Arbeitskreis Bioethik Braunschweig
c/o Angelika Wessel Tel + Fax: 0531- 50 65 15

Rundbrief  Februar 2001

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

eine Leserin des Rundbriefes wusste etwas von einer Reise zu berichten: Auf der Durchfahrt auf dem Hannoveraner Hauptbahnhof schlenderte sie durch den Hauptgang und entdeckte dabei eine Tafel, auf der die gesamte Bahnhofsanlage in B l i n d e n s c h r i f t zu lesen war.

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Die ,Interessengemeinschaft Kritische Bioethik Bayern', Christian Frodl, ist ueber die Adresse www.bioethik-bayern.de zu erreichen. Er praesentiert in seiner homepage aktuelle Nachrichten und Hinweise auf Internetverbindungen. Schauen Sie sich die Seite einmal an.

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Die Arbeitsstelle Praenataldiagnostik / Reproduktionsmedizin im Bundesverband für Koerper- und Mehrfachbehinderte e.V. gab die Dokumentation des Fachtages vom 16. bis 17. Juni 2000 in Bonn heraus ,Praenataldignostik in ihrer Bedeutung fuer behinderte Menschen und ihre Angehoerigen'. Zu beziehen bei: Bundesverband fuer Koerper- und Mehrfachbehinderte e.V. Brehmstrasse 5 - 7, 40239 Duesseldorf, Tel: 0211 - 64004 10, Fax: 0211 - 64 004-20, E-Mail: BV-KM@t-online.de

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ALfA-Newsletter vom 06.12.2000

PM, 06.12.2000

Banner fuer eine neue "Kultur des Lebens" ALfA startet internationale Internetkampagne

Duesseldorf. Mit einer internationalen Internetkampagne will die Aktion Lebensrecht fuer Alle (ALfA) weltweit fuer eine neue "Kultur des Lebens" werben. "Dem Skandal der vielen Millionen Abtreibungen ungeborener Kinder wollen wir viele Millionen Banner fuer das Leben entgegensetzen", erklaerte ALfA-Bundesvorsitzende Claudia Kaminski am Mittwoch in Duesseldorf zum Auftakt der Kampagne. Die entsprechenden Banner sind im Internet unter der Adresse "www.little-feet.org" ebenso wie unter "www.fuesschen-kampagne.de" zu bekommen. Jeder Internetnutzer wird gebeten, ein solches Banner auf seiner Homepage zu plazieren. Die animierten Banner zeigen laufende Fuesschen eines zehn Wochen alten Embryos: ein beeindruckender Marsch fuer das Leben. "Die Fuesschen-Kampagne hilft, die Problematik und die echten Hilfsmoeglichkeiten bei ungewollten Schwangerschaften bekannter zu machen", unterstrich Kaminski. Die Kampagne ist viersprachig und wird auf Deutsch, Spanisch, Franzoesisch und Englisch vorgestellt.

Banners for a New "Culture of Life" ALfA Launches an International Web Campaign Against Abortion

Duesseldorf. By way of an international web campaign, the German pro-life group Aktion Lebensrecht fuer Alle (ALfA) promotes a new "culture of life". "Millions of banners around the web should be a visible sign against the unbearable scandal of killing millions of unborn children every year", announced president of ALfA, Claudia Kaminski, in Duesseldorf on Wednesday, launching the campaign. The corresponding banners can be obtained at "www.little-feet.org". Every Surfer is asked to place such a banner on his homepage. The animated banners show running feet of a ten-weeks-old embryo: an impressive march for life. "The little feet's campaign helps to bring the problem and the real aid in case of an unwanted pregnancy to the public", Kaminski emphasized. The campaign is presented in four languages: English, German, Spanish and French. http://www.alfa-ev.de

Neue Presse, 05.12.2000

Politik: Widerstand gegen Gen-Patente im Bundestag Die Bundestags-Enquete-Kommission zu Bioethik hat Patente auf Leben abgelehnt.

Die Gruppe der Abgeordneten und vom Parlament berufene Experten kritisierten damit indirekt die von der Regierung geplante Umsetzung einer neuen EU-Richtlinie in Deutschland.

Biopatente koennten weder Gensequenzen, Leben oder Teile davon umfassen, so ein Eckpunkte-Papier, das am Dienstag bekannt wurde.

Der Parlamentarier Hubert Hueppe (CDU) sagte, mit diesem Beschluss habe der Regierungsentwurf zur Umsetzung der EU-Richtlinie kaum noch Chancen. Dieser Entwurf war vom Bundeskabinett am 18. Oktober nach monatelangen Kontroversen verabschiedet worden.

Insbesondere muessten die in der Regierungsinitiative enthaltenen Formulierungen zum Embryonenschutzgesetz verbessert werden. Einen Zwang zur Umsetzung des EU-Rechts, bei dem das deutsche Niveau des Embryonenschutzes unterschritten werde, gebe es nicht, so Hueppe.

Die erste Beratung des Gesetzentwurfs zur Umsetzung der EU-Patentrichtlinie ist im Bundestag fuer Januar geplant. Begruesst wurde das Votum der Kommission von der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Jetzt muesse der Bundestag die Umsetzung der Patentrichtlinie stoppen, sagte Gentechnikexperte Christoph Then. http://np1.niedersachsen.com/NP/POLI/story36456.html

RV, 05.12.2000

Die Enquete-Kommission des Bundestages lehnt Patente auf Leben ab. Damit kritisiert sie indirekt die geplante Umsetzung einer neuen EU-Richtlinie in Deutschland. Diese wuerde Patente auf Pflanzen und Tiere sowie auf Gene und Teile des menschlichen Koerpers erlauben. Wie dazu der stellvertretende Vorsitzende der Kommission Hubert Hueppe sagte, werde der mit grosser Mehrheit von den Experten gefasste Beschluss umgehend allen Bundestagsabgeordneten zugeleitet.

Die Zahl der Adoptionen ist weiter ruecklaeufig. Im vergangenen Jahr seien in Deutschland 6.399 Kinder und Jugendliche adoptiert worden, teilte das Statistische Bundesamt mit - das sind 10 % weniger als 1998. Immer noch aber kamen auf ein zur Adoption vorgemerktes Kind rund 13 Bewerber.

Frankreich Die katholische Kirche hat die gerichtlich bewilligte Schadensersatzzahlung an einen behindert geborenen Jugendlichen verurteilt. Der Vorsitzende der franzoesischen Bischofskonferenz, Louis Marie Bille, bezeichnet das Urteil in einem heute veroeffentlichten Zeitungsartikel als "Schwindel erregend". Zugleich stellt er sich die Frage, ob das Leben eines Behinderten "ueberfluessig" sei. http://www.kath.de/rv

Weitere Informationen zum Lebensrecht: http://www.alfa-ev.de

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16.1. EVP: "Recht auf Leben vom Moment der Empfaengnis bis zum Tod

Bruessel. (ALfA) Fuer den Schutz des Lebens vom Moment der Empfaengnis bis zum Tod hat sich die Europaeische Volkspartei (EVP) ausgesprochen. Darauf hat Dr. Peter Liese (CDU), Vorsitzender der Arbeitsgruppe Bioethik der EVP-Fraktion im Europaeischen Parlament, in Bruessel hingewiesen. Liese zitierte das kuerzlich in Berlin verabschiedete gemeinsame Dokument der in der EVP zusammengeschlossenen christdemokratischen Parteien. Dort heisst es unter anderem: "Die EVP verfolgt die Prinzipien des Schutzes und der Foerderung der Wuerde des Menschen und folgerichtig den Respekt vor dem Recht auf Leben und der Einzigartigkeit eines jeden menschlichen Wesens vom Moment der Empfaengnis bis zum Tod. (...) Unterscheidungen zwischen ?menschlichem Leben? und ?Menschen? oder zwischen Embryo als ?potentiellen menschlichen Wesen? koennen nicht gemacht werden, ohne eine inakzeptable Art der Diskriminierung einzufuehren. (...) Die EVP-Politik ist eine Alternative zu einer unkritischen Unterstuetzung fuer technologischen Fortschritt, durch welche der menschliche Embryo als ein Instrument betrachtet wird."

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16.1. SPD stoppt Gesetzentwurf zur Fortpflanzungsmedizin

Berlin. (ALfA) Kurswechsel im Gesundheitsministerium: Nach dem Personalwechsel folgt jetzt die politische Kehrtwende. Der Gesetzentwurf der zurueckgetretenen Ministerin Andrea Fischer (Gruene) wurde gestoppt. "So kann man das nicht machen", erklaerte die designierte Staatssekretaerin im Gesundheitsministerium, Gudrun Schaich-Walch (SPD), gegenueber der "Financial Times Deutschland" (FTD, Ausgabe vom 16.01.01).

Waehrend Frau Fischer, die einen Entwurf fuer ein Fortpflanzungsmedizingesetz angekuendigt hatte, der Gentechnik kritisch gegenueberstand, geht die neue Fuehrung jetzt andere Wege. So wird jetzt offenbar die Zulassung von Gentests an kuenstlich befruchteten Embryonen erwogen. Dies deutete Frau Schaich-Walch gegenüber der FTD an: Bei der Präimplantationstechnik könnten wir eine etwas andere Einschätzung finden. Ich könnte mir eine begrenzte Öffnung vorstellen."

Zur Forschung mit Stammzellen von künstlich befruchteten Embryonen und dem therapeutischen Klonen äußerte sich die SPD-Politikerin zurückhaltender. Nach ihren Worten muessten erst die Moeglichkeiten der Forschung geprueft werden: "Wir muessen herausfinden, wie realistisch die Chancen der Stammzellenforschung sind." (mehr dazu unter: www.ftd.de)

Die jetzt vollzogene Kehrwende hatte sich bereits vor einigen Tage abgezeichnet. In einem Interview fuer den "Stern" hatte Bundeskanzler Gerhard Schroeder (SPD), auf die Frage, "Darf man toeten, um..." mit den Worten reagiert: "Ich wuerde bitten, bei diesem schwierigen Gebiet von so plakativen Begriffen wegzukommen. Ich verstehe die Kritik derer, die mir jetzt mit hehrer Moral kommen, nicht. Ich sehe die Gefahr, dass die Diskussion emotional beeinflusst wird von einem Buendnis zwischen Fortschritts-feindlichkeit in unserer Gesellschaft und konservativem Fundamentalismus. Was wir brauchen, ist eine vernuenftige Balance zwischen der oekonomischen Nutzbarkeit und ethischen Verantwortbarkeit." (mehr dazu unter: www.stern.de/magazin)

Die Frankfurter Rundschau (Ausgabe vom 16.01.01) kommentiert den Kurswechsel, wie folgt:

"Erst hat sie der Kanzler programmatisch mit einem Zeitungsartikel eingeleitet, nun wird das Ganze auch personell fest gezurrt: die Wende in der Gentechpolitik. Nach Andrea Fischers Demission hat sich die SPD das wichtige Gesundheitsministerium als fette und leichte Beute gesichert. Die Kurzsichtigkeit der Gruenen raecht sich nun. Denn mit dem Kampf gegen den Rinderwahnsinn BSE und dem neuen eigenen Verbraucherministerium wird die Partei nur kurzfristige Meriten erringen koennen. Die Zukunfts- und Gestaltungsthemen Gentechnik und Biomedizin haben die Gruenen statt dessen ohne Not aus der Hand gegeben.

Mit der Schroeder-Frau Ulla Schmidt wird nun im Gesundheitsministerium aufgeraeumt - inhaltlich wie personell. Als Englands Premier Tony Blair vor einigen Wochen den europaeischen Spitzenplatz in der Gentechnik reklamierte und die Briten das "therapeutische Klonen" in Angriff nahmen, hatte Gerhard Schroeder wohl sein Damaskus-Erlebnis. Die Weichen werden nun endgueltig neu gestellt. Vorrang fuer Forschung und Wirtschaft wird die Parole lauten. Die Restriktionen und Nachdenklichkeiten einer Andrea Fischer passten den fortschrittsglaeubigen Sozis sowieso nicht ins eindimensionale Konzept.

Die SPD geht einen anderen Weg. Die "Keine Scheuklappen"-Signale des Kanzlers, die dubiosen Embryo-Thesen des Kulturstaatsministers Nida-Ruemelin und die blauaeugigen Forschungshoffnungen der Enquetevorsitzenden von Renesse zeigen den Kurswechel an. Ironie der Geschichte: Die Gruenen haben dies erst moeglich und sich damit unmoeglich gemacht." (mehr dazu unter: www.fr-aktuell.de)

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Lehmann: Nein zum "therapeutischen Klonen" verhindert Forschung nicht

Mainz. (ALfA) Gegen das "therapeutischen Klonen" hat sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Lehmann, ausgesprochen. In einem Beitrag fuer das Magazin "Stern" (Nr. 3 vom 11.01.01) schreibt der Mainzer Bischof: "Die strikte Ablehnung des ?therapeutischen Klonens? verhindert nicht die Forschung und verbietet sie nicht, auch wenn dies immer behauptet wird. Aber die Forschung muss eingebunden sein in einen Wertekonsens, der generell ausschliesst, dass menschliches Leben verbraucht wird. Auch wenn es um die Gewinnung von Stammzellen geht, mit denen man hofft, eines Tages bisher unheilbar geltende Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer behandeln und heilen zu koennen. Es ist nicht jedes Mittel recht, auch dann nicht, wenn die Ziele Sympathie erwecken. Der Zweck heiligt nicht die Mittel." (mehr dazu unter: www.stern.de/magazin)

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Im November 2000 hatte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ihre Jahrestagung. Dazu geben wir Ihnen im folgenden einen Ausschnitt aus dem Bericht von Praeses Manfred Kock:

Büro der Synode Drucksache Nr. I/1 5. Tagung der 9. Synode, der Evangelischen Kirche in Deutschland in Braunschweig, 5. bis 10. November 2000

BERICHT des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland

Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst? (Psalm 8) Präses Manfred Kock

Psalm 8 HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen, der du zeigst deine Hoheit am Himmel! Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen, dass du vertilgest den Feind und den Rachgierigen. Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk, alles hast du unter seine Füße getan: Schafe und Rinder allzumal, dazu auch die wilden Tiere, die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer und alles, was die Meere durchzieht. HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen!

1 Das christliche Bild vom Menschen Der 8. Psalm ist ein Lobpreis Gottes. 240.000 EXPO-Besucher haben ihn in den fünf Monaten der Weltausstellung bei 1.275 Stundengebeten im Christuspavillon gehört und mitgebetet. Der Psalmdichter staunt über den Menschen, den Gott "zum Herrn gemacht hat über seiner Hände Werk". Der Mensch ist Teil der Schöpfung, aber herausgehoben zum Gegenüber Gottes. Er allein kann Gottes Ruf hören und ihm folgen.

,,Wenig niedriger als Gott hast du ihn gemacht." Nichts weniger als die ganze Welt ist dem Menschen an die Hand gegeben, bevor er auch nur einen Spatenstich getan, ein Haus gebaut, ein Auto gekauft und ein Schaf geklont hat.

Die Schöpfung spiegelt nicht den Zustand friedlicher Harmonie. Sie ist eine bleibende Anstrengung Gottes, dem Leben gegen den Ansturm des Chaos und gegen die tödliche Macht des Nichts immer neu eine Chance zu geben. Schon im ersten Schrei des Neugeborenen und im fröhlichen Plappern der Kinder teilt sich Gottes Macht mit, die allen anderen Mächten überlegen ist.

Das Geschöpf als Schöpfer? Kein Zweifel - menschliche Forschung und Technik haben den Kampf gegen "Dornen und Disteln" leichter gemacht. Weitaus weniger Schweiß als in früheren Zeiten muss fließen, um das tägliche Brot zu erwerben. Wenigstens trifft das auf die westlichen Industrienationen zu, deren Produktion technisch und elektronisch gestützt wird. Verantwortliches Wirtschaften mit knappen Gütern hat überall dort, wo es wirklich funktioniert, dazu geholfen, Not zu lindern. Wissenschaft und Forschung haben uns die Augen geöffnet für die Vielfalt und Weite des Menschenmöglichen.

Aber der Mensch ist dabei, letzte Grenzen zu überschreiten. Ein Wesen aus Schwein und Mensch, entwickelt aus den Experimenten hochspezialisierter Wissenschaftler, sollte zum Patent angemeldet werden. Dieser Angriff scheint noch einmal abgewehrt zu sein, jedenfalls was die Patentierbarkeit angeht. Aber da wird schon ein kleiner Adam gezüchtet, selektiert aus einer großen Zahl von Embryonen nur zum Zwecke, geeignete Stammzellen zu gewinnen, mit denen seine kranke Schwester behandelt werden soll.

Das Selektieren undKklonen menschlicher Embryonen zu therapeutischen Zwecken hat eine große Verlockung. Anrührende Beispiele wie das von des kleinen Adams Schwester flüstern die alte Frage der Schlange ,,Ja, sollte Gott gesagt haben, ihr sollt nicht... ?,, (Gen.3,1)

Die sich um Patente bemühen, sind an kommerzieller Verwertung interessiert. Die Frage nach Gut und Böse steht bei ihnen nicht zur Debatte. Leiden soll vermindert werden, indem man das Übel schon im Keim erstickt. Doch der Keim ist ein Mensch!

Was ist der Mensch? Die staunende Frage des Psalms schließt Behinderte und Unheilbare ein. Das Bild des Men-schen als Abbild Gottes fordert die Solidarität mit den Kranken.

Aber was der Heilung von einzelnen Menschen dient, darf den grundsätzlichen Lebensschutz nicht zur Disposition stellen.

Doch die Mauer des Lebensschutzes wird schrittweise sturmreif geschossen:

Erst ist es der Hinweis auf den Forschungs- und Produktionsstandort Deutschland, der angesichts der großzügigen Regelungen in europäischen Nachb arstaaten und angesichts der nordamerikanischen Forschungsdynamik ohnehin schon hoffnungslos rückständig sei.

Dann sagt man, die statischen mitteleuropäischen Wertehaltungen sollten zugunsten der dynamischen anglo-amerikanischen Ethik aufgegeben werden. Die spricht bei frühen Embryonalstadien vom "human being"t, dem personale Würde erst in einem späteren Ent-wicklungsstadium zuwachse; bei einem noch nicht ausdifferenzierten Zellklumpen könne von personaler Würde noch nicht die Rede sein.

Schließlich wird als das eigentliche Hemmnis der menschlichen Evolution der Gottesglaube bezeichnet, wie dies jüngst der Nobelpreisträger James Watson tat. Der Glaube an Gott hindere die Forschung und beraube den Menschen der Freiheit zu entscheiden, ob er einen Lebenskeim zur Entwicklung einer personalen Existenz freigeben wolle oder nicht.

Unser Glaube kann diese Gottesdemontage nicht hinnehmen, denn sie ist nach unserer Überzeugung die eigentliche Ursache der inhumanen und menschenverachtenden Grenz-überschreitungen, die sich mit dem Vorwand von Heilung und Erlösung tarnen.

"Gott ist ein Freund des Lebens", diese evangelisch-katholische Schrift von 1989* entfaltet die christliche Position des Lebensschutzes in Verantwortung vor Gott und im Respekt vor der Würde des Menschen. Wir brauchen angesichts der rasanten Entwicklungen eine fortlaufende Anwendung unserer ethischen Einsichten auf neue Problemlagen. Die Zeit drängt.

2 Die Familie - Vermittlungsfeld für Glauben, Menschenbild und demokratische Werte "Familie ist da, wo im Zusammenleben mit Kindern verbindliche elterliche Verantwortung getragen und gelebt wird. Kinder haben einen elementaren Anspruch auf Familie" so heißt es - etwas kompliziert, aber in dieser Kompliziertheit zeitgemäß - in der Stellungnahme der EKD-Kammer für Ehe und Familie "Gottes Gabe und persönliche Verantwortung" von 1998 (vgl. dort S.38).

Die Evangelische Kirche setzt sich entschieden ein für den Erhalt von Ehe und Familie und begrüßt deren grundgesetzlichen Schutz. Die Bemühungen der Politik, Lebensgemeinschaf-ten gleichgeschlechtlicher Partner durch rechtliche Regelungen zu stützen und sie dadurch verlässlicher zu machen, werden von uns bejaht. Die Evangelische Kirche wendet sich aber gegen Rechtsformen, die das Eherecht kopieren und die Ehe damit ihres besonderen Status berauben.

Freilich - Ehe und Familie sind vielen Belastungen ausgesetzt. Die Scheidungsrate ist sehr hoch. Eine große Zahl von Kindern und jungen Menschen ist vom Umbruch ihrer Familie betroffen. Die hohen Trennungszahlen sind jedoch kein Indiz dafür, dass die Ehe eine untaugliche Institution ist.

Denn Menschen suchen nach verlässlichen Beziehungen, die ihren langfristigen Bedürfnis-sen entsprechen. Sie sind auf der Suche nach der Lebensform, die Entfaltungsmöglichkeiten gewährt und zugleich Geborgenheit vermittelt.

Darum gehen die meisten der geschiedenen Partner über kurz oder lang wieder eine Ehe ein oder sie streben eine feste Partnerschaft an. Junge Menschen brauchen Begleitung und Unterstützung beim Heraustreten in die Welt. Kinder brauchen ebenso wie die erwachsenen Familienmitglieder tragfähige Leitbilder für ein Zusammenleben. Und sie brauchen konkrete Vorbilder, die ihnen Mut zum gemeinsamen Leben in Ehe und Familie machen.

Die Lebensbedingungen in Ehe und Familie werden wesentlich beeinflusst von strukturellen Rahmenbedingungen und dem gesellschaftlichen Klima. Das Grundgesetz sagt zwar aus-drücklich, dass Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung ste-hen, doch ist die seit langem diagnostizierte "strukturelle Rücksichtslosigkeit" gegenüber Familien trotz verstärkter familienpolitischer Anstrengungen noch nicht überwunden. Wir brau-chen eine bessere Vereinbarkeit von Beruf, Ausbildung und Familie. Wir brauchen eine Erweiterung von bedarfsgerechten Kinderbetreuungsangeboten für Alleinerziehende und für einkommensschwache Familien. Auch fehlt es nach wie vor an preiswertem familiengerech-tem Wohnraum in kindergemäßen Stadtteilen.

Kinder und Jugendliche finden in der Familie ein Lernfeld, in dem sie Rücksicht gegenüber Schwächeren üben und das Eintreten für Ausgegrenzte. Bei Auseinandersetzungen und Konflikten können Kinder und Jugendliche schon in der Familie lernen, andere Menschen gerade auch bei unterschiedlichen Auffassungen zu achten.

Kinder entdecken rasch, worauf die Eltern und auch die Großeltern in Glücks- und Krisenzei-ten wirklich zurückgreifen, worauf sie ,,im Leben und im Sterben", im Erfolg und auch in den schweren Zeiten des Lebens unbedingt vertrauen. Sie erleben an ihren Eltern auch Lebens-krisen und Phasen des Zweifelns. Das ist wichtig, denn Kinder brauchen keine perfekten Vorbilder, wohl aber Erwachsene, die auch ihren kritischen Fragen Rede und Antwort stehen.

In der modernen Gesellschaft ist die Vermittlung eines umfassenden Menschenbildes, an dem Werte festgemacht werden und das eine dauerhafte Bezugsgröße für Erfahrungen sein kann, schwieriger geworden. Oft fehlen den Eltern Modelle, wie man die eigenen Kinder begeistern kann für das, was einem selber wichtig im Leben ist. Kinder sind offen für die Geschichten der Bibel. Kinder mögen die Lieder aus der christlichen Tradition, in denen Glück und Schmerz, Wunsch und Erfüllung und der Zusammenhalt von Gott und der Welt besungen werden. Eltern sollten sie darum frühzeitig mit dem Schatz der persönlichen und der familiären Glaubenserfahrungen bekannt machen. Wo sie selber unsicher sind, können sie sich der Angebote der I<irchengemeinden bedienen. Kinder können lernen, Gott einen Platz in ihrem Leben einzuräumen. Sie sollen es mit den Großen üben, seinem Wort zu ver-trauen.

Wir haben im Frühjahr diesen Jahres bei unserem Besuch in der Kirche von England im Rahmen der Meißenkonsultationen ermutigende Beispiele für die Versuche der Weitergabe des Glaubens an die nächste Generation kennen gelernt. Die Church of England hat das Programm "Passing on the Faith to the Next Generation" zum missionarischen Konzept erklärt.

Über den Kreis der Familie hinaus brauchen Kinder und Heranwachsende überzeugende Menschen, die ihnen zeigen, wie man stark und widerstandsfähig wird gegen die gefährlich einfachen Lösungsangebote demagogischer Scharlatane. Wir erleben häufig die jugendlichen Schläger und Glatzköpfe in Gerichtssälen als große Kinder, die ein erschreckend unrealistisches Bild vom Leben und so gar keine Vorstellung von Wert und Würde eines Menschen haben. Diese jungen Leute sind Unsere Kinder, stammen aus unseren - mehr oder weniger intakten - Familien. Wir sind ihnen glaubwürdige Angebote schuldig, damit nicht die braune Schlägertruppe die erste Gruppe ist, in der sie sich akzeptiert fühlen.

* Anmerkung von Angelika Wessel: Diese Schrift ist lesenswert, ca. 55 Seiten. Sie ist leider vergriffen und kann gegen Kopier- und Portokosten beim ,Arbeitskreis Bioethik Braunschweig' erworben werden.

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RU 01 / 2001 - Erscheint wöchentlich. Deutschsprachige Ausgabe. Verfügbar in 4 Sprachen einschliesslich Russisch. Christl. Nachrichten - Frz., dt. u.engl. Ausg. auch auf INTERNET http://perso.club-internet.fr/libeco/unec0.htm WIEDERGABE FREI - NÄHERES ÜBER DIE NACHRICHTEN AUF ANFRAGE - 95210 St.-Gratien, Tel./Fax: 00-33-(0)134120268 Union der Nationen Europäischer Christen (UNEC) - unec@compuserve.com

USA: Eine neue Mode ist in den Vereinigten Staaten aufgekommen, Autoummernschilder mit "Botschaften". Allein im Staat Florida fahren bereits 10.000 Autos mit solchen Prolife-Schildern. Diese Art Schilder, mit einem Aufpreis von 22 US Dollar, haben bereits die 13. Stelle im Verkauf der "Botschafts"-Schilder in diesem Amerikanischen Staate. Der Gewinn wird an Prolife-Institutionen weitergegeben, die Frauen in Notsituationen zu Hilfe kommen. Ein anderes Bild sieht man in der U-Bahn von New-York: Plakate für "Free choice" (=Abtreibung) zischen ihr Gift von vielen Wänden. In den USA tobt der Krieg für und wider das Leben. Gott Dank wurde gerade mit einer Mehrheit von nur wenigen hundert Stimmen ein Prolife-Präsident gewählt. Was macht Europa währenddem ? Es schläft. Aber nicht mehr für lange Zeit. Der Donner des Lebens wird auch Europa sehr bald aufwecken, und vielleicht sehr plötzlich! - (ru; vgl. ERT 3.1.; LSN 5.1.)

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11.1.2001

Berufung neuer Minister Schlag gegen Lebensschutz ALfA fordert Parlament zu erhöhter Wachsamkeit auf

Düsseldorf. Die Berufung der SPD-Sozialpolitikerin Ulla Schmidt zur neuen Gesundheitsministerin hat die Vorsitzende der "Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA)", Dr. Claudia Kaminski, scharf kritisiert: "In ihrer bisherigen parlamentarischen Arbeit hat Frau Schmidt wenig Sensibilität für Fragen des Lebensschutzes gezeigt." So habe sich Frau Schmidt in der Debatte um die Neuregelung der gesetzlichen Bestimmungen des § 218 Anfang der 90er Jahre vehement für eine Fristenregelung eingesetzt. Da das Gesundheitsressort auch für das geplante Fortpflanzungsmedizingesetz federführend verantwortlich sei, lasse die Berufung Schmidts das Schlimmste befürchten. "Nach den unglaublichen Äußerungen des neuen Staatsministers für Kultur, Julian Nida-Rümelin, ist diese Personalie ein weiterer Schlag gegen den Lebensschutz", so Kaminski. > In einem Beitrag für den Berliner Tagesspiegel hatte Nida-Rümelin Embryonen jegliche Menschenwürde abgesprochen. Die ALfA-Vorsitzende rief den Bundestag zu erhöhter Wachsamkeit auf, da die Bundesregierung offenbar im Begriff stehe, den Grundkonsens der Demokraten aufzukündigen: "Lassen sie nicht zu, dass das Lebensrecht Ungeborener weiter missachtet wird. Folgen Sie dem Auftrag des Grundgesetzes, das allen ein Recht auf Leben garantiert."

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Am 5. Mai diesen Jahres ist wieder der Europatag zur Gleichstellung behinderter Menschen. Zu weiteren Informationen wenden Sie sich an: Aktion Mensch, Tel: 0228 - 20 92 149 oder www.aktion-grundgesetz.de

Die Initiative Netzwerk Artikel 3 e.V., Krantorweg 1, 13503 Berlin, Fax: 030 - 436 44 42, e-Mail: HGH@nw3.de hat einen Aufruf gestartet zur ,Schaffung eines buergerrechts-orientierten Bundesgleichgestellunggesetzes fuer behinderte Menschen mit fuenf Kernpunkten'.

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RU 02 / 2001 - Erscheint wöchentlich. Deutschsprachige Ausgabe. Verfügbar in 4 Sprachen einschliesslich Russisch. Christl. Nachrichten - Frz., dt. u.engl. Ausg. auch auf INTERNET http://perso.club-internet.fr/libeco/unec0.htm WIEDERGABE FREI - NÄHERES ÜBER DIE NACHRICHTEN AUF ANFRAGE - "RU", eine Mini-Presseagentur der UNEC, BP 114, F-95210 St.-Gratien, Tel./Fax: 00-33-(0)134120268 Union der Nationen Europäischer Christen (UNEC) - unec@compuserve.com

USA: Eine Gerichtsverhandlung vom 11. Januar in Dayton im Staat Ohio über "partielle Geburtsabtreibung", die in den Vereinigten Staaten praktiziert wird, verwandelte sich in eine makabre Sitzung, bei der mehrere Medizinprofessoren es wagten, endlich über diese barbarische Prozedur die volle Wahrheit zu sagen.

Die Technik besteht darin, zunächst die Füsse und dann den Rest des noch lebenden kleinen Körperchens aus der Gebärmutter zu ziehen, wobei der Kopf noch drinnen gelassen wird; dann wird eine Schere in den Schädel des Babys eingeführt und das Gehirn ausgesaugt, bis der Schädel zusammenklappt. "Es ist eine gefährliche und schmerzhafte Prozedur", gab Dr. Leroy Sprang, Professor an der Northwest-Universität des Staates, vor Gericht zu. "Der Gebärmutterhals der Frau muss weiter geöffnet werden, was bis zu drei Tage beanspruchen kann, und die Meeresalgenstangen (!), die dazu benutzt werden, da sie unter Feuchtigkeit anschwellen, kann Infektionen verursachen." Das ist also, was sie den armen Frauen als Spitze des Fortschritts zu empfehlen wagen ! Außerdem gestand der Doktor: "Der Abtreiber muss Instrumente aus Metall benutzen, um ein Füßchen des ungeborenen Kindes zu fischen, dann das Baby in der Gebärmutter herumzudrehen und schliesslich an den Füssen herauszuziehen. Das kann die Gebärmutter verletzen und innerere Blutungen verursachen."

Bei der gleichen Verhandlung machte Doktor Charles Ballard von der Medizinischen Universitätshochschule Southern California eine schreckliche Enthüllung: "Partielle Geburtsabtreibung setzt das ungeborene Kind heftigen Schmerzen aus, und einige Sachen, die man hier mit den Babies treibt, würden wahrscheinlich den Normen, die wir bei der Behandlung von Labortieren für angebracht halten, nicht entsprechen." Schliesslich erwies es sich eindeutig, dass diese Abtreibereiprozeduren in Wirklichkeit Metzgermethoden sind, als Doktor Kidney Siiner, Abtreiberarzt in Akron in Ohio, zugab, daß er bereits zweimal erlebte, wie Babys eine partielle Geburtsabtreibung überlebten: "Wir sorgten für sie, bis sie tot waren." Welche "Sorge"?

Der Himmel gab Amerika soeben einen besseren Präsidenten, der klar gegen Abtreibung und erst recht gegen partielle Geburtsabtreibung steht. Bush deutete am 13. Januar an, daß er Clinton's kürzliches Präsidentialdekret, welches 425 Millionen Dollar für Organisationen, die weltweit die Abtreibung fördern, bereitstellt, annullieren wird. Endlich Licht ! - (ru; vgl. AP 12.1.; New York Post 14.1.)

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In unserem Januar-Rundbrief wurde auf der ersten Seite auf das niederlaendische Euthanasie-Gesetz hingewiesen. Aufgrund einer Leserrückfrage konnten wir den Entwurf zu diesem Gesetz in englischer Sprache erhalten zusammen mit einer Presseerklaerung in deutsch.

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Die Natur versteht keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst, immer strenge, sie hat immer recht, und die Fehler und Irrtümer sind immer des Menschen. J.W. von Goethe

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VORSCHAU Vorausschau, Voraus-Blick, Tagungen, Vorträge, Kongresse zusammengestellt vom Arbeitskreis Bioethik Braunschweig

Februar 2001 2001 - Das Jahr der Lebenswissenschaften. Bundesministerium fuer Bildung und Forschung zusammen mit ,Wissenschaft im Dialog' bieten Veranstaltungen in Berlin, Leipzig, Köln und in Hamburg Biotechnologietage an. Zusaetzlich sind bundesweit sogenannte ,Satellitenveranstaltungen' geplant.

1. bis 3. Februar Der Gen-Dschungel. Lexikon des Lebens. Auftaktveranstaltung mit Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn im Martin-Gropius-Bau in Berlin. Information: Kreativagentur Iser & Putscsher, Tel: 02224-95195-222

19. bis 28 April in Leipzig Brennpunkt Koerper: Eigenes und Fremdes Großveranstaltung im Hauptbahnhof mit Science Street (Ausstellerwettbewerb) und Vortraegen, Gespraechsrunden, Theater, Filmfestival

21. + 22. Mai in Hamburg Biotechnologietage Grossveranstaltung im Congress Centrum Hamburg mit Vortraegen, Ausstellung, Gespraechsrunden, Streitgespraechen, Lesungen

7. bis 10. Juni Kosmos Gehirn 2001 Populaerwissenschaftliches Rahmenprogramm zur ,Goettinger Tagung der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft' mit Vortraegen, Ausstellung, Filmprogramm

22. bis 26. Juni in München (Verband Deutscher Biologen, Bdbiol) Wissenschaftslage Life Science Grossveranstaltung im Marienhof und weiteren Institutionen mit Marktständen der Wissenschaft, Diskussionsforen, Vortraegen, Museums- und Institutsfuehrungen

12. bis 17. September in Berlin (Wissenschaft im Dialog, WiD) Grossveranstaltung mit Wissenschaftstreffen, Ausstellungen, Filmfestival, Medienveranstaltungen

29. Oktober bis 8. November in Köln (BMBF) Lebenslinien: Natur in Bewegung Grossveranstaltung im Kongresszentrum Gürzenich mit Science Street (Ausstellerwettbewerb), Vortraegen, Gespraechsrunden, Theater, Filmfestival

25. November bis 1. Dezember in Frankfurt am Main (Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz, WGL) Leben ist Vielfalt Veranstaltungen zur Biodiversitaet im Senckenberg-Museum mit Vortraegen, Filmfestival, Lifeschaltungen, Schulveranstaltungen www.lebenswissen.de Kontakt: Bundesministerium fuer Bildung und Forschung, Pressereferat, Berlin Tel: 030 - 285 40 5050, Fax: 030 - 285 40 55 51, email: presse@bmbf.bund.e

20.12.2000 bis 12.8.2001 Der (im-)perfekte Mensch. Ausstellung im Deutschen Hygiene Museum in Dresden. Zusammen mit der Aktion Mensch e.V. stellt die Ausstellung Fragen auf wie zum Beispiel, wie (im-)perfekt Menschen in einer Umgebung leben koennen, die sich der Perfektionierung des Lebens verschrieben haben? Wie lebt umgekehrt die sich ihrer Normalitaet gewisse Mitwelt mit dem (Im-)perfekt-Sein des anderen? Weitere Informationen: Stiftung Deutsches Hygiene Musem, Lingnerplatz 1, 01069 Dresden, Tel: 0351-4846 304, Fax: 0351-4846-58, www.imperfekt.de

2. bis 3. Februar Wie hoch ist das Risiko? Ethische und qualitative Standards in der Beratung bei vorgeburtlichen Untersuchungen. Veranstalter: Verein ganzheitliche Beratung und kritische Information zu praenataler Diagnostik, Tel: 0041 -1 - 252 45 95, Fax: 0041 - 1 - 252 4213, e-Mail: vbipraenatal@access.ch

2. bis 4.2. '... weil vorgeburtliche Diagnostik Leid vermeidet'. Tagung des Netzwerkes gegen Selektion durch Praenataldiagnostik. Information c/o Bundesverband fuer Koerper- und Mehrfachbehinderte e.V., Brehmstrasse 5 - 7, 40239 Duesseldorf. Tel: 0211 - 640040, Fax: 0211 - 64004 20, e-Mail: BV-KM@t-online.de Jahrestagung Netzwerk gegen Selektion im Roncalli Haus, Magdeburg

2. bis 4.2. Ware Mensch? Der menschliche Embryo als Objekt der Begierde. Kooperationstagung des Umweltreferates mit dem Arbeitskreis Arzt und Seelsorger im Institut für Kirche und Gesellschaft. Von anderen Umstaenden zur Embryonenforschung - Dr. Ingrid Schneider, Institut fuer Politische Wissenschaft, Uni Hamburg. Moeglichkeiten und Grenzen der Reproduktionsmedizin, Prof. Dr. med. Klaus Diedrich, Klinik fuer Frauen-heilkunde und Geburtshilfe der Med. Uni Luebeck. Rechtliche Grenzen im Umgang mit Embryonen, Christiane Riffel-Braune, Rechtsanwaeltin, Berlin. Arbeitsgruppen zum verschiedenen Themenschwer-punkten. Rundgespraech: Bleibt die Wuerde des Menschen auf der Strecke - Prof. Dr. Dr. Siegfried Keil, Fachbereich Ev. Sozialethik, Uni Marburg, Margot von Renesse, MdB, Vorsitzende der Enquete-Kommission Recht und Ethik in der Medizin. Behindertendachverband VSOP, Niederlande.Tagungsort: Ev. Tagungs-staette Haus Ortlohn, Berliner Platz 12, 58638 Iserlohn-Nussberg, Tel: 02371 - 3520, Fax: 02371 - 352 299. Tagungssekretariat: Ingrid Rost, Tel: 02371 - 352 141, Fax: 02371 - 352 130. Tagungskosten erfragen.

4.2. Gemeinsamer Gottesdienst mit der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Andreas, der Lebenshilfe Braunschweig und der ,Mit uns' Gemeinde (Pfarrstelle fuer den Dienst am Geistigbehinderten) um 10.00 Uhr in der Kirche Sst. Andreas, Goslarsche Straße, Braunschweig.

8.2. Die Wuerde der Kreatur zu achten gehoert zur Menschenwuerde. Prof. Dr. Klaus-Michael Meyer-Abich. Ort: Institut fuer Philosophie der Uni Essen. im Kupferbau, Hoelderlinstrasse 5, Tuebingen, 20.00 Uhr

12.2. Alltag im Altenheim - Zusammenarbeit der Pflegekraefte mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hospizarbeit. Frau Dipl.-Soz.-Paedagogin Maike Aydin, Grotjahn-Stiftung Schladen. 17.30 Uhr, Ort: Hospizarbeit Braunschweig e. V., Hohetorwall 1A, Braunschweig

12. bis 16.2. Kursreihe: Ethische Fragen im Zusammenhang mit Pränataldiagnostik und Reproduktionsmedizin, Haltungen und Bewertungen zu Behinderung und Krankheit, Ethikkonzepte, Werte und Normen, berufliche Ethik, kulturelle Hintergründe von ethischen Bewertungen, Auseinandersetzung mit Leben und Tod - ,lebensunwertes Leben', Vorstellungen, Vorurteile, Ausgrenzungen von Menschen mit Behinderung, Eugenik, Umgang mit Trauer und Schuld, Kinderwunsch von Frauen mit einer Behinderung. Ort: Roncalli Haus, Magdeburg. Auskunft: Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V., Fax: 0211 64 004 20, Tel: 0211 64 004 10.

Ethik in Staat und Gesellschaft - Grundfragen ethischer Verantwortung in unserer Zeit Diese Seminarreihe vermittelt einen fundierten Einblick in die Grundfragen der Ethik in unserer Zeit. In den letzten Jahren hat das Interesse an ethischen Problemen, nicht zuletzt auch angeregt durch die Medien, für viele Menschen an Bedeutung gewonnen. Neue Herausforderungen scheinen tradierte Verhaltensweisen in Frage zu stellen. Sie können sich in Grundseminaren die wichtigsten Inhalte aus dieser Seminarreihe aneignen, in Vertiefungsseminaren Ihre Kenntnisse erweitern und anhand von Fallanalysen festigen. Grundseminare: 20./21.1.: Einführung; 16. bis 18.2.: Glueck; 23.3. bis 25.3.: Amerikanische Ethik; 18.5. bis 20.5.: Globalisierung und Ethik; 14.7. bis 15.7.: Medienethik; 28.9. bis 30.9.: Freiheit; 2.11. - 4.11.: Gewissen. Vertiefungssminare: 2.3 bis 4.3.: Medizinethik; 11.5. bis 12.5.: Gentechnik; 27.7. bis 29.7.: Wirtschaftsethik; 26.10. bis 28.10.: Grundrechte, Grundwerte. Ihr Ansprechparatner im Bildungswerk der Hanns Seidel Stiftung fuer Allgemeine und Organisatorische Fragen: Tel: 089 - 12 58 237, Fax: 089 - 12 58 338. Internet: www.hss.de

19. und 20.2. Patient nicht einwilligungsfaehig. Die informierte Zustimmung des Patienten ist Voraussetzung jeder Behandlung. In vielen Faellen sind Betroffene nicht in der Lage, sich entsprechend zu artikulieren. Wer soll dann nach welchen Kriterien entscheiden? Patientenforum Ethik in der Medizin Evangelische Akademie Tutzing, Schlossstrasse 2 + 4, 82327 Tutzing, Tel: 08158 - 251-0, Fax: 08158 - 99 64 44

21. bis 22.2. Meeting of the European Pharma License Exchange-Generics (including Bio-Generics) Generics-plus, Dietary Supplements, Drug Deliver, OTC. Information: RauCon. Com. Tel: +49-6222-98070, e-Mail: info@raucon.com  

22.2. Die Wuerde des Menschen und das Biopatent - ein Widerspruch? Prof. Dr. Herta Daeubler-Gmelin, Bundesminmisterin der Justiz, Berlin. Ort: Im Kupferbau, Hoelderlinstrasse 5, Tuebingen, 20.00 Uhr

22. bis 24.2. Religion, Rituale und Seelsorge in der Begleitung Sterbender. Tagung fuer Aerzte, Pflege, Seelsorge und Hospizinitiativen. Ort. Ev. Akademie Loccum. Ort: Ev. Akademie Loccum. Anfragen: Zentrum fuer Gesundheitsethik, Knochenhauerstrasse 33, 30159 Hannover, Tel: 0511 - 1241 496, Fax: 0511 - 1241 - 497

28.2. bis 1.3. Bio-Gen-Tec Forum NRW in Köln. Information: Melanie Dippel, Bio-Gen-Tec NRW e.V., Tel: +49-221-949824, e-Mail: dippel@bio-gen-tec-nrw.de

Maerz 1. bis 3. Maerz 2001 11. Symposium Fruehfoerderung. Beziehungen gestalten. Veranstalter: Vereinigung fuer Interdisziplinaere Fruehfoerderung e.V. Veranstaltungsort: Universitaet Trier, Seminargebaeude, Universitaetsring 12a, 54296 Trier. Information und Anmeldung: Arbeitsstelle Fruehfoerderung Bayern, Paedagogische Abteilung, Frau Agnes Winzker, Seidlstrasse 4/II, 80335 Muenchen, Fax: 089 - 545 898 29

Ethik in Staat und Gesellschaft - Grundfragen ethischer Verantwortung in unserer Zeit Diese Seminarreihe vermittelt einen fundierten Einblick in die Grundfragen der Ethik in unserer Zeit. In den letzten Jahren hat das Interesse an ethischen Problemen, nicht zuletzt auch angeregt durch die Medien, für viele Menschen an Bedeutung gewonnen. Neue Herausforderungen scheinen tradierte Verhaltensweisen in Frage zu stellen. Sie können sich in Grundseminaren die wichtigsten Inhalte aus dieser Seminarreihe aneignen, in Vertiefungsseminaren Ihre Kenntnisse erweitern und anhand von Fallanalysen festigen. Grundseminare: 20./21.1.: Einführung; 16. bis 18.2.: Glueck; 23.3. bis 25.3.: Amerikanische Ethik; 18.5. bis 20.5.: Globalisierung und Ethik; 14.7. bis 15.7.: Medienethik; 28.9. bis 30.9.: Freiheit; 2.11. - 4.11.: Gewissen. Vertiefungssminare: 2.3 bis 4.3.: Medizinethik; 11.5. bis 12.5.: Gentechnik; 27.7. bis 29.7.: Wirtschaftsethik; 26.10. bis 28.10.: Grundrechte, Grundwerte. Ihr Ansprechparatner im Bildungswerk der Hanns Seidel Stiftung fuer jAllgemeine und Organisatorische Fragen: Tel: 089 - 12 58 237, Fax: 089 - 12 58 338. Internet: www.hss.de

2. bis 4. Maerz 2001 Ethik in den Heilberufen: Lernen und Lehren. Wer in einem Heilberuf taetig ist, wird taeglich mit ethischen Fragen konfrontiert, oft ohne genuegend darauf vorbereitet zu sein In diesem Workshop werden Moeglichkeiten der Vermittlung ethischer Kompetenz aufgezeigt und erprobt. Evangelische Akademie Tutzing, Schlossstrasse 2 + 4, 82327 Tutzing, Tel: 08158 - 251-0, Fax: 08158 - 99 64 44

Ethik in Staat und Gesellschaft - Grundfragen ethischer Verantwortung in unserer Zeit Diese Seminarreihe vermittelt einen fundierten Einblick in die Grundfragen der Ethik in unserer Zeit. In den letzten Jahren hat das Interesse an ethischen Problemen, nicht zuletzt auch angeregt durch die Medien, für viele Menschen an Bedeutung gewonnen. Neue Herausforderungen scheinen tradierte Verhaltensweisen in Frage zu stellen. Sie können sich in Grundseminaren die wichtigsten Inhalte aus dieser Seminarreihe aneignen, in Vertiefungsseminaren Ihre Kenntnisse erweitern und anhand von Fallanalysen festigen. Grundseminare: 20./21.1.: Einführung; 16. bis 18.2.: Glueck; 23.3. bis 25.3.: Amerikanische Ethik; 18.5. bis 20.5.: Globalisierung und Ethik; 14.7. bis 15.7.: Medienethik; 28.9. bis 30.9.: Freiheit; 2.11. - 4.11.: Gewissen. Vertiefungssminare: 2.3 bis 4.3.: Medizinethik; 11.5. bis 12.5.: Gentechnik; 27.7. bis 29.7.: Wirtschaftsethik; 26.10. bis 28.10.: Grundrechte, Grundwerte. Ihr Ansprechpartner im Bildungswerk der Hanns Seidel Stiftung fuer Allgemeine und Organisatorische Fragen: Tel: 089 - 12 58 237, Fax: 089 - 12 58 338. Internet: www.hss.de

3. Maerz Kuenstliche Ernaehrung als ethisches Problem. Workshop Medizintechnik in Zusammenarabeit mit der Akademie und dem St. Joseph Krankenhaus. Anmeldung und Information: Evanglische Akademie zu Brlin, Tel: 030 -20355 500, e-Mail: akkademie@eaberlin.de

9. bis 11. Maerz Tierorgane im Menschen? Zum Forschungsstand der Xenotransplantation und ihrer ethischen Beurteilung. Evanglische Akademie zu Berlin. Tel: 030- 20355 500, e-Mail: akaademie@eabrlin.de

12.Maerz Verwirrtheit - Demenz - Alzheimer Krankheit - wie koennen wir als Pflegende damit umgehen? Frau Dipl.-Psych. Gertrud Terhueme, Gerontopsychiatrische Beratungsstelle ambet e.V. 17.30 Uhr, Ort: Hospizarbeit Braunschweig e. V., Hohetorwall 1A, Braunschweig

12. bis 15. Maerz DECHEMA - Jahrestagung der Biotechnologen an der Universitaet Leipzig. Programmschwerpunkte sind unter anderem das BioFutur-Programm sowie die Bekanntgabe der Gewinner der DGF-Initiative Bioinformatik. Anmeldung und Information: DECHEMA-Chemische Technik und Biotechnologie e.V., Frau Langguth, Tel: 069-7564-254, e-Mail: langguth@dechema.de

18. Maerz Wie interpretiert man das menschliche Erbgut? Sonntagsvorlesung mit Dr. rer. nat. Thomas Willnow. Er will anhand des aktuellen Beispiels der Genomanalyse zeigen, wie Wissenschaftler genetische Informationen auswerten, um neue Erkenntnisse ueber die Bedeutung der Niere fuer die Regulation des Vitaminhaushaltes zu gewinnen. Diese Veranstaltung ist kostenlos. Ort: Rathaus Pankow von Berlin, Breite Strasse 24A-26, 13187 Berlin. Beginn: 10.00 Uhr

Kontaktadressen Martin Vogt, Gerstaecker Straße 23, 38102 Braunschweig, Tel + Fax: 0531 79 44 74, Angelika Wessel, Wedderkopsweg 4, 38118 Braunschweig, Tel + Fax: 0531 50 65 15


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