Arbeitskreis Bioethik Braunschweig
c/o Angelika Wessel Tel + Fax: 0531- 50 65 15

Rundbrief  Dezember 2000

 

Liebe Freunde und Interessierte,

nachdem wir gemeinsam durch dieses Jahr geschritten sind / uns gestritten haben, dürfen wir auch mit einiger Zuversicht in das Neue Jahr gehen. Jeder von uns wird sich auf einige ruhige Tage zwischen Weihnachten und Neujahr freuen und wahrscheinlich auch mit neuen Vorsaetzen in das neue Jahr gehen. Wir vom ,Arbeitskreis Bioethik Braunschweig' wuenschen Ihnen, dass Sie sich weiterhin mit der Bioethik auseinandersetzen und fuer ,Die Wuerde des Menschen ist unantastbar' stehen.

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Im Mai 2000 fand in Berlin das öffentliche Symposium zur Fortpflanzungsmedizin statt. In Ergänzung dazu hat FORUM Sexualaufklärung und Familienplanung über das BZgA eine Broschüre herausgegeben ,Reproduktionsmedizin - Gentechnik' mit Beitraegen von Gabriele Pichlhofer, Albert Statz, Rosmarie Apitz, Giselind Berg, Irmgard Nippert, Karin Griese, Ingrid Schneider, Sabine Paul, Thomas Junker, Dietmar Mieth, Ludger Honnefelder. Zu beziehen von BzgA, 51101 Koeln, Best.-Nr. 13 32 9040.

Die 11. Sitzung der Enquete-Kommission ,Recht und Ethik der modernen Medizin ' fand am 13. November 2000 in Berlin statt. Die öffentliche Anhörung von Sachverständigen zum Thema Präimplantations-diagnostik umfaßte Beiträge aus den Themenblöcken Medizinisch-naturwissenschaftliche Aspekte (u.a. Prof. Diedrich, Dr. Montgomery), Ethische und gesellschaftliche Fragestellungen(u. a. Dr. Haker, Herr Finke, Dr. Wegener), Regulierungsvorschläge (u.a. Prof. Sewing, Prof. Mieth). Sie finden diese Unterlagen im Internet oder sprechen Sie den ,Arbeitskreis Bioethik Braunschweig' an.

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Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer hat sich am Samstag 4.11.2000 in Berlin gegen ein grundlegendes Recht auf Erfuellung des Kinderwunsches ausgesprochen. Auf einer Tagung der Buendnisgruenen machte sie nachdruecklich ihre Ablehnung gegen das so genannte therapeutische Klonen und die Forschung an embryonalen Stammzellen deutlich. Sie stellte heraus, dass man nach Alternativen in der Stammzellenforschung suchen muesse. Fischer wandte sich darueber hinaus gegen die Eizellspende, durch die ein Kind letztlich zwei Muetter bekaeme und somit sein Wohl und seine Identitaetsfindung gefaehrdet seien. http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm Die Rede von Frau Fischer liegt dankenswerterweise durch die Übermittlung von Herrn Finke dem ,Arbeitskreis Bioethik Braunschweig' vor.

epd, 06.11.2000 Gruene fuer breite Debatte ueber Biomedizin

Berlin (epd). Die Gruenen wollen ueber Chancen und Risiken der Biomedizin sowie das dahinter stehende Menschenbild eine gesellschaftliche Grundsatzdiskussion. Erforderlich sei eine zukunftsfaehige Ethik, sagte die Parteivorsitzende Renate Kuenast am Samstag in Berlin. Dabei sei auch eine Rueckbesinnung auf die christlich-juedische Tradition und die darauf beruhenden Werte noetig.

Bei einer Veranstaltung der Gruenen zu neuen Entwicklungen der Medizin rechnete Kuenast die Biomedizin neben Einwanderung und Energie zu den zentralen Fragen der Politik in den naechsten Jahren. Zur umstrittenen Praeimplantationsdiagnostik zur Feststellung schwerer genetischer Erkrankungen des Embryos sagte die Gruenen-Politikerin: "Nicht alles was technisch geht, muss der Mensch machen, nicht alles was technisch geht, ist des Teufels."

Eine breite gesellschaftliche Debatte der Fortpflanzungsmedizin befuerwortete ebenfalls Ulrike Riedel, zustaendige Abteilungsleiterin im Bundesgesundheitsministerium. Angesichts der medizinischen Fortschritte sei ein Gesetz erforderlich, mit dem das Schutzniveau des Embryonenschutzgesetzes erhalten bleibe und zugleich der Entwicklung in der Fortpflanzungsmedizin Rechnung getragen werde. Bei der Praeimplantationsdiagnostik, die bisher in Deutschland verboten ist, ergebe sich eine neue Dimension der Manipulationsmoeglichkeiten im fruehen Lebensstadium, argumentierte Riedel. Eine technische Auswahl, welcher Embryo erwuenscht sei und welcher nicht, duerfe nicht zugelassen werden.

Forderungen nach Zulassung des therapeutischen Klonens zur Gewinnung embryonaler Stammzellen hielt sie entgegen, die Suche nach Alternativen in der Stammzellenforschung sei sinnvoller und ethisch weniger problematisch. Keine Lockerung soll es Riedel zufolge beim Verbot der Eizellspende geben. Die Spaltung der Mutterschaft in eine "biologische und genetische Mutterschaft" stelle in der Menschheitsgeschichte eine voellig neue Qualitaet und gefaehrde das Kindeswohl. Die Eindeutigkeit der Mutter sei ein unverzicht-barer gesellschaftlicher Grundkonsens. (9500/4.11.00) http://www.epd.de/nachrichten/main_nachrichten.phtml#3

Weitere Informationen zum Lebensrecht: http://www.alfa-ev.de www.little-feet.org http://www.justthefacts.org

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Der IPPNW (Deutsche Sektion der Internationalen Aerzte fuer die Verhuetung des Atomkrieges / Aerzte in sozialer Verantwortung e.V.) Medizin und Gewissen geben ihre Internationale Tagung in Erlangen vom 24. bis 27. Mai 2001 bekannt. Informationen erteilt das Kongress-Buero Erlangen, c/o Stephan Kolb, Fichtestrasse 39, 91054 Erlangen, Tel: 09131 - 81 68 30, Fax: 09131 - 223 39, e-Mail: medigew@aol.com

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Aachener Zeitung, 09.11.2000

+ Ethik-Experte: Menschenwuerde ist wichtiger als Foschung

Erkelenz. «Ethik ist immer schon hinter dem, was der Mensch konnte, hinterhergelaufen. Aber der Abstand, vor allem zur Biotechnologie, ist in den vergangenen Jahren immer groesser geworden», deutete Prof. Guenter Altner eine Besorgnis erregende Entwicklung an.

Rund 60 Interessierte zog Altner, der von Pfarrer Guenter Wild als «Koryphaee auf dem Gebiet der Bioethik» vorgestellt wurde, mit seinem Vortrag «Leben in der Hand des Menschen - der gentechnische Fortschritt als Herausforderung fuer die christliche Weltverantwortung» im Martin-Luther-Gemeindezentrum in seinen Bann.

In allgemein verstaendlichen Worten erklaerte der promovierte Biologe und Theologe Zusammenhaenge der Gentechnik, gab Massstaebe zur Beurteilung, zeigte die Anwendungsfelder biotechnischer Moeglichkeiten auf und fragte nach der Verantwortbarkeit. Seine Erlaeuterungen bezogen sich dabei stets auf die Menschenwuerde.

Dass der Fortschritt zutiefst ambivalent ist, zeigte er am Beispiel eines Gens. Auf dem Chromosom 17 von den 23 Chromosomenpaaren, die in jedem menschlichen Zellkern vorhanden sind, ist ein Gen, dessen Defekt fuer die Blutkrankheit Sichelzellenanaemie verantwortlich ist. «Man findet diesen Defekt besonders haeufig bei Schwarzafrikanern. Aber Menschen mit diesem Defekt sind gleichzeitig immun gegen Malaria.»

Wie abstrus so genannte wissenschaftliche Forschung dargestellt werden kann, machte Altner auch gleich klar. Fuer erhebliches Gelaechter sorgte er, indem er die Schlagzeile «Es liegt an den Genen: Nach vier Jahren brauchen Frauen einen neuen Mann!» vorstellte. Der rasante Fortschritt bei der Entschluesselung der Gene sei mit Vorsicht zu betrachten, wenn dahinter ein einseitiges Menschenbild stecke: «Der Mensch ist deutlich mehr als die Summe seiner Gene.»

Altner verdeutlichte sehr eindringlich, dass die ganze Brisanz des biotechnischen Fortschritts erst im Zusammenhang mit der Fortpflanzungsmedizin deutlich werde: «Die Fortpflanzungsmedizin ist das Einfallstor fuer die Gentechnik.» Bei der kuenstlichen Befruchtung mit der so genannten Praeimplantationsdiagnostik werde nach der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle dem achtzelligen Embryo eine Zelle entnommen und auf bestimmte Erbkrankheiten untersucht. Je nach Testergebnis werde der Embryo dann in die Gebaermutter eingepflanzt oder vernichtet. «Das ist das Tor zu einer neuen Eugenik», sagt Altner (Bild). «Die Behindertenverbaende laufen Sturm gegen dieses Vorhaben.»

Ganz deutlich wird er auch beim Thema Klonen: «Das ist eine unangemessene Festlegung der Betroffenen.» Klonen bedeute, dass eine Generation festlege, wie die nachfolgende definitiv sei. Um die Massstaebe, die zur Beurteilung des rasanten Fortschrittes notwendig sind, einschaetzen zu koennen, erklaerte Altner die Menschenwuerde aus vier unterschiedlichen Perspektiven: aus der Sicht der Wissenschaftler, der Behinderten, der Verfassung und aus christlicher Sicht. Dabei kommt er zu dem Schluss: «In einer Gesellschaft, die den Menschen immer mehr unter der Verfuegung des Menschen sieht, kann es fuer die Zukunft nicht hoch genug geschaetzt werden, dass die Menschenwuerde nach theologischer Sicht von Gott ausgeht und deshalb keinerlei menschlicher Willkuer unterliegt.»

Eine kritische ethische Diskussion in der OEffentlichkeit fuehre nicht dazu, dass die Forschung aufhoere, sondern dass die Forscher andere, ueberlegene Methoden entwickelten, die ethisch vertretbar seien. «Wir wollen doch keine manipulierende, unmenschliche Medizin auf Kosten von vielen, vielen Embryos.» http://www.aachener-zeitung.de/corem/corem/az/lokales/erkelenz/vortrag100916 1215_01109.html

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Die Zeit

B O D Y C H E C K Gentests sagen die Zukunft vorher Von Andreas Sentker

Jeder fuenfte Deutsche wuerde seine Krankheitsveranlagung gern genetisch testen lassen. Doch die Mehrheit, 65 Prozent der Bevoelkerung, steht einem solchen Gentest skeptisch gegenueber. Das ergab eine repraesentative Umfrage des Instituts fuer Demoskopie Allensbach im Auftrag des Deutschen Studienpreises.

Auf wenig Zustimmung stoesst auch die genetische Selektion von Embryonen bei der kuenstlichen Befruchtung. Nur zehn Prozent finden es gut, den Nachwuchs im Labor optimieren zu koennen. In der Altersgruppe der 16- bis 29-Jaehrigen verdoppelt sich dieser Anteil jedoch.

Wer sich zustimmend aeussert, legt vor allem Wert darauf, moegliche Erbkrankheiten (79 Prozent) oder Alkoholismus (48 Prozent) fruehzeitig auszuschliessen. 41 Prozent wuerden gern die Intelligenz ihres Kindes beeinflussen, knapp jeder Dritte dessen Geschlecht festlegen. Sportliches Talent (20 Prozent) ist den Befragten wichtiger als kuenstlerische Begabung (14 Prozent).

In Sachen Fortpflanzung, das zeigt die Studie mit einigen bemerkenswerten Zahlen, oeffnen sich die Deutschen den biomedizinischen Entwicklungen. Jeder Zehnte wuerde es begruessen, wenn die Schwangerschaft ausserhalb des Koerpers in einer kuenstlichen Gebaermutter stattfinden koennte. Fuenf Prozent haetten nichts dagegen, aus den eigenen Koerperzellen einen Embryo zu klonen. http://www.zeit.de/2000/46/Wissen/200046_umfrage_kasten.html

Anmerkung von Angelika Wessel: Was geben Statistiken eigentlich her?

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KNA, 15.11.2000 Europaparlament stimmt EU-Grundrechtscharta zu

Strassburg (ALfA) Das Europaeische Parlament hat am Dienstag die Grundrechtscharta der Europaeischen Union (EU) mit 410 zu 93 Stimmen bei 27 Enthaltungen gebilligt. Anfang Dezember wollen die EU-Staats- und Regierungschefs beim Gipfeltreffen im franzoesischen Nizza die Charta feierlich verkuendigen. Bei mehreren EU-Regierungen, unter anderem in Grossbritannien und in Skandinavien, gibt es Widerstand gegen eine Rechtsverbindlichkeit der Charta. Bundeskanzler Gerhard Schroeder empfahl, eine kuenftige Regierungskonferenz solle darueber befinden. Dies wuerde bedeuten, dass erst in einigen Jahren eine Entscheidung fiele. http://www.kna.de/kna/dienste/bsptxt/1tdw.htm

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PIONIERE DER KÜNSTLICHEN BEFRUCHTUNG BEKOMMEN ZWEIFEL Genetiker: Das Verfahren versagt in 87 Prozent der Fälle

MAILAND, Italien, den 31. OKT., 2000 (ZENIT.org).- Künstliche Befruchtung misslingt in 87 Prozent der Fälle und hat schwer wiegende psychische Konsequenzen, versicht ein Genetiker. Er stellt fest, dass inzwischen sogar einige "Väter" des Verfahrens beginnen, sich dagegen zu wenden.

So sieht es Pater Angelo Serra, ein Pionier auf dem Gebiet der Genetik. Er war einst Assistent des Nobelpreisträgers Renato Dulbecco und ist Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben. Er ist emeritierter Professor für menschliche Genetik an der Katholischen Universität von Rom.

Auf einer Konferenz über "In-Vitro-Fertilisation (Künstliche Befruchtung) - Für oder gegen den Menschen?", die von der Lebensrechtsbewegung am letzten Wochenende in Turin abgehalten wurde, erklärte Pater Serra, dass die Erfolgsraten der Verfahren zur künstlichen Befruchtung 13 bis 17 Prozent nicht übersteigen - und dies nach 20 Jahren Forschung.

Er versicherte, dass es eine wachsende wissenschaftliche Bewegung gegen diese Verfahren gibt, die besonders in den Vereinigten Staaten in Erscheinung tritt, aber auch in England und Frankreich.

Einige der berühmtesten Pioniere verschiedener Verfahren der künstlichen Befruchtung haben sich dieser Bewegung angeschlossen, offen ihre Zweifel zum Ausdruck gebracht und eine Meinungsgruppe innerhalb des Chicagoer Instituts für Wissenschaft, Gesetz und Technologie geschaffen.

Ihr Protest wurde auch von der englischen Genetikerin Anne McLaren angeregt, die sich vor einigen Jahren dafür entschuldigt hat, dass sie die strittige 14-Tages Theorie aufgebracht hat. Nach dieser Theorie braucht der Embryo während der ersten Wochen nicht als Person betrachtet zu werden.

Bioethiker hatten diese Behauptung als vom biologischen und moralischen Standpunkt aus willkürlich betrachtet. McLaren hatte daraufhin eine Abhandlung geschrieben, in der sie sich von dieser Theorie wieder distanzierte.

Jüngste Statistiken aus den Vereinigten Staaten zeigen, dass 87 Prozent der Frauen, die sich einer künstlichen Befruchtung unterziehen, in ihrem Wunsch nach einem Kind enttäuscht werden und 50 Prozent der tiefgefrorenen Embryonen niemals ausgetragen werden können.

Auf der Turiner Konferenz warnte Nicola Garcea, Professorin für Endokrinologie an der Katholischen Universität von Rom, vor einer anderen Entwicklung: Sie prangerte Laboratorien in den Vereinigten Staaten an, die versuchen, Eizellen zu befruchten, die von im vierten oder fünften Monat abgetriebenen Mädchen stammen. Das bedeutet, sagte sie, dass es theoretisch möglich wäre, das Kind einer Person zu "erzeugen", die niemals geboren wurde. ZD00103101 http://www.zenit.org

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Donau Kurier, 13.11.2000

Endlich eine letzte Ruhestätte für jene Kinder, die ungeboren sterben

Ingolstadt (smr) Innerhalb von zwei Jahren hat Susanne B. (Name von der Redaktion geändert) vier Kinder verloren. Drei davon bereits nach kurzer Zeit, das vierte in der 26. Schwanger-schaftswoche nach einem Notkaiserschnitt. Neun Stunden lebte dieser kleine Mensch danach noch: Die Eltern ließen ihren Sohn taufen und beerdigten ihn später. Das alles hat Susanne B. bei der Trauer sehr geholfen. Die anderen drei Kinder jedoch bekamen nie einen Namen, und es gibt auch kein Grab, wo die Mutter sie besuchen könnte. Denn erst seit kurzen existiert in Ingolstadt ein Ort, da finden auch jene Kinder eine letzte würdige Ruhestätte, die ungeboren sterben · unabhängig von Alter oder Gewicht. Es sind nicht wenige, ein paar hundert jedes Jahr, denn nur etwa jede dritte Schwangerschaft endet mit der Geburt eines lebenden Kindes. All jene, die ungeboren sterben, werden seit kurzem gemeinsam in einer Grabanlage auf dem Nordfriedhof an der Waldeysenstraße beerdigt, sofern Eltern ihr Kind nicht einzeln bestatten lassen.

Früher ein Tabuthema Darüber zu entscheiden fällt vielen betroffenen Müttern und Vätern gerade in den ersten Stunden und Tagen nach dem jähen Verlust schwer, wenn sie noch völlig unter Schock stehen. Lange Zeit war es gang und gäbe, Eltern ihre toten Kinder nicht einmal zu zeigen · geschweige denn, sie ihnen beispielsweise auch für eine Trauerfeier zu Hause mit Geschwistern oder Verwandten zu überlassen: Die kleinen Leichname verschwanden einfach von der Bildfläche, ohne dass je ein Wort darüber verloren wurde.

Sprachlosigkeit herrscht auch oft im persönlichen Umfeld der Betroffenen. "Das Problem beim frühen Tod ist, dass niemand außer den Eltern das Kind gekannt hat und es für Verwandte und Freunde etwas völlig Abstraktes bleibt", erklärt Anne Lehmann, die Betroffenen in ihrer psychologischen Praxis Hilfe anbietet. Auf die Trauer der Eltern wird deshalb erfahrungsgemäß oft mit Unverständnis reagiert.

Anders als früher erhalten Mütter und Väter, die ihr neu geborenes Kind verloren haben, am Klinikum heute umgehend Unterstützung durch Psychologen oder Seelsorger. Demnächst liegt dort auch eine Broschüre auf, die zur Orientierung dient und wichtige Fragen beantwortet: "In guter Hoffnung · und dann Trauer" lautet der Titel. Darin steht zum Beispiel, dass selbst tot geborene Kinder mit Namen eingetragen und unabhängig von Alter oder Gewicht beerdigt werden können.

Psychologische Betreuung Hingewiesen wird in dem Heft neben vielen anderen Kontaktadressen auch auf die Schwangerschaftsberatungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), die in Ingolstadt seit zwei Jahren eine psychologische Nachbetreuung anbietet. Möglich sind nicht nur Einzelgespräche, es gibt daneben einen fachlich geleiteten Gesprächskreis "Glücklose Schwangerschaft" für Eltern, die vom frühen Tod eines Kindes betroffen sind. Gerade diese Begleitung durch andere Menschen mit dem gleichen Schicksal erweist sich als besonders wertvoll.

Diese Selbsthilfegruppe hat sich auch über Jahre hinweg dafür eingesetzt, dass Eltern aufgefangen werden, wenn mit dem Tod ihres Kindes plötzlich die Welt zusammenbricht. "Es wurde gut mit uns umgegangen", sagt Susanne B. denn auch über ihre Betreuung am Klinikum. Ein großer Trost war ihr die Taufe: "Weil unser Kind damit noch in die Gemeinschaft aufgenommen wurde. Für die spätere Trauerarbeit ist es wichtig zu wissen, dass man noch etwas für seinKind getan hat." http://www.donaukurier.de/news/news.php3?newsID=13375

Kieler Nachrichten, 13.11.2000 Würdige Ruhestätten für Totgeburten

Angebot für trauernde Eltern

Preetz (jac) Wenn ein Kind, das weniger als 500 Gramm wiegt, tot geboren wird, ist es laut Gesetz nicht selbstverständlich, dass es auch beerdigt wird: Es gibt keine Bestattungspflicht. Im Kreis Plön wurde gestern die Vereinbarung getroffen, wonach künftig auch Totgeburten, die unter 500 Gramm wiegen und die zwölfte Schwangerschaftswoche überschritten haben, auf dem Friedhof in Preetz bestattet werden, es sei denn die Eltern lehnen dies ausdrücklich ab. Unterschrieben wurde diese Vereinbarung von Verantwortlichen des Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeindeverband Preetz/Raisdorf für das Friedhofswesen, des Kreiskrankenhauses und der Stadt Preetz. Das Hauptanliegen der Initiative ist es, einen würdigen Platz zu schaffen, an dem Eltern und Angehörige der tot geborenen Kinder gedenken und Trost finden können. Selbst in einem frühen Stadium der Schwangerschaft könne die persönliche Beziehung zwischen Eltern und Kind sehr eng gewesen sein, erklärt Dr. Lutz Wettwer, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe im Kreiskrankenhaus. "Schon wenn das Kind unter 500 Gramm wiegt, ist es möglich, dass eine Frau seine Bewegungen spürt." Außerdem sei es "unbefriedigend", wenn als Aufbewahrungsort der Totgeburt "Pathologisches Institut" angegeben werden muss, so Wettwer. Totgeburten würden zwar weiterhin zu medizinischen Zwecken von Pathologen untersucht, die Pathologie sei jetzt aber keine Endstation mehr.

Die Aufgabe des Krankenhaus ist es laut Wettwer, künftig Kontakt zu den betroffenen Eltern herzustellen, über die Möglichkeit einer Bestattung zu informieren und diese auch zu organisieren. Im Kreiskrankenhaus in Preetz gebe es im Jahresschnitt zwischen fünf und zehn Totgeburten, Tendenz fallend, so Wettwer.

Die Grabstätte ist unter Federführung des Kirchengemeindeverbandes auf dem Alten Friedhof in Preetz für "mindestens 50 Jahre" eingerichtet worden. Der Verband werde für die Bestattungen zuständig sein und die Pflege der Stätte übernehmen, erklärte deren Vorsitzender, Pastor Walter Schroedter. Demnächst werde noch ein zentraler Grabstein aufgestellt werden, ein Findling, der vom Kloster Preetz gestiftet wurde. Die Kosten für die Aufstellung und die Beschriftung des Steins übernimmt die Stadt Preetz. Er wird die Worte "Unter den Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht" aus dem 57. Psalm tragen. http://www.kn-online.de/htm/aktuell/reg-o/c-jac_grabst_tte_ART.htm

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Berliner Zeitung, 15.11.2000 "Ohne ethische Standards hat die Gentechnik keinen Erfolg"

Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn haelt das deutsche Embryonenschutzgesetz fuer weltweit beispielhaft

Die Genomforschung und die Biotechnologie sind in den letzten Jahren zu einem wichtigen, zum Teil auch heftig umstrittenen politischen Thema geworden. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) ueber Gentests, Embryonenschutz und Biopatente.

Manche Forscher fordern Lockerungen des strengen deutschen Embryonenschutzgesetzes.

Das Embryonenschutzgesetz ist eine wichtige und richtige Grundlage fuer gentechnische Forschung in Deutschland und fuer den Umgang mit werdendem Leben ueberhaupt. Es verbietet Eingriffe in die Keimbahn, das Klonen von Embryonen, die Erzeugung von Embryonen zu wissenschaftlichen Zwecken. Dabei muss es auch bleiben. Das Gesetz ist weltweit beispielhaft.

Wenn das bestehende Gesetz so gut ist, warum arbeitet Gesundheitsministerin Andrea Fischer dann an einem neuen?

Die wichtigsten ethischen Grenzen sind in der Tat schon gezogen. Es kann also nur um eine Praezisierung in einzelnen Punkten gehen, um eine vorsichtige Anpassung an den wissenschaftlichen Fortschritt. Aus der Bundesaerztekammer kommt die Forderung, die so genannte Praeimplantations-diagnostik (PID) zuzulassen. Das bedeutet, dass bei einer kuenstlichen Befruchtung an der Eizelle ein Gentest gemacht wird. Hier haben wir eine breite gesellschaftliche Diskussion, ob das jetzige Verbot bleiben oder veraendert werden soll. Manche sehen in der PID den Vorboten einer neuen Eugenik, bei der Embryonen nach genetischen Qualitaetsmerkmalen selektiert werden. Die Folge koennte unter anderem sein, dass Menschen, die an bestimmten Erbkrankheiten leiden, stigmatisiert werden. Andere halten die PID fuer eine ethisch vertretbare Technik, um unnoetiges Leiden zu verhindern und Frauen vielleicht eine spaetere Abtreibung zu ersparen. Beide Lager fuehren ethische Argumente an, man kann also nicht Schwarz-Weiss an das Thema herangehen. Wir muessen da eine Balance finden.

Koennte am Ende der Diskussion auch ein Ja zur PID stehen?

Ich kann das nicht voellig ausschliessen.

Ein weiteres sehr kontroverses Thema ist der Umgang mit so genannten Stammzellen aus Embryonen. Forscher wollen mit ihrer Hilfe Ersatzgewebe fuer schwer Kranke zuechten. Grossbritannien hat dies gerade erlaubt. Geraet Deutschland mit seiner strikten Ethik ins Hintertreffen?

Ich teile die Auffassung des Praesidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Ernst-Ludwig Winnacker: Es gibt keinen Grund, an menschlichen embryonalen Stammzellen zu forschen, solange nicht bewiesen ist, dass die gleichen Ergebnisse nicht auch in Tierversuchen zu erzielen sind oder durch die Forschung an bereits ausgereiften (adulten) Stammzellen, zu deren Gewinnung keine Embryonen getoetet werden muessen. Eine Entscheidung fuer die Verwendung von Embryonen zur Gewebe-zuechtung waere einfach viel zu frueh, deshalb muss auch nichts am Embryonenschutzgesetz gelockert werden. Neue Forschungsergebnisse aus den letzten Monaten machen mich sehr optimistisch, dass wir fuer die erfolgreiche Gewebezuechtung etwa zu Gunsten von Parkinson-Kranken keine embryonalen Zellen brauchen, sondern adulte Stammzellen benutzen koennen.

Haben Sie mit Ihrem britischen Amtskollegen Lord Sainsbury ueber den "Dammbruch" in seinem Land gesprochen?

Ich habe ihm gesagt, dass ich die Entscheidung, die verbrauchende Embryonenforschung zu erlauben, fuer grundfalsch halte.

Und dann sagte er: Kollegin, dann seid ihr bei der Entwicklung neuer Medikamente hintendran.

Nein, er sagte, dass er sich wohl noch mal gruendlich damit beschaeftigen muss.

Ob man Embryonen zu Medikamenten verarbeiten darf oder nicht, das ist ja eine ethische Grundfrage. Kann es innerhalb Europas mehrere Standards geben?

Das so genannte therapeutische Klonen von Embryozellen ist nach dem Menschenrechtsueberein-kommen zur Biomedizin des Europarates nicht zulaessig. Groszbritannien hat dieses Uebereinkommen noch nicht gezeichnet und auch nicht ratifiziert - Deutschland auch noch nicht. Es ist ein Dokument, das notwendige ethische Standards fuer ganz Europa setzt.

Sollte es innerhalb der EU eine gemeinsame Haltung zum therapeutischen Klonen geben?

Ein einheitliches Nein in der EU zum therapeutischen Klonen waere natuerlich eine gute Sache.

Versicherungen wollen ihre Kunden dazu zwingen, ihnen bei Vertragsabschluss die Ergebnisse von vorherigen Gentests mitzuteilen. Was halten Sie davon?

Niemand darf dazu gezwungen werden, einen Gentest zu machen oder ein Gentest-Ergebnis zu offenbaren, weder durch den Arbeitgeber noch durch eine Versicherung. Das Erbgut ist eine Privatsache, jeder hat das Recht auf einen vollstaendig autonomen Umgang mit allen Daten, die aus seinem Erbgut gewonnen werden. Dafuer sprechen zwei Gruende: Wir sind in einer Phase, in der es fuer viele genetisch beeinflusste Krankheiten eine Diagnose, aber keine Therapie gibt. Niemand darf gezwungen werden, alle seine Krankheitsrisiken zu kennen. Zudem bedeutet eine genetische Neigung zu einer Krankheit noch lange nicht, dass sie auch ausbricht. Dies ist nur bei wenigen Krankheiten mit hundertprozentiger Sicherheit der Fall. Gerade wenn ich will, dass Menschen Gentests machen, um vielleicht durch ihr persoenliches Verhalten den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern oder hinauszuzoegern, sollte man sie nicht von vornherein mit der Drohung hoeherer Versicherungspraemien einschuechtern.

Im deutschen Versicherungsvertragsgesetz gibt es aber eine Offenbarungspflicht fuer bekannte gesundheitliche Risiken .

Diese Offenbarungspflicht kann sich bei genetischen Risiken nur auf Krankheiten beziehen, die zum Vertragsabschluss schon bestehen, nicht auf solche, die vielleicht mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit einmal ausbrechen. Hier muessen wir wahrscheinlich das Versicherungs-gesetz umformulieren, um absolute Klarheit zu schaffen. Es darf keine Offenbarungspflicht fuer Gentests geben und selbst fuer Familien mit einer Erbkrankheitsgeschichte keinen Zwang, sich Gentests zu unterziehen. Eine Differenzierung von Versicherungspraemien nach Erbanlagen wuerde zudem dem Prinzip von Versicherungen widersprechen, dass moeglichst viele Menschen ihre Risiken teilen und sich gemeinsam absichern.

Aus der SPD-Fraktion kommt die Forderung, das Erbgut selbst nicht mehr zum Bestandteil von Patenten zu machen, sondern nur noch technische Verfahren und Produkte zu schuetzen. Was halten Sie davon?

Ich kann mir vorstellen, dass wir genau diesen Weg gehen.

Mit Edelgard Bulmahn sprach Christian Schwaegerl. http://www.BerlinOnline.de/aktuelles/berliner_zeitung/wissenschaft/.html/15a rtik16.html

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VORSCHAU Vorausschau, Voraus-Blick, Tagungen, Vorträge, Kongresse zusammengestellt vom ,Arbeitskreis Bioethik Braunschweig'

Dezember 2000 1.12. Die Evolution verbessern? Utopien der Erbgutentschluesselung - Theologie und Biologie im Dialog. Tagung der Katholischen Akademie ,Die Wolfsburg', Muelheim/Ruhr, in Kooperation mit dem Westdeutschen Rundfunk, Koeln. Anmeldung und Information: Tel: 0208 - 999 19 106 montags bis donnerstags von 10.00 bis 12.30 Uhr, 14.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr. Tagungsnummer 3040.

1. bis 3.12. Der vermessene Mensch. Schoepfung, Evolution oder Konstruktion - was ist, was tut der Mensch? Im Codex der Anthropotechniken sucht der Mensch sich vor Mythos, Gott und Natur zu loesen. Menschen nach Wunsch und Mass? Mit Gottesdienst - live im ZDF. Evangelische Akademie Tutzing, Schlossstrasse 2 + 4, 82327 Tutzing, Tel: 08158 - 251-0, Fax: 08158 - 99 64 44

2.12. Mensch nach Mass. Frendbestimmung oder Selbstbestimmung?!? Patientenautonomie und Gentest. Forschung wider Willen - Schnittstellen zwischen Bio-Ethik-Konvention und deutschem Recht. Zu wessen Nutzen? Aufklaerung und Beratung in der Praenataldiagnostik. Der mutmassliche Wille - Fiktion und sozialpolitische Realitaet. Informierte Einwilligung in der Medizin: anspruch und Wirklichkeit einer alltagsmaechtigen Fiktion. Veranstalter: Arbeitsstelle Neonazismuzs, FH Duesseldorf in Zusammenarbeit mit BioSkop e.V. Essen. Veranstaltungsort: FH Duesseldorf, Universitaetsstrasse, Gebaeude 24.21, Raum 02.26, 40225 Duesseldorf, 9.00 - 20.00 Uhr

2.12. 5. Niederbayerische Ethiktagung. Umgang mit Suizid und Suizidversuch. ein geselschaftlihes Tabu und aerztliches Problem. Tagungsort: Historischer Rathaussaal, Theresienplatz 20, Straubing. Information: Akademie fuer Ethik in der Medizin e.V. Tel: 0551 - 39 96 80, Fax: 0551 - 39 39 96

3. und 4.12. Sexualitaet - behinderte Lust oder die Lust Behinderter? Von 10.00 Uhr - 18.00 Uhr und von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr. Das Thema Sexualitaet und Behinderung unterliegt nach wie vor einem Tabu. Nichtbehinderte koennen sich haeufig nicht vorstellen, daß behinderte Menschen eine Sexualitaet haben und leben. Das Bild vom asexuellen Behinderten ist in die Erziehung Behinderter mit eingeflossen und praegt die Koerperselbstkonzepte. An diesem Wochenende möchten wir behinderten Menschen einen Raum bieten, miteinander zu reden, bisher noch nicht ausgesprochene Gedanken zu äußern, Fragen zu stellen, Antworten zu suchen und gemeinsame Lösungswege zu entwickeln. Mit anderen darüber zu reden, kann helfen, sich selbst besser zu verstehen und neue Standpunkte zu entwickeln, die es ermöglichen, eine erfüllte Sexualität zu leben. Referentinnen: Anette Albrecht (BiBeZ) u. N.N. Teilnahmegebuehr: 90,-DM, ermaessigt 75,- DM Veranstaltungsort: VHS in Heidelberg. Anmeldung bitte an das BiBeZ e.V. Alte Eppelheimer Str. 38, 69115 Heidelberg, Tel./Fax: 06221/600908, e-mail: bibez@metronet.de

4. bis 6.12. Zuhören - Verstehen - Loslassen. Gespräche mit Sterbenden und ihren Angehörigen. Fortsetzungskurs für Pflegekraefte. Tag-Nr. V. Auskunft: Tag-Nr. III. Zentrum für Gesundheitsethik an der Ev. Akademie Loccum, Knochenhauerstr. 33, 30159 Hannover, Tel: 0511 1241496, Fax: 0511 1241 497, e-Mail: zfg@evlka.de

4.12. um 19.30 Uhr Gemeinsam schauen wir den Film "Behinderte Liebe?" und diskutieren im Anschluß über das, was uns gestoert hat, was uns gefallen hat, welche Ideen und Wuensche wir selbst dazu haben,.Referentinnen: Susanne Völker (BiBeZ e.V.) und Paola Coloni, Teilnahmegebuehr: 5.-DM, ermaessigt 3.- DM, Veranstaltungsort: VHS in Heidelberg

5.12. Berliner Dialog Biomedizin: Gentests fuer die Versicherungswirtschaft? Referenten: Prof. Dr. Irmgard Nipert, Institut fuer Humangenetik, Frauengesundheitsforschung, Muenster. Dr. Achim Regenauer, Abteilungsleiter Leben, Muenchener Rueckversicherungsgesellschaft AG. Gudrun Schaich-Walch, MdB. Prof. Dr. Joerg Schmidtke, Abteilung Humangenetik, MHH. Moderation: Wolf-Michael Catenhusen, MdB. Aanmeldung Friedrich-Ebert-Stiftung, Großer Konferenzsaal, Hiroshimastr. 17, 10785 Berlin-Tiergarten

6.12. Geschaefte mit Patenten - Vom Ausverkauf des iridischen Genpools. Dokumentation von Beatrice Sonnhueter. Die Autorin dieses Films setzt sich kritisch mit Fragen auseinander wie zum Beispiel: Sind menschliche Gene eine Entdeckung oder Erfindung? Ist das menschliche Erbgut das gemeinsame Erbe der Menschheit oder darf es monopolisiert und patentiert werden? ARTE, 19.00 Uhr

8. bis 10.12. Leben bis zuletzt - geborgen im Sterben. Sterbende Menschen wurden lange Zeit in Nebenraeume abgeschoben. Mancherorts geschieht das noch immer. Die Hospizbewegung bemueht sich, Sterben ins Leben zu integrieren. Ws hat sie erreicht und welche Aufgaben stellen sich jetzt? Anfragen: Evangelische Akademie Tutzing, Schlossstrasse 2 + 4, 82327 Tutzing, Tel: 08158 - 251-0, Fax: 08158 - 99 64 44

11.12. Trauerbewaeltigung durch Tiefenentspannung. Amrei Spalek, Psycholog. Beraterin. Hospizarbeit Braunschweig e.V., Hohetorwall 1A, 38118 Braunschweig, 17.30 Uhr

12.12. Die moderne Fortpflanzungsmedizin und die ,Wuerde des Menschen'. Dr. Hilde Haker, Lehrstuhl fuer Theologische Ethikk/Sozialethik an der Kath.-Theologischen Fakultaet der Universitaet Tuebingen. Ort: Theologikum, Liebermeisterstrasse 12 - 20 Tuebingen. 20.00 Uhr

15.12. Der Behindertenbeauftragte des Landes Niedersachsen, Herr Finke, lädt zu einer Aussprache ein über aktuelle Themen und gemeinsame Aktivitäten zur Intensivierung der gesellschaftlichen Auseinandersetzung über Risiken und Chancen im Bereich der Biomedizin: Bericht über den derzeitigen Stand der Arbeit am Fortpflanzungsmedizingesetz von Dr. U. Winkler, persönliche Referentin der Bundesgesundheitsministerin; Datenschutzrechtliche Konsequenzen aus der Entschlüsselung des menschlichen Genoms. Eine Einführung durch den Landesbeauftragten für den Datenschutz, B. Nedden; Bericht über die Arbeit der Enquetekommission ,Recht und Ethik der modernen Medizin' durch René Röspel, MdB. Ort: Gaststätte Leineschloß im Gebäude des Niedersächsischen Landtages, Hinrich-Wilhrlm-Kopf-Platz 1 von 14.00 bis 18.00 Uhr. Anmeldung bis zum 5.12.200 erbeten an Frau R. Krebs, Fax: 0511 - 120 4290

15. bis 17.12. Ethikberatung im Krankenhaus. Im Klinikalltag stellen sich staendig ethische Fragen, mit denen die Handelnden oft allein gelassen werden. Verschiedene Initiativen zum Aufbau von Ethikberatungen im Krankenhaus versuchen dem abzuhelfen. Exemplarische Konzepte werden vorgestellt und diskutiert. Evangelische Akademie Tutzing, Schlossstrasse 2 + 4, 82327 Tutzing, Tel: 08158 - 251-0, Fax: 08158 - 99 64 44

18. bis 22.12. Sterbende begleiten. Kommunikation und Kooperation an der Grenze des Lebens. Lebens. Pastoralkolleg für Seelsorge, Pflegekraefte und Hospizinitiativen. Tag-Nr. VI. Auskunft: Tag-Nr. III. Zentrum für Gesundheitsethik an der Ev. Akademie Loccum, Knochenhauerstr. 33, 30159 Hannover, Tel: 0511 1241 496, Fax: 0511 1241 497, e-Mail: zfg@evlka.de

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Januar 2001

11.1.2001 Behinderte Menschen auf dem Weg von der Fuersorge zur Selbstbestimmung. Ottmar Miles-Paul, Interessenvertretung Selbstbestimmtes Leben e.V. (ISL), Kassel. Volkshochschule, Katharinenstrasse 18, Tuebingen, 20.00 Uhr

12. Januar Festveranstaltung Dietmar Mieth zum 60. Geburtstag - Festvortrag um 16.00 Uhr: Theologie und Ethik vor der Herausforderung des Pluralismus, Prof. Dr. Francis Fiorenza, Harvard University, Divinity School, Cambridge, USA. Veranstaltet von Dr. Hille Häker, PD Dr. Alberto Bondolfi und den MitarbeiterInnnen des Lehrstuhls Ethik/ Sozialethik an der Katholisch-Theologischen Universität Tübingen. Um Antwort wird gebeen bis zum 15. Dezember 2000 an Frau A. Hogue, Abteilung für Theologische Ethik/Sozialethik, Kath.-Theol. Fakultät, Universität Tübingen, Tel: 07071 - 297 8071, Fax: 07071 - 29 50 33, e-Mail: hille.haker@uni-tuebingen.de

13. Januar Selbstbestimmt leben. Von den Anfängen der Behindertenbewegung bis hin zur Selbstbestimmt-Leben-Bewegung. Wir geben einen kurzen Einblick in die Entwicklung der Behindertenbewegung in Deutschland. Hauptthema wird jedoch die Selbstbestimmt-Leben Bewegung, ihre Entstehung und Entwicklung sein. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben Deutschland (IsL e.V.) wurde am 14.10.1990 gegründet. Seit dem setzt sich die IsL für die Selbstbestimmung behinderter Menschen ein. Wer mehr über die Entstehung, den Werdegang, und die Arbeit der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung wissen möchte, ist herzlich willkommen. Teilnahmegebühr: 55, --DM. Veranstaltungsort: VHS in Heidelberg von 10 bis17.00 Uhr. Die Anmeldung bitte an das BiBeZ e.V. Alte Eppelheimer Str. 38, 69115 Heidelberg, Tel./fax: 06221/600908, e-mail: bibez@metronet.de

23.1. Streit um Menschenwuerde und Selbstbestimmung in Europa? Prof. Dr. Dietmar Mieth, Lehrstuhl fuer Theologische Ethik/sozialethik an der Kath.-Theologischen Fakultaet der Uni Tuebingen. Ort: Theologikum, Liebermeisterstrasse 16, Tuebingen, 20.00 Uhr

26. bis 28.1. Allokation im Gesundheitswesen. Tagung des Arbeitskreises ,Medizin und Theologie'. Ort: Ev. Akademie Loccum. Anfragen: Zentrum fuer Gesundheitsethik, Knochenhauerstrasse 33, 30159 Hannover, Tel: 0511 - 1241 496, Fax: 0511 - 1241 - 497

30.1. Gut gegen Gut - Gesetzgebung im Kreuzungspunkt der Widersprueche. Margot von Renesse, MdB, Vorsitzende der Enquete-Kommission Recht und Ethik der modernen Medizin, Berlin. Ort: Theologikum, Liebermeisterstrasse 16, Tuebingen, 20.00 Uhr

Kontaktadressen Martin Vogt, Gerstaecker Straße 23, 38102 Braunschweig, Tel + Fax: 0531 79 44 74, Angelika Wessel, Wedderkopsweg 4, 38118 Braunschweig, Tel + Fax: 0531 50 65 15

Frohe Festtage und ein gesundes Neues Jahr.

 


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