Rundbrief September 2002
Es gibt einen Hunger nach dem täglichen Brot und einen Hunger nach
Liebe, Freundlichkeit und gegenseitiger Achtung.
Eben dies ist die große Armut, unter der die Menschen heute so sehr leiden. (Mutter
Teresa)
Sehr geehrte Damen und Herren,
in den letzten Wochen scheint es ruhiger um die Biopolitik geworden zu sein, was sicher nicht nur mit der Sommerpause zu tun hat ...... Es gibt trotzdem einiges zu bewegen und nach dem 22. September sogar noch mehr. Die Bereiche Lebensende und Sterben sind genauso aktuell wie die Beforschung von Stammzellen und entsprechende Gesetzregelungen. Uns sollte auch die Frage nach dem ökologischem Maß unseres Verbrauchertums nicht verlassen ....
Inhalt dieses Briefes: zuerst die Veranstaltungshinweise und dann Beiträge zu -"Ethikkommission" für Stammzellen - MEDIZINSCHRANK BABY - Fehler in der Pflege und mehr - zum Tod von E. Chargaff - EU-Biopolitik; EU-Übersicht Stammzellen - Gemeinnuetzige Internet-Auktion mit handsignierten Promi-Praesenten - Buchtips - "Einfacher geht s auch"
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VORSCHAU Vorausschau, Voraus-Blick, Tagungen, Vorträge, Kongresse zusammengestellt vom Arbeitskreis Bioethik Braunschweig
20. August bis 9. November
Ausstellung "Keiner, den ein Weib geboren...´ Von Kunstmenschen und Klonen in der
Literatur der letzten 400 Jahre". Ort: Niedersächsische Landesbiobliothek in
Hannover, Waterloostr. 8, Hannover. Zeit: Die Ausstellungen sind während der
Öffnungszeiten der Zentralbibliothek, zu besichtigen: Mo - Fr 9 - 18 Uhr, Sa 9 - 13 Uhr.
Prägt Kunst das Leben? - Ausstellung zeigt Kunstmenschen in der Literatur. (ALfA). Aus
Anlass des 70. Jahrestag des Erscheinens von Aldous Huxleys Roman "Schoene neue
Welt" hat die Landesbibliothek Hannover jetzt unter dem Titel "Keiner, den ein
Weib geboren" eine kleine Ausstellung eröffnet. Dies berichtet die
"Hannoversche Allgemeine" (Ausgabe vom 21.08.). Thematisch kreist die
Ausstellung um Kunstmenschen in der Literatur. In dem Roman "Schöne neue Welt"
geht es um die In-vitro-Fertilisation, geschlechtliche Zeugung gilt als abscheulich.
Thematisiert werden auch Goethes "Faust II" mit dem Homunculus ("Behuete
Gott! Wie sonst das Zeugen Mode war, erklären wir für eitel Possen"), H. G. Wells
"Die Insel des Dr. Moreau"(1896), Brian W. Aldiss "Dr. Moreaus neue
nsel" (1980) Mary W. Shelleys "Frankenstein" (1818) sowie Gustav Meyrincks
Roman "Der Golem"(1915), in dem der alte juedische Mythos vom zum Menschen
erweckten Lehmkloss variiert wird und Karel Capeks Bio-Automaten, die dem Menschen die
schwere Arbeit abnehmen ("R.U.R.", 1921). Den Einführungsvortrag zu der
Ausstellung hat Bibliotheksdirektor Georg Ruppelt am 20.08.02 gehalten. Sein Text ist im
ersten Heft einer neuen Reihe "Lesesaal" nachzulesen, die im Verlag C. W.
Niemeyer erscheint.
2. September
Sterbehilfe und Patientenschutz - (k)ein Gegensatz? Erfahrungen, Möglichkeiten, Grenzen
und beabsichtigte wie unbeabsichtigte Folgewirkungen der verschiedenen europäischen
Konzepte zur Sterbehilfe. Was bedeutet die Anerkennung des Selbstbestimmungsrechtes des
sterbenden Patienten? Rechtsunsicherheiten auf Grund der deutschen Rechtssprechung für
die behandelnden Ärzte bzw. das Pflegepersonal in den verschiedenen betreuenden
Einrichtungen. Wo sind gesetzliche Initiativen für Deutschland bzw. Abstimmungen im
Rahmen der EU notwendig? Referenten: Frau Bühner, Altenpflegerin; Dr. Marc-Antoine Crocq,
Arzt in Frankreich; Prof. Dr. E. Luther, Medizinethiker, Mitglied der Enquete-Kommission
des dt. Bundestages Recht und Ethik in der Medizin'; Gita Neumann,
Dipl.-Psychologin, Berlin; Frau Dr. Birgit van Oorschot, Ärztin, Thüringen; Prof. Dr.
Chris Johannes Rutenfrans, Kriminologe, Niederlande; Herr Vandenbusche, Arzt, Belgien.
Moderation: Dr. habil. Viola Schubert-Lehnhardt, Mitglied der Enquete-Kommission des
Thüringer Landtags Wahrung der Würde menschlichen Lebens in Grenzsituationen',
Prof. Dr. Herbert Meyer, Leiter Zentrum für Ethik in der Medizin, Thüringen. Eine
Veranstaltung der PDS-Fraktion im Thüringer Landtag, dasThüringer Forum für Bildung und
Wissenschaft e.V. und der Bildungsverein Elbe-Saale. Ort: Augustinerkloster in Erfurt.
Zeit: 13.00 bis 18.00 Uhr
3. September
Treffen des Arbeitskreis Bioethik Braunschweig' in der Brunsviga, Karlstr. 35,
Braunschweig, 20.00 Uhr. Interessenten sind herzlich eingeladen.
6. September
Wahlprüfsteine -Fragen an Ihre BundestagskandiadtInnen zum Thema Präimplantations-,
Pränataldiagnostik und Behinderung. Ort: Kurturzentrum Brunsviga, Studiosaal, Karlstr.
35, Braunschweig, 19 Uhr
5. bis 8. September
Die Würde des Menschen ist antastbar. Ethik und Biowissenschaften. Tagung mit Holger
Baumgartner Lisebeth N. Trallori, Kurt Grünewald, Barbara Meier Tel: +43-512-580624.
Informationen: gruebi@tirolkultur.at, www.tirolkultur.at/gruebi
6. bis 8. September
Gespräche mit der Anthroposophie. Grenzen überschreiten - Brücken bauen. Menschen, die
sich im Grenzgebiet zwischen Anthroposophie und Kirche bewegen, stellen sich dem
Gespräch. Referenten sind u.a. Pietro Archiati, Prof. Martin Kriele und Gerhard Wehr.
Veranstalter: Ev. Akademie, Akademieweg 11, 73087 Bad Boll. Leitung: Dr. Brigitte Furche,
Albrecht Strebel. Sekretariat: Wilma Hilsch, Tel: 071 64 - 79 232, Fax: 07164 - 79 1217,
e.M: wilma.hilsch@ev-akademie-boll.de
9. September
Manchmal kann ich einfach nicht mehr! Die Problematik pflegender Angehöriger. Gertrud
Terhürne, Dipl. Psych. Angehörigen-Beratungsstelle ambet e.V., Braunschweig.
Veranstalter: Hospizarbeit Braunschweig e.V., Hohetorwall 1A, Braunschweig. Zeit: 17.30
Uhr
9. bis 13. September
Lebenskunst und Lebensweisen. Veranstaltung im Rahmen der Sommerakademie über
Persepktiven einer nachhaltigen Gesundheitsförderung im europäischen Rahmen. Wie groß
ist die öffentliche Verantwortung für ausreichende Rahmenbedingungen für ein
glückliches Leben? Informationen: Allianz für Gesundheitsförderung, Prof. Eberhard
Goepel, FB Sozial- und Gesundheitswesen, Universität Magdeburg. Tel: 0391 - 8864-304,
Fax: 03918864--293, e-M: eberhard.goepel@sgw.hs-magdeburg.de,
www.sgw.hs-magdeburg.de/sommerakademie
12. bis 14. September
3. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft "Gemeinsam handeln" in
Friedrichshafen. Neben Symposien zu den Themen Stationäre Versorgung, Rehabilitation für
Demenzkranke, Technische Hilfen, Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz u.a. gibt es auch ein
Symposium "Sterbebegleitung und ethische Aspekte der Demenz". Anmeldung und
Information über CTW-Kongressorganisation, Goßlerstr. 30, 12161 Berlin, Tel.
030-859962-16, Fax 030-850798 26, Internet www.ctw-congress.de.
13. September
Ja zum Leben bis zuletzt. Vom Sinn des Alterns und Sterbens. Referent: Dr. med. H.
Christof Müller-Busch. Veranstalter: Verein für anthroposophisches Heilwesen e.V.,
Unterlengenhardt. Tel: 07052 - 93 01-0, Fax: 07052 - 93 01 10, e-M: verein@heilwesen.de, www.heilwesen.de.Ort: Kaspar-Hauser-Therapeutikum,
Rolandstr. 18-19, Berlin, Tel: 030-47 49 05-0
13. September
Humangenetik - Faszinierendes und Furchterregendes einer neuen Technologie -
Menschenrechtlich-demokratische Erfordernisse. Veranstalter: Ev. Akademie Arnoldshain, Im
Eichwaldsfeld 3, 61389 Schmitten/Ts., Tel: 06084 - 9440, Fax: 06084 - 944 138, e-M: office@evangelische-akademie.de, www.evangelische-akademie.de
13. September - Zeit: 14-16 Uhr
Ethik-Forum - Menschenwürde und Vielfalt. Mit dem Begriff der Menschenwürde ist der
Anspruch verbunden, Menschen zu schützen, z.B. vor dem Normierungsdruck durch Biomedizin
und Gesellschaft. Welche Formen der Diskriminierung gibt es bereits heute, welche sind zu
befürchten? Was bedeutet in diesem Zusammenhang das Recht auf Nichtwissen? Mit dem durch
Altbundespräsident Richard von Weizsäcker populär gewordenen Motto der
Behindertenbewegung "Es ist normal, verschieden zu sein" ist der Anspruch
verbunden, für Menschen mit Behinderung ein barrierefreies Umfeld zu schaffen. Was kann
die Medizin tun, um diesem Anspruch gerecht zu werden? Veranstaltungsort: Reha.Komm Berlin
2002. Die Reha- und Orthopädietechnik Messe in Berlin. Messegelände am Funkturm, Forum
3, Halle 6.3, Berlin. Veranstalter: Die Behindertenbeauftragten der Länder Berlin und
Brandenburg, Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft. Moderation: Dr. Katrin Grüber,
Leiterin des Institutes Mensch, Ethik und Wissenschaft. Hauptreferentin: Prof. Dr. Therese
Neuer-Miebach, FH Frankfurt, Mitglied des Nationalen Ethikrates. Kommentare: Herr Mathias
Vernaldi, Autor, Berlin, Dr. Gisela Höhne, Leiterin des Theaters RambaZamba
13. bis 15. September
Humangenetik - Faszination und Furcht einer neuen Technologie -
Menschenrechtlich-demokratische Erfordernisse. Ort: Ev. Akademie Arnoldshain,
Martin-Niemöller-Haus, Im Eichwaldsfeld 3, 61389 Schmitten/Taunus. Tagungsgebühr: Euro
40-96 einschl. Übernachtung und Vollverpflegung. Anmeldung: Komitee für Grundrechte und
Demokratie e.V., Aquinostr. 7-11, 50670 Köln, Tel: 0221-97269-30, e-M: grundrechtekomitee@t-online.de
13. und 14. September
Symposium aus Anlass des 60. Jahrestages der Wannseekonferenz zur Endlösung der
Judenfrage'. Veranstalter:Forschungs- und Dokumentationsstelle beim Bund demokratischer
Wissenschaftler, Bildungsverein Elbe-Saale, Gedenkstätte für die Opfer der
NS-"Euthanasie" Bernburg. Veranstaltungsort: Gedenkstätte für die Opfer der
NS-"Euthanasie" Bernburg, c/o Olga-BenarioStr. 16, 06406 Bernburg,
Ansprechpartner: Dr. habil. Viola Schubert-Lehnhardt, Tel: 0345-8054840.
14. September 2002,
13.30 bis 16.30 Uhr, Alexanderplatz bis zur St. Hedwigskathedrale, Berlin Wir laden Sie
herzlich ein zur Aktion "1000 Kreuze für das Leben", einem Zeichen für
Menschenwürde und Lebensrecht: 13.30 Uhr Philip Prinz zu Preußen: "Die wahre
Love-Parade", Schriftstellerin Karin Struck: "Warum ich traurig bin",
Interview mit Mark Ehrenfried, dem zehnjährigen Klaviervirtuosen aus Berlin u.a. 14.30
Uhr, Ausgabe der Holzkreuze und Beginn der Demonstration, 15.30 Uhr, Ökumenischer
Gottesdienst in der St. Hedwigskathedrale. Etwa 1000 Abtreibungen finden an einem
Arbeitstag statt. Bei jeder Abtreibung stirbt ein Kind, das Menschenwürde und ein Recht
auf Leben hat. Es ist ein Mensch von Anfang an! Das Herz schlägt seit dem 20. Lebenstag.
Haben wir uns daran gewöhnt? Finden wir uns mit dieser größten Menschenrechtsverletzung
in unserem Lande ab? Dunkle Kleidung der Teilnehmer erwünscht Veranstalter: Bundesverband
Lebensrecht e.V Pro Life BERLIN, Fehrbelliner Straße 99, 10119 Berlin, Fon 030 / 44 05 88
66, Fax 030 / 44 05 88 67, e-mail: info@kaleb.de, www.bv-lebensrecht.de, www.pro-life-berlin.de, www.kaleb.de
16. September in Brüssel
Lobbying in europäischer Dimension, 8. Europäisches Forum: Politik, Wirtschaft,
Verwaltung im Dialog. Aus dem Inhalt: Der Lobbyist als Kommunikator zwischen vielen
Interessen-Stühlen; Die EU-Institutionen - Ansatzstellen für ein erfolgreiches Lobbying;
Die Arbeit der EU-Kommission (und wie Lobbyisten damit umgehen); Der Lobbyist als Mediator
zwischen Unternehmen und Politik; Lobbying aus der Sicht der EU-Parlamentarier; Fallstudie
Lobbying-Kampagne des Hartmannbundes: Entscheidungsfindung in der EU. Information:
F.A.Z.-Institut, Mainzer Landstraße 195, 60 326 Frankfurt / Main, Tel: 069 - 7591 2243,
Fax: 069 - 7591 2764, e-M: seminare@faz-institut.de,
www.seminare-faz-institut.de
16. bis 18. September
Aus Mitleid zum Sterben helfen? - Nach der Legalisierung ärztlicher Sterbehilfe in den
Niederlanden ist auch in Deutschland der Streit der Meinungen neu entbrannt. Anmeldung:
Ev. Akademie Tutzing, Schloßstr. 2-4, 82327 Tutzing. Tel: 08158-251-125, Fax:
08158-996424, e-M: brosch@ev-akademie-tutzing.de
18. bis 20. September
Ist die Menschenwürde unantastbar? Wie steht es mit Strafvollzugsbediensteten, Gefangenen
und ihren Opfern? Strafvollzugsbedienstete werden von Gefangenen oft diffamiert. Wo bleibt
ihre Menschenwürde? Gefangene sehen sich durch den Freiheitsentzug als Opfer einer
strafenden Gesellschaft und ihrer Würde beraubt, obwohl sie mit ihren Straftaten selbst
die Würde ihrer Opfer verletzt haben. Es gilt, Verantwortung für das eigene Handeln zu
übernehmen, die Würde anderer sowie die eigene zu achten. Veranstalter: Ev. Akademie,
Akademieweg 11, 73087 Bad Boll. Leitung: Dr. Helmut Geiger, Dr. Gabriele Dolde, Wilfired
Ostheimer. Sekretariat: Ulrike Baule, Tel: 07164 - 79 233, Fax: 07164 - 79 12 84,, e-M: ulrike.baule@ev-akademie-boll.de
18th to Saturday 21st September 2002:
An International Workshop Genetic Engineering and the Intrinsic Value and Integrity of
Animals and Plants Place: Royal Botanic Garden, Edinburgh, UK
Speakers: *Holmes Rolston III, Environmental Ethicist, Department of Philosophy, Colorado State University *Donald Bruce, Church of Scotland Science Religion & Technology Project *Craig Holdrege, Contextual Biologist, The Nature Institute, New York *Howard Davies, Theme Leader "Genes to Products" Scottish Crop Research Institute, Dundee *Ruth Richter, Plant Morphologist, Naturwissenschaftliche Sektion, Goetheanum, Switzerland *Henk Verhoog, Bioethicist, Louis Bolk Instituut, Netherlands *Harry Griffin, Assistant Director (Science), Roslin Institute, Edinburgh *Timothy Brink, Development Manager, Demeter Standards UK *Mike Radford, Animal Welfare Lawyer, Department of Law, Aberdeen University *Christina Henatsch, Biodynamic Plant Breeder, Kultursaat, Germany *Ton Baars, Senior Scientist, Animal Husbandry, Louis Bolk Institute, Netherlands *Clive Spash, Socio-economist, The Macaulay Institute, Aberdeen *Bruce Whitelaw, Molecular Geneticist, Roslin Institute, Edinburgh *Johannes Wirz, Contextual Biologist, Naturwissenschaftliche Sektion, Goetheanum, Switzerland
Workshop concept and aims Plant and Animal: Guided Observation Sessions Breakout Workshops 19th & 20th September, 4.30-6.00 p.m.
Panel Discussion, Friday 20th September, 7.30 p.m. Open to visitors attending for the evening. Led by panelists chosen from the plenum speakers. Contributions from the floor.
For more information please see the workshop web page at: http://www.anth.org/ifgene/2002.htm or contact Ifgene UK co-ordinator: David Heaf, Hafan, Cae Llwyd, Llanystumdwy, LL52 0SG, UK. . Tel/Fax: 01766 523181. Email: 101622.2773@compuserve.com Booking deadline 16 August 2002. Organised by Ifgene -- International Forum for Genetic Engineering
17. September
Treffen des Arbeitskreis Bioethik Braunschweig' in der Brunsviga, Karlstr. 35,
Braunschweig, 20.00 Uhr. Interessenten sind herzlich eingeladen.
19. September
Biologische Vielfalt für Ernährung, Land- und Forstwirtschaft. Symposium veranstaltet
vom Bundes-ministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) und
Zentralstelle für Agrardokumentation und -information (ZADI). Informationen: ZADI, Tel:
0228-9548-202, e-M: scheibe@zadi.de, www.zadi.de/bv
Sept. 20 - 22,
New York City, USA Beyond Cloning: Protecting Humanity from the New Eugenic Technologies.
This important conference precedes the United Nations' week-long on a treaty to ban
reproductive human cloning. Details: http://www.genetics-and-society.org/conference
(Dort kann sich jederfrau und jedermann Informationen bestellen.)
20. September
Zwischen Vorsicht und Wagnis. Risikowahrnehmung und -bewertung im Umgang mit modernen
Technologien. Tagung in Kooperation mit der Akademie für Technikfolgenabschätzung in
Baden-Württemberg und der von den Bundesministerien für Gesundheit und Umwelt
eingesetzten Risikokommission. Ort: Französischer Dom, Berlin-Mitte. Tagungsbeitrag: Euro
15/25 einschl. Verpflegung. Anmeldung: Ev. Akademie Berlin, Brigitte Maske, Charlottenstr.
53/54, 10117 Berlin, Tel: 030-20355-502, Fax: 030-20355-550, e-M: maske@eaberlin.de
21. September
Zwischen Kompetenz und Instrumentalisierung - Selbsthilfegruppen und biomedizinische
Forschung. Referenten: Uta Wagenmann, (GeN); Karin Stötzner, SEKIS e.V.; Katrin Grüber,
Institut Mensch, Ethik, Wissenschaft (IMEW); Erika Feyerabend, BioSkop e.V.
Tagungsgebühr: Euro 10. Anmeldung + Information: Gen-ethisches Netzwerk e.V., Tel:
030-685 7073, Fax: 030-684 1183, e-M: gen@gen-ethisches-netzwerk.de
26. bis 28. September
End of life decisions EACME unites centers for medical ethics from various regions in
Europe. It aims to stimulate communication between several traditions in medical ethics.
Within the broad area of ethical issues around the end of life, special attention will be
given to palliative care and euthanasia. These topics are especially relevant given recent
legal developments in The Netherlands and Belgium. The discussion on these subjects is
also of importance in the UK, France, Germany and other European countries. On September
27th the conference will be open for non-members. The program on this public day will
include parallel sessions. Papers for these sessions may cover various aspects of ethics
around the end of life (palliative care ethics, euthanasia, non-treatment decisions,
incompetence, to mention a few). Veranstalter: European Association for Centers of Medical
Ethics (EACME), Wissenschaftliche Leitung: Prof. Ruud ter Meulen - Institute for
Bioethics, Maastricht University; Prof. Guy Widdershoven - EACME Secretary, Department of
Healthcare Ethics, Maastricht University. Kontakt: EACME Executive Office, University
Maastricht, Institute for Bioethics, Mrs Angelique Heijnen, P.O. Box 616, 6200 MD
Maastricht, The Netherlands, Tel.: +31 - 43 - 3 88 21 45, Fax: +31 - 43-/ 3 88 41 71,
E-Mail: Secretariaat-ige@ige.unimaas.nl
http://www.eacmeweb.com
Oktober 2002
1. Oktober
Treffen des Arbeitskreis Bioethik Braunschweig' in der Brunsviga, Karlstr. 35,
Braunschweig, 20.00 Uhr. Interessenten sind herzlich eingeladen.
2. bis 4. Oktober
Das Kind als Patient. Ethische Konflikte zwischen Autonomie und Fürsorge. Jahrestagung
der Akademie für Ethik in der Medizin e.V. Tagungsgebühr: Euro 20/40 zuzügl.
Übernachtung und Verpflegung. Anmeldung: Ev. Akademie Tutzing, Schlossstr. 2-4, 82327
Tutzing, Tel: 08158-251 125, Fax: 08158-996424, e-M: brosch@ev-akademie-tutzing.de
3. bis 5. Oktober
Patente, Profite und AIDS. Internationale Konferenz der BUKO Pharma-Kampagne mit
zahlreichen Experten aus vielen verschiedenen Ländern. Das internationale Abkommen zum
Schutz des geistigen Eigentums (TRIPS) verpflichtet auch Entwicklungsländer, neue und
unentbehrliche Arzneimittel unter Patentschutz zu stellen. Die Aufgabe der Konferenz ist
die Suche nach Strategien und Lösungsmög-lichkeiten. Die Konferenzsprache ist englisch.
Tagungsgebühr: Euro 50-110 zuzügl. Unterkunft und Verpflegung. Tagungsort und Anmeldung:
Ev. Akademie Bad Boll, Akademieweg 11, 73087 Bad Boll, Frau Segatz, Tel: 07164-79 384,
e-M: doris.segatz@ev-akademie-boll.de
4. bis 6. Oktober
Perspektiven mit Down Syndrom. Tagungsort: Universität Potsdam, Am Neuen Palais 10, 14469
Potsdam. Tagungsgebühr: Euro 45-110 und Verpflegung. Veranstalter und Anmeldung:
Down-Syndrom Netzwerk Deutschland e.V., Postfach 1702, 38007 Braunschweig. Tel:
0700/00210021 (Tagungsbüro). E-M: anmeldung@down-syndrom-Netzwerk.de,
www.down-syndrom-netzwerk.de
7. Oktober
Die Moral der Genmaschine. Größe und Grenzen einer sozio-biologischen Ethik.
Veranstalter: Reflex e.V. Institut für Praktische Philosophie, Hannover. Internet: www.stamer-reflex.de. Referent: Dr. Dipl.-Biol.
Christian Illies, Essen. Ort: Leibnitz-Haus, Holzmarkt 5, Hannover-Altstadt. Zeit: 19.00
Uhr. Kostenbeitrag: Euro 7,50
7. bis 9. Oktober
Schwerbehinderten-Vertretung: Aktiv - Kompetent - Innovativ. Die Tagung richtet sich an
erfahrene wie neu gwählte Schwerbehinderten-Vertrauensleute. Neben
gesellschaftspolitischen Vorträgen werden Arbeitsgruppen angeboten, die alltägliche
Probleme aufgreifen und praxisorientierte Lösungsansätze vorstellen. Veranstalter: Ev.
Akademie, Akademieweg 11, 73087 Bad Boll. Leitung: Ralf Häußler, Gerlinde Barwig,
Gabriele Walcher-Quast. Sekretariat: Magdalena Hummel, Tel: 07164 - 79 210, Fax: 07164 -
79 12 07, e-M: magdalena.hummel@ev-akademie-boll.de
8. Oktober
Chronisch Kranke - von der Medizin ignoriert? Vortrag von Prof. Dr. Klaus Dörner im
Rahmen der Friedrichshainer Gespräche. Informatioen und Anmeldung: IMEW, Institut Mensch,
Ethik und Wissenschaft, Warschauer Str. 58a, 10243 Berlin. Tel: 030-293817-70
8. Oktober
Künstliche Ernährung am Lebensende. Essen und Trinken sind grundlegende Bedürfnisse
jedes Menschen. Das Stillen von Hunger und Durst gilt in den Grundsätzen der Deutschen
Ärztekammer zur Sterbebegleitung als Basisversorgung, die einem sterbenden Menschen stets
zu gewähren ist. Ist die Nahrungsauf-nahme nicht mehr selbständig möglich, können
unterschiedliche Formen der künstlichen Ernährung zum Einsatz kommen. Die PEG-Sonde ist
dabei besonders verbreitet. Ihr Einsatz wirft nicht selten Fragen auf: Trägt diese Art
der Ernährung bisweilen dazu bei, den Sterbeprozess unnötig zu verlängern? Geschieht
sie wirklich immer zum Wohle des Pa-tienten? Um für diesen schwierigen Problembereich
Perspektiven zu entwickeln, wollen wir das Thema von medizinischer, pflegerischer und
juristischer und ethischer Seite beleuchten. Die Veranstaltung ist als
Fortbildungsveranstaltung für Ärzte im Praktikum gemäß § 34c Abs. 1 ÄappO anerkannt.
Leitung: Regina Bannert, Dipl.Theol., Pastoralreferentin, Supervisorin DGSV, Günter
Heimermann, Dipl.Theol., Pastoralreferent Beauftragte für Ethik im Gesundheitswesen im
Erzbistum Köln. Referenten: Dr. med. Michael Münchmeyer, Chefarzt des geriatrischen
Zentrums Zülpich, Leiter der Alzheimer-Gesellschaft, Dr. Raag, Richter am Amtsgericht
Kerpen, Renate Rademacher, Altenpflegerin, Regina Bannert, Dipl.-Theologin, Beauftragte
für Ethik im Gesundheitswesen im Erzbistum Köln. Ort und Anmeldung beim Veranstalter bis
zum 17.09.2002: Caritasakademie Hohenlind GmbH, Werthmannstr. 1a, 50935 Köln-Hohenlind.
Teilnahmebeitrag: 75 Euro (incl. Mittagessen) für Ärzte im Praktikum kostenfrei. Zeit:
Dienstag, 08. Oktober 2002, Stehkaffee: 9.00h, Beginn: 9.30h, Ende: 16.30h. Nähere
Informationen: Fon: 0221 - 1642 - 1553, Fax: 0221 - 1642 - 1556, Email: krankenhausseelsorge@erzbistum-koeln.de
11. Oktober
GENiale Plastikwörter - biomedizinische Sprachschöpfungen kritisch unter die Lupe
genommen: Lebenswissenschaften, Biomedizin, Retortenbaby, Hirntod, Biorohstoffe,
Organspende, biologisches Material, Fötalgewebetransplantation. Veranstalter;
Gen-ethisches Netzwerk, Berlin. www.gen-ethisches-netzwerk.de.
Referenten: Prof. Horst Dieter Schslosser, Sprachwissenschaftler Uni Frankfurt/Main und
Corinna Emundts, Parlamentskorrespondentin der Frankfurter Rundschau. Ort: Alte
Feuerwache, Axel-springer-Str. 40-41, Berlin Kreuzberg. Zeit: 19.30 Uhr
10. bis 11. Oktober
Sozialethische Aspekte der Biopatentierung. Es werden zentrale Fragen der Biopatentierung
aufgegriffen und diskutiert. Bedeutet die Patentierung von Genen eine Kommerzialisierung
des meschlichen Körpers? Tagungsort: Universität Tübingen, Hörsaal im Theologicum,
Liebermeisterstr. 12, Tübingen. Veranstalter und Anmeldung: Interfakultäres Zentrum für
Ethik in den Wissenschaften (IZEW), Universität Tübingen, Christoph Baumgartner,
Keplerstr. 17, 72074 Tübingen, Tel: 07071/29-77982, Fax: 07071-295255, e-M: christoph.baumgartner@uni-tuebingen.de
11. bis 13. Oktober
Die Würde des alten Menschen ist unantastbar. Rechtliche, soziale, medizinische und
wirtschaftliche Probleme der letzten Lebensphase. Die Probleme des Alters werden zu einer
wachsenden Herausforderung für die Gesellschaft. Zu bedenken sind Alter und Pflege in der
Familie, im Heim, Pflegeversicherung, Betreuungsrecht, Sterbehilfe und die Rechte der
jungen Generation. Veranstalter: Ev. Akademie, Akademieweg 11, 73087 Bad Boll. Leitung:
Dr. Helmut Geiger. Sekretariat:: Ulrike baule, Tel: 07164 - 79 233, Fax: 07164 - 79 12 84,
e-M: ulrike.baule@ev-akademie-boll.de
13. bis 15. Oktober
7. Karlsruher Ernährungstage: "Food Safety". Veranstalter:
Bundesforschungsanstalt für Ernährung in Karlsruhe. Infos: www.bfa-ernaehrung.de
14. Oktober
Ich hätte sie gerne noch so vieles gefragt. Töchter und Tod der Mutter. Eine Lesung mit
der Autorin Ingrid Strobl. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Buchhandlung
Graff statt. Ort: Buchhandlung Graff, Sack 15, Braunschweig. Beitrag: Euro 7,--. Zeit:
20.15 Uhr
15. Oktober
Treffen des Arbeitskreis Bioethik Braunschweig' in der Brunsviga, Karlstr. 35,
Braunschweig, 20.00 Uhr. Interessenten sind herzlich eingeladen.
17. bis 20. Oktober
Kongress zum Thema Ethik des Sterbens - Würde des Lebens'. Veranstalter:
Nikodemus-Werk e.V., Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz, Medizinische Sektion am Goetheanum,
Verein für Anthroposophisches Heilwesen e.V. Veranstaltungsort: Kassel. Auskunft und
Anmeldung: Verein für anthroposophisches Heilwesen e.V., Johannes-Kepler-Str. 56, 75378
Bad Liebenzell, Tel: 07052 - 94010, e-Mail: verein@heilwesen.de,
www.heilwesen.de
18. und 19. Oktober
Planungssicherheit am Lebensende? - Patientenverfügungen im Widerstreit. Referenten:
Werner Schneider: Der gesicherte Tod, Marianne Gronemeyer: Der Tod tanzt aus der Reihe,
Die Rechts- und Alltagspraxis mit dem Verfügungswesen: Christian Winter, Paolo Bavastro,
Friedrich Leidinger, Patientenverfügung, ein Versprechen für die Hospiz-Bewegung:
Hans-Hermann Holfelder. Tatungsort: Ev. Gemeindezentrum in Altenessen-Süd, Hövelstr.
71-73, 45326 Essen (behindertengerecht), Tel: 0201 - 31 00 35. Tagungsgebühr: Euro 30,--
einschl. Imbiss. Veranstalter: Bioskop e.V., Tel: 0201-53 66 706, Heinrich-Böll-Stiftung
NRW, Behindertenreferat des ev. Stadtkirchenverbandes Essen, Omega Bocholt, Hannah Arendt
Bildungswerk.
22. Oktober
"Kind als Schaden". Referenten: Dr. Clemens Pornschslegel: Kind als
Schaden-Urteil in Frankreich. Ulrike Riedel: Kind als Schaden-Rechtsprechung in
Deutschland. Zeit: 15.30 - 19.00 Uhr. Kontakt: Dr. Sigrid Graumann, IMEW, Berlin. Tel:
030-293817-79, Fax: 030-293817-80, e-M: info@imew.de, www.imew.de
22. Oktober
Future Food & Bioethics. Internationale Konferenz zur Landwirtschafts- und
Lebensmittelgestaltung, unterstützt von der dänischen Regierung. Informationen: Centre
for ethics and law in nature and society. Valkendorfsgade 30,3, 1151 Copenhagen K.,
Dänemark, Tel: +- 45-3369-1616, e-M: centre.for@ethiclaw.dk,
www.future-food.dk
25. und 26. Oktober
Die Büchse der Pandora. Biowaffen in der Diskussion. Tagungsort: Haus Mühlberg,
Enkenbach-Alsenborn. Veranstalter und Information: Ev. Akademie der Pfalz, Dr. Katrin
Platzer, Domplatz 5, 67346 Speyer, Tel: 06232-6020-0, Fax:; 06232-22, e-M: eapfalz@t-online.de
25. bis 28. Oktober
vdbiol-Jahrestagung 2002: "Mensch, Ernährung und Gesundheit - Nutrigenomik".
Informationen: www.vdbiol.de
27.10. bis 1.11.
Die Liebestat des Abschieds. Umgang mit der eigenen Endlichkeit - und wo gehen wir hin?
Medizinische Aspekte. Zum Phänomen der Nahtod-Erlebnisse. Religion: Hilfe oder
Selbstbetrug? Die Sterbe-Phasen. Was brauchen Sterbende? Erfahrungen des Nachtodlichen:
von hier aus und von dort aus. Kurs 174. Kursgebühr: Euro 170,--. Referent: Rita Jacobs,
Hamburg. Wolfgang Hein, Altenpfleger, Hamburg und ein Pfarrer der Christengemeinschaft.
Ort: Freies Bildungswerk im Studienhaus Rüspe e.V., 57399 Kirchhundem, Tel: 02759-94
41-10, Fax: 02759-94 41-49, e-m: studienhaus.sruespe@wen.de,
www.studienhaus-ruespe.de
29. Oktober
Treffen des Arbeitskreis Bioethik Braunschweig' in der Brunsviga, Karlstr. 35,
Braunschweig, 20.00 Uhr. Interessenten sind herzlich eingeladen.
30. Oktober bis 3. November
6. Weltkongress fuer Bioethik unter dem Thema POWER AND INJUSTICE. Zentrale bioethische
Themen sind die Probleme, die sich aus der Ungleichgewichtigkeit von Macht und Ohnmacht,
Gesetz und Gesetzlosigkeit, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit sowohl im globalen Nord-Sued
Verhaeltnis wie auch innerhalb einzelner Gesundheitssysteme und im Verhaeltnis von
Erbringern und Nachfragern von medizinischen Dienstleistungen ergeben. Der Kongress wird
ausgerichtet von der International Association of Bioethics (IAB), der Brasilian Society
of Bioethics (SBB) in Zusammenarbeit mit der Feminist Approaches to Bioethics (FAB) und
der Pan American Health Organization (PAHO), einer Unterorganisation der WHO. Naehere
Informationen finden sich auf der Website www.bioethicscongress.org.br.
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Berlin, 12. Juli 2002 Neue Stammzellen-"Ethikkommission" ist ein Abnickgremium
Zur jetzt vorgestellten "Zentralen Ethikkommission für Stammzellenforschung" erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" Hubert Hüppe MdB:
Die "Zentrale Ethikkommission für Stammzellenforschung" ist ein Abnickgremium. Obwohl sie die Ethik im Namen führt, sind die Ethiker und Theologen mit 4:5 in der Minderheit gegenüber Biologen und Medizinern.
Auch die von der Bundesregierung jetzt vorgestellte Namensliste bestätigt alle Befürchtungen. Die Kommission ist einseitig mit Befürwortern der verbrauchenden Embryonenforschung besetzt.
So gehört der Aachener Biologe Henning Beier zu den heftigsten Gegnern des Embryonenschutz-gesetzes. Als Mitglied einer Kommission der Bundesärztekammer setzte er sich bereits 1990 für Präimplantationsdiagnostik und für Embryonenforschung wie in Großbritannien ein. Die Münchener Medizinerin Marion Kiechle ist eine erklärte Befürworterin der embryonalen Stammzellenforschung. Der evangelische Theologe Tanner hat sich in einem offenen Brief gegen die Position seiner Kirche ausgesprochen und für verbrauchende Embryonenforschung an sogenannten "überzähligen" Embryonen plädiert.
Die von der Bundesregierung zusammegestellte Kommission läßt keine strengen ethischen Beschränkungen der embryonalen Stammzellenforschung erwarten.
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MEDIZINSCHRANK BABY: FRANKREICHS ETHIKRAT BILLIGT MEHR SELEKTION
Nach Großbritannien begibt sich nun auch Frankreich auf den Weg, den Anwendungsbereich der Präimplantationsdiagnostik (PID) auszudehnen. Bei der PID, die in Deutschland noch durch das Embryonenschutzgesetz verboten ist, werden in vitro erzeugte Embryonen vor der Implantation in den Mutterleib untersucht; unerwünschte Embryonen, zum Beispiel mit schweren Chromosomen- oder Gendefekten, werden danach getötet, vulgo "verworfen".
Der französische Ethikrat hat nun nach mehr als einjähriger Beratung ein Gutachten vorgestellt, wonach die Auswahl der Embryonen auch zum Nutzen Dritter geschehen darf - im Widerspruch zu einem Gesetz von 1994, das die PID nur dann erlaubt, wenn sie "kein anderes Ziel hat als die Suche nach der (vermuteten) Krankheit sowie nach Mitteln, sie zu vermeiden oder zu behandeln". Dem "Comité Consultatif National d'Ethique pour les sciences de la vie et de la santé" (CCNE) war unter anderem der Fall vorgelegt worden, daß die Eltern eines an Fanconi-Anämie erkrankten Kindes ein weiteres Kind haben wollten. Die nach dem Schweizer Kinderarzt Guido Fanconi benannte sehr seltene Erbkrankheit kann zu Wachstumsverzögerungen und Fehlbildungen führen; lebensbedrohlich wird eine Rückbildung des Knochenmarks im Kindesalter. Eine Knochenmarktransplantation ist nur dann aussichtsreich, wenn die Immunsysteme von Spender und Empfänger kompatibel sind. Die größten Erfolgschancen bietet die Transplantation von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut von Geschwistern, deren "humane Leukozyten-Antigene" (HLA) weitgehend identisch sind. Für Eltern eines Fanconi-kranken Kindes liegt es daher nahe, beim nächsten Kind nicht nur per PID auszuschließen, daß dieses ebenfalls erkrankt; sondern zugleich auf ein passendes Immunsystem zu achten.So war im Jahr 2000 in den Vereinigten Staaten ein Mädchen namens Molly erfolgreich mit Nabelschnurzellen ihres nachgeborenen Bruders Adam behandelt worden. Nach PID wurden dazu auch gesunde, zumindest nicht Fanconi-kranke Embryonen aussortiert, die nicht immunkompatibel waren. Der Genetiker Axel Kahn, Mitglied des französischenEthikrates, hält diese Selektion für "legitim".
Die Mediziner, so zitiert ihn "Le Monde", hätten ja bloß "dem Zufall einen Schubs gegeben". Für den französischen Ethikrat war nun entscheidend, daß die Embryonen-Auswahl zugunsten des schon geborenen Kindes nicht im Vordergrund steht: Eine Medizin, die sich in den Dienst einer Selektion von "Heilmittel-Kindern" stellte, verlöre einen "höheren ethischen Bezug". Wenn jedoch ein Kind um seiner selbst willen gewollt werde, sei die Auswahl zugunsten eines anderen "ein akzeptables Ziel, falls es zweitrangig ist". Was aber, so muß man einwenden, haben die aussortierten gesunden Embryonen davon, daß sie nur aus vorgeblich zweitrangigen Gründen vernichtet werden? Und welcher Arzt, welche Ethikkommission vermag die Motive der Eltern in eine ethisch relevante Rangordnung zu bringen? Das Gremium sieht selbst die Gefahr, daß die PID auf minderschwere Indikationen ausgeweitet und zugunsten einer Reparaturmedizin genutzt werden könnte - zu einem eindeutigen "Nein" hat man sich dennoch nicht durchringen wollen.
Vor einem halben Jahr hat die englische "Human Fertilisation and Embryology Authority" der fremdnützigen PID im Fall der Erbkrankheit Thalassämie zugestimmt (F.A.Z. vom 13. Dezember 2001). Bei allen guten Absichten von Eltern und Ärzten: Der Selektionsdruck wächst. ACHIM BAHNEN, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Freitag, 12. Juli 2002, Nr. 159, Seite 48, Feuilleton
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- Fehler in der Pflege Gravierende Pflegefehler mit Todesfolge in Altenheimen sind nach Hochrechnungen des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) keine Seltenheit. "Jährlich sterben etwa 10 000 Pflegebedürftige bundesweit allein an den Folgen des Wundliegens", sagte die Referentin für Gesundheit und Pflege des Verbandes, Gabriele Hesseken, in einem dpa-Gespräch. Etwa zehn Prozent aller Todesfälle durch Wundliegen (Dekubitus) seien auf falsche Pflege, unzureichende Wundversorgung und Mangelernährung der bettlägerigen Pflegebedürftigen zurückzuführen. Nach Ansicht von Hesseken handelt es sich dabei um ein "sozialpolitisches Problem ersten Ranges".
An die Öffentlichkeit gelangte Pflegeverstöße wie jetzt in Erfurt seien zumeist nur die Spitze des Eisberges. "Betroffene und deren Angehörige trauen sich meistens aus Angst nicht, die Pflegekassen oder Behörden von den Missständen zu informieren oder nehmen sie aus Unwissenheit hin", schätzte die Expertin ein. "Oftmals wird es für ganz normal gehalten, dass bettlägerige alte Menschen sich wund liegen." Hauptursachen für die Pflegemissstände sind nach Einschätzung des Sozialverbandes der Mangel an qualifizierten Altenpflegern in den Heimen und Organisationsmängel durch die Betreiber. Das Personal sei häufig zeitlich überfordert und könne sich für die Betreuung der Pflegebedürftigen nicht angemessen Zeit nehmen. "An der finanziellen Ausstattung der Heime liegt es nicht so sehr", sagte Hesseken. Da habe die Einführung der Pflegeversicherung vieles bewirkt.
Hesseken forderte die zuständigen Pflegekassen und Aufsichtsbehörden auf, ihre rechtlichen Möglichkeiten zur Minderung von Pflegeverstößen auch auszuschöpfen. Dies könnten Auflagen oder Anordnungen sein. In Extremfällen seien Vertragsstrafen, Kündigungen von Versorgungsverträgen und auch die Schließung von Heimen möglich. Die Bundesregierung müsse eine nationale Dekubituserhebung einführen. Im Sozialverband Deutschland sind Pflegebedürftige und ihre Angehörigen organisiert.!
Dem Verband, Nachfolgeorganisation des ehemaligen Reichsbundes der Kriegs- und Wehrdienst-opfer, gehören bundesweit 500 000 Mitglieder an. Er unterhält auch einen Landesverband in Thüringen. info.service@rath.nl, http://www.drrath.com
und noch ein Artikel Ärzte Zeitung, 28.08.2002, HINTERGRUND Die Betreuung sterbender Patienten ist in Deutschland häufig noch von blindem Aktionismus geprägt Von Katrin Berkenkopf
"Wenn die Palliativmedizin es nicht bald schafft, sich als beste Versorgungsform für schwerstkranke und sterbende Menschen zu präsentieren wird die aktive Sterbehilfe immer populärer werden." Davon ist Professor Dietrich Kettler überzeugt und warnte seine Kollegen kürzlich beim Petersberger Gesundheitssymposium vor den Folgen.
"In der Öffentlichkeit ist ein verändertes Bewußtsein im Umgang mit Tod und Sterben zu beobachten", meint Kettler. "Wenn die Palliativmedizin auf die Fragen der Menschen keine Antworten findet, wird es bald eine Euthanasiediskussion geben", fürchtet der Direktor der Anästhesiologie an der Universitätsklinik Göttingen.
Weiter großer Mangel an Palliativpflegestationen Kettler nennt es "stumpfsinnig und blind", daß die Palliativmedizin in der Bundesrepublik noch nicht weiter ist. Es sei erst ein Zehntel der notwendigen Betten für die Versorgung sterbender Patienten vorhanden. Zwar sei ein flächendeckendes, ambulantes Versorgungsnetz wohl tatsächlich nicht finanzierbar. "Aber durch Palliativmedizin geht das Gesundheitssystem sicher nicht bankrott."
Dies unterstützt Dr. Christof Müller-Busch, Leiter der Palliativstation am Krankenhaus Havelhöhe in Berlin: Eine gute palliativmedizinische Versorgung würde zwischen 600 und 700 Millionen Euro pro Jahr kosten. Das wäre zwar das Zehnfache der Summe, die in den letzten Jahren dafür ausgegeben wurde, aber gleichzeitig kaum mehr als ein Zehntel der Ausgaben für die Onkologie. "Euthanasie ist sicherlich die preiswertere Alternative. Aber Palliativmedizin ist auch eine ökonomische Perspektive," so Müller-Busch.
Noch wichtiger als die wirtschaftlichen Aspekte sei aber die notwendige Bewußtseinsänderung in der Medizin, erklärte Kettler. Er appellierte an die Kammern, die Palliativmedizin als große Chance zur Verzahnung von ambulantem und stationärem Bereich zu sehen. "Warum gibt es nicht mehr von den Kammern geförderte Modellversuche? Diesen Schuh müssen sich die Ärzte selbst anziehen."
Viele Mediziner verfielen bei sterbenden Menschen in Aktionismus, statt Therapieverzicht zu üben, meint Müller-Busch. Für Bundesärztekammer-Präsident Professor Jörg-Dietrich Hoppe ist das logisch: "Wir sind auf diese Situation in der Ausbildung nicht mental vorbereitet worden." Er ist sicher, daß die Approbationsordnung mit Blick auf die Palliativmedizin weiter entwickelt wird. Wenn Medizin und Pflege in diesem Bereich mehr leisteten, sei die Bevölkerung auch bereit, mehr dafür zu zahlen, meint Hoppe. Allerdings, so Kettler, ist für eine Ressourcen-Verschiebung zugunsten der Palliativmedizin ein gesellschaftlicher Konsens nötig.
Patienten mit guter palliativmedizinischer Versorgung haben kaum noch den Wunsch vorzeitig aus dem Leben zu scheiden, so die übereinstimmende Meinung auf dem Symposium, das von Mundipharma unterstützt wurde. "Die Behandlung des Schmerzes ist heute eigentlich kein Problem mehr, deswegen muß niemand mehr sterben wollen," so Müller-Busch.
Außer der Schmerztherapie müssen Ärzte und Pflegekräfte aber auch die seelischen Probleme der sterbenden Menschen und ihrer Angehörigen wahrnehmen, forderte Astrid Conrad vom Zentrum für Palliativmedizin am Malteser-Krankenhaus in Bonn.
Lebensqualität der Patienten sollte im Vordergrund stehen "Unsere Pflege hat nicht mehr das Ziel zu heilen, sondern setzt den Fokus auf die Lebensqualität." So habe man für einen Patienten mit Schluckbeschwerden Bier eingefroren und ihm dies zu lutschen gegeben, damit er noch einmal den Geschmack erleben kann.
FAZIT Die neuen Behandlungs-Fallpauschalen in Kliniken lassen für Palliativmedizin keinen Platz, warnt die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin. Nach einer Erhebung unter 57 deutschen Palliativstationen ist die Verweildauer von Patienten auf diesen Stationen etwa doppelt so lang wie die von Patienten in der gleichen Diagnosis Related Group (DRG), die auf einer internistischen Station behandelt werden. Experten kritisieren, daß die DRGs nicht den Unterschied zwischen palliativer und kurativer Medizin beachten.
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- zum Tod von E. Chargaff Biochemiker und Wissenschafts-Kritiker
Erwin Chargaff am 20. Juni 2002 gestorben 241641, Jun 02, ©dpa
Stuttgart/New York (dpa) - Der Biochemiker und Wissenschafts-Kritiker Erwin Chargaff ist im Alter von 96 Jahren in einem New Yorker Krankenhaus gestorben. Das teilte der Verlag Klett-Cotta, der Chargaffs Werke in Deutschland verlegt, am Montag in Stuttgart mit. Als Todesdatum nannte der Verlag den vergangenen Donnerstag (20. Juni).
Chargaff hatte 1948/49 entdeckt, dass jeweils zwei Basen des Erbguts ein Paar bilden. Dies war eine Grundvoraussetzung zurEntwicklung des Erbmaterial-Modells, für das James Watson, Francis Crick und Maurice Wilkins 1962 den Nobelpreis erhielten. Chargaff schuf damit eine wichtige Grundlage für die Gentechnik. Außer seiner Tätigkeit als Forscher machte er sich einen Namen als Kritiker des Wissenschaftsbetriebs, insbesondere der Nuklearforschung und der modernen Gentechnologie.
Der Schock über Hiroshima war es, wie er sagt, der ihn zu einemleidenschaftlichen Warner vor den Konsequenzen auch der eigenen Ergebnisse werden ließ. "Ich bin gegen den Fortschritt. Ich leugne, dass es ihn gibt", hatte er wenige Wochen vor seinem 95. Geburtstag in einem Interview der Süddeutschen Zeitung gesagt. "... was sich so rapide bewegt, ist nicht der Fortschritt im Sinne der Verbesserung, sondern nur im Sinne der Veränderung", heißt es in einer kulturkritischen Schrift des literarisch hoch gebildeten Mannes.
Einer breiten Öffentlichkeit wurde er durch zivilisationskritische Essays bekannt, in denen er für die Bewahrung der Schöpfung und eine Ethik des Verzichts in der naturwissenschaftlichen Forschung plädierte. Diesen Standpunkt vertrat er auch in seiner Autobiografie "Das Feuer des Heraklit" (1981 auf deutsch erschienen). In der Essay- Sammlung "Unbegreifliches Geheimnis" setzte Chargaff die Attacken auf Wissenschaft und Wissenschaftler in seinem polemischen Stil fort.
"Die Menschen haben ein immer kürzeres Gedächtnis und immer längere Magnetbänder", schrieb er 1982 in seinem Werk "Warnungstafeln". In der Zeitschrift "Scheideweg" veröffentlichte er Beiträge unter den Titeln "Bemerkungen zur genetischen Bastelsucht" und "Wenig Lärm um viel".
Chargaff wurde am 11. August 1905 als Sohn jüdischer Eltern im polnischen Czernowitz geboren, hatte in Wien promoviert und dann unter anderem in Berlin und Paris gearbeitet. 1935 emigrierte er in die Vereinigten Staaten. Seine Mutter wurde im April 1943 von den Nationalsozialisten nach Polen deportiert und kam dort um.
Chargaff forschte und lehrte bis ins hohe Alter an der New Yorker Columbia-Universität. Dort leitete er von 1970 an bis zu seinem Ruhestand 1974 die Abteilung für Biochemie. Nach mehr als 300 wissenschaftlichen Veröffentlichungen bis zu seiner Pensionierung schrieb Chargaff ein gutes Dutzend kultur- und gesellschaftskritischer Bücher.
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Zum Tod von E. Chargaff am 20. Juni 2002 schreibt Dr. theol. Erhard Meier, Burgdorf, eine Reflexion: "Die Botschaft von E. Charagaff sollte im Zusammenhang mit der Ethik Hans Jonas sowie mit dem Gedanken der Gewaltfreiheit (Nicht-Verletzen, ahimsa) gesehen werden. Die Summe der Offenbarungen und des Menschheits-Wissens sagt hierzu, daß die Menschheit darauf hinarbeiten muß, daß jeder einzelne die Möglichkeit hat, sich zu entwickeln und an sich zu arbeiten. Nicht steht im Mittelpunkt der Gedanke, daß der Mensch materiellen Reichtum noch Wissens-Reich-tum erwerben soll. Eher sind die letzten Werte kontraproduktiv, da sie den egozentrischen und damit unheilwirkenden Tendenzen im Menschen Vorschub leisten. Lebensqualität bedeutet nicht Gesundheit und langes Leben um jeden Preis, sondern Fülle des Lebens durch Erschließung des Geheimnisses und der Wunder des Lebens. Ich empfehle dringend die Auseinandersetzung mit den Gedanken der Gewaltfreiheit in allen gesellschaftlichen Bereichen, in allen Bildungs-Ebenen und allgemein. Denn hier handelt es sich um eine gut bezeugte Menschheits-Idee und -erfahrung, die Inhalt von umfassenden Studien sein kann. Mahatma Gandhi, ML King, Jesus Christus (dessen Bergpredigt Matthäus Kap. 5-7 <bergpredigt-ahimsa.de.vu>, die ahimsa-Lehren des Buddhismus, Jainismus, Hinduismus, schließlich die Schriften E. Chargaffs und H. Jonas. Siehe auch www.chargaff.eu.tc
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- EU Biopolitik (35 Seiten im pdf-Format) und EU-Übersicht Stammzellen (79 Seiten als Word Dokument), beide in englischer Sprache Die EU-Politik wird heute schon gemacht, und auch Deutschland ist daran beteiligt. Da dieses Thema für mich Neuland ist (für Sie vielleicht auch?) liste ich hier nur das Kleingedruckte' auf und wünsche Ihnen eine interssaante Lektüre. Life sciences and biotechnology - a strategy for Europe Part I: A strategy for EuropeThe strategic challenges The potential of life sciences and biotechnology Harvesting the potential A key element for responsible policy Europe in the world - responding to global challenges Implementation and coherence across policies, sectors and actors. A framework for dialogue and action.
Part II: Action Plan 1. Harvesting the potential 1. Investing in peoples (2003 - 2010) 2. Methods to match a skilled workforce with job opportunies (2003 onw.) 3. Generating and exploiting knowledge (2002 onw.) 4. Management and legal skills (2003 onw.) 5. Exploitation of intellectual property (2002 onw.) 6. Capital base (2002 onw.) 7. Biotechnology and finance forum (2002) 8. Network in Europe (2002 - 2003) 9. Support of ... (2003 - 2006) 10. A proactive role for public authorities (2002) 11. Transparency in administrative process (2002 onw.) 12. Benchmark good practice in clustering biotech companies (2002 onw.)
2. A key element for responsible policy: Governing life sciences and biotechnology. 13. Structured dialogue at various levels ... (2002 onw.) 14. Strengthen and focus community support for research into socio-economic and ethical issues (2002 - 2006) 15. To enhance the role of the european Group on Ethics (2002) 16. Develop and outreach measures to inform about the analysis of ethical issues (2002 onw.) 17. Demand-driven applications through informed choice (2002 onw.) 18. Pharmaceutical legislation (2002) 19. Genetically modified organism (GMO) legislation (2002) 20. Finalising the legislative proposals (2002 - 2003) 21. Implementation and enforcement activities (2002 - 2003) 22. + 23. Specific long term regulatory actions (2003)
3. Europe in the world - responding to global challenges 24. A European agenda for international collaboration (2002 onw.) 25. Agriculture (2002 onw.) 26. Genetic resources (2002 onw.) 27. Health (2002 onw.) 28. Responsible and careful use (2002 onw.)
4. Implementation and coherence across policies, sectors and actors 29. Foresight, monitoring and review functions (2002 onw.) 30. Regular report on life sciences and biotechnology (2003 onw.)
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- Gemeinnuetzige Internet-Auktion mit handsignierten Promi-Praesenten
Augsburg (ALfA), 23.8.02. Bei der gemeinnuetzigen Internet-Auktion der Aktion Lebensrecht fuer Alle e.V. (ALfA), koennen noch Gaben prominenter Persoenlichkeiten ersteigert werden.
Viele bekannte Persoenlichkeiten aus dem In- und Ausland haben zu diesem Zweck handsignierte Gaben gestiftet. Der Grund: Mit den Auktionserloesen leistet die ALfA bei Schwangerschaftskonflikten soziale Hilfe. Unter den Prominenten befinden sich Kuenstler wie Christo mit Plakaten der Reichstagsverhuellung. Buecher koennen von Marcel Reich-Ranicki und Kardinal Meisner ersteigert werden, Norbert Bluem ist mit einem Reisewecker, Goetz George mit einem Foto seines Vaters, Vaclav Havel mit einem Poster praesent. Weitere teilnehmende Prominente sind u.a. Hans-Dietrich Genscher, Helmut Schmidt, Michael Hull oder Dieter Thomas Heck. Die Versteigerung findet nach und nach im Laufe der kommenden Wochen und Monate ueber www.ebay.de statt.
Unter der Adresse www.prominenten-internet-auktion.de finden Interessenten eine Zusammenstellung der gestifteten Gaben. Sie koennen auch Freunde und Bekannte auf die Auktion aufmerksam machen, und falls Sie eine eigene Homepage besitzen, einen Link auf www.prominenten-internet-auktion.de setzen.
Die Versteigerungserloese werden ausschliesslich fuer soziale Zwecke, insbesondere fuer die Patenschaftsaktion der Aktion Lebensrecht fuer Alle e.V. verwendet.
(Mehr dazu: www.prominenten-internet-auktion.de, www.ebay.de)
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- Buchtip zur Agrarwende Henning Strodthoff, Greenpeace Quelle: "Deutscher Naturschutzring e.V." sekretariat@dnr.de ______
- Buchtip
Wie die dringend erforderliche Agrarwende "mit System" vorangebracht werden kann, vermittelt das soeben von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft veröffentlichte Buch zum Agrar-Öko-Audit. Es enthält die Beiträge des vom DNR im Auftrag des Bundesumweltministeriums organisierten workshops Anfang des Jahres in Erfurt und weitere wichtige Beiträge zu einem Instrument, das die Landwirtschaft zukunftsfähiger machen soll. Ich würde mich freuen, wenn Sie Ihre Leser auf diese wichtige Veröffentlichung hinweisen könnten. Für ein Belegexemplar sind wir dankbar. Mit freundlichen Grüßen Helmut Röscheisen Generalsekretär, Deutscher Naturschutzring Am Michaelshof 8-10, 53177 Bonn Tel. 0228/35 90 05, Fax: 0228/35 90 96, eMail: helmut.roescheisen@dnr.de
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Buchtip "Sterbehilfe" - Die neue Zivilkultur des Tötens?, Mabuse-Verlag, Frankfurt/M., 96 Seiten, Euro 14,90, ISBN 3-935964-02-1. ....auch in Deutschlad gibt es eine Sterbehilfe-Politik. Es handelt sich um eine Politik des Hochhaltens des allgemeinen Sterbehilfe-Verbotes auf gesetzlicher Ebene. Gleichzeitig läßt man jedoch die Interessen gewähren und verfolgt die Entwicklung in den Niederlanden, in der Schweiz und Belgien sehr genau, wo sich die Waagschale zugunsten aktiver Euthanasie-Politik geneigt hat. Während der parlamentarische Gesetzgeber schweigt und auch die ministerielle Gesundheitspolitik sich bedeckt hält, werden im ärztlichen Standesrecht Schritte getan, die auf die aktive Sterbehilfe zugehen. Das Thema schleicht heran. Das Buch bündelt kritische Blicke.
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Berliner Zeitung, 24.8.2002
"Einfacher geht s auch" Warum Babynahrungshersteller Claus Hipp keine Pfandgläser verwendet, Öko-Lebensmittel schätzt und Gentechnologie ablehnt
Man darf keine Veränderungen in der Natur bewirken, die die nächste Generation nicht rückgängig machen kann, sagt Babynahrungsmittel-Hersteller Claus Hipp. Der 63-Jährige setzt ausschließlich auf ökologische Landwirtschaft und wurde 1997 zum Ökomanager des Jahres gewählt.
Herr Hipp, Sie produzieren umweltfreundlich. Doch Pfandgläser sucht man bei Ihnen vergeblich. Warum?
Mehrweggläser rentieren sich bei einer Entfernung bis zu 150 Kilometern. Bei einer weiteren Strecke wird es unwirtschaftlich. Außerdem müssten wir Gläser, wenn wir sie zurücknehmen würden, äußerst sauber putzen. Es kann ja zwischendurch Gift drin gewesen sein. Dazu bräuchten wir viel heißes Wasser und Dampf. Das wäre ökologisch unsinnig. Es ist besser, das Glas einzuschmelzen und neue Gläser daraus zu machen.
Mit Ihrer Babynahrung fahren etliche LKW durch das Land. Warum nutzen Sie nicht die Bahn?
Wir transportieren ja einiges mit der Bahn, doch das meiste mit Lastwagen, das stimmt. Die Bahn ist einfach nicht zuverlässig. Man kann mit ihr nicht termingerecht liefern. Das ist so schlecht geworden, dass Spediteure, die früher 80 Prozent mit der Bahn transportiert haben, sie jetzt nur noch zu 20 Prozent nutzen, weil sie sonst ihre Lieferzeiten nicht einhalten.
Heißt das, wirklich nachhaltig können Unternehmer hier gar nicht wirtschaften, weil die Infrastruktur nicht stimmt?
Da ist derzeit vieles im Argen und muss geändert werden. Die Industrie- und Handelskammer in Bayern ...
... deren Präsident Sie sind ...
... kämpft zum Beispiel gerade für einen Bahntransport von Triest nach Bayern. Triest wäre ein ganz naher Hafen für Süddeutschland. Man würde den Schiffen den Umweg über die Nordseehäfen ersparen und die langen Strecken von Norden nach Süden einsparen.
Woran scheitert es?
Es scheitert im Augenblick noch an der Bahn. Auch an der Zusammenarbeit von der italienischen, österreichischen und der deutschen Bahn. Aber wir wollen das hinkriegen. Die Transporte nach China oder ins Schwarzmeergebiet würden viel günstiger
Frustrieren Sie solche Kämpfe?
Nein, es ist eben Kleinarbeit, die zu leisten ist. Aber wir müssen das Ziel immer vor Augen haben.
Was da lautet?
Wirklich umfassend nachhaltig zu wirtschaften. Also möglichst nicht so in die Natur einzugreifen, dass es von unseren Kindern nicht rückgängig zu machen wäre. Im Unternehmen haben wir jetzt zum Beispiel die gesamte Energieversorgung auf Holz umgestellt, auf einen nachwachsenden Rohstoff also. Wir haben das größte Biomasseblockheizwerk in Kontinentaleuropa gebaut und erzeugen 80 Prozent weniger Schadstoffe.
Also weniger CO2-Ausstoß.
Es ist zumindest ein Beitrag. Aber viele dieser kleinen Beiträge können einiges bewirken. Warum brennen zum Beispiel bei allen Konferenzen stets Lichter, auch wenn draußen die Sonne scheint? Das ist Verschwendung. Oder die exzessive Nutzung der Fahrstühle. Tagsüber fahren alle Lift und abends joggen sie, um sich zu bewegen. Das ist doch hirnrissig.
Das heißt, der private Verbraucher muss sein Verhalten ändern?
Ja, man muss selbst anfangen. Ich fahre beispielsweise einen Mercedes, der mit reinem Pflanzenöl betrieben wird. Der hat jetzt 500 000 Kilometer drauf und läuft prima. Und wenn ich in München bin, fahre ich mit dem Fahrrad. Ich brauche nicht mit einer großen Karosse irgendwo vorzufahren. Sie glauben gar nicht, was das für Nachahmeffekte hat. Es müssten sich viel mehr Menschen, die führende Funktionen haben, vom Prestigedenken befreien und sagen, einfacher geht s auch. Ich fahre in der Bahn zweiter Klasse.
Haben Sie schon mal ausgerechnet, wie viel mehr Sie verdienen könnten, wenn Sie auf konventionelle Landwirtschaft gesetzt hätten?
Ich will die konventionelle Landwirtschaft nicht verurteilen. Sie hat ihre Berechtigung. Wir brauchen gesunde Lebensmittel, die sich jeder leisten kann. Wenn wir die biologische Landwirtschaft ausbauen würden, wären deren Produkte allerdings auch günstiger. Das wäre das Beste.
Diese Auseinandersetzung hat durch die Gentechnik eine neue Dimension bekommen. Ist diese Technologie mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit zu vereinbaren? Immerhin bringt sie größere Ernten auf weniger Fläche.
Nein, sie ist mit dem Prinzip nicht zu vereinbaren. Wir dürfen nicht Veränderungen in der Natur bewirken, die die nächste Generation nicht rückgängig machen könnte. Für mich als Hersteller gilt es, die Finger davon zu lassen. Und weil es einen in der Branche gibt, der es nicht tut, kann sich keiner leisten, Babynahrung mit gentechnisch manipulierten Rohstoffen zu produzieren.
Sie glauben, Ihr Beispiel hält andere ab?
Durchaus. Außerdem sind auch andere Hersteller nicht blind für Realitäten. Ich habe zumindest noch nie gehört, dass Produkte durch Gentechnik billiger werden. Aber ich habe gehört, dass Bauern beim Anbau erpresst werden und dass Saatguterzeuger und Spritzmittelhersteller zusammenarbeiten. Das kann nicht seriös sein.
Die meisten Hersteller in den USA sehen das anders. Was können Gipfel wie in Johannesburg bewirken, wenn die Nationen in fast keinem Punkt an einem Strang ziehen?
Auch in Amerika wird sich die Vernunft durchsetzen.
Wie kommen Sie zu dieser Einschätzung? Dort essen viele Kinder künstlich erzeugte Lebensmittel lieber als natürliche. Um allein bei der Ernährung zu bleiben.
Ja, die wissen gar nicht mehr, wie ein richtiger Saft schmeckt. Der ist denen meist zu sauer. Aber das ist bei uns nicht anders. Geben Sie Kindern mal normale Kuhmilch, die nicht pasteurisiert ist. Das wollen die nicht, weil sie das nicht mehr kennen und weil es für sie komisch schmeckt. Und fast jeder Jogurt mit Früchten hat ein künstliches Aroma. Wir haben diesen Trend durchaus auch. Aber daneben wird sich wieder ein anderer Markt bilden.
Was macht Sie so optimistisch?
Im Leben gibt es immer Wellenbewegungen. Es mag sein, dass in Amerika alles extremer ausgeprägt ist. Aber vor vielen Jahren war in den USA auch der Zigarettenkonsum sehr hoch, höher als in Europa. Und heute sind es die Amerikaner, die das Rauchen bekämpfen. Es gibt dort ein Potenzial an Vernunft. Und auf Dauer wird es keinem einzelnen Staat gut bekommen, sich gegen den Rest der Welt zu stellen.
Gespräch: Gunda Wöbken-Ekert
DDP/JENS KOEHLER Claus Hipp gehört zu den weltweit größten Produzenten ökologischer Nahrungsmittel. --------------
Einen freundlichen Gruß
Angelika Wessel Wedderkopsweg 4, 38118 Braunschweig, Tel + Fax: 0531 - 50 65 15 Bankverbindung: Postbank Hannover, Konto 3539 26-308, BLZ 250 100 30 - Angelika Wessel Stichwort: Arbeitskreis Bioethik Braunschweig' www.kritische-bioethik.de