results.» (Wahrnehmungen sind wirklich. Sie färben das, was wir sehen ... was wir glauben ... wie wir uns verhalten. Sie können gelenkt werden ... ein Verhalten zu bewirken ... gute Geschäftsergebnisse hervorzubringen.) Alles kommt darauf an, so ist es zu verstehen, wie man eine Sache zu sehen bekommt.
In einem internen Strategie-Papier, von B-M für EuropaBio entwickelt, das durch Greenpeace an die Öffentlichkeit gelangte, 3 werden vier Prinzipien genannt, wie derzeit die öffentliche Einstellung gegenüber gen-manipulierten Nahrungsmitteln zugunsten der Gentech-Lobby manipuliert werden soll:
Stay off the killing fields: So sollen von seiten der Industrie Reizthemen (killing fields) vermieden werden. Sogenannte <Risikodiskussionen> beispielsweise über ökologische oder gesundheitliche Gefahren der Gentechnologie werden nicht geführt.
Create positive perceptions: Über die Medien sollen die positiven, nutzbringenden Eigenschaften von gen-manipulierten Produkten herausgestellt werden, beispielsweise ökologische Vorzüge oder die Schaffung von Arbeitsplätzen. Der Vorteil der Produkte, nicht die Diskussion um die Technologie selbst ist in den Vordergrund zu stellen. Das <Erzeugen positiver Wahrnehmung> hängt natürlich von entsprechendem Sprachgebrauch ab. So wird folgendes GenTech-Vokabular empfohlen: Statt klonen - Züchtung von Mehrlingen; statt genmanipuliert - gentechnisch verändert; statt Gentechnologie - Biotechnologie. Durch Gentechnologie also werden in dieser sprachstrategischen Darstellung <Ernteerträge umweltschonend gesichert>, <landwirtschaftliche Anbauflächen erweitert>, <ungünstige Standorte nutzbar gemacht>. Experten heißen besser <Fachleute>, und Konzerne sind mit der Bezeichnung <Unternehmen> freundlicher aufzunehmen.
Fight fire with fire: Das heißt, der eigentliche Kampf wird auf der emotionalen Ebene geführt, und hier also wird dieses <Feuer mit Feuer bekämpft>. Kritiker(innen) sollen dadurch diskreditiert werden, dass ihre Ablehnung der Gentechnologie auf eine rein emotionale Ebene, zum Beispiel auf Angst, reduziert wird. Im Zusammenhang mit Gentechnologie sollen nun positive Gefühle wie Hoffnung, Fürsorge, Zukunftsmut aufgerufen werden. Zu diesem Zweck werden verstärkt Symbole eingesetzt, da sie nicht die Logik, sondern eben die Gefühlswelt des Menschen ansprechen.
Create service-based media relations: Burson-Marsteller entwickelt für seine Kunden, hier zum Beispiel für den Dachverband der europäischen Gentech-Industrie, folgende Strategie: «EuropaBio muss für die Journalisten zur besten und verlässlichsten Quelle von biotechnologischen/bioindustriellen Inspirationen und Informationen werden - ihre Anlaufstelle in erster Stunde, wo man ihnen keine Industriepropaganda auftischt, sondern sie zur Freude ihrer Redaktoren mit praktischen, fristgerechten Hinweisen auf genau die Geschichten und Persönlichkeiten sogar aus dem gegnerischen Lager - hinweist, die für ihre Leser, ihr Publikum von Bedeutung sind.» Über solch einen Medien-Service soll die Presse mit gezielter Information, vor allem auch «guten Geschichten» («stories - not issues»: Geschichten - nicht Sachverhalte) versorgt werden. Industrie und Handel werden dazu angehalten, keine eigenen Statements zum Thema Gentechnologie zu veröffentlichen, sondern alles über den Media-Service fließen zu lassen, - was faktisch eine Monopolisierung von Information bedeutet.
Beispiele der Täuschung - Beispiel BSE: In Deutschland arbeitet Burson-Marsteller seit Jahren zum Thema BSE. Den Auftrag dafür erhielt die Agentur von der englischen Meat and Livestock Commission (MLC). MLC, von der britischen Regierung gegründet, hat zur Aufgabe - im Zeitalter von BSE -, das Marketing der britischen Fleischproduktion zu <optimieren>. Dieses Ziel wird mittels Marktinformation und wissenschaftlicher Veröffentlichungen für Fachkreise und Verbraucher unter Beratung von B-M verfolgt. - Beispiel Osttimor (Indonesien):
Ende 1991 wurde B-M von der indonesischen Regierung angeworben. Die Firma sollte den Imageschaden von Präsident Suharto abwenden, der ihm außenpolitisch drohte, nachdem seine Militärs in Dili ein Massaker angerichtet hatten. Indonesien hatte Osttimor 1975 besetzt. Amnesty International erklärte: «Seit der Invasion sind ca. 200 000 Osttimoresen, ein Drittel der ursprünglichen Bevölkerung, ums Leben gekommen, verschwunden oder Folterungen zum Opfer gefallen ...» Ende 1996 wurde B-M von Regierungsseite abermals engagiert, als die Führer der osttimoresischen Opposition, Jose Ramos-Horta und Bischof Carlos Belo, den Friedensnobelpreis erhielten und das Suharto-Regime jetzt für die Verbrechen in Osttimor weltweit kritisiert wurde.
- Beispiel Bhopal (Indien): Bei einem Chemie-Unfall in der Produktionsanlage der amerikanischen Union Carbide 1984 starben schätzungsweise 2000 Menschen, 200 000 wurden verletzt. Nach der Katastrophe fand sich die Carbide-Führung mit Mitarbeitern von Burson-Marsteller zusammen, um ein Konzept für die folgende PR-Strategie zu erarbeiten.
- Beispiel Gentech-Soja (Europa): Der Export der von Monsanto gentechnisch manipulierten Sojabohne wird im Herbst 1996 von der europäischen Öffentlichkeit heftig diskutiert. Unter Beratung von Burson-Marsteller richtet Monsanto daraufhin in Deutschland und anderen europäischen Staaten das <Informationsbüro Sojabohne> ein, das mittlenveile <Informationsbüro Biotechnologie> heißt.
Die Firma Burson-Marsteller ist Teil des amerikanischen Young & Rubicam-Werbekonzerns, des drittgrößten Konzerns dieser Branche in den USA. Innerhalb des Konzerns hat sich B-M auf die weltweite «Krisen-Kommunikation für Industrie und Politik» spezialisiert. B-M agiert in über dreissig Ländern und ist für eine aggressive Werbestrategie bei politisch brisanten Fällen bekannt geworden. Image-Strategien für Industrien sowie Politiker bietet Burson-Marsteller seinen Kunden, das sind unter anderem autoritäre Regime, Chemie-Multis und britische Rindfleisch-Exporteure, jeweils als PR-Komplettpaket mit flächendeckender Strategie und Zeitplanung.
Die Verstellung der Wirklichkeit durch manipulierenden Sprachgebrauch zielt natürlich auch auf die Jugend, die künftigen Verbraucher, ab. Ein vom Schweizer Nationalfonds und von Nestlé, Monsanto, Roche und Novartis finanzierter Comic-Band: <Kleine Reise durch die Biotechnologie>, der gratis in den Schulen verteilt wird, lässt einen kleinen Biotech-Helden in manipuliertem Vokabular die Zukunftsforschung preisen.
Es ist ein massives Vorgehen, und es sind subtil wirkende, aber letztlich doch primitive Mittel der Täuschung, die hier angewandt werden und denen durch eine konsequente Pflege der Sinne, durch liebende Verantwortung gegenüber dem Wort und durch die Kraft eines klaren Denkens entwaffnend begegnet werden kann!
1. European Association for Bioindustnes (EuropaBio) mit Sitz in Brüssel. 2. http://www.bm.com 3. Information: Gentechnik Kampagne bei Greenpeace e.V., D22745 Hamburg, Tel. +49/40/30618-386. Quelle: Das Goetheanum - Wochenschrift für Anthroposophie, Nr. 30, 26. Juli 1998, 77. Jahrgang, s.441-443. Abonnentenverwaltung: Helga Otto, Wochenschrift 'Das Goetheanum', Postfach, CH-4143 Dornach, Schweiz. Telefon +41 61 706 4464. Fax: 706 4465. email wochenschrift@goetheanum.ch. Back to Ifgene home page
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- Gene Hamburg (dpa) 17.04.2003 - In nur 50 Jahren seit der Entdeckung der Struktur des Erbmaterials haben Forscher mit Hilfe dieser Kenntnis Gene abgelesen und Erbgut gezielt verändert. Aus diesem Wissen entstand ein riesiger Zweig der modernen Biotechnik.
GENTECHNIK AUF DEM ACKER Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen hat im Jahr 2002 weltweit mehr als die 1,5-fache Fläche Deutschlands erreicht. Fast 99 Prozent der Fläche verteilten sich auf vier Länder: USA (39 Millionen Hektar), Argentinien (13,5), Kanada (3,5) und China (2,1). Unter den angebauten Gen-Pflanzen sind Soja, Mais, Raps und insektenresistente Baumwolle. In Deutschland gibt es bislang nur Versuchsfelder mit transgenen Pflanzen. Rund 130 Freilandversuche vor allem mit Zuckerrüben, Mais, Kartoffeln oder Raps wurden genehmigt.
ARZNEIMITTEL AUS DER GENFABRIK 101 gentechnisch hergestellte Arzneimittel waren in Deutschland im Februar 2003 auf dem Markt. Das erste war 1986 das gentechnisch hergestellte Hormon Insulin für Diabetiker, es folgten weitere Hormone, Krebsmedikamente und Impfstoffe. Sie werden von gentechnisch veränderten Mikroorganismen oder Zellkulturen produziert, die zusätzliche Erbanlagen enthalten.
GENDATEN IN DER KRIMINALDATEI Mit Hilfe der Gendatenbank beim Bundeskriminalamt (BKA) hat die Polizei in den vergangenen fünf Jahren fast 6600 Verbrechen aufgeklärt. Die 1998 eingerichtete Datenbank ist nach der von Großbritannien die zweitgrößte Europas. Sie verzeichnete bis Ende Februar DNA-Muster von 216 000 Menschen und 34 000 Tatortspuren. Am häufigsten werden mit Hilfe der Gen-Datei Einbrecher ermittelt. Im Jahr 2002 waren es 3094 oder 84,24 Prozent aller Treffer. Außerdem wurden 250 Raub- und Erpressungsstraftaten, 135 Sexualstraftaten und 66 Tötungsdelikte aufgeklärt. Die Fingerabdruck-Sammlung des BKA umfasst immer noch etwa acht Mal so viele Einträge wie die Gendatei.
SCHWIERIGER WEG ZUR GENTHERAPIE Im September 1990 versuchen US-Forscher erstmals, neue Gene in das Erbgut einer Patientin mit Erbleiden zu schleusen. Das vierjährige Mädchen hat eine erblich bedingte Immunschwächekrankheit. Zehn Jahre später berichteten französische Forscher von einem ersten Erfolg bei der Therapie des Schweren Kombinierten Immunversagens (SCID). Mehrere der so genannten Bubble-Babys können ihre sterilen Glocken verlassen. Der erste große Rückschlag bei der Gentherapie ist der Tod des 18-jährigen US- Amerikaners Jesse Gelsinger aus Arizona im September 1999. Gelsinger erlag einer Immunreaktion auf das Schnupfenvirus, welches das korrigierende Gen in seine Leberzellen schleusen sollte. In Frankreich entwickelten SCID-Kinder nach einer Immuntherapie Leukämie.
TIERE IM DIENST DER MEDIZIN Die Gentechnik hat die Arzneimittelforschung von Grund auf verändert. Zahlreiche Versuchstiere entwickeln nach gezielten Eingriffen ins Erbgut ähnliche Krankheiten wie der Mensch, so dass an ihnen besser als zuvor geforscht werden kann. Bekannt wurde die Harvard-Krebsmaus, die stets Tumore bekommt, oder die Knock-Out-Mäuse, bei denen ein Gen gezielt abgeschaltet ist. Ziegen, Schafe oder Kühe sollen dagegen mit ihrer Milch Arzneimittel produzieren, die auf anderen Wegen nur schwer zu gewinnen sind, zum Beispiel den menschlichen Blutgerinnungsfaktor VIII.
MASSGESCHNEIDERTE MEDIKAMENTE Medikamente, die genau auf das Erbgut der Patienten abgestimmt sind, sollen hochwirksam sein und zugleich wenig Nebenwirkungen haben. Das erste und bislang einzige spezifisch wirkende Mittel in Deutschland wurde im Jahr 2000 zugelassen. Herceptin wirkt nur bei Brustkrebs-Patientinnen, die das veränderte Gen HER2 haben, und damit bei etwa 30 Prozent. Die Frauen müssen daher einen Gentest machen, bevor sie das Mittel nehmen.
- Europäische Verfassung und Mehr Demokratie-Info Nr. 05/2003', 28.4.2003 1. Demokratie-Tour: Auftakt in Kiel Auf dem Kieler Holstenplatz startete am vergangenen Samstag die bundesweite Demokratie-Tour. Mit einem sieben Meter hohen, aufblasbaren Grundgesetz wirbt Mehr Demokratie für Volksentscheide im Grundgesetz und ein Referendum über die europäische Verfassung. Die nächsten Stationen sind Berlin, Bremen und Niedersachsen. http://www.mehr-demokratie.de/bu/nn
2. Europa (1): Stimmen für Volksentscheid über EU-Verfassung nehmen zu Politiker von FDP und CDU haben sich dafür ausgesprochen, das Volk über eine neue EU-Verfassung abstimmen zu lassen. FDP-Chef Westerwelle kündigte an, die Liberalen wollten im Bundestag eine Initiative zur Abhaltung einer Volksabstimmung starten. Auch der stellvertretende CDU-Chef Rüttgers, der saarländische Ministerpräsident Müller (CDU) und CSU-Vorsitzende Stoiber sind für ein solches Referendum. Die Position der CDU/CSU ist jedoch noch unklar. Auch die rot-grüne Koalition in Berlin hält sich bisher bedeckt.
3. Europa (2): Mehr Demokratie wirbt in Brüssel erfolgreich für ein Referendum In Brüssel erarbeitet derzeit der "Konvent für die Zukunft Europas" einen Entwurf für die neue Verfassung der Europäischen Union (EU). Mehr Demokratie wirbt derzeit mit großem Erfolg im Konvent für die direkte Demokratie. 75 Konvents-Mitglieder aus 25 europäischen Staaten unterstützen bereits unsere Forderung nach einem Volksentscheid über die EU-Verfassung. Und immerhin 25 Abgeordnete sind für die Aufnahme von Volksbegehren und Volksentscheid in die Verfassung. Unsere Forderungen: http://www.mehr-demokratie.de/_pdf/pos06.pdf Pressemeldung vom 8. April: http://www.mehr-demokratie.de/bu/nn
4. Europa (3): Mehr Demokratie-Tagung "Europa mit Volksentscheid" vom 11-13. Juli Vom 11.-13. Juli 2003 veranstaltet Mehr Demokratie in Bergneustadt (NRW) seine achte Jahrestagung. Thema: Direkte Demokratie in Europa und unsere Initiative für eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung. Außerdem feiern wir unseren 15. Geburtstag. Mitglieder und Interessierte sind herzlich eingeladen. Das Programm und die Anmeldung zum herunterladen gibt es hier: http://www.mehr-demokratie.de/bu/nn
Der leise Abschied von der Demokratie: siehe
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Niedersachsen
Grünen-Vorstand in Niedersachsen tritt zurück 31. März 2003, Vollständige Url des Artikels: http://www.welt.de/data/2003/03/31/60845.html
Mit einem Eklat ist der Landesparteitag der Grünen in Hannover zu Ende gegangen
Hannover - Nachdem der Landesvorstand mit mehreren Vorstößen für eine Satzungsreform am Widerstand der Parteibasis gescheitert war, trat das sechsköpfige Gremium am Samstag geschlossen zurück. Zuvor hatte sich die Parteiführung nicht mit Vorschlägen durchsetzen können, die Doppelspitze abzuschaffen und die Begrenzung der Amtszeiten für alle Gremien aufzuheben. Zum Auftakt der Debatte hatte auch Fraktionschefin Rebecca Harms vor den 132 Delegierten für eine strukturelle Erneuerung geworben: "Wir müssen sehen, ob sich die Partei von Spielregeln emanzipieren kann, die vor 20 Jahren aufgestellt wurden."
Nach dem Scheitern zogen die Landesvorsitzende Heidi Tischmann und ihre Vorstandskollegen weitere Anträge für eine Erneuerung der Partei zurück und kündigten die Aufgabe ihrer Ämter an. Ursprünglich wollte der Landesvorstand auch die Rotationsregelung für Abgeordnete und die Parteispitze beseitigen sowie einen Parteirat nach dem Vorbild der Grünen auf Bundesebene einrichten.
Ein neuer Landesvorstand soll nun beim nächsten Parteitag am 10. und 11. Mai in Hameln gewählt werden. Kandidaten für die vakanten Ämter sind derzeit noch nicht in Sicht. dpa
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- Braunschweiger Zeitung, 19.4.2003 Ronsöhr (Niedersachsen) warnt vor "Gigantomanie" der EU: "Falsche Weichenstellung in Richtung europäischen Superstaates" - Reform der Finanzverfassung gefordert von Christian Kerl Nach der am Mittwoch besiegelten Osterweiterung der Europäischen Union beginnt in der CDU eine Debatte um die Konsequenzen für weitere EU-Reformen. Der niedersächsische CDU-Vizechef Heinrich-Wilhelm Ronsöhr warnte gestern vor einer "Gigantomanie"der EU und forderte, die Gemeinschaft müsse sich jetzt auf wenige Kernkompetenzen beschränken. Der europapolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Peter Hintze, verlangte eine außenpolitische Einigungsklausel für die Mitgliedstaaten in der EU Verfassung. Mehr dazu newsclick.de
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taz Nr. 7028 vom 11.4.2003, Seite 14 HUGO ist fertig
Die Entzifferung des menschlichen Erbguts ist nach 15 Jahren Arbeit praktisch abgeschlossen. Die öffentlich finanzierten Forscher der internationalen Human-Genom-Organisation (HUGO) haben die endgültige Version der Abfolge aller rund drei Milliarden Bausteine des Erbgutes in ihren Datenbanken gespeichert. Das sagte Helmut Blöcker, Koordinator des Deutschen Humangenomprojekts, gestern in Braunschweig. Diese Daten sollen zusammen mit einer Erklärung der Regierungschefs der sechs beteiligten Staaten - USA, China, Deutschland, Japan, Großbritannien und Frankreich - am kommenden Montag in Washington offiziell vorgestellt werden, ergänzte Blöcker. In der gemeinsamen Stellungnahme soll es unter anderem heißen, die Regierungschefs seien stolz darauf, dass die Forscher ihrer Länder die unverzichtbare Sequenz der drei Millionen Basenpaare der DNA vervollständigt haben. " DPA
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Salutogenese (2) Hunger nach Geist, Durst auf Leben Gedanken zum Welternährungsgipfel
Vom 10. bis 13. Juni 2002 hatte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) nach Rom zum Welternährungsgipfel eingeladen. In deutschsprachigen Medien wurde immer wieder die fehlende Präsenz vieler westlicher Spitzenpolitiker bemerkt: Offenbar gehe Terror- vor Hungerbe-kämpfung. Damit wird der wohl nicht ganz unberechtigte Eindruck vermittelt, daß Hunger derzeit nicht so sehr Sache der Industrienationen ist, weil sie eben nicht betroffen sind. Aber ist das der Fall?
Ebenfalls im Juni, kurz vor dem Welternährungsgipfel, wurde in Deutschland in biologischen Futterweizen das Unkrautgift Nitrofen entdeckt. Im Zuge der Ermittlungen, wie es zu dieser Vergiftung kam (der Weizen war in einer vormals für Giftstoffe genutzten Lagerhalle gelagert worden), wurde deutlich, daß der ökologische Landbau längst Züge einer industriellen Landwirtschaft angenommen hat, jedenfalls dort, wo mit 'Bio' nur noch eine 'schadstofffreie', nicht mehr aber eine die Lebenskräfte der Nahrungsmittel und der Erde fördernde Wirtschaftsweise verstanden wird. So ist das Problem der Industrienationen weniger die Verfügbarkeit der Nahrung selbst, als die vitale Qualität der Nahrung, deren Fehlen durch Surrogate beantwortet wird, wie das zunehmende Angebot an Genußmitteln zeigt. So betrachtet, ist Hunger also auch ein die Menschen in Industrienationen, je nach Sensibilität, am eigenen Leib erfahrbarer Mangel an Nahrung als Lebensmittel.
Nun läßt sich Hunger allgemeiner auch als Sehnsucht nach Befriedigung existentieller Bedürfnisse verstehen, beispielsweise im sozialen Bereich als Zuwendung oder als Bedürfnis nach Sicherheit wie in Israel.
Zu welchen Einsichten und Konsequenzen dieses führt, liegt im Bereich der freien Entscheidung des einzelnen Menschen. Das scheinbar Fremde in sich selbst zu entdecken (die verschiedenen Grade des Hungers) und den Mitmenschen in seiner Not zumindest im Bewußtsein zu halten (die andere Ausprägung des Hungers), kann dabei als Übung ergriffen werden. Sebastian Jüngel
Der Bericht der Weltgesundheitsbehörde ist unter www.who.int/whr/2002/en/ nachzulesen. ((Quelle: Anthroposophie weltweit 6/2002, S. 1))
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eXtraWagandt schrieb: Gedanken vom 28.04.2003 ...................... beim letzten Workshop habe ich den Teilnehmern nebenbei erzählt, dass Tabak erhebliche Menge an Radioaktivität enthält und das ein starker Raucher ganz erheblicher Strahlenbelastung ausgesetzt ist.
Wahr oder unwahr? Stimmt natürlich. Und weil ich inzwischen so oft darum gebeten worden bin anbei ein paar Links zum Thema. Übrigens weiß Phillip Morris seit 1974 davon - will aber das schwer belastete Calciumphosphat als Düngemittel nicht gegen das nicht strahlende Ammoniumphosphat austauschen. Grund zu teuer. http://www.rauchstoppzentrum.ch/0189fc92f11229701/0189fc930310cdd07/ http://www.acsa2000.net/HealthAlert/israelawsuit.html http://www.qualm-nix.de/umwelt.htm Für einen echten Raucher natürlich kein Grund aufzuhören.
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Die Redaktion von Plus-Minus ließ 15 Mineral- und Heilwässer untersuchen. Der Befund: Über die Hälfte davon war erheblich oder sogar hoch mit Radium-226 belastet. Bis über 500 Milli-Becquerel pro Liter (mBq/l).
Dr. Wolfgang Hoffmann vom Bremer Institut für Präventionsforschung: "Ich war erstaunt über die hohen Werte von Radium in diesen Mineralwässern. Die Bereiche sind meiner Ansicht nach gesundheitsrelevant, besorgniserregend. Wenn Sie das mal vergleichen mit einer Uranaufbereitungsanlage beispielsweise, wo die Grundstoffe für die Herstellung von Brennelementen für Atomkraftwerke erzeugt werden. Wenn dort im Abwasser ähnliche Mengen von Radium vorkommen würden, dann müsste diese Anlage geschlossen werden, nach der Strahlenschutzverordnung, die in diesem Jahr noch in Kraft treten soll." "Eine Brennelementefabrik müsste geschlossen werden, bei so hohen Radiumwerten (also über 200 mBq/l)," sagt der Experte.
Hier der Link dazu (dort steht auch welches Wasser Sie besonders "strahlen" lässt). http://www.wdr.de/tv/plusminus/000411_1.html
Einen freundlichen Gruß Alexander Wagandt .......................................
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Die Informationsseite der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland http://www.kritische-bioethik.de
Ethisches / Philosophisches http://www.kritischebioethik.de/deutschland_ethik_und_philosophie.html
Veranstaltungen http://www.kritischebioethik.de/deutschland_veranstaltungskalender.html
Presse http://www.kritischebioethik.de/deutschland_presse.html
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AKTION GRUNDGESETZ Europäisches Jahr der Menschen mit Behinderungen: In Deutschland lautet das diesjährige Motto: "Selbstbestimmung ermöglichen, Gleichstellung durchsetzen, Teilhabe verwirklichen". Beachten Sie dazu die Aktionen am 5. Mai.
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Der Aufruf, am 5. Mai in Berlin eine Menschenkette zwischen dem BMF und dem BMGS zu spannen und "Finanzen für Soziales" zu fordern, fand großen Widerhall. Dafür dankt der Berliner Behindertenverband "Für Selbstbestimmung und Würde" e.V. (BBV) allen, die - über "Buschfunk" oder Hochglanzzeitschrift, über eMail-Weiterleitung oder per Anruf - für die Verbreitung des Aufrufs sorgten. Nunmehr präzisierten wir die Ablaufplanung. Und wir geben auswärtigen Interessenten den Tip, bei Aktion Grundgesetz einen Zuschuß zu beantragen, um dabei sein zu können.
Diese Nachricht soll auch Journalistinnen und Journalistenn helfen, sich auf die Berichterstattung - vor, während und nach der Aktion - besser vorbereiten zu können.