Rundbrief November 2001
Sehr geehrte Interessierte,
Inhalt unseres November Rundbriefes ist:
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VORSCHAU Vorausschau, Voraus-Blick, Tagungen, Vorträge, Kongresse zusammengestellt vom Arbeitskreis Bioethik Braunschweig
November 2001
Schüler-Uni in Braunschweig
Es ist eine Ringvorlesung in erster Linie für Schüler der Region in den Klasen 9 bis 13. Sie ist abgestimmt auf die Bedürfnisse der Schüler und Schulen. Sie können sogar in entsprechende Unterrichtseinheiten eingebaut werden. Mehr dazu unter: www.tu-bs.de/schueleruni. Weitere Informationen: Tel: 0531 3 91 43 41 und Tel: 0531 484 32 76.
Termine: 5.11., 12.11., 26.11., 3.12., 17.12., 14.1.2002 und 21.1.2002
1. bis 3. November Spirituelle Orientierung in Sterbebegleitung und Lebensbeistand mit Dr. Hans Endres. Ort: Erfurt. Anmeldung: Internationale Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand (IGSL-Hospiz), Postfach 1408, 55384 Bingen, Fax: 06721 103 81
2. November
Welt-(weiter) Krieg gegen den Terror? Veranstalter: IPPNW Regionalgruppe BS, Flüchtlingshilfe BS, AstA der TU BS, Ev. Jugend BS, Friedenszentrum BS, Antimilitaristisches Bündnis BS. Referent: Prof. Dr. Volker Matthies, Konfliktforscher an der Universität Hamburg und Dozent an der Bundeswehr-Führungsakademie. Podium: Andreas Tyrock, Leiter Politikredaktion Braunschweiger Zeitung,Christoph Krämer, IPPNW Braunschweig. Moderation: Norbert Maas, NDR. Zeit: 2.11.2001 um 19.30 Uhr. Ort: Landesmuseum, Burgplatz, 1, 38100 Braunschweig
2. und 3. November "Menschenleben ? Menschenwuerde" ? Interdisziplinaeres Symposion zur Menschenwuerde am Lebensende. Zusammen mit der Ruhruniversitaet, dem St. Elisabeth Hospital und der Konrad-Adenauer-Stiftung beleuchtet die Deutsche Hospiz Stiftung die aktuellen europaeischen Entwicklungen. Als Gespraechspartner stehen u.a. zur Verfuegung: Prof. Dr. Wolfram Hoefling, Direktor des Instituts fuer Staatsrecht und Leiter der Forschungsstelle fuer das Recht des Gesundheitswesens an der Universitaet zu Koeln, Prof. Dr. Walter Schweidler, Institut fuer Philosophie, Ruhr-Universitaet Bochum Eugen Brysch, Geschaeftsfuehrender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung. Die Vortraege und Diskussionen im Plenum werden simultan uebersetzt (Deutsch/Englisch). Ort: Gastronomie im Stadtpark, Klinikstrasse 41-45, 44791 Bochum. Naehere Informationen zu Anmeldung, Teilnahmebeitrag, etc. unter Telefon: 0234/507090
2. bis 4. November Herbsttagung 2001 des Arbeitskreises zur Erforschung der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Verbrechen und Zwangssterilisation mit folgenden Beiträgen: Bericht über die Aktivitäten des Bundes der Euthanasie-Geschädigten und Zwangssterilsierten e.V. (Margret Hamm); Neue Entwicklungen in der Bio-Ethik (Dr. M. Wunder); Zur Debatte Datenschutz contra Gedenken? Die Euthanasie-Opfer der Landesheilanstalt Marburg (Dr. Georg Lilienthal, Hadamar); Zwischentransporte der Landesheil- und Pflegeanstalt Alzey (Renate Rosenau, Elfriede John); Das Führerprinzip und die Anstalt Scheuern (Peter Sander, Landeswohlfahrts-verband Hessen); Die Opfer wieder in unsere Mitte nehmen (Stefan Koppelmann; Film und Vortrag: Zeugen von Deportation und Zwangssterilisation. Ort: Heilerziehungs- und Pflegeheime Scheuern, Am Burgberg 16, 56377 Nassau/Lahn, Andrea Wery, Tel: 02604 979 113
2. bis 4. November Menschen im Sterben begleiten. Wochenendkurs mit Ute-Maria Bleicker, Krankenschwester. Ort: Hamburg. Auskunft: Victor Thylmann Gesellschaft, Telefon: 040 81 33 53 von 14.00 bis 17.00 Uhr).
3. November
Kommunikationsbörse der Interessengemeinschaft Rheinland-Pfalz. Sie dient der Kommunikation unter den Einzelpersonen und Institutionen, die sich in kritischer Weise engagieren für das Lebensrecht des Menschen in allen seinen Phasen. Ort: Hildegard-Forum, Bingen-Rochusberg. Zeit: 11.00 16.00 Uhr. Anmeldung: Frau Dr. Ackermann-Grüger, Tel: 06721 799 899, Fax: 06721 185 844 oder Dieter Emmerling, Tel + Fax: 06241 54 885.
5. November - Schüler-Uni in Braunschweig
Intelligente Roboter Mythos oder Wirklichkeit? Prof. Dr. Friedrich Wahl. Informationen: Tel: 0531 3 91 43 41 und Tel: 0531 484 32 76.
5. November Mahnwache in Moerfelden Walldorf. Dort wird von der Firma Contragest die Abtreibunsgpille Mifegyne (RU 486) vertrieben. Treffpunkt: 15 Uhr an der Christ-Koenig-Kirche in Moerfelden-Walldorf
5. bis 9. November Kursreihe: Ressourcenerschliessung (fachlich, persönlich, sozial, materiell, inhaltlich), Ressourcen-sicherung (interdiziplinäre Einbindung, fachliche und politische Kooperationen. Öffentlichkeitsarbeit, rechtliche Aspekte. Ort: Roncalli Haus, Magdeburg. Auskunft: Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V., Fax: 0211 64 004 20, Tel: 0211 64 004 10.
5. bis 19. November Täter in Auschwitz eine Ausstellung des Vereins zur Gründung der Stiftung Auschwitz e. V.. "Die Opfer nicht vergessen, darum die Täter kennen". Um rechtsradikalen Tendenzen entgegen wirken zu können, ist es immer wieder nötig, uns die Schatten der Vergangenheit vor Augen zu führen. Das tut weh, aber ohne Erinnerung gibt es keine versöhnte Zukunft. Die Ausstellung Täter in Auschwitz kann hier eine Hilfe sein.
Eröffnung mit Pfarrer Herbert Erchinger, Braunschweig. Ort: Diakonisches Werk in Braunschweig, Klostergang 66, Riddagshausen 38104 Braunschweig. Zeit: 19.00 Uhr. Begleitende Veranstaltungen zur Ausstellung:
8. bis 11. November Berneuchener Gespräch Bioethik und christliches Menschenbild . Vorträge, Gespräche und Podium mit Prof. Dr. Renn (Akademie für Technikfolgenabschätzung Stuttgart), Prof. Dr. D. Mieth ( Ethikzentrum Tübingen), Annegret Braun, PUA Stuttgart), Dr. H. Heilbronner (Klin. Genetik Stuttgart), Prof. Dr. Ursula Stinkes (Reutlingen), Prof. Dr. Wiemer (Ludwigsburg), Dr. Udo Krolzik (Bielefeld) sowie Vertretern as Politik, Wirtschaft und Forschung. Auskunft: Berneuchener Haus Kloster Kirchberg, 72172 Sulz, Neckar. Tel: 07454 8830, Fax: 07454 883 250, e-M: klosterkirchberg @t-online.de, www .klosterkirchberg.de
9. November Präsentation, "... und nach Bernburg gebracht" Jugendliche auf den Spuren juedischer Haeftlinge aus dem KZ Gross-Rosen. Leitung Jana Mueller, Aken. Ort: Gedenkstätte Bernburg, Oga-Benario-Strasse 16/18, 06406 Bernburg, Tel + Fax: 03471 31 98 16, e-Mail: Hoffmann@Gedenkstaette-Bernburg.de
10. November Kann das Recht Autonomie und Selbstbestimmung regeln? Eine rechtsphilosophische Betrachtung zu den Hintergründen der Patientenverfügung. Referent: Bundesjustizministerin Frau Prof. Dr. Däubler-Gmelin. Ort: Freie Waldorfschule, Großer Saal, Haussmannstraß 44, Stuttgart. Zeit: 20.00 Uhr
10. bis 11. November Therapie Technik Markt Moral. 8. Jahrestagung des Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. Frauen heilen anders zur Ethik therapeutischer Beziehungen
10. November
Der Arbeitskreis Bioethik Braunschweig ist zu hören auf Radio Okerwelle, 104,6 Hz, in der Sendung Wunschkiste von 13 14 Uhr zum Thema Bündnis Menschenwürde.
10. und 11. November
Bundesweite Anti-Gen-Treffen. Es sollen Erfahrungen ausgetauscht, Abstimmungen vorgenommen werden und betrifft die grüne und rote Gentechnik. Ort: Köterhof in Reileifzen, Krs. Holzminden. Anmeldung erbeten bei: Theresia Uthoff, Tel: 05533 43 15 und 05533 6408. Für Unterkunft und Verpflegung wird gesorgt. Bitte Schlafsack mitbringen. Abholung von den Bahnhöfen Hannover, Göttingen oder Hameln wird nach Absprache gesorgt.
11. bis 21. November - Ökumenische Friedensdekade.
Stichwort: ...fremd. Veranstaltungsreihe in der Evang.-lugh. Kirchengemeinde der Christuskirche in Weddel (bei Braunschweig), Weststraße 21. Information: Pastor Olaf Neuenfeldt, Tel: 05306 41 57,
Fax: 05306 40 89.
12. November Schüler-Uni in Braunschweig
Vom Ei zum Embryo. Prof. Dr. Ralf Schnabel. Informationen: Tel: 0531 3 91 43 41 und
Tel: 0531 484 32 76.
12. November "Ethische Fragen der Gentechnik". Referentin: Dr. Petra Gehring, Institut fuer Philosophie der Fernuniversitaet Hagen. Ort: Fernuniversitaet Hagen, Galerie Oben. Beginn: 18 Uhr
13. November, 19.30 Uhr. Entschädigung für angetane Gewalt.. Ort: CJD Jugenddorf Christophorusschule, Hans-Georg-Karg-Gundschule, Leonhardplatz 1 2, 38102 Braunschweig, Eingang rechts neben der St. Johannis-Kirche.
13. November
Krieg als Instrument der Politik? Referent: Heinz Loquai, Brigadegeneral a.D., OSZE-Beobachter in Jugoslawien. Veranstalter: Initiative für eine andere Politik unterstützt von IG Metall u.a. Ort: Gewerkschaftshaus, Wilhelmstraße, Braunschweig. Zeit: 19.30 Uhr
15. November
"Patientenverfuegung ? Vorsorge fuer den Notfall". Debatte u.a. mit Referenten des Hospizvereins ueber die Folgen fuer Patient, Arzt und Angehoerige. Ort: Seckendorffschloss in Roth. Beginn: 19.30 Uhr
15. bis 17.November 2001, Berlin
In Kooperation mit der Arbeitsstelle Pränataldiagnostik / Reproduktionsmedizin.
Gefördert durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, BzgA.
Kontakt ReproKult:, Arbeitsstelle Pränataldiagnostik, Grosse Johannisstrasse 110
28199 Bremen, Telefon: Di und Mi 0421-5978480 , www.reprokult.de
Öffentlicher Dialog mit Politikerinnen und Politikern im Rahmen der Tagung Reproduktionsmedizin und Gentechnik, Frauen zwischen Selbstverwirklichung und gesellschaftlicher Normierung
Am Donnerstag den 15. November 2001 um 18:00 bis 21:00 Uhr, in Berlin, Haus am Köllnischen Park
Im Rahmen der Tagung Reproduktionsmedizin und Gentechnik lädt das Frauen Forum Fortpflanzungsmedizin ReproKult am Donnerstag den 15. November PolitikerInnen sowie die interessierte Öffentlichkeit zu einem öffentlichen Politischen Dialog ein. Beginn: 18 Uhr, Ende: ca. 21 Uhr
Moderierte Gesprächsrunde mit Helga Kühn-Mengel MdB SPD (Mitglied der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin"; Behindertenbeauftragte der SPD Bundestagsfraktion), Andrea Fischer MdB Bündnis90/Die Grünen (Leiterin der fraktionsinternen Arbeitsgruppe "Gentechnik"), Prof. Maria Böhmer MdB DCU (Stellvertretende Fraktionsvorsitzende), Sabine Leutheusser-Schnarrenberger MdB FDF (Mitglied des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (angefragt), Petra Bläss MdB PDS (Vizepräsidentin der Deutschen Bundestages), Ulrike Hauffe, ReproKult Frauen Forum Fortpflanzungsmedizin (Landesfrauenbeauftragte Bremen). Moderation: Evamaria Miner MA (freie Journalistin Berlin)
15. bis 17. November Reproduktionsmedizin und Gentechnik. Frauen zwischen Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Normierung. Veranstaltungsort: Berlin. Kontaktadresse Reprokult: Arbeitsstelle Pränataldiagnostik, Große Johannisstrasse 110, 28199 Bremen. Tel: Di, Mi 0421 59 78 48-0. Anmeldung zur Tagung: Steinrücke + ich gmbh, Bismarckstr. 12, 50672 Köln, Tel: 0221 -56 96 56-0, Fax: 0221 56 96 56 20
16. bis 18. November Sterben, Tod und Trauer als Thema im Unterricht an Schulen mit Prof. Dr. Werner Burgheim. Ort: Erfurt. Anmeldung: Internationale Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand (IGSL-Hospiz), Postfach 1408, 55384 Bingen, Fax: 06721 103 81
17. November Mensch nach Mass Leiden vermeiden, Qualität erzielen. Amt für kirchliche Dienste Bereich Erwachsenenbildung, Wilhelmshöher Allee 330, 34131 Kassel, Tel: 0561 93 78 283. Zeit: 10.00 16.00 Uhr. Kosten DM 20,--
19. November Patientenverfügung und Patiententestament. Dr. med. Andreas Fucke, Helmut Böddeling, Rechtsanwalt. Ort: Hamburg. Auskunft: Victor Thylmann Gesellschaft, Telefon: 040 81 33 53 von 14.00 bis 17.00 Uhr). Dr. Brigitte Dorst. Was versprechen die Gen- und Fortpflanzungstechnologie den Frauen? Dr. Giselind Berg. Wieviel Markt verträgt das Gesundheitswesen? Dr. habil. Viola Schubert-Lehnhardt. Arbeitsgruppen Anmeldung: AKF e.V., Knochenhauerstraße 20 25, 28195 Bremen, Tel + Fax: 0421 434 93 40, e-Mail: akf-mail@t-online.de, www.akf-info.de
22. bis 25. November Therapietagung 2001: Das Heilende stärken Innere Quellen entdecken. Salutogenetische Therapiekonzepte. Sekretariat: Aldelheid Ulrich, Tel: 07164 79 212, Fax: 07164 79 13 03, e-m: adelheid.ulrich@ev-akademie-boll.de
23. bis 25. November Gentechnologie, Nanotechnologie, Robotik Wie neue Technologien den Menschen verändern. Anmeldung: Geschäftsstelle der Ev. Akademie der Pfalz, Dr. Katrin Platzer, Tel: 06232 6020-0, Fax: 06232 60 20 22, e-M: eapfalz@t-online.de
24. November Ein schmaler Grat Organentnahme und die Rechte des Sterbenden mit Dr. Ingrid Ackermann-Grüger und Gottfried Rudolph. Ort: Bingen. Anmeldung: Internationale Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand (IGSL-Hospiz), Postfach 1408, 55384 Bingen, Fax: 06721 103 81
25. November
Nein zur Gewalt an Frauen. Podiumsdiskussion mit Ministerin Dr. Gitta Trauernicht (angef.), theologin Susanne Kahl Passoth, Rechtsanwältin Barbara Kramer. Ort: Landesmuseum, Burgplatz, Braunschweig. Zeit: 11.30 Uhr.
Von Braunschweig zum Gottesdienst in Salzgitter-Lebenstedt soll es Mitfaahrgelegenheiten geben. Bitte melden Sie sich vor der Podiumsdiskussion in Braunschweig am Infotisch.
Ort: St. Matthäus, Suthwiesenstr. 49, Salzgitter-Lebenstedt. Zeit: 16.00 Uhr
26. November: Schüler-Uni in Braunschweig
Management finanzieller Risiken. Prof. Dr. Jens-Peter Kreiß. Tel: 0531 3 91 43 41 und
Tel: 0531 484 32 76.
28. November
"Ab heute sind wir Gott ? Gentechnik, PID, Klonen, ..." Referent: Dr. Harald Binder, Studiengemeinschaft Wort und Wissen, Baiersbronn. Ort: Mensagebaeude der TU Ilmenau (MKR 102). Beginn: 19.30 Uhr
Veranstalter: Studentenmission in Deutschland
Dezember 2001
Schüler-Uni in Braunschweig
Es ist eine Ringvorlesung in erster Linie für Schüler der Region in den Klasen 9 bis 13. Sie ist abgestimmt auf die Bedürfnisse der Schüler und Schulen. Sie können sogar in entsprechende Unterrichtseinheiten eingebaut werden. Mehr dazu unter: www.tu-bs.de/schueleruni. Weitere Informationen: Tel: 0531 3 91 43 41 und Tel: 0531 484 32 76.
Termine: 5.11., 12.11., 26.11., 3.12., 17.12., 14.1.2002 und 21.1.2002
1.12.
Verschiedene Wege ein Ziel? Auf einem Weg zu einem Dialog der Religionen. Referent: Prof. Dr. Dr. Peter Antes, Professor für Religionswissenschaft an der Universität Hannover. Beitrag: DM 38,--. Zeit: 10.00 bis 16.30 Uhr. Ort: Las Casas-Haus, Brucknerstrasse 6, 38106 Braunschweig, Tel: 0531 23 88 55, Fax: 0531 238 85 85, e-Mail: las-casas-haus@t-online.de
3.12. Schüler-Uni in Braunschweig
Das Genom des Menschen. Prof. Dr. Hermann Wätzig. Informationen: Tel: 0531 3 91 43 41 und
Tel: 0531 484 32 76.
7. bis 9.12.
Die gesellschaftliche Verantwortung der Bio- und Gentechnologie. Ethische Diskurse als Beitrag zu einer zukunftsfähigen und lebensdienlichen Forschung. Referenten: Dr. Peter Markus, Ev. Akademie Iserlohn. Dr. Wolfgang Beer, Ev. Akademie Bad Boll. Dr. Günter Dörr, BV für Körper- + Mehrfachbehinderte. Wolf-Michael Catenhusen, Staatssekretär BM Bildung und Forschung. Dr. Katrin Grüber, Institut für Mensch, Ethik und Wissenschaft. Dr. Eva-Maria Streier, DFG. Dr. Peter Feindt, Universität Hamburg. Tagungssekretariat: Gabriele Huckenbeck, Tel: 02371 352 145, Fax: 02371 352 169,
e-M: g.huckenbeck@kircheundgesellschaft.de
17.12 Schüler-Uni in Braunschweig
Sichere Energieversorgung. Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Canders. Informationen: Tel: 0531 3 91 43 41 und
Tel: 0531 484 32 76.
18. und 19.12.
http://europa.eu.int/comm/research/quality-of-life/stemcells.html
Stammzellen: Therapien der Zukunft? Die ständig wachsenden Kenntnisse über Biologie und die Entwicklung der menschlichen Stammzellen eröffnen heute vielversprechende Aussichten für die Behandlung zahlreicher chronisch-degenerativer Krankheiten wie Alzheimer, die Parkinson-Krankheit oder Arthritis, sowie für Therapien zur "Reparatur" bestimmter Organe. Diese neue medizinische Praxis wirft jedoch auch eine Reihe komplizierter ethischer Fragen auf.
Als Folge der Debatte, die im letzten Jahr zum Thema Genetik und die ukunft Europas stattfand, organisiert die Europäische Kommission mit Unterstützung der namhaften Wissenschaftler der Hochrangigen Gruppe "Biowissenschaften", die im Jahr 2000 vom europäischen Forschungskommissar Philippe Busquin ins Leben gerufen wurde - am 18. und 19. Dezember 2001 in Brüssel das Forum Stammzellen: Therapien der Zukunft?
Für eine offene Debatte
Ziel ist, zwischen den von der Machbarkeit und den Folgen dieser Therapien betroffenen Wissenschaftlern und den Vertretern der an den damit verbundenen Chancen und Risiken interessierten Gesellschaftsgruppen - Wissenschaftler, Bioethiker, Experten für Humanwissenschaften, Juristen, Patientenverbände, Interessengruppen, Studenten und Lehrkräfte, Erzieher und Medien, die Ärzteschaft und verschiedene Vertreter der öffentlichen Behörden - eine pluralistische und informative Debatte anzustoßen und vorwärtszubringen.
Dabei ist der Kommission besonders daran gelegen, dass sich auch die jüngeren Generationen, die in Zukunft am meisten von diesen neuen Therapien profitieren werden, umfassend an dieser offenen Debatte beteiligen. Die Mitwirkung von Bewerberländern will sie ebenfalls unterstützen.
Neben dem Austausch im Rahmen des Forums sollen auch Ihre Fragen und Meinungen dem Dialog Nahrung geben. Ab September können Sie sich daher über diese Site zu dem Thema äußern. So wird es möglich sein, die repräsentativsten Beiträge in die Debatte einzubeziehen.
Teilnahme
Mitte September 2001 finden Sie auf dieser Site Informationen und Unterstützung für Ihre Anmeldung zur Konferenz.
Ansprechpartner bei der Kommission Verantwortlich: E. Magnien
Assistenten des wissenschaftlichen Organisationsausschusses:
- bei der Direktion E: E. Balzi, L. Galetescu, G. Laroche, L. Matthiessen
- bei der Direktion F: G. Joliff-Botrel, P. Cupers, F. Donnelly, J. Sautter
Für Kommunikationsfragen: A. Vassarotti, M. Claessens
Für administrative Fragen: A. Koehler, S. Ziani
Sekretariat / Logistik: R. Anttonen, M. White-Branagan
Zentrale Kontaktadresse: Elisabetta.Balzi@cec.eu.int
18 and 19 December 2001
Stem cells: therapies for the future? Participation and registration The conference will be held in the Charlemagne Building of the European Commission in Brussels - 170, rue de la Loi - 1040 Brussels - on. A simultaneous translation will be provided in six languages, English, French, German, Dutch, Spanish and Italian. The entire conference will also be web-cast.
Participation is free of charge. However, acceptance will be limited to the 500-seat capacity of the room and will be subject to confirmation by the European Commission. The deadline for registration is November 30, 2001. A limited number of grants covering part of the expenses incurred travelling to Brussels will be available, especially for students, teachers and participants from Candidate Countries.
You can find information and guidance for online registration under the menu registration, as from the end of September 2001. If you are unable to come to Brussels, you can follow the conference from your computer screen as it will be web-cast on the website.
The active participation of society at large, including youth, in the debate on this topical subject is a fundamental aspect of this event. Your questions, opinions, feelings, hopes and fears are an integral part of the debate. You can communicate your opinions before and during the conference via the menu dialogue online. The most representative views and questions received will be incorporated into the web pages and a selection of most relevant questions will be introduced into the public debate at the conference in Brussels and web-cast worldwide.
http://europa.eu.int/comm/research/quality-of-life/stemcells.html
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Das Parlament, Nr 43, 19.10.01, Seite 2 Gentests: Diskussion um Nutzen contra Risiken Die bloße Neugier darf allein nicht reichen Von Volker Koop
Der Begriff der "Gentechnik" weckt in den meisten Menschen Hoffnungen und Ängste zugleich: Erwartungen im Hinblick auf die künftige Heilbarkeit von Krankheiten, Sorgen hinsichtlich des Missbrauchs genetischer Daten. Versicherungen können vielleicht den Abschluss eines Vertrages vom Einblick auf den genetischen Atlas eines Antragstellers abhängig machen wollen, ebenso wie Arbeitgeber daran denken könnten, im Bewerbungsgespräch auch nach genetischen Daten und damit nach eventuellen Krankheitsrisiken zu fragen. Aber selbst die bloße Neugier des Einzelnen reicht bisher, seine genetische Veranlagung ohne Angabe von Gründen testen zu lassen.
Für Monika Knoche, Mitglied der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, sollen Gentests generell nur im ärztlichen Behandlungsauftrag erlaubt sein. Dies sichere den "informed consent" und die verifizierbare medizinische Indikationsstellung zur Testung. Da genetische Daten intimste Informationen offenbarten, müssten sie wegen des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung effektivstem Datenschutz unterliegen. Die prädiktive Diagnostik habe sich bereits in der Schwangerschaftsvorsorge unter "PND" etabliert und einen Screeningcharakter angenommen. Sie werde wegen ihrer ethischen und iatrogenen Folgewirkungen einer kritischen Diskussion unterworfen, denn das Aufspüren genetischer Disposition oder Determination könne generell nur berechtigt sein, wenn sich damit ein therapeutischer Nutzen oder ein Zugewinn an persönlicher Gesundheitschance erzielen lasse. Monika Knoche: "Mit dem Recht auf Wissen allein kann eine allgemeine Zugänglichkeit oder Verordnungsfähigkeit von Gentests nicht begründet werden." Das via Gentests erlangte Wissen über genetische Bedingungen, so die Politikerin, bleibe nicht auf die Getesteten beschränkt, da immer auch Informationen über erbverwandte Dritte erlangt würden. Damit sei deren Recht auf Selbstbestimmung berührt. Diese besondere Art der Grundrechtskollision setze dem individuellen Recht auf Wissen enge Grenzen. Über die notwendigen rechtlichen Regelungen hinaus beeinflusse das neue genetische Wissen die sozialen Beziehungen der Menschen und das individuelle und gesellschaftliche Verständnis von einem "gelungenen" Leben. Da es noch keine adäquaten ethischen und moralischen Normen gebe, könne zunächst nur mit einer restriktiven Handhabung der Gendiagnostik reagiert werden.
Neben dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung müssten auf der anderen Seite auch strafrechtliche Gesichtspunkte in der Diskussion um Gentests gesehen werden, sagt der CSU-Abgeordnete Wolfgang Zeitlmann. Bei der Verbrechensbekämpfung hätten die Durchführung von Gentests und eine Speicherung der relevanten Daten in der so genannten Gen-Datei zu großen Erfolgen geführt. Die bisherige Rechtslage lasse eine DNA-Analyse nur bei Straftaten von erheblicher Bedeutung, wie Mord, Vergewaltigung, Raub und schweren Diebstahlsdelikten, zu. Die Erfahrungen hätten allerdings gezeigt, dass auch bei niedrigschwelligeren Straftaten die Tät später häufig Gewalt- und Sexualstraftaten begingen. Deswegen sei hier eine Ausweitung nötig. Neben den Gentests im strafrechtlichen Bereich - Zeitlmann weiter - habe sich inzwischen die Notwendigkeit gezeigt, auch in Fragen des täglichen Lebens die Zulässigkeit von Gentests näher zu untersuchen. Anlass hierfür sei u. a. die Erkenntnis, dass die human-genetische Forschung für die medizinische Praxis eine Fülle neuer Diagnosemöglichkeiten eröffne. Der CSU-Politiker: "Dennoch dürfen solche Erkenntnisse nicht erzwungen werden, um für Versicherungen, Krankenkassen oder Arbeitgeber einen Datenpool zu schaffen, aus dem sich jeder bedienen kann. Es muss jedem Menschen freigestellt bleiben, ob und welchem Tests er sich unterzieht. jeder hat das Recht, seine genetische Disposition nicht zu kennen. Insofern hat auch niemand das Recht, in diesen Fällen generell einen Gentest zu verlangen."
Ausnahmefälle
Ausgehend von der grundsätzlichen Forderung nach dem Recht des Einzelnen auf informationelle Selbstbestimmung im Bereich der Gendiagnostik, das durch rechtliche Regeln und andere Maßnahmen gesichert werden soll, empfiehlt der PDS-Abgeordnete Ilja Seifert, Gentests primär an einen engen Begriff krankheitsbezogener Ziele zu binden. Testergebnisse müssten einen präventiven oder therapeutischen Nutzen erbringen, dieses gelte besonders für einwilligungsunfähige Personen. Alle heimlichen Tests, die eine Verletzung des persönlichen Lebens- und Geheimnisbereichs bewirkten, sollten ausgeschlossen und unter Strafe gestellt werden. Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer - genetische Untersuchungsmethoden nicht in Anspruch nehmen wollten, müssten vor jeder Form der Stigmatisierung geschützt werden. Ausschließen will Seifert u. a., dass Versicherungsunternehmen Ergebnisse prädiktiver Gentests oder Arbeitgeber im Zusammenhang mit Einstellungsuntersuchungen die Durchführung eines molekulargenetischen oder zytogenetischen Tests verlangen, annehmen oder verwerten. Genetische Tests, die mit keinem präventiven oder therapeutischen Nutzen für die getestete Person verbunden sind, sollten aus der Regelfinanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung herausgenommen werden. Der PDS-Politiker regt die Einrichtung einer Gendiagnostik?Kommission an und fordert weiter, dass die Veranlassung oder Durchführung von Gentests unter beschränkten Arztvorbehalt gestellt werden. Außerdem sei die Bereitstellung und Inanspruchnahnie von Testangeboten mit qualifizierter Aufklärung und Beratung zu verbinden. Dazu gehöre ein flächendeckendes, wohnortnahes, niedrigschwelliges, umfassendes und qualitativ hoch stehendes Angebot an humangenetischer und psychosozialer Betreuung.
"Genetische Daten dürfen nicht ohne Wissen des Betroffenen und nur in eng begrenzten Ausnahmefällen, z. B. bei dringendem Straftatverdacht, ohne ausdrückliche Einwilligung erhoben werden", stellt die FDP-Abgeordnete Ulrike Flach klar. Die FDP lehne die Einführung von flächendeckenden Gentests ab. Obligatorische Gentests wären mit der Verfassung nicht vereinbar, es gebe keinen Generalverdacht gegen jedermann. Die Vorstellung, Gentests nur dann zuzulassen, wenn ein medizinisch?therapeutischer Nutzen erkennbar sei, sei allerdings zu eng gefasst und lade die Verantwortung letztlich bei den Ärzten ab, zumal der Begriff sehr vage sei.
Bundesärztekamnier
Für zulässig halte die FDP z. B. Gentests, die im Rahmen einer Präimplantationsdiagnostik auf Wunsch der Eltern durchgeführt würden. Die PID solle in den Fällen, in denen schwere genetische Krankheiten der Eltern vorlägen, möglich sein. Aber, so Ulrike Flach, "es sollte nicht jedem Arzt erlaubt sein, Gentests durchzuführen. Entsprechende Regelungen für die notwendige Qualifikation sollte die Bundesärztekammer erarbeiten." Dies müsse auch die psychologische Beratung der Patienten umfassen, denn: "Negative Ergebnisse von Gentests können Schockerlebnisse auslösen, mit denen die Patienten nicht immer allein umgehen können."
Jedem Einzelnen billigt der CDU-Abgeordnete Werner Lensing das grundsätzliche Recht zu, seine genetische Veranlagung zu kennen. Gleichzeitig müsse er aber auch frei sein, sie erst gar nicht kennen lernen zu wollen. Eine Vernachlässigung der Problematik wäre daher ebenso kritisch wie eine zu restriktive Zulassungsbeschränkung. Lensing: "Auch ohne konkrete medizinisch-therapeutische Möglichkeit kann bereits eine Verbesserung der Krankheitsprävention im Sinne einer Verhütung oder Verzögerung eines Krankheitsausbruchs ermöglicht werden." Im Hinblick auf die Bedeutung genetischer Diagnostik sollte deren Inanspruchnahme grundsätzlich nur auf freiwilliger Basis erfolgen, die damit verbundenen Probleme erforderten jedoch staatliche Rahmenvorgaben. Auch Lensing sieht, dass betroffene Menschen mit ihrer vielleicht überraschenden und nur schwer erträglichen Diagnose auf keinen Fall allein gelassen werden dürften. Ein Angebot genetischer Tests habe immer zugleich mit fachkundiger und werteorientierter Beratung sowie Begleitung der Betroffenen einherzugehen. Gendiagnosen dürften nur auf Veranlassung eines in Humangenetik qualifizierten Arztes und von entsprechend zugelassenen und qualifizierten Stellen durchgeführt werden. Sicherzustellen sei, dass die gewonnenen Informationen vor Zugriffen Dritter geschützt würden. Dies stelle höchste Ansprüche an den Datenschutz. Ausdrücklich seien Nachteile beim Zugang zu Arbeitsplätzen, im Arbeitsleben und beim Zugang zu Versicherungsleistungen einschließlich der Kranken- und Lebensversicherung auszuschließen. Auf Grund von genetischen Merkmalen dürfe es in keinem Fall zu einer Diskriminierung kommen.
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Berlin, 27. September 2001
Will die Deutsche Forschungsgemeinschaft das "therapeutische Klonen"?
Zur Befürwortung des "therapeutischen Klonens" durch führende Vertreter der DFG erklärt der stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" des Deutschen Bundestages, der CDU-Gesundheitspolitiker Hubert Hüppe:
Die Aussagen der wissenschaftlichen Koordinatorin des DFG-Schwerpunktprogramms "Stammzellen", Dr. Anna Wobus, auf einer Tagung in Berlin müssen beunruhigen: "Zunächst" sollte an humanen embryonalen und adulten Stammzellen geforscht werden, doch böten Stammzellen aus dafür geklonten Embryonen den therapeutischen Vorteil der Immunverträglichkeit, so Wobus bei der Friedrich-Ebert-Stiftung. Selbst auf gezielte Nachfrage aus dem Publikum, ob die DFG in nächster Zukunft den Rubikon des Klonens überschreiten werde, wollte Wobus dies nicht verneinen.
Noch deutlicher wurde Professor Detlev Ganten vom Max-Delbrück-Centrum Berlin: Ohne therapeutisches Klonen könne man das Problem überhaupt nicht diskutieren, therapeutisches Klonen sei "direkte Folge" und "logische Konsequenz" des Einsatzes embryonaler Stammzellen. Ganten ist "ständiger Gast" des Senats der DFG und Mitglied des von Gerhard Schröder berufenen nationalen Ethikrates.
Offen tritt hier zutage, daß die DFG auf das Klonen menschlicher Embryonen zusteuert. Damit entlarven sich die bisherigen Forderungen der DFG nach Import und Herstellung embryonaler Stammzellen als Salamitaktik.
Dem "therapeutischen Klonen" liegt eine Ethik des "Heilens durch Töten" zugrunde. Es wird deshalb zu Recht von einer großen Mehrheit der medizinischen Fachleute, der Ethiker und der Öffentlichkeit in Deutschland abgelehnt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft darf nicht
mit Steuergeldern den Weg zu geklonten menschlichen Embryonen als Ersatzteillager ebnen.
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- Stimmabgabe zum Klonen unter
Sollte die Forschung an Embryonalen Stammzellen (ES) auch in Deutschland
erlaubt werden?
Bisheriger Stand (1.10.2001):
Ja, weil man damit vielleicht einmal schwer kranken Menschen helfen
kann. 78.8%
Nein, an werdendem Leben darf nicht geforscht werden. 18.0%
Weiß nicht, dazu habe ich (noch) keine Meinung. 3.3%
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«Differenzierte Zuschreibung von Menschenwürde» 18. Okt 06:13
Noch vor der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) will die Enquete-Kommission des Bundestages Stellung nehmen - und der Stammzellforschung voraussichtlich eine Absage erteilen.
Die Enquete-Kommission «Recht und Ethik der modernen Medizin» soll Vorarbeit für eine Entscheidung des Bundestages in der Stammzellfrage leisten. Darf an menschlichen embryonalen Stammzellen (ES-Zellen) geforscht werden, und woher sollen die Kulturen kommen? Nach einem Bericht der Online-Ausgabe der «Ärzte Zeitung» vom Dienstag zeichnet sich bereits die Empfehlung zu einem Importverbot ab.
Stellungnahme vor dem 7. Dezember
Wolfgang Wodarg, Obmann der SPD-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission, sagte der Zeitung: «Die Frage, ob man Embryonen zufremdnützigen Zwecken nutzen darf, ist ziemlich eindeutig mit 'Nein' beantwortet worden.» Damit wäre in Deutschland auch weiterhin die Gewinnung von ES-Zellen aus «überzähligen» Embryonen verboten, die für künstliche Befruchtungen erzeugt werden. Auch das Verbot des therapeutischen Klonens soll fortbestehen. «Da wird es eine klare Absage geben», zitiert die «Ärzte Zeitung» Wodarg.
Strittig sei aber noch die Frage, ob der Import der ES-Zellen gesetzlich untersagt werden soll. Die Mitglieder des Gremiums wollten sich noch vor dem 7. Dezember einigen und eine Empfehlung zu grundsätzlichen Fragen der Verwendung menschlicher ES-Zellen geben. Die Stellungnahme soll ein Muster für die Entscheidung des Parlaments zur gesetzlichen Regelung sein. Die Enquete-Kommission äußert sich damit noch vor dem Hauptausschuss der DFG, die am 7. Dezember bekannt geben will, ob dem Forschungsantrag des Bonner Forschers Oliver Brüstle stattgegeben wird oder nicht. Der Neuropathologe will menschliche ES-Zellen importieren um eine Stammzell-Therapie gegen Multiple Sklerose zu entwickeln.
Verbot oder Differenzierung
Offenbar ein Vorhaben, dem die Mitglieder der Enquete-Kommission skeptisch gegenüberstehen: «Die Stammzellen sollten nicht als Grundlage für Therapien, sondern allenfalls als physiologisches Präparat zur Grundlagenforschung verwandt werden, um ihr Funktionieren besser zu verstehen», sagte Wodarg.
Hubert Hüppe, CDU-Abgeordneter und stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission, geht noch weiter und spricht sich für ein klares Verbot der Forschung mit ES-Zellen aus. Er glaubt, dass mit dem Hinweis auf mögliche Therapie-Erfolge nach der Verwendung der ES-Zellen auch das therapeutische Klonen genehmigt werden könnte. Im Gremium zeichnet sich nach seiner Schätzung eine klare Mehrheit für den Embryonenschutz im Grundgesetz ab.
Die Vorsitzende der Kommission, Margot von Renesse (SPD), hat ein Modell der «differenzierten Zuschreibung von Menschenwürde für Embryonen» vorgestellt. «Auf natürlichem Wege», also durch die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle, entstandenen totipotenten Stammzellen komme demnach die volle Würde des Menschen und ein Recht auf Lebensschutz von Beginn an zu. Geklonte totipotente Zellen könnten die Menschenwürde dagegen erst mit der Einnistung in die Gebärmutter erlangen.
Dennoch: «Nach meiner Einschätzung wird die Enquete die Forschung an embryonalen Stammzellen nicht als erforderlich ansehen», sagte die grüne Abgeordnete Monika Knoche der «Ärzte Zeitung». Studien deuteten darauf hin, dass die Forschung an adulten Stammzellen, die aus dem erwachsenen Organismus gewonnen werden können, vielversprechender sei. Entsprechend werde die Enquete-Kommission keine Erlaubnis zum Import der ES-Zellen empfehlen, sagte die Abgeordnete. (nz)
MEHR IM INTERNET
Enquete-Kommission http://www.bundestag.de/gremien/medi/
Internetseiten der DFG http://www.dfg.de/
MEHR IN DER NETZEITUNG Ethikrat voraussichtlich ohne eindeutige Stellungnahme zu Stammzellen http://www.netzeitung.de/servlets/page?section365&item162237
DFG-Chef ermutigt zur Stammzellen-Forschung http://www.netzeitung.de/servlets/page?section365&item162031
Rückstand in der Stammzellforschung http://www.netzeitung.de/servlets/page?section365&item161880
Stammzellen gegen Multiple Sklerose http://www.netzeitung.de/servlets/page?section984&item159461
Stammzellforschung: Ein Überblick über die letzten zwölf Monate http://www.netzeitung.de/servlets/page?section365&item141989
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- DIE ZEIT Wissen 43/2001, 18.10.2001 Durchmarsch im Dissens
Der Ethikrat hat beschlossen: Deutsche Wissenschaftler bekommen im Dezember grünes Licht für die Forschung an embryonalen Stammzellen
von Ulrich Bahnsen
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Berlin, 05. Oktober 2001
Pressemitteilung Hubert Hüppe MdB
Will rot-grüne Bundesregierung "therapeutisches Klonen"?
Die Bundesregierung hält sich beim sogenannten "therapeutischen Klonen" menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken alle Türen offen und will nur das reproduktive Klonen international unterbinden. Zur Antwort der Bundesregierung auf eine entsprechende parlamentarische Frage erklärt der CDU-Gesundheitspolitiker und stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" des Deutschen
Bundestages Hubert Hüppe:
Mit großem Pressewirbel hatte der grüne Außenminister Fischer seine Initiative zum Verbot des reproduktiven Klonens angekündigt. Das Klonen eines Embryos mit dem Ziel der Geburt eines geklonten Babys sei "unannehmbar und mit der Würde des Menschen nicht vereinbar", so Fischer in Presseerklärungen.
Wenn es mit der Menschenwürde unvereinbar ist, Embryonen mit dem Ziel der Geburt zu klonen, dann muß es auch verboten sein, Embryonen mit dem Ziel zu klonen, sie zu Forschungszwecken zu töten.
Nach der Entscheidung des US-Repräsentantenhauses, jede Art des Klonens menschlicher Embryonen zu unterbinden, besteht eine große Chance, ein solches Verbot international durchzusetzen. Vor diesem Hintergrund bedürfte es keines übergroßen politischen Mutes, sich als Bundesregierung gegen das "therapeutische Klonen" menschlicher Embryonen einzusetzen.
Auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft lehnt in ihren Empfehlungen zur Stammzellforschung vom 3. Mai 2001 sowohl das reproduktive als auch das therapeutische Klonen ab, beides sei "weder naturwissenschaftlich zu begründen noch ethisch zu verantworten" und könne "daher nicht statthaft sein". Sogar die in vielen Punkten zu Recht umstrittene
Bioethikkonvention des Europarates verbietet die Herstellung von Embryonen zu Forschungszwecken. Bisher war stets darauf verwiesen worden, dies beinhalte implizit ein Verbot des Klonens.
Die vom grünen Außenminister gestartete Initiative fordert lediglich eine Selbstverständlichkeit. Sie wäre aber darüberhinaus ein Rückschritt. Hätte sie Erfolg, entstünde nämlich der Eindruck, das "therapeutische Klonen" menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken begegne keinen Einwänden.
Die von Staatssekretärin Schaich-Walch unterzeichnete Antwort der Bundesregierung belegt: Eine klare eigene Position der Bundesregierung zum "therapeutischen Klonen" gibt es nicht, geschweige denn eine internationale Führungsrolle. Die Bundesregierung hält sich hier
vielmehr alle Türen offen.
Beim reproduktiven Klonen hat die Bundesregierung keine Bundestagsdebatte abgewartet. Wozu also der ausdrückliche Hinweis, beim "therapeutischen Klonen" wolle man erst einmal eine intensive Debatte des Bundestages abwarten?
Damit entlarvt sie nicht nur die mit großer Publizität angekündigte Initiative von Joschka Fischer als Täuschungsmanöver. Es stellt sich die Frage, wie denn die Bundesregierung, die es augenfällig vermeidet eine Position zu beziehen, tatsächlich zum "therapeutischen Klonen" steht.
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- Stammzellforschung: Dokumentationen (Streit in Bonner Universität, DFG
und christliche Kirchen)
Spätestens seit dem Frühsommer lesen wir vielerlei in der Presse über Stammzellforschung in den USA, in Deutschland und Europa. Ist dieses Thema eine Machtfrage in der Politik, geht es um die Sicherung von Forschungsgebieten und Patenten? Nein, es geht um das Menschenbild. Lesen Sie dazu die oben angeführten Dokumentationen sowie Das Beratungskonzept ist gescheitert, über die erste Kundgebung in der Bannmeile des Bundesverfassungsgerichts jin Karlsruhe am 2. Juni 2001 in Lebensforum Nr. 59 von Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (AlfA), Tel: 0821 51 20 31, http://www.alfa-ev.de
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Internationaler Kongress zur bioethischen Debatte veranstaltet von Aktion Ethik-Charta e. V und anderen.
Das Projekt:
Dreitägiger Internationaler Kongress im Frühjahr 2003 zu den wichtigsten und aktuellsten bioethischen Themen mit demonstrativem Charakter als flankierende Maßnahme zur Debatte im politischen Raum und zu zahlreichen einzelnen Stellungnahmen, Deklarationen usw. von Verbänden und deren Vertretern. Thematisch sollen die Problemkreise um den Lebensschutz am Beginn und Ende des menschlichen Lebens aufgegriffen werden, also die ethischen Fragen um die in vitro Fertilisation, die Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik, sowie die Embryonenforschung auf der einen und der aktiven und passiven ärztlichen "Sterbehilfe" auf der andern Seite des menschlichen Lebens. (Unter Berücksichtigung auch der wirtschaftlichen Hintergründe, resp. Interessen). Mögliche Titel könnten sein: "Wert des Lebens zwischen Würde und Kommerz" oder "Zu krank für diese Welt? Lebensschutz im Spannungsfeld der Ökonomie." (Unverbindlich, erste Entwürfe!)
Für dieses Unternehmen suchen wir noch Mitveranstalter. Nicht nur, weil es unsere Kräfte übersteigen würde, sondern auch, weil wir der Meinung sind, dass diese Problematik eine breite Basis braucht, wenn man sie in der Öffentlichkeit wirksam thematisieren will. Wir fragen deshalb alle Vereinigungen an, von denen wir annehmen, dass sie ein existenzielles Interesse an einer solchen Veranstaltung haben könnten. Wer dies im Einzelnen ist, mögen Sie bitte beigefügtem Verteiler entnehmen. Eine erste Zusage liegt uns vor von "Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe". Ferner stehen wir in Verbindung mit Organisationen in Österreich, Belgien, Dänemark, Spanien, Frankreich, England, Schweiz, und Italien,
Es geht uns darum, Kräfte sichtbar zu bündeln, die einzelnen Gruppen durch Synergieeffekte zu stärken und ein starkes positives Signal in die Öffentlichkeit zu senden. Der Hauptzweck soll auch weniger im Vermitteln von Wissen liegen als auf Substanzbildung, Gemeinschafts- und Willensbildung zielen. Auch muss das Ganze demonstrativen Charakter bekommen, eine Allianzbildung nach außen sichtbar machen und allein schon durch die Zahl der Teilnehmer und den Umfang und die Qualität des Programms sich medienwirksam darstellen. Es ist ein Zeitrahmen von Freitag Nachmittag bis Sonntag Mittag angedacht.
Soweit eine erste grobe Skizze des Projekts. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir zur inhaltlichen Ausgestaltung und auch zu Ort und Zeit noch nicht mehr vorlegen können. Das soll in einem noch zu bildenden Vorbereitungskreis von den Veranstaltern gemeinsam entwickelt und entschieden werden. Auch die Fragen der Finanzierung müssen dabei geklärt werden. Ein erstes Treffen der Veranstalter schlagen wir am 5. Oktober in Stuttgart vor. Interessenten die sich dafür anmelden, bekommen den genauen Ort und die Uhrzeit noch rechtzeitig mitgeteilt.
Aktion Ethik-Charta im Juli 2001 der Vorstand
gez.: Martin Britsch und Prof. Dr. Hermann Wenzel
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- Europaischer Gerichtshof weist Klage gegen Gen-Richtlinie ab
Luxemburg (dpa), 10.10.2001 - Der Europaische Gerichtshof (EuGH) hat eine Klage gegen die EU-Richtlinie zu biotechnologischen Erfindungen abgelehnt. Die EuGH-Richter in Luxemburg stellten am Dienstag fest, dass die umstrittene Richtlinie den menschlichen Korper vor gentechnischen Manipulationen ausreichend schutze. Ausserdem sei das EU-Gesetz fur "das reibungslose Funktionieren des Binnenmarktes in diesem Bereich" unerlasslich. Die Niederlande hatten wegen grundsatzlicher Bedenken gegen die Vorgaben aus Brussel geklagt und wollten die Fragen der Gentechnik mit nationalen Gesetzen regeln.
Fur nicht hinnehmbar hielten die Klager, unterstutzt von Italien und Norwegen, die in der Richtlinie enthaltene grundsatzliche Pflicht zur Erteilung von Patenten. Weder Pflanzen noch Tiere noch menschliche Materie sollten nach Auffassung der Richtlinien-Gegner patentierbar sein. Als Hauptargument hatten die Niederlande nach EuGH-Angaben die These angefuhrt, dass die Richtlinie vom 6. Juli 1998 die Erteilung von Patenten fur isolierte Bestandteilen des menschlichen Korpers erlaube und damit letztlich die Menschenwurde und das Grundrecht auf Unversehrtkeit der Person verletze.
Die Richter verwarfen diese Sichtweise. Sie hielten den Schutz der Grundrechte in der Richtlinie fur ausreichend. Das EU-Gesetz sehe namlich vor, "dass der menschliche Korper in den einzelnen Phasen seiner Entstehung und Entwicklung keine patentierbare Erfindung darstellen konne". Auch die Entdeckung von Bestandteilen des menschlichen Korpers konne nicht geschutzt werden.
Die Richtlinie stellt laut Urteil auch klar, dass alle Verfahren, deren Anwendung gegen die Menschenwurde verstiessen, nicht patentiert werden konnten. Dies gelte etwa fur das Klonen von Menschen, die Veranderung der genetischen Identitat ihrer Keimbahn oder die Verwendung menschlicher Embryonen zu industriellen oder kommerziellen Zwecken. "Nach Ansicht des Gerichtshofs fasst die Richtlinie das Patentrecht so streng, dass der menschliche Korper tatsachlich unverfugbar und unverausserlich bleibt und die Menschenwurde gewahrt wird", hob der EuGH hervor.
(C)dpa
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Berlin,17. Oktober 2001
Gesundheitsausschuß will Embryonenschutzgesetz als Maßstab für EU-Forschungsförderung
Den heutigen Beschluß des Bundestags-Gesundheitsausschusses, die Grenzen des deutschen Embryonenschutzgesetzes auch für das 6. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union zu fordern, begrüßt der stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" des Deutschen Bundestages Hubert Hüppe MdB (CDU):
Der Gesundheitsausschuss hat mit breiter Zustimmung aus allen Fraktionen - mit Ausnahme der FDP - beschlossen, dass weder Klonen von Menschen noch Keimbahneingriffe gefördert werden können. Gleiches gelte für die Züchtung von Embryonen zu Forschungs- und Therapiezwecken oder andere gegen Vorschriften des Embryonenschutzgesetzes verstoßende Forschung.
Damit hat sich der Gesundheitsausschuss dagegen ausgesprochen, aus europäischen Mitteln - und damit auch aus deutschen Steuergeldern - Tätigkeiten zu finanzieren, die in Deutschland verboten sind. Gleichzeitig gibt der Ausschuss ein legitimes Signal für das Schutzniveau des deutschen Embryonenschutzgesetzes auch auf europäischer Ebene. Die heutige Entscheidung zum 6. Forschungsrahmenprogramm stärkt den Mitgliedern des Europaparlamentes den Rücken, die sich für klare ethische Grenzen einsetzen.
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- Entwurf eines Gesetzes zur Regelung der Präimplantationsdiagnostik
(Präimplantationsdiagnostikgesetz PräimpG) der FDP vom 9.10.2001 kann beim Arbeitskreis Bioethik Braunschweig angefordert werden.
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- Zusatzprotokoll zur Bioethik-Konvention des Europarates
Ab sofort ist das Zusatzprotokoll zur Bioethik-Konvention des Europarates zur biomedizinischen Forschung abrufbar. Dazu gibt es auch einen erläuternden Bericht. Hierbei geht es auch um fremdnützige Forschung an Nichteinwilligungsfähigen, der bisher am heftigsten umstrittene Punkt in diesem Regelwerk.
http://www.bmj.de/biomed/proto1.pdf Entwurf eines Erläuternden Berichts zum Entwurf des Zusatzprotokolls zum Übereinkommen über Menschenrechte und Biomedizin über biomedizinische Forschung vom 31.08.2001, 48 Seiten
http://www.bmj.de/biomed/proto2.pdf Entwurf eines Zusatzprotokolls zum Übereinkommen über Menschenrechte und Biomedizin über biomedizinische Forschung vom 18.07.2001, 22 Seiten
Bis 30.11.01 können laut Information von Frau Renate Demski von ALZheimer-ETHik Stellungnahmen dazu abgegeben werden. Von dieser Möglichkeit sollten vor allem Betroffene Gebrauch machen.
Die Stellungnahmen können an das Bundesministerium der Justiz gesandt werden. Anschrift:
Bundesministerium der Justiz , Mohrenstraße 37, 10117 Berlin Telefon: (0 18 88) - 5 80 - 0 Telefon: (0 30) 20 25 - 70 Telefax: (0 18 88) - 5 80 - 95 25 Telefax: (0 30) 20 25 - 95 25
Viele Grüße Christian Frodl Sprecher Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Bayern http://www.bioethik-bayern.de http://www.nationaler-ethikrat.de
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Berlin, 29. Oktober 2001
Öffentliche Anhörung der Enquete-Kommission Recht und Ethik der modernen Medizin mit internationaler Beteiligung
Europäischer Diskurs zu ethischen Fragen der modernen Medizin
Die Enquete-Kommission Recht und Ethik der modernen Medizin hat Sachverständige aus sieben europäischen Ländern eingeladen, um sich darüber zu informieren, wie der Diskurs zu ethischen Fragen der modernen Medizin in den Nachbarländern organisiert ist. Die öffentliche Anhörung findet statt am
19. November 2001, 11 bis 18 Uhr
in Berlin, Reichstagsgebäude, SPD-Fraktionssaal
Moralischer Konsens wird in modernen Gesellschaften zunehmend zum knappen Gut. Je unklarer normative Grenzen gezogen sind, desto schwieriger gestaltet sich die Möglichkeit einer Konfliktregulierung im Sinne einer inhaltlichen Problemlösung. Durch die Fortschritte in der Medizin - insbesondere im Bereich der molekularen Genetik, der Zell- und Gewebebiologie und der Reproduktionstechniken geraten existenzielle Fragen in den Mittelpunkt öffentlichen Interesses. Dort, wo gegenläufige ethische Haltungen aufeinandertreffen (z.B. absoluter Schutz des Embryos in vitro vs. Verwendung embryonaler Zellen zu therapeutischen Zwecken), ist eine gesellschaftliche Verständigung darüber, was als mehrheitlich konsensfähig gelten kann, besonders schwierig.
Im In- und Ausland antwortet die Politik auf diese Herausforderung u.a. mit der Einrichtung von Ethikräten und Beratungsgremien. Ihre zentrale Aufgabe ist es, sich ein Urteil über biomedizinische Zukunftsfragen zu bilden und den politisch-gesellschaftlichen Diskurs zu qualifizieren und zu strukturieren. Im Hinblick auf die institutionelle Einbindung, die Zusammensetzung und die Arbeitsweise bestehen jedoch zum Teil erhebliche Unterschiede.
Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages Recht und Ethik der modernen Medizin hat es sich im Rahmen ihres Auftrages zur Aufgabe gemacht, die national je unterschiedlichen Verfahren der Entscheidungsfindung bei ethischem Dissens im Bereich der modernen Medizin zu sichten. Sie will dazu mit Vertretern und Vertreterinnen von Ethikkommissionen aus verschiedenen Ländern in direkten Dialog treten.
Als Gäste werden erwartet: Professor Alexander McCall Smith, Stellv. Vorsitzender der Human Genetics Commission (GB) Prof. Dr. Ruud ter Meulen, Institut für Gesundheitsethik, Universität Maastricht (NL) Professor Dr Linda Nielsen, Ehemalige Vorsitzende des Dänischen Ethikrates (DK) MUDr. Dagmar Pohunková, Mitglied der Zentralen Ethikkommission beim tschechischen
Gesundheitsministerium (?R) Professor Didier Sicard, Präsident des Comité consultatif national d´éthique pour les sciences de la
vie et de la santé, CCNE (F) Dr n. med. Jerzy Umiastowski, Präsident der Ärztlichen Ethikkommission des Obersten Ärztlichen
Rates der Polnischen Ärztekammer (PL) Professor Michel Vallotton, Präsident der Zentralen Ethikkommission bei der Schweizerischen
Akademie der Medizinischen Wissenschaften (CH)
Rückfragen richten Sie bitte an das Sekretariat der Kommission Tel.: 030/227-31771; Fax: 030/227-36433; E-mail: enquete.medizin@bundestag.de.
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- Marsch für das Leben
FRANKREICH, 22.10.2001: Am Samstag dem 20. Oktober organisierte die Vereinigung Renaissance Catholique mit der Unterstützung von ca. 20 Prolife-Organisationen den jährlichen "Marsch für das Leben". Es nahmen etwa 4000 Leute an dem Marsch vom Zentrum von Paris bis zum Hügel von Montmartre teil. Ein weithin sichtbares Schriftbanner "Unser Kampf für Leben" symbolisierte den Mut der betenden Christen gegenüber einer Welt, die der Kultur des Todes in ihren verschiedenen Formen ausgeliefert ist. Der Marsch, der von allen Medien ignoriert wurde, fand seinen Abschluß mit einem sakramentalen Segen in der Basilika Sacré Coeur hoch oben über Paris. - (ru)
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- Pflegefamilie gesucht
Augsburg (ALfA), 30.9.2001. Die ALfA sucht eine Pflegefamilie fuer einen Saeugling, der an "spina Bifida" erkrankt ist mit Verdacht auf "hydrocephalus" (Wasserkopf). Das Baby wird Mitte Oktober geboren und ist voraussichtlich nicht geistig behindert. Die junge Mutter kann sich nicht und das Kind kuemmern. Ernsthafte Familien, die bereit sind, die notwendige Pflege zu erlernen, werden gebeten, sich bei Bundesgeschaeftsstelle unter der ALfA unter der Telefonnummer 0821 - 512031 zu melden.
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- Greenpeace
October 22, 2001 Greenpeace PE von heute: Greenpeace entdeckt neuen Fall von Biopiraterie
Wenn Sie das vierseitige Hintergrundpapier zum Patent-Fall erhalten wollen, schicken Sie bitte einfach eine Mail oder rufen Sie an (040 306 18 391).
Presseerklärung vom 22. Oktober 2001
Greenpeace entdeckt neuen Fall von Biopiraterie Protest vor der UN-Konferenz in Bonn: Keine Patente auf Lebewesen und Gene!
Hamburg/Bonn, 22.10.2001 ? Greenpeace hat bei aktuellen Patentrecherchen einen neuen Fall von Biopiraterie entdeckt: Die Firma Monsanto beantragte beim Internationalen Patentbüro in Genf ein Patent auf Sojabohnen, wie sie natürlicherweise in China vorkommen. Mit dem Patent würde Monsanto das Monopol auf Pflanzen, Saatgut und Methode zur Auswahl und Züchtung der Soja-Sorten erhalten. Vor dieser Biopiraterie wird Greenpeace heute um 9 Uhr mit einer Aktion in Bonn zur Eröffnung einer internationalen UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt warnen. Wegen des aktuellen Falles wird ein Vertreter des chinesischen Greenpeace-Büros teilnehmen. China gilt mit über 6000 Sorten als das wichtigste Ursprungsland für Soja.
"Den Patentantrag kann man nur als versuchten Diebstahl bezeichnen. Er zeigt, wie schamlos Konzerne wie Monsanto bei ihrem Raubzug durch die Natur vorgehen", sagt Greenpeace Patentexperte Christoph Then in Bonn. "Die Lebensgrundlagen dieses Planeten dürfen nicht durch Patentierungen zum Privateigentum von Unternehmen werden."
Die UN-Konferenz in Bonn berät ab heute über eine gerechte Lösung für den Verteilungskrieg um biologische Ressourcen. Vor dem Konferenzgebäude werden 15 Greenpeace-Aktivisten ein drei Meter hohes, doppelwandiges Dreieck errichten und mit Sojabohnen füllen. Dabei wird die Aufforderung "Stop Biopiracy" in der Vorderwand sichtbar werden. Mit Warnschildern in den sechs Konferenz-Sprachen und Flugblättern werden die Delegierten aufgefordert, die Monopolisierung der biologischen Vielfalt zu verhindern.
Die Patentierung von Pflanzen, Saatgut und genetischen Ressourcen hat erhebliche Folgen: Wird der Zugang zu den genetischen Ressourcen blockiert oder umfassend eingeschränkt, kann das die Versorgung mit Saatgut und Medikamenten erschweren, Züchtung und Landwirtschaft beeinträchtigen und die Sicherung der Welternährung gefährden. Die biologische Vielfalt stünde der Allgemeinheit nicht mehr frei zur Verfügung.
"Der Zugang zur biologischen Vielfalt darf nicht durch Patente blockiert werden. Die Sicherung der Welternährung und der Versorgung mit Medikamenten ist wichtiger als die wirtschaftlichen Interessen einzelner Unternehmen", sagt Sze Ping von Greenpeace China. "Die chinesischen Wissenschaftler waren schockiert, als wir sie über diese Patentanmeldung informierten."
Nach Angaben von Monsanto hat die Firma ein Gen in den Soja-Pflanzen entdeckt, das die Auswahl von leistungsfähigem Saatgut erleichtert. Dabei werden die Pflanzen nicht gentechnisch verändert, sie werden lediglich mit Hilfe einer Art Gen-Diagnose identifiziert. Das Patent mit der Nummer WO 00/18963 wurde 1999 am Internationalen Patentbüro in über 100 Staaten gleichzeitig angemeldet, darunter auch in USA, Europa und China. Das Patentbüro leitet die Anträge weiter, erteilt aber keine Patente. Ob Monsanto das Patent erhält, ist offen. Sogar das Europäische Patentamt in München, das ähnliche Patente bereits erteilte, hat Zweifel an seiner Genehmigung geäußert.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Dr. Christoph Then in Bonn, Tel. 0171-8780 832, und Pressesprecher Michael Hopf, Tel. 0171-8780 835. Internet: www.greenpeace.de
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- Greenpeace: Gedanken zu unserer Zukunft
Unser Mitgefühl gilt den Opfern der Anschläge in den USA ebenso wie allen Menschen in der Welt, die täglich Kriege, Terror, Hunger und Vertreibung erleiden.
Der Name Greenpeace drückt aus, dass wir für Frieden und Gewaltfreiheit eintreten. Frieden kann nur im Ausgleich der Interessen unterschiedlicher Staaten, Kulturen oder Gruppen bestehen. Er kann nicht mit Gewalt erzwungen werden. Es gibt keine Alternative zur gewaltfreien Lösung von Konflikten. Gewalt erzeugt Gegengewalt.
Zukunftssicherung bedeutet auch trinkbares Wasser, saubere Luft und gerechte Verteilung von Nahrungsmitteln. Umweltprobleme und Konflikte um natürliche Ressourcen können zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führen sie tun es heute schon. Wir wollen unsere Kampagneen und Projekte fortsetzen. Sie dienen dem Schutz dieser Erde, dem Schutz der Natur und dem Erhalt der Lebensgrundlagen von uns allen.
Das ist unser Beitrag zu mehr Sicherheit auf der Welt, und daran arbeitet Greenpeace International. Wenn jetzt nichts geschieht, wird die Zerstörung der Umwelt in Zukunft furchtbare Kriege um Wasser, Land, Nahrung und Rohstoffe auslösen.
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- Öko-Institut e.V., Freiburg
Das Öko-Institut e.V., Institut für angewandte Ökologie gibt monatliche Gentechnik-Nachrichten heraus zur GRÜNEN GENTECHNIK. Inhalt der Nachrichten Nr. 27, Oktober 2001: Rechtliche und politische Entwicklungen in Europa, Nordamerika, Asien und Afrika. Aktuelles aus Wissenschaft & Forschung. Business News. Aktuelles vom Öko-Landbau.
www.oeko-institut.org/bereiche/gentech/newslet/index.html oder
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- Adressen
Interessengmeinschaft Kritische Bioethik Bayern
Christian Frodl, Tel und Fax: 089 83 77 55, bioethik-bayern@web.de
Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Rheinland-Pfalz
Dieter Emmerling, Tel und Fax: 06241 54 885
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- Euro
Am 1. Januar 2002 werden die Euro-Banknoten und -münzen gesetzliches Zahlungsmittel.
Ab 17. Dezember 2001 geben Sparkassen und Banken für DM 20,-- eine Münzmischung ('Starter Kit') aus. Enthalten sind mehrere Euro- und Cent-Münzen im Wert von Euro 10,23.
Ab 1. Januar 2002 gibt es Euro-Banknoten am Geldautomaten. Vom 2. Januar 2002 zahlen alle Banken und Sparkassen Euro-Bargeld aus.
Alle bestehenden Konten (Girokonto, Sparkonto, Festgeldkonto usw.) werden spätestens am 1. Januar 2002 gebührenfrei und betragsgenau zum Umrechnungskurs umgestellt. Alle Überweisungen, Lastschriften und Einzüge erfolgen nur noch in Euro.
Bis zum 28.2.2002 kann in den Geschäften noch mit DM-Bargeld bezahlt werden. Die Geschäfte dürfen Restbeträge aber nur in EUR herausgeben.
Ab 1.3.2002 kann DM-Bargeld zum festgelegten Umtauschkurs nur noch bei der Bundesbank und den Landeszentralbanken umgetauscht werden.
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Kontaktadresse Angelika Wessel, Wedderkopsweg 4, 38118 Braunschweig, Tel + Fax: 0531 50 65 15
Bankverbindung: Postbank Hannover, Konto 3539 26-308, BLZ 250 100 30 Angelika Wessel
Stichwort: Arbeitskreis Bioethik Braunschweig