* BIO
SKOP-SchwerpunktGeboren, um Stammzellen zu spenden?
S
tammzellen aus Nabelschnurblut werden in der biopolitischen Debatte neuerdings als vielfältige und unbedenkliche Hoffnungsträger dargestellt: Sie gelten als persönliche "biologische Lebensversicherung" oder als therapeutisches "Geschenk", das ein Neugeborenes kranken Mitmenschen bereiten kann. Auf Wunsch helfen manche Reproduktionsmediziner gern nach: In England kam im Februar ein so genanntes "Designer-Baby" zur Welt, das eigens zur gezielten "Stammzellen-Spende" fürs Geschwisterkind im Reagenzglas "gezeugt" und genetisch getestet worden war. Dieser europäische Präzedenzfall hat BefürworterInnen der Präimplantationsdiagnostik gefreut: Sie hoffen, dass die Geburt des "Designer-Babys" die Akzeptanz für die Herstellung und Aussonderung von Embryonen erhöhen wird.BIO
SKOP hat recherchiert, was von den Heilungsversprechen zu halten ist, die sich um Stammzellen aus Nabelschnurblut ranken. Und BIOSKOP beleuchtet, welche brisanten sozialpolitischen und juristischen Fragen die neue Technik provozieren wird.
* Transplantationsmedizin
Handel mit Körperteilen
Geschäfte mit menschlichen Körperstücken sind in Deutschland und vielen anderen Staaten illegal. Trotzdem gibt es immer wieder PatientInnen und MedizinerInnen, die Mittel und Wege finden, das Handelsverbot zu umgehen. Moderne Kommunikationstechnik macht´s möglich, vor allem das Internet. Und hilfreich sein können auch Gutachter, Transplanteure und Staatsanwälte, die bei alledem nicht so genau hinsehen.BIO
SKOP schaut hinter die Kulissen des Organhandels. Und BIOSKOP staunt über Transplanteure, die neuerdings offen dafür werben, finanzielle Entschädigungen an Menschen zu zahlen, die eine Niere oder Teile ihrer Lunge oder Leber "spenden".
*
GenforschungGroßbritannien will die größte Gendatenbank der Welt aufbauen
D
ie weltweit größte Datenbank mit individuellen Gen- und Gesundheitsinformationen soll in den nächsten Jahren in Großbritannien entstehen. Das "BioBank UK" genannte Projekt ist geplant als Eldorado für ForscherInnen aus Universitäten und Pharmaindustrie: Sie sollen Zugriff erhalten auf Genprofile, Krankengeschichten und weitere sensible Daten von 500.000 Freiwilligen, die außerdem zur Teilnahme an etlichen Studien bewegt werden sollen.BIO
SKOP informiert über das Projekt, seine Ziele und Risiken. Und BIOSKOP unterstreicht die Einschätzung gentechnikkritischer Non-Profit-Organisationen, die den BritInnen dringend davon abraten, ihre sensiblen Daten in der BioBank zentral speichern zu lassen.
Weitere Themen:
*** B e i l a g e
Newsletter Behindertenpolitik: Nr. 8
Themen u.a.:
Vorschau: BIOSKOP-Themen im September 2002
Schwerpunkt
Biopolitik
Gentherapie