Arbeitskreis Bioethik Braunschweig
c/o Angelika Wessel Tel + Fax: 0531- 50 65 15

Rundbrief  Februar 2003

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das beherrschende Thema im Januar war das Klonen und die PID. Zum Thema Klonen haben wir eine chronologische Zusammenfassung der Nachrichten und Reaktionen erstellt, die in diesen Nachrichten keinen Platz mehr fand. Sie erhalten diese mit separater Post in den nächsten Tagen.

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Inhalt - Fürchtet euch nicht - Unwort des Jahres - Dekubitus - Robert Koch-Institut veröffentlicht Register für Forschungsgenehmigungen mit embryonalen Stammzellen - PID - Stellungnahme des Nationalen Ethikrates und ‚stoppt pid und klonen' - Euthanasiegesetze in Europa und USA - ESHRE (European Society for Human Reproduction and Embryology): PID-Kliniken

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VORSCHAU Vorausschau, Voraus-Blick, Tagungen, Vorträge, Kongresse

Februar 2002 1. und 2. Februar "Zeit über Religionen zu reden". Der Status der Religionsgemeinschaften im küftigen Eruopa. In Zusammenarbeit mit der Bundestagsfraktion Büdnis 90/Die Gruenen und der Ev. Akademien in Deutschland. Ansprechpartner: Geschäftsstelle der Ev. Akademie der Pfalz, Domplatz 5, 67346 Speyer, Tel: 06232 - 60 20-0, Fax: 06232 - 60 20 22, e-;: eapfalz@t-online.de, www.evangelische-akademie-pfalz.de

4. Februar Tacheles greift das Thema Antiamerikanismus weiter auf: "Deutsch-amerikanische Eiszeit: Wo endet unsere Bündnistreue?" mit Bischöfin Margot Käßmann, dem CDU-Fraktionsvize Wolfgang Schäuble, Grünen-Chefin Angelika Beer und dem US-Journalisten Don Jordan. Ort: Marktkirche, Hannover. Zeit: 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr. Frühzeitiges Kommen empfiehlt sich, da wir wieder mit vollem Haus rechnen. Phoenix strahlt die Debatte aus am Mittwoch, dem 5. Februar, um 16.30 Uhr und am Samstag, dem 8. Februar, um 22.15 Uhr. http://www.tacheles.net

4. Februar Mehr Gerechtigkeit ist möglich! - Tobin-Steuer für die armen Länder? Zu diesem Thema laden Attac Braunschweig und das Friedenszentrum BS e.V. zu einer gemeinsamen Veranstaltung ein. Referent: Dr. Stephan Hessler, Politikwissenschaftler und Volkswirt aus Frankfurt. Er nimmt zu Kernpunkten der Globalisierungskritik Stellung und gibt Antworten auf die Fragen, inwieweit ein Staat heute von der Wirtschaft anstatt der Regierung gelenkt wird und wer für die derzeitige Finanzkrise verantwortlich zeichnet. Stephan Hessler setzt sich mit den Themen Arbeitsplatzvernichtung und dem fairen Handel mit Entwicklungsländern auseinander. Vor allem soll erörtert werden, wie sich eine Einführung der viel diskutierten Tobin-Steuer für die so genannten "armen Länder" auswirken könnte. Veranstalter: FRIEDENSZENTRUM BRAUNSCHWEIG e. V. Frieder Schöbel, Wichernstr. 45, 38108 Braunschweig Fon + Fax (vorher anrufen) 0531-351147, www.friedenszentrum.de.vu. Ort: Brunsviga, Karlstrasse 35. Zeit: Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr, im Anschluss ist das Publikum zur Diskussion eingeladen.

05.02.2003 Auf Einladung der SPD-Bundestagsfraktion sowie der Bundestagsabgeordneten Dr. Wolfgang Wodarg und Ulrike Mehl werden um 19:00 Uhr im Restaurant "Borgerforeningen" in Flensburg Doris Barnett (stellv. wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion und Peter Köhler (DGB-Regional-vorsitzender) die Umsetzung der Hartz-Kommission durch die SPD erläutern und mit Gästen diskutieren.

Mit den Gesetzen für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt hat die Regierungskoalition die größte Arbeitsmarktreform in der Geschichte der Bundesrepublik eingeleitet. Damit setzen wir die Reformvor-schläge der Hartz-Kommission um. Wir lösen so ein Wahlversprechen ein und setzen die Koalitions-vereinbarung in einem zentralen Punkt um.

Die Gesetze zielen vor allem darauf, - die Arbeitsvermittlung zu verbessern und zu beschleunigen, - neue Beschäftigungsmöglichkeiten z.B. im Haushalt zu erschließen, - die berufliche Weiterbildung neu auszurichten sowie - den Dienstleistungscharakter der Bundesanstalt für Arbeit zu stärken. Unter dem Leitprinzip "Fördern und Fordern" wird das Ziel fair und konsequent umgesetzt.

Interessierte an der Dialogveranstaltung in Flensburg können sich an das Bürgerbüro von Dr. Wolfgang Wodarg wenden: Tel.: 0461-9788820

7. Februar 2003 Alzheimer und Psychotherapie? Interesse besteht von Seiten unseres Vereins an diesem Thema, da es sich um eine Alternative zur nur biologisch-medizinischen Sicht auf diese Erkrankung handelt. Auf-schub der Krankheitssymptome von Alzheimer konnten durch Psychotherapie für einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren erreicht werden. Frage ist zudem angesichts der Forschungsergebnisse von Prof. Kropiunigg und Prof. Bauer, ob nicht auch eine der Ursachen von Alzheimer im psychischen Bereich liegen und somit die Krankheit vermeidbar sein könnte. Referenten: Prof. Bauer, Freiburg; Prof. Hirsch, Bonn; Prof. Kropiunigg, Wien; u.a. zum Thema. Ort: Düsseldorf, Raum des Landtags NRW. Zeit: 10 bis 16 Uhr. Literatur zum Thema:Joachim Bauer, Psychobiologie der Alzheimer-Krankheit: Wirklichkeitskonstruktion und Beziehungs-gestaltung, in: "Integrierte Medizin", hg von Uexküll u.a., Stuttgart 2002, 157-175. Joachim Bauer, Das Gedächtnis des Körpers. Wie Beziehungen und Lebensstile unser Gehirn steuern. Frankfurt 2002. Anmeldeschluss: 5. 1. 2003. Weitere Einzelheiten zur Veranstaltung ALZheimer-ETHik gemeinnütziger e.V., Lappenbredde 10, 59063 Hamm, Tel 02381/51015, Fax 040/ 3603 690 502, e-mail alzeth@aol.com, www.alzheimer-ethik.de

10. Februar Wie im Leben, so im Tod - Eigenes und mir wichtiges für meine eigene Trauerfeier. Referentin: Mechthild Ludwig-Mayer, Trauerbegleiterin. Ort: Hospizarbeit Braunschweig e.V., Hohetorwall 1a, 38118 Braunschg. Zeit: 17.30 Uhr.

11. Februar 2003 "Diskriminierung". Referenten: Prof. Dr. Theresia Degener: Antidiskriminierungs- und Menschenrechte für Behinderte im ausländischen, europäischen und internationalen Recht. Prof. Dr. Birgit Rommelspacher: Behinderte als Fremde - Mechanismen der Ausgrenzung. Zeit: 15.30 - 19.00 Uhr. Kontakt: Dr. Sigrid Graumann, IMEW, Berlin. Tel: 030-293817-79, Fax: 030-293817-80, e-M: info@imew.de, www.imew.de

12. und 13. Februar 3. EUROFORUM "Business Development in der Biotechnologie", Konferenz zu Themen wie Politische Rahmenbedingungen, Nachhaltige Finanzierung, Konsolidierung der Branche und Eigenvermarktung unter der Leitung von Dr. Horst Domdey, BioM AG. Dort anzutreffen sind Vertreter der Biotechnolgie- und Pharmaindustrie sowie Investoren. Tagungsort: Muenchen Airport Marriot-Hotel, Alois-Steineckerstr. 20, 85354 Freising (Muenchen). Anmeldegebuehr: Euro 1.545 zuzuegl. 16 % MWSt. Anmeldung und Info (Anmerkung und vielleicht Nachfrage, welchen Rabatt Interessierte bekommen, die den Tagungsbeitrag nicht aufbringen koennen???): Euroforum Deutschland GmbH, Postfach 111 234, 40512 Düsseldorf.

14. und 15. Februar "Vom Vertrauen zum Vertrag". Die Arzt-Patient-Beziehung unter den Bedingungen von Wettbewerb und Markt. Ort: Zentrale Aus- und Fortbildungsstätte, Landau. Die Anmeldung wollen Sie bitte senden an: Geschäftsstelle der Evangelischen Akademie der Pfalz, Domplatz 5, 67346 Speyer, Telefon: 06232/6020-0, Telefax: 06232/6020-22, e-mail: eapfalz@t-online.de. Die Tagungskosten belaufen sich für die gesamte Tagung einschl. Unterkunft und Verpflegung in Einzel- oder Doppelzimmern 60 Euro.

14. bis 16. Februar Praenataldiagnostik auf dem Markt der Moeglichkeiten. Tagung des Netzwerkes gegen Selektion durch Praenataldiagnostik in Eisenach (Haus Hainstein, Am Hainstein 16). Anmeldung und Information: Tel: 0221 - 64 00 410 (BV Körper- und Mehrfachbehinderte, Düsseldorf).

18. Februar Zellgeflüster. Zellgeflüster I: Eine ganz normale Körperzelle des Menschen redet und schwätzt und flüstert ununterbrochen mit ihren Nachbarzellen und auch mit solchen weiter weg. Referentin: Florianne Koechlin ist Biologin und Geschäftsführerin des Blauen-Instituts und Mitglied der Eidg. Ethikkommission für Gentechnik im Ausserhumanbereich. Zellen flüstern II: Der Vortrag als Hörspiel, die Gesangs-Improvisation als Teil der Wissenschaft. Referentin: Marianne Schuppe, Sängerin und Stimmkünstlerin für zeitgenössische und experimentelle Musik. Zellen kommunizieren mit Licht: Biophotonen sind Lichtstrahlen im sichtbaren Wellenbereich, die von lebenden Zellen abstammen. Referent: Daniel Ammann, PD Dr. sc. Techn. ETH und Geschäftsleiter der Schweizerischen Arbeitsgruppej Gentechnologie. Zeit: 19.30 Uhr. Information: Florianne Koechlin, Blauen-Institut, Blauenstrasse 15, 4142 Münchenstein, www.blauen-institut.ch

20. bis 22. Februar 12. Symposion Frühförderung, "Frühförderung in Bewegung - Bewegung in der Frühförderung". Anmeldung bei der Geschäftsstelle der Vereinigung für Interdisziplinäre Frühförderung e.V., Seidlstr. 4/II, 80335 München, Fax: 089-545 898-29, e-M: arbeitsstelle.paed@t-online.de. Gleichzeitig muß die Tagungsgebühr von Euro 110 überwiesen werden

21. bis 23. Februar Internationaler Jugendkongreß für eine neue Kultur des Lebens. Im Memoriam Hans und Sophie Scholl zum 60. Todestag. "Unsere Tat wird Wellen schlagen", Hans Scholl. Am 22. Februar jährt sich zum 60. Mal der Todestag von Hans und Sophie Scholl, dem Münchener Geschwisterpaar, das gemeinsam mit ihrem Freund Christoph Probst vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt wurde. Die Europäische Jugendallianz (EYA) nimmt dies zum Anlass, mit einem Jugendkongress auf den aussergewöhnlichen Gegenwartsbezug des Lebens der Mitglieder der Widerstandsgruppe "Die Weisse Rose" hinzuweisen. - Durch ihren Einsatz für Werte wie die Freiheit und das Wohl Aller, die Würde und die integere Entwicklung jedes Individuums haben sie Zeichen gesetzt, die zeitlos aktuell sind. Ihre Impulse möchten wir aufnehmen und in unserem veränderten geschichtlichen Kontext umsetzen. Ort: Katholische Hochschulgemeinde der Technischen Universität, Karlstr. 32, 80333 München. Veranstalter: European Youth Alliance, www.wya.net. Kongressbuero: München. Information und Anmeldung: Antonia Egger, Toemlingerstr. 18. Tel: 089-71 47 378, e-M: antonia.egger@t-online.de

März 2003

7. und 8. März 2003 Between Facts and Norms - Empirical Methods in Bioethics, Leuven, Belgium. Information: Pascal Borrry, Centre for Biomedical Ethics and Law, Faculty of Medicine - Catholic University of Leuven, Kapucijnenvoer 35, 3000 Leuven, Belgium. Tel: +0032-16 33 6951, Fax: 0032-16-33 6952, e-M: Pascal.Borry@med.kuleuven.ac.be, www.kuleuven.ac.be/cbmer/website/E/norms.htm

10. März Was kann die Patientenverfügung leisten? Referentin: Eva Carsch, Psychologin, Mitbegründerin der Hospizarbeit Braunschweig e.V. Ort: Hospizarbeit Braunschweig e.V., Hohetorwall 1a, 38118 Braunschg. Zeit: 17.30 Uhr.

14. - 16. März "Die Religion der Menschenwürde" - Orientierung in der Bioethikdebatte. Ort: Zentralen Aus- und Fortbildungsstätte (ZAF), Landau- Information und Anmeldung: Geschäftsstelle der Evangelischen Akademie der Pfalz, Domplatz 5, 67346 Speyer, Telefon: 06232/6020-0, Telefax: 06232/6020-22, e-mail: eapfalz@t-online.de,

15. März Wann beginnt das Leben? Vermutlich wird dieses SPIEGEL TV Special ausgestrahlt. Bitte verfolgen Sie dazu auch die Programmzeitschriften. Die Nachricht schockierte die Welt: Eine amerikanische Ufo-Sekte behauptet, das erste menschliche Baby geklont zu haben. Auch wenn es berechtigte Zweifel an der Geburt dieses Babys gibt, so stellt sich doch die Frage: Wie weit darf der Mensch gehen, die Entstehung menschlichen Lebens zu beeinflussen? Künstliche Befruchtung, Eizellenhandel, Operation im Mutterleib - mit Siebenmeilen-stiefeln haben die Mediziner den Weg zum designten Kind eingeschlagen. Jedes 80. Kind in Deutschland kommt heute aus der Petrischale. Die einst verteufelte künstliche Fortpflanzung ist zum globalen Geschäft geworden. Und die "Retortenkinder" gedeihen prächtig. Darf man Menschen nach Maß produzieren? Eine britische Familie will im Reagenzglas genau das Kind zeugen, das mit seinen Stammzellen einen kranken Sohn retten kann. Fortpflanzungsmediziner entwickeln eine neue spektakuläre Technik: die künstliche Schaffung menschlicher Keimzellen. Nach diesem Durchbruch wäre der Mann für die Fortpflanzung überflüssig.

SPIEGEL TV SPECIAL zeigt Beispiele aus den Grenzbereichen der Medizin: Operationen am ungeborenen Baby im Mutterleib, tote Väter als Samenspender,Adoption von Embryonen und das Wunschkind aus dem Labor.

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Fürchtet euch nicht. Brief des Klons an seinen Vater, von Jens Johler und Christian Stahl

LIEBSTER VATER, ich habe nie begriffen, was für eine Aufregung es damals gab um mich und meine Geburt. Als ob mit mir ein neues Zeitalter angebrochen wäre. Als ob ich - was allen Ernstes behauptet wurde - ein neuer Heiland hätte werden müssen: der Begründer einer weltlichen Religion, in der die Menschen nur noch sich selbst und ihre Artefakte anbeten.

Diese Diskussionen waren absurd, und doch haben sich die Vorurteile bis heute gehalten. Das technische Wissen der Experten schreitet mit ungeheurer Geschwindigkeit voran. Die Mehrheit der Menschen hinkt hoffnungslos hinterher.

Lieber Vater, Sie wissen besser als ich: Wenn es einen qualitativen Sprung gab, einen nicht wieder rückgängig zu machenden Eingriff in die Natur der Menschenzeugung, dann war das nicht das Klonen. Es war die künstliche Zeugung, die In-Vitro-Fertilisation. Damit fing alles an, im Jahr 1978. Wenn es einen Sündenfall gab, dann damals. Aber schon bald danach durften Hunderttausende von in vitro Gezeugten ein normales Leben führen. Meine Existenz dagegen war von Anfang an ein Skandal.

Das Klonen, sagte man, sei der entscheidende Schritt zur Eugenik, zur Steuerung und Verbesserung des menschlichen Erbguts. Ein Hohn: Jede andere Form der Vermehrung, gerade die sogenannte natürliche, verändert oder verbessert das Erbgut - das Klonen aber gerade nicht! Bei der normalen Zeugung fügen sich die genetischen Informationen der Mutter und des Vaters zu etwas nie zuvor Dagewesenem zusammen: Was für Monster können und konnten da geboten werden. Oder die Präimplantations-Diagnose und die durch die Entschlüsselung des menschlichen Genoms ermöglichte Veränderung einzelner Gene. Was für ein Risiko ging die Menschheit damit ein!

Wer klont, bekommt nichts Unvorhergesehenes. Er bekommt, was er schon kennt. Worin also lag der Skandal an meiner Geburt? Glauben Sie mir, es ist nicht leicht für ein Baby, das zum ersten Mal die Augen aufmacht, in Blitzlichter zu starren. Ich erinnere mich natürlich nicht daran - aber seitdem ich mich erinnern kann, werde ich von Presseleuten und TV-Feams verfolgt. "Ein Jahr im Leben eines Klons": Das war meine eigene Reality-Show. Ich war zu jung, als daß ich mich zu wehren getraut hätte. Man gab mir Holzspielzeug, man stellte mir ein Schaukelpferd hin, man brachte mir gleichaltrige Spielkameraden. Es sollte aussehen, als wäre ich ein ganz normales Kind. Hinter der Idylle liefen die Kameras und Mikrophone. Ich war nicht dumm genug dafür. Ich wußte von Anfang an, daß ich etwas Besonderes war.

Kaum war ich alt genug zum Lesen, habe ich mich nur noch damit beschäftigt. Ich wollte normale Bücher lesen, normale Filme sehen, normale Dinge tun. Es gelang mir aber nicht. Ich las "Das geklonte Paradies", ich sah "The Boys from Brazil". Ich wollte alles wissen über Reprogenetik und Molekularbiologie. Ich wollte wissen, was an mir anders war. Lieber Vater, ich habe mich nie darüber beklagt, weil ich wußte, daß dies alles die Bedingung meines Lebens war - aber jetzt darf ich vielleicht einmal sagen, wie sehr ich mich danach gesehnt habe, ein Mensch zu sein, dessen Dasein nicht in erster Linie ein Experiment ist. Noch dazu eines, von dem die Welt erwartet und insgeheim sogar hofft, daß es mißlingen möge.Ich war ja nicht blind. Ich sah in die Augen derer, denen ich vorgestellt und vorgeführt wurde. "Nun", schienen sie zu sagen, "wann wirst du das Monster, das du im Grunde bereits bist? Wann wird deine Arthritis ausbrechen wie bei Dolly, dem Schaf. Du bist jetzt sieben Jahre alt und immer noch gesund?"

Daß ich an meinem Klonsein verzweifeln würde, das wußten sie alle von vorneherein: die katholische und die evangelische Kirche Die Konservativen, die Progressiven, die Professoren und die Menschen-rechtsgruppen. Die Klonpioniere aus Schottland waren davon überzeugt, daß ich ein Krüppel werden würde, von unnatürlicher Körpergröße, mit einem überproportionierten Bauchnabel, einer vergrößer-ten Leber und einem geschwächten Immunsystem. Zum psychischen Wrack müßte ich ohnehin verkommen, weil ich ohne genetische Identität gar keine Chance auf eine normale menschliche Entwicklung hätte. Ich weiß, lieber Vater, Sie haben alles versucht, diese Vorurteile zu entkräften. Aber waren die vielen Psychogramme und Bewußtseinstests unbedingt nötig? Mußte ich wirklich meine halbe Kindheit bei Psychologen, Therapeuten und Gehirnspezialisten verbringen? Hätte es nicht genügt, auf die Psyche eineiiger Zwillinge zu verweisen, die denselben Mangel an genetischer Identität aufweisen wie ich, und die trotzdem ganz gut leben können rnit ihrem Dasein als Kopie?

Sicher, lieber Vater, Sie brauchten, was meine Psyche betrifft, das Qualitätssiegel wissenschaftlicher Objektivität - aber wäre es nicht einfacher gewesen, statt mich mit Testreihen und Psychogrammen zu quälen, der Öffentlichkeit den Spiegel vorzuhalten? Jeder Familienvater ist stolz, wenn sein Sproß ihm ähnelt. "Dem Papa wie aus dem Gesicht geschnitten", heißt es lann, und der so seiner Einzigartigkeit beraubte junge Vater strahlt das Lächeln seines Lebens.

Bald nach meiner Geburt wurde mein DNS-Spender depressiv und krank. Ich nehme es ihm nicht übel, daß er meine Mutter und mich verließ; er fühlte sich von der Gesellschaft geächtet. Ich dagegen fand ein gewisses Verständnis. "Du darfst mich ruhig Tante nennen", flüsterte mir die Schwester meiner Mutter einmal zu. Und unser Schulleiter tröstete meine Mutter mit dem Satz, daß ich manch-mal frech und aufsässig sei wie ein ganz normales Kind. Als ich, später dann, von den andern Kindern als Genkrüppel und Menschenmüll beschimpft, bespuckt und verprügelt wurde, war es unser Priester, der vor die Gemeinde trat und sagte, daß Gott alle Menschen liebe, selbst den Klon. Selbst den.

Die Vereinten Nationen, die zwei Jahre nach meiner Geburt das reproduktive Klonen weltweit ächteten, bekräftigten ausdrücklich, daß mir und meinesgleichen die Menschenwürde nicht abge-sprochen werden dürfe. Die weltweite Ächtung hat natürlich nicht dazu geführt, daß das Klonen eingestellt wurde. Es wird jetzt im verborgenen betrieben - oft genug mit verbrecherischem Leicht-sinn. Und doch beneide ich diese Spätgeklonten darum, daß ihre Entstehung geheimgehalten wird. Daß sie oft nicht einmal selber wissen, auf welche Art sie gezeugt wurden. Ich aber war der erste. Der erste, wie eine Wissenschaftlerin es nannte, "menschliche Unfall der Natur."

Meine Gesichtsfarbe hat das Weiß der keimfreien Bettlaken angenommen. JedeBewegung meines chronisch fiebrigen Körpers fällt mir schwer. Das Wuchernder Leukozyten nimmt unaufhörlich zu. Mein Knochenmark wird poröser. Schulddaran, daß sogar die kostspielige Molekular-Therapie bei mir versagt hat,seimeine genetische Disposition, behaupten die Ärzte. Sie sagen es nicht offen,aber ich habe mich heimlich in meine Computerakte eingeklinkt. MaximaleLebenserwartung fünf bis sieben Tage, hat der Chefarzt am 12. eingetragen. Ich bin also schon überfällig. Ach ja, und noch ein Eintrag aus meinerKrankenakte hat mir in den letzten Tagen zu denken gegeben. Irreversible krebsige Entartung der Granulozyten des Knochenmarks. Ist es nicht Ironiedes Schicksals, daß meine weißen Blutkörperchen sich den Vorwurf zu eigen gemacht haben, der mir von Anbeginn an gemacht worden ist? Daß ich, wie es die Päpstliche Akademie für das Leben ausdrückte, entartet sei? Genauge-nommen stellte die Akademie fest: "Im Prozeß der Klonierung entarten die grundlegenden Beziehun-gen der menschlichen Person - Kindschaft ,Blutsverwandtschaft, Familie und Elternschaft."

Aber ist nicht auch das Wesen, das in einem solchen Prozeß entsteht, entartet, zumindest aus der Art geschlagen? Jedenfalls scheine ich es wirklich zu sein; denn während die Ärzte inzwischen andere Patienten mit Gentherapien von ihren Krebsleiden heilen können, werde ich an meiner, wie sie sagen, genetisch vorbestimmten Weißblütigkeit, der Leukämie, sterben. Heute früh muß sich Schwester Angelica so über mein Aussehen erschrocken haben, daß sie den Priester bestellte, der mir die letzte Ölung gab. Ich wollte es nicht, aber er bestand darauf.

Ach ja, die Kirche, unsere heilige Mutter: "Versuche, die darauf abzielen, ein menschliches Wesen ohne jede Verbindung mit der Sexualität mittels Zwillingsspaltung, Klonierens oder Parthenogenese zu gewinnen, stehen im Gegensatz zur Moral, weil sie der Würde der menschlichen Fortpflanzung widersprechen." Das habe ich im Internet gefunden. Johannes Paul II. hat diese Instruktion ausdrück-lich gebilligt. Bemerkenswert, daß ausgerechnet die Kirche die Parthenogenese verurteilt: die jung-fräuliche Geburt. Wo doch unser Herr Jesus Christus auf keine andere Weise auf die Welt gekommen ist. Hat Maria die Würde der menschlichen Fortpflanzung verletzt, als sie ihren Sohn jungfräulich gebar? Und hat Maria eigentlich ihr Erbgut zu ihm beigesteuert? Wenn nicht, dann wär doch auch Gottes Sohn eigentlich ein Klon. Gottes Klon.

Und nun, zweitausend Jahre später: des Menschen Klon. Seine Geburt verkündet um die Weihnachts-zeit. Seine Existenz Inbegriff einer neuen Trinität: Vater, Sohn und wissenschaftlicher Geist. "Der Mensch wird Gott im Klon" - so wurde gedacht und geschrieben, natürlich nicht von der katholischen Kirche, sondern von Philosophen und Feuilletonisten. Mit solchen Argumenten wurde behauptet, ich sei ein neuer Heiland, der Begründer einer neuen Moral: "Lerne deine nächsten Klone, Mutanten und Maschinenmenschen lieben wie dich selbst."

Ich weiß noch, wie dieser Satz mich zutiefst verletzte, als ich bei meinen Recherchen auf ihn stieß. Klone, Mutanten und Maschinenmenschen - da hatte ich es wieder. Du bist nicht einer von uns. Du gehörst zu den anderen. Du bist ein Fremder, ein irdischer Alien.

Warum wurde ich in ihren Filmen, Büchern und Essays immer nur als seelenloses Wesen dargestellt? Als Kunst-Mensch, der, in Massenproduktion gefertigt, die Welt mit Angst und Schrecken überzieht? Seht euch die Monster an! Heute denke ich, daß es gar nicht ich bin, den sie so sehr fürchten. Sondern daß sie sich im Grunde ihres Herzens vor sich selbst fürchten. Davor, daß ich das Monster sein könnte, das in ihnen selber steckt. Ja, ich bin ihnen so ähnlich, daß sie Angst vor mir haben. Wie heißt es in der antiken Tragödie? Ungeheuer ist viel, aber nichts ist ungeheurer als der Mensch. Und doch, lieber Vater, ich wünsche mir nichts sehnlicher als dies: daß Sie mich noch einmal klonen. Ich weiß, mein zukünftiger Zwilling wäre ein anderer. Und doch würde ich in ihm weiterleben. Ich weiß auch, daß ich Sie um etwas streng Verbotenes bitte. Und doch entspringt dieser letzte Wunsch nur der Hoffnung eines Klons, einmal ein ganz normales Leben zu führen. Liebster Vater, ich grüße Sie in tiefer Dankbarkeit und Verehrung. Ihr Sohn

Ich bin das Monster, das in euch allen steckt. Seht es euch nur an! Ihr seid ihm ähnlich.

Jens Johler hat zuletzt den Romanthriller "Gottes Gehirn" veröffentlicht. Christian Stahl hat mitgearbeitet an "Keine Macht für Niemand - Die Geschichte der Ton, Steine, Scherben"

Die Karriere des Klonens Belgrad, Seoul, Montreal - noch ist der Ort, an dem das erste Klonbaby geboren wird, nicht bekannt. Die Protagonisten des Klonens umgibt ein bizarrer Medienrummel, jede Bewegung wird vermeldet. Der italienische Frauenarzt Severino Antinori hat sich jüngst in einer serbischen Klinik aufgehalten, in der gerüchteweise eine Leihmutter untergebracht ist, um ein Klonbaby auszutragen. Der solvente Geklonte soll aus Arabien stammen, sein Erbgut wäre wohl im Flugzeug transportiert worden. In einer skurrilen Konkurrenz mit Antinori darum, eine Weltpremiere zu vollziehen, befindet sich die in Quebec beheimatete Raelianer-Sekte und ihr Unternehmen Clonaid. Deren Chef-Wissenschaftlerin Brigitte Boisselier spricht von insgesamt fünf Klonschwangerschaften. Eine Amerikanerin, die ihren eigenen Klon austrage, werde sich in der nächsten Tagen einem Kaiserschnitt unterziehen. Auch in Südkorea soll eine Rael-Kundin einen Klon austragen.

Antinori und Boisselier geben unterschiedliche Motive dafür an, warum sie das Klonen bereits heute unternehmen, obwohl die Experten des Feldes die Technik für nicht sicher halten. Antinori verweist auf eine lange Liste von unfruchtbaren Paaren, die sich bei ihm zum Klonen eines Partners ange-meldet haben. Meist geht es um den Mann. Die Raelianer begreifen das Klonen als Auftrag von Außerirdischen, deren gentechnisches Experiment die Menschheit sei.

Völlig offen bleibt, wieviel Wahrheit den Behauptungen von Antinori und Boisselier steckt. Nur ein unabhängiger Gentest könnte belegen, daß wirklich eine Klonierung stattgefunden hat. Bei dem Versuch, eine internationale Konvention gegen das Klonen schaffen, waren die Vereinten Nationen bisher nicht erfolgreich.

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 22. Dezember 2002, Nr. 51, Seite 22

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Unwort des Jahres: "Zellhaufen" landet bei Wahl auf Platz drei

Frankfurt am Main (ALfA), 25.1.2003. Bei der Wahl zum Unwort des Jahres 2002 kam der Begriff "Zellhaufen" als Bezeichnung eines menschlichen Embryos auf Platz drei. "Mit dieser sprachlichen Verdinglichung von menschlichem Leben versuchen Biotechniker die ethischen Vorbehalte gegen Manipulationen an und sogar Toetungen von Embryonen zu unterlaufen", heisst es in der Begruendung der Jury, die am Dienstag (21.01.) Ergebnisse der Wahl praesentierte. Zu der 12. Unwort-Aktion waren 1744 Einsendungen mit 806 verschiedenen Vorschlaegen eingegangen - 79 mehr als im Vorjahr.

Das "Unwort" des Jahres 2002 heisst "Ich-AG". Die "Herabstufung menschlicher Schicksale auf ein sprachliches Boersenniveau" war fuer die Wahl ausschlaggebend, teilte der Sprecher der Jury, Horst Dieter Schlosser mit. "Ich-AG ist einer der zunehmenden Belege, schwierige soziale und sozialpolitische Sachverhalte mit sprachlicher Kosmetik schoenzureden." Die sechs Sprachexperten ruegten aber auch die "laecherliche Unlogik" der Wortbildung. "Ein Ich kann keine Aktiengesellschaft sein." Aus Platz zwei kam der von Behoerden gepraegte Wortschoepfung "Ausreisezentrum" als Begriff fuer ein Abschiebelager fuer Asylbewerber." (mehr dazu: www.unwortdesjahres.org)

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Pflege in der Kritik - Dekubitus wird noch viel zu oft übersehen von Eva Richter Die Zahl ist erschreckend: Jeder siebente Leichnam, den der Rechtsmediziner Joachim Eidam aus Hannover in den vergangenen vier Jahren im Krematorium Lahe untersucht hat, weist deutliche Pflegeschäden auf. Ärzte Zeitung, 09.01.2003 Komplett unter http://www.aerztezeitung.de/docs/2003/01/09/003a0301.asp?cat=/politik/pflege

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15.01.2003 Pressemitteilung des Robert Koch Instituts

Robert Koch-Institut veröffentlicht Register für Forschungsgenehmigungen mit embryonalen Stammzellen

Seit 15.01.2003 sind wesentliche Angaben über Genehmigungen nach dem neuen Stammzellgesetz im Internet. Am 20.12.2002 hatte das Robert Koch-Institut dem Wissenschaftler Professor Oliver Brüstle, Universitäts-klinikum Bonn, die erste Genehmigung nach dem neuen Stammzellgesetz erteilt.

Zwar sind die Angaben zu den Forschungsanträgen grundsätzlich vertraulich. Im Interesse der Transparenz über die eingeführten embryonalen Stammzellen und ihre Verwendung zu Forschungs-zwecken gibt das Gesetz jedoch bestimmte Angaben und zusammenfassende Bewertungen zur Ver-öffentlichung in einem öffentlich zugäng-lichen Register frei. Dazu gehören zum Beispiel Angaben über die embryonalen Stammzellen, der Name der für das Forschungsvorhaben verantwortlichen Person, die Grunddaten des Forschungsvorhabens und insbesondere eine zusammenfassende Darstellung der geplanten Forschungsarbeiten einschließlich der maßgeblichen Gründe für ihre Hochrangigkeit.

Diese Angaben sind mit dem gestern etablierten öffentlichen Register beim Robert Koch-Institut ins Netz gestellt und ab sofort auf den Internet-Seiten des Robert Koch-Institutes einsehbar unter www.rki.de/GESUND/STEMCELL/STZG-REG.PDF

Das Robert Koch-Institut ist die zuständige Genehmigungsbehörde für Anträge auf Import und Verwendung von humanen embryonalen Stammzellen. Das Robert Koch-Institut holt die Stellungnahme der Zentralen-Ethik-Kommission für Stammzellenforschung (ZES) ein.

Die ZES hat das Forschungsvorhaben von Oliver Brüstle positiv beurteilt.

Weitere Informationen: http://www.rki.de/GESUND/STEMCELL/STEMCELL.HTM

***** Herausgeber: Robert Koch-Institut, Pressestelle, Nordufer 20, 13353 Berlin Tel.: 01888-754-2286, Fax: 01888-754-2265, E-Mail: presse@rki.de, www.rki.de

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http://de.news.yahoo.com/030128/286/38fuo.html Dienstag 28. Januar 2003, 19:06 Uhr

Weitere Embryo-Stammzellen dürfen importiert werden Berlin (AFP)

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat zum zweiten Mal den Import von embryonalen Stammzellen nach Deutschland erlaubt. Der Antrag des Kölner Wissenschaftlers Jürgen Hescheler sei genehmigt worden, teilte das Institut mit. Hescheler will bei seinen Forschungen menschliche embryonale Stammzellen in Herzmuskel-Zellen genauer untersuchen. Er ist erst der zweite Wissenschaftler, der nach Verabschiedung des Stammzellengesetzes in Deutschland an solchen Zellen forschen kann. Als erster hatte kurz vor Weihnachten der Bonner Gentechniker Oliver Brüstle die Genehmigung erhalten.

Hescheler kann sich auf eigene, ähnliche Experimente mit embryonalen Stammzellen der Maus stützen. Dabei zeigte sich nach Angaben der Kölner Universität, dass sich die daraus entwickelten frühen embryonalen Herz-zellen bei den Tieren in geschädigtes Herzgewebe einbauen lassen. Dies könne die Herzfunktion verbessern. Hescheler ist Direktor des Institutes für Neurophysiologie der Universität Köln. Der Herzspezialist will seine Embryo-Stammzellen aus den USA und Israel importieren. Er erhofft sich neue Behandlungsmethoden für Folgeerkrankungen von Herzinfarkten.

Deutsche Wissenschaftler dürfen nach dem Stammzellengesetz nur unter strengen Auflagen embryonale Stamm-zellen importieren und an ihnen forschen. Dabei dürfen grundsätzlich nur Zellen verwendet werden, die am 1. Januar 2002 bereits vorhanden waren. Diese müssen ferner aus einem Embryo gewonnen worden sein, der für eine Schwangerschaft gezeugt, aber nicht genutzt wurde. Der Embryo darf also nicht von vornherein zu Forschungszwecken gedacht gewesen sein.

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Unter http://www.ethikrat.org/stellungnahmen/diagnostik/Stellungnahme_Genetische_Diagnostik.pdf

gibt es die Stellungnahme des "Nationalen Ethikrats" zu PID.

Mit freundlichen Grüßen Thomas Friedl, Büro Hüppe MdB, Tel. 0 30 - 22 77 75 89, Fax 0 30 - 22 77 67 08 email: hubert.hueppe@bundestag.de Internet: www.huberthueppe.de

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Wir machen Sie nochmals aufmerksam auf die Initiative ‚Stoppt PID & Klonen' der Stiftung ja zum Leben. Weitere Informationen: www.stoppt-pid-und-klonen.de

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- Euthanasiegesetze Europarat gibt Studie über Euthanasie heraus. Strassburg (www.kath.et), 21.1.2003 Der Europarat hat auf seiner Website eine Studie über Euthana-siegesetze in 34 Mitgliedsländern und in den Vereinigten Staaten, die Beobachterstatus haben, ver-öffentlicht. Daraus geht hervor, dass es in etwa einem Drittel der Länder gesetzliche Regelungen zur Sterbehilfe gibt. Mehrere Staaten machten keine Angaben zu dem Thema. Aus der Studie geht unter anderem hervor, dass in 23 Ländern die sogenannte Beihilfe zum Selbstmord verboten ist. Unter be-stimmten Bedingungen darf sie in Estland und der Schweiz angewendet werden. Über die strafrecht-liche Verfolgung herrscht indes Unklarheit. Auch in Staaten, die Beihilfe zum Selbstmord gesetzlich verbieten, gibt es offenbar eine Grauzone. Nur sechs Länder gaben an, bestimmte Sanktionen vorzusehen, 21 Staaten machten keine Angaben. Details der Studie sind nachzulesen unter www.coe.int/euthanasia-report

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Unter http://www.eshre.com/ecm/files/sigs/reprgenetics/PGD_Cons_Public.html bietet ESHRE (European Society for Human Reproduction and Embryology) eine Tabelle mit PID-Kliniken an - dabei werden die Indikationen aufgelistet, für die jeweils PID angeboten wird. Ein Großteil bietet PID zur Geschlechtsauswahl an.

Einen freundlichen Gruß

Angelika Wessel Wedderkopsweg 4 38118 Braunschweig Tel + Fax: 0531 - 50 65 15 e-M: angelikawessel@freenet.de Bankverbindung: Postbank Hannover, Konto 3539 26-308, BLZ 250 100 30 - Angelika Wessel,

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