Der Arbeitskreis Bioethik Braunschweig
und
der Vorbereitungskreis zur Netzwerkgründung
begrüßen alle Teilnehmer am 26.2.2000 zur
Netzwerkgründung in Braunschweig und wünschen
Ihnen gute Gespräche und fruchtbare Begegnungen.
Rundbrief März 2000
mit Veranstaltungsterminen
Sehr geehrte Damen und Herren,
allen Lesern dieses Schreibens sei noch einmal der Hinweis gegeben, daß
die aeussere Form dieser Nachrichten der steigenden Nachfrage durch das e-Mail
wie auch dem wachsenden Interesse überhaupt angepaßt wird. Dieses
Erscheinungsbild entspricht nicht unbedingt unseren Vorstellungen, wir beugen
uns jedoch unseren Finanz- und Zeitkapazitaeten.
Fuer alle, die die Moeglichkeit eines Zugriffs auf das Internet haben:
Die Ethik-Charta ist auf der homepage von Dr. Pedro de la Fuente,
http://www.fuente.de zu finden.
Der Arbeitskreis Bioethik Braunschweig hat aus seiner Arbeit
an dem Thema Bioethik eine Fuelle von Beitraegen in Informationsmappen
sortiert zu den Schwerpunktthemen, und er empfliehlt darüber
hinaus:
Arbeitskreis Bioethik Braunschweig |
anderer Verein |
| Peter Singer Peter Sloterdijk Bioethik-Konvention Organtransplantation/Hirntod Schwangersein Embryonen |
BioSkop Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik |
eine Verzeichnismappe (Literaturlisten autoren-alphabetisch und themenbezogen,
Hinweise auf Vereine, Zeitungen, Appelle u.a.).
und werden als Briefmarken erbeten.
Bitte notieren Sie das Symposium zur Fortpflanzungsmedizin in
Deutschland:
vom 24. bis 26.5.2000
Symposium, Fortpflanzungsmedizin in Deutschland, Diskussionsveranstaltung
des Bundesministeriums für Gesundheit zur Vorbereitung eines
Fortpflanzungsmedizingesetzes. Ort der Veranstaltung: Kongresszentrum des
Bundesinstitutes fuer gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinaermedizin,
Diedersdorfer Weg 1, 12277 Berlin Marienfelde. Anmeldung und Information:
Robert Koch Institut, Organisationsbüro "BMG-Symposium 2000", Berlin,
Telefon 01888 754 3018 oder 3042, Telefax 01888 754 3075, E-Mail:
org2000@rki.de Ansprechpartner
Prof. Dr. sc. med. D. Arndt, Telefon 01888 754 3003, e-Mail:
d.arndt@rki.de
Grenzziehungen in der Fortpflanzungsmedizin, welchen Status hat ein Embryo
in vitro? Wie veraendert sich durch die Methoden der medizinisch unterstuetzen
Fortpflanzung das Bild von Elternschaft und die Rolle der Frau in der
Gesellschaft und welche Aufgabe kommt dabei der Beratung der Betroffenen
zu? Wie sollen die Grenzen fuer den Einsatz von Keimzellenspenden liegen?
Welche Voraussetzungen und Grenzen sollen ausserhalb der Ehe fuer eine
Elternschaft aufgrund medizinisch unterstuetzter Fortpflanzung gelten? Ueberblick
ueber die internationale Rechtslage. Soll eine Praeimplantaationsdiagnostik
eingesetzt werden duerfen? Welche Moeglichkeiten und Grenzen bestehen für
die Gewinnung und Verwendung humaner embryonaler Stammzellen? Welche
Anforderungen an Sicherheits- und Qualitaetsstandards, Dokumentation und
Patientenaufklaerung sollen fuer die Verfahren der medizinisch unterstuetzten
Fortpflanzung gesetzlich vorgeschrieben werden und was soll für die
Einfuehrung neuartiger Verfahren gelten?
Vorgestellt: Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (AlfA)
AlfA mit seinen nahezu 12.000 Mitgliedern in 60 Regionalverbänden setzt
sich seit 1974 für das uneingeschränkte Lebensrecht eines jeden
Menschen ein, ob geboren oder ungeboren, behindert oder unbehindert, gesund
oder krank, jung oder alt: "Wer auch nur ein Menschen-leben rettet, rettet
eine ganze Welt".
Jeder Mensch auch der ungeplante oder mit evtl. Fehlern behaftete ist ein einzigartiger Mensch. Die im Umfeld der vorgeburtlichen Diagnostik entstandene Denkweise, in einer Art von "Fürsorge", Kinder zu töten, denen aus Sicht von manchen Erwachsenen "Leid erspart" werden soll, nimmt die Einzigartigkeit des Mensch nicht wahr. Die Sicht dieser Erwachsenen ist auch nicht die Sicht der betroffenen Kinder. Unglücklich werden die Kinder erst dann, wenn das eigene Leben, die eigenen Wünsche zum absoluten Maßstab ihres Lebens gemacht werden, anstatt den Kindern die Chance auf ein individuelles, selbstbestimmtes Leben im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Fähigkeiten, ihrer Unvollkommenheiten und Einschränkun-gen zu lassen.
Anschrift: AlfA eV., Ottmarsgäßchen 8, 86152 Augsburg, Telefon:
0821 51 20 31.
Hinweise
Seit Juli 1999 ist Mifegyne als Medikament für einen Schwangerschaftsabbruch
zugelassen. Lesen Sie den Beitrag des Gen-ethischen Netzwerkes, GID 137,
Dezember 1999. Bitte anfordern.
Selektion am Lebensbeginn, ethische Aspekte, Vortrag von Dieter
Birnbacher am 7.10.1999 in Konstanz. Der Vortrag liegt beim Arbeitskreis
Bioethik Braunschweig.
Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung übermittelte uns im Januar
2000 seine Stellungnahme zur Bioethik-Konvention.
Am 15.11.1999 wurde der Ethik-Beirat beim Bundesgesundheitsministerium
eingesetzt. Die Rede der Bundesgesundheitsministerin, Andrea Fischer, ist
ebenfalls bei uns erhältlich.
Das Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Rheinische
Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Walter-Flex-Straße 3, 53113
Bonn, Tel: 0228 73 1880 bietet unter
http://www.uni-bonn.de/ZEI
von Walter Schweidler "Bioethische Konflikte und ihre politische Regelung
in Europa: Stand und Bewertung", Discussion Paper C13, 1998 an. Das
Einzel-exemplar kostet DM 8,--.
Die Fraktion der SPD beschloß am Dienstag, 15.02.2000, einen Antrag
auf Einsetzung einer Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen
Medizin (REM)". Der
unter Federführung des Abgeordneten Wodarg ausgearbeitete Text ist jedoch
gegenüber früheren und gegenwärtig noch kursierenden
Einsetzungsanträgen zum zahnlosen Papiertiger mutiert
alles ist möglich, aber nichts konkret. Der Antrag sowie seine
Vorläufer können bei uns abgerufen werden.
Und zuletzt ein Anliegen in eigener Sache:
Der Arbeitskreis Bioethik Braunschweig verschickt gern Nachrichten,
Termine u.ä., um aktuell zu informieren und zu reagieren und auch das
kritische Gespräch zu suchen. Der Verteiler des monatlichen Rundbriefes
nimmt ständig zu, was die privaten finanziellen Möglichkeiten dieses
Arbeitskreises an eine Schmerzgrenze gebracht hat. Aus dem Grunde haben wir
beschlossen, den Rundbrief zu DM 1,-- pro Monat abzugeben, d. h. für
DM 12,-- pro Jahr bekommen Sie ein ganzen Jahr hindurch unsere Nachrichten.
Wir bitten alle an diesen Informationen Interessierten, diesen Betrag im
voraus auf unser Konto 353926-308, BLZ 250 100 30 Postbank Hannover, Stichwort
Arbeitskreis Bioethik Braunschweig zu schicken. Erhalten wir
von Ihnen bis Ende März 2000 keine Überweisung, stellen wir die
Sendung an Sie ein."
Einen freundlichen Gruss, Angelika Wessel
_____________________
Veranstaltungstermine
Maerz 2000
7.3. bis 13.4.
GENiale Zeiten. Kontroversen, Diskussionen, Kunst und Kultur zur Gen-technologie.
Kultur- und Kommunikationszentrum Pavillon, Lister Meile 4, Hannover.
Information: Stephan Strobach, Tel: 0511 34 45 58
10. bis 12.3.
Ressourcenknappheit und Allokation im Gesundheitswesen. Expertenworkshop
zu Gestaltungsoptionen. Evangelische Akademie Loccum. Tag-Nr. I. Auskunft:
Zentrum für Gesundheitsethik an der Ev. Akademie Loccum, Knochenhauerstr.
33, 30159 Hannover, Tel: 0511 1241 496, Fax: 0511 1241 497, e-Mail:
zfg@evlka.de
12.3.
Vom bioethischen Denken und Handeln, Ulrich Meier, Arzt. Ort: Kolping Famile,
Katholische Kirche, Neue Straße 6, Schoeppenstedt, 19.00 Uhr
15.3.
Lesung mit Roswitha Geppert, Halle: Die Last, die Du nicht trägst,
Gedenkstaette Bernburg, 17.00 Uhr
16.3.
Krankenkassen zwischen Ethik und Oekonomie. Dr. Andrea Doerries, ZfG, Ernst
Thiel,
Technikerkrankenkasse Niedersachsen. Auskunft: Zentrum für Gesundheitsethik,
Hannover, Tel: 0511 1241 496, Fax: 0511 1241 497, e-Mail:
zfg@evlka.de
17. und 18.3.
Zweiter Expo-Diskurs "Mensch, Natur, Technik in der Sicht der Religionen"
in Emden: Ursprung und Überwindung des Bösen und des Leidens in
den Weltreligionen. Anmeldung: Forschungsinstitut für Philosophie Hannover
"Disksurs der Weltreligionen", Gerberstr. 26, 30169 Hannover, Fax: 0511 164
0940.
23. und 24.3.
Ethik im Gesundheitswesen. Perspektiven gelingenden Lebens aus christlicher
Sicht, Prof. Dr. Ch. Frey, Ruhr-Universitaet Bochum. Management und Ethik,
Prof. Dr. M. Schibilsky, LMU Muenchen. Behandlungsgrenze/-pflicht bei
schwerstgeschaedigten Neugeborenen, Prof. Dr. V. v. Loewenich, J.W.v.Goethe-Univ.
Frankfurt/Main. Pflege und Ethik, Dr. Ruth Schwendt, FH Osnabrueck. Anmeldung:
Diakonie Neuendettelsau
Abteilungsdirektion Krankenhauswesen, Wilhelm-Loehe Str. 16, 91564
Neuendettelsau
Tel: 09874 82 356, Fax: 09874 82 211, Teilnahmegebuehr DM 310 Kongress in
Nuernberg
23. bis 25.3.
Hospizarbeit als Bürgerbewegung. Wie sich der Umgang mit dem Sterben
auf die Zusammenleben auswirkt. Tagung für Aerzte und Aerztinnen, Pfleger,
Seelsorger und Hospizinitiativen. Tag-Nr. II. Auskunft: Zentrum für
Gesundheitsethik an der Ev. Akademie Loccum, Knochenhauerstr. 33, 30159 Hannover,
Tel: 0511 1241 496,
Fax: 0511 1241 497, e-Mail: zfg@evlka.de
24. bis 26.3.
Politische Kommunikation in Deutschland Botschaften zwischen Illusion
und Inszenierung. Friedrich-Ebert-Stiftung in Freudenberg, Beitrag DM 150,--.
Anmeldung: Dr. Thomas Lelf, Marcobrunner Str. 6, 65197 Wiesbaden, Tel: 0611
495151, Fax: 0611 49512, e-Mail:
thomas.leif@wiesbaden.netsurf.de
30.3. bis 2.4.
Kongress zum Thema Gentechnik veranstaltet von dem ASTA der Universitaet
Hannover in Kooperation mit dem Arbeitskreis Kritishe Oekologie des Bd-Wi.
Information: Klaus Labsch, Tel/Fax: 030-28344358, e-M:
bdwi.berlin@bdwi.de
April 2000
11. bis 14.4.
Bio 2000. International Biotechnology Meeting & Exhibition. Kontakt:
BIO-Bio Industgry Organisation, 1625K Street Suite 1100, Washington, D.C.,
Fax: 202 857 0237
14.bis 16.4.
Pflegealltag in der Krise. Muß Pflege immer weiblich sein? Besuch der
Gedenk-
staette Bernburg (einzige Gedenkstaette in den neuen Bundeslaendern, in deren
Raeumen noch die erhaltenen Reste der Gaskammer, des Sektionsraumes und des
Krematoriums zu besichtigen sind).- Pflegesituation in Sachsen-Anhalt. Probleme
im Pflegealltag. Pflegealltag im Heim. Veranstalter: Verein zur Förderung
von Kultur, Wissenschaft und politischer Bildung e.V. in Sachsen-Anhalt e.V.,
Gedenkstätte für die Opfer der NS-"Euthanasie" in Bernburg, FIB,
Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Halle, Humanistischer Verband.
14. bis 16.4.
Erster Workshop Ethik für die Praxis: "Palliative Care und Ethik". Akademie
fuer
Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit, Rotkreuzplatz 2a, 2.
Stock, 80634 Muenchen, Tel/Fax: 089 130 180 8-0/-18, e-Mail:
info@apph.org, Kosten DM 250,--
14. bis 16.4.
Tagung: Pflege in der Krise, Gedenkstätte Bernburg. Veranstalter: Verein
zur
Foerderung von Kultur, Wissenschaft und politischer Bildung e.V. Helle Panke,
Berlin, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Halle, Humanistischer Verband
17. bis 19.4.
Staatsbuergerliches Seminar für Zivildienstleistende: Zwischen Lebensrecht
und
Toetungsverbot. Gedenkstaette Bernburg. Leitung: Dr. Ute Hoffmann, Bernburg
Mai 2000
2. 30.5.
Gedenkstaette Bernburg. Ausstellung des Forums Gegen Gewalt an behinderten
Menschen Schleswig-Holstein: Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen
3.5.
Gruendungstreffen des Instituts in Hannover von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr im
Restaurant Leineschloß Hannover, Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 1,
Hannover
9.5.
Mit Kindern über den Tod sprechen. Wir werden uns an 3 Abenden anhand
von Erfahrungen und Literatur diesem Thema nähern und versuchen, uns
unserer Verantwortung gegenueber Kindern bewußter zu werden. Gemeinsam
wollen wir Antworten auf die Fragen der Kinder finden. Andrea Below, Pfarrerin.
Ort: Lukas Werk, Jasperallee 33, 38102 Braunschweig. 20.00 bis 21.30
Uhr. Gebuehr: DM 20
18.5.
Die Kunst zu sterben die Kunst zu leben. Christiane Oppermann,
Fachhochschule Hannover, Fachbereich Bildende Kunst, Martin Ostertag, ZfG.
Anfrage: Beginn: 18.30 Uhr. Auskunft: Zentrum für Gesundheitsethik,
Hannover, Tel: 0511 1241 496, Fax: 0511 1241 497, e-Mail:
zfg@evlka.de
Bitte notieren Sie das Symposium zur Fortpflanzungsmedizin in
Deutschland:
vom 24. bis 26.5.2000
Symposium, Fortpflanzungsmedizin in Deutschland, Diskussionsveranstaltung
des Bundesministeriums für Gesundheit zur Vorbereitung eines
Fortpflanzungsmedizingesetzes. Ort der Veranstaltung: Kongresszentrum des
Bundesinstitutes fuer gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinaermedizin,
Diedersdorfer Weg 1, 12277 Berlin Marienfelde. Anmeldung und Information:
Robert Koch Institut, Organisationsbüro "BMG-Symposium 2000", Berlin,
Telefon 01888 754 3018 oder 3042, Telefax 01888 754 3075, E-Mail:
org2000@rki.de Ansprechpartner
Prof. Dr. sc. med. D. Arndt, Telefon 01888 754 3003, e-Mail:
d.arndt@rki.de
Grenzziehungen in der Fortpflanzungsmedizin, welchen Status hat ein Embryo
in vitro? Wie veraendert sich durch die Methoden der medizinisch unterstuetzen
Fortpflanzung das Bild von Elternschaft und die Rolle der Frau in der
Gesellschaft und welche Aufgabe kommt dabei der Beratung der Betroffenen
zu? Wie sollen die Grenzen fuer den Einsatz von Keimzellenspenden liegen?
Welche Voraussetzungen und Grenzen sollen ausserhalb der Ehe fuer eine
Elternschaft aufgrund medizinisch unterstuetzter Fortpflanzung gelten? Ueberblick
ueber die internationale Rechtslage. Soll eine Praeimplantaationsdiagnostik
eingesetzt werden duerfen? Welche Moeglichkeiten und Grenzen bestehen für
die Gewinnung und Verwendung humaner embryonaler Stammzellen? Welche
Anforderungen an Sicherheits- und Qualitaetsstandards, Dokumentation und
Patientenaufklaerung sollen fuer die Verfahren der medizinisch unterstuetzten
Fortpflanzung gesetzlich vorgeschrieben werden und was soll für die
Einfuehrung neuartiger Verfahren gelten?
26. bis 28.5.
Menschenbild in Medizin und Theologie. Fachtagung zum interdisziplinaeren
Dialog. Auskunft: Tag-Nr. III. Zentrum für Gesundheitsethik an der Ev.
Akademie Loccum, Knochenhauerstr. 33, 30159 Hannover, Tel: 0511 1241 496,
Fax: 0511 1241 497, e-Mail: zfg@evlka.de
Kontaktadressen
Martin Vogt, Gerstaecker Straße 23, 38102 Braunschweig, Tel + Fax:
0531 79 44 74,
Angelika Wessel, Wedderkopsweg 4, 38118 Braunschweig, Tel + Fax: 0531 50
65 15