Aktionsgruppe Biber

  • Umfrage zur
    Ulmer Gemeinderatswahl 1999
    zum Tierschutz

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Antworten von Kandidat

Rolf Huber

(Die Republikaner, Listenplatz 2)

Sehr geehrter Herr de la Fuente ,

gerne bin ich bereit Ihre Fragen zum Tierschutz etc. zu beantworten . Ich hoffe jedoch daß falls ich in den Gemeinderat einziehen werde , daß dann sich unsere Unterhaltung nicht nur schriftlich sein wird , sondern daß Sie mir Ihre Aktionsgruppe dann auch einmal persönlich vorstellen werden .

Nun zu Ihren Fragen :


          Tierschutz allgemein: 
 

  1. Während alle anderen Bundestagsfraktionen die Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz befürworten, haben Teile der CDU/CSU-Fraktion noch Bedenken dagegen. Wie ist Ihre Meinung?
    Ich bin für für eine Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz .
     
  2. Viele Tierschutz-Vorschriften der EU sind als Kompromiß zwischen den Interessen mehrerer Länder aus unserer Sicht viel zu lax, doch ist es stets möglich, national strengere Vorschriften zu erlassen. Wären Sie dafür, daß Deutschland beispielsweise bei der Geflügelhaltung oder bei Tiertransporten strengere Vorschriften erläßt? 
    Wir Republikaner haben in unserem Wahlprogramm zur Europawahl einen höheren Stellenwert des Tierschutzes in einem Sofortprogramm gefordert.
     
  3. Stellen Sie sich als Wahlplakat ein Bild von Ihnen vor mit einem Tierschutz-Wahlslogan. Wie würde Ihr Slogan lauten?
    Da ich kein Werbefachmann bin müßte ich mir Vorschläge geben lassen , aber grundsätzlich könnte ich mir ein Bildplakat mit einem Tier sehr gut vorstellen.
     
    Tierschutz kommunal:
     
  4. Der Ausbau des derzeitigen Bärenzwingers zu einem Freigehege, das diesen Namen auch verdient, wird derzeit von 34 der 40 Stadträte unterstützt. Außerdem haben wir über 6000 Unterschriften von Bürgern gesammelt. Der Denkmalschutz ist grundsätzlich mit unseren Vorschlägen einverstanden. Sind Sie auch für eine Erweiterung des Zwingers nach hinten hin in den Innenraum des Fort Friedrichsau?
    Wenn es mit dem Denkmalschutz vereinbar ist , kann ich einer Erweiterung wie Sie es wünschen zustimmen. Ansonsten müßte dringend eine andere Lösung gefunden werden, denn meiner Meinung nach sind die Bären (welche ich noch als Kind kenne) nicht wegzudenken und Sie haben auch eine Artgerechte Haltung verdient.
     
  5. Die Stadt Ulm hat Rücklagen in Höhe von 17 Millionen DM, die sie ursprünglich für die neue Straßenbahn ausgeben wollte (und die jetzt wohl hauptsächlich für den anderweitigen Ausbau des Nahverkehrs verwendet werden sollen). Sind Sie angesichts dieser Tatsache der Meinung, daß sich die Stadt Ulm den Ausbau des Bärenzwingers nicht leisten kann, der nach uns vorliegenden Kostenschätzungen größenordnungsmäßig 500 000 DM, also 3% von obiger Summe, kosten dürfte?
    Da daß Thema Strassenbahn noch nicht vom Tisch ist (ich bin gegen einen Neubau), würde ich mit diesem Geld noch nicht rechnen und eher durch Spenden etc. einen Grundstock setzen. Ich wäre auch zu einer Spende von 50.- bereit.
     
  6. In Heidelberg und Leimen (und vielleicht auch anderswo) gilt für Hunde aus dem Tierheim eine zeitlich befristete Hundesteuer-Befreiung. Wären Sie mit einer Hundesteuer-Reform mit folgenden Eckwerten einverstanden:
    - zeitlich befristete Hundesteuer-Befreiung für Tierheim-Hunde, z.B. für 3 Jahre
    - gleicher Steuersatz für Zweit-, Dritt- usw. -Hunde (statt doppeltem Satz)
    - keine Steuervergünstigungen bei gewerblich gehaltenen Hunden einschl. solchen von Züchtern?
    Ich bin Grundsätzlich für eine Steuerbefreiung für Tierheimhunde , über den Zeitraum will ich mich aber nicht genau festlegen . Doppelter Steuersatz finde ich eine Unverschämtheit . Dazu verleitet es , daß die Hundehalter Ihre Hunde auf Ihre Verwandten oder Freunde anmelden , was wiederum nicht korekt wäre. Bei gewerblich gehaltenen Hunden bin ich gegen Steuervergünstigung. Bei Züchtern wäre es vielleicht sinnvoll wenn das erste Jahr Steuerfrei ist.
     
  7. Das Tierheim in Ulm arbeitet seit Jahrzehnten am Rande des Ruins, nicht weil schlecht gewirtschaftet wird, sondern weil eine einigermaßen anständige Unterbringung der Tiere seinen Preis hat. In letzter Zeit sind zwar die Zahlungen der Städte und Landkreise ans Tierheim erhöht worden, sind Sie dennoch für eine weitere Verbesserung der städtischen Hilfe, beispielsweise durch Erlassen oder Rückspenden der Müllgebühren oder der Gebühren für Strom/Wasser?
    Grundsätzlich bin ich dafür. Über Höhe des Erlasses müßte jedoch mit den zuständigen Trägern verhandelt werden .
     
  8. Die Katzenhilfe Ulm/Neu-Ulm trägt durch ihre Kastrations- und Sterilisationskampagnen von wilden Katzen dazu bei, die Zahl der Katzen in Ulm und Neu-Ulm zu verringern und das Tierheim zu entlasten, ohne einen Pfennig Zuschüsse von kommunaler Seite zu bekommen. Halten Sie einen solchen präventiven Ansatz für unterstützungswürdig?
    Selbstverständlich ist so eine Institution unterstützungswürdig. Auch wenn die Anzahl der wilden Katzen veringert wird, sind die Nester der Singvögel nicht so sehr durch das ausrauben der Katzen in Gefahr.
     
  9. Die derzeitige Führung der Blau im Stadtbereich birgt für Jung-Enten tödliche Gefahren. So dürfte dieses Jahr kein einziges Entchen im Fischerviertel überlebt haben. Würden Sie für ein kleines "Stadtqualitätsprogramm" für Enten eintreten, d.h. für eine systematische Beseitigung von Gefahrenstellen und evtl. für die Errichtung von Brutinseln?
    Man könnte meiner Meinung nach hier mit wenig Aufwand ( Finanziell ) eine schönes Stadtqualitätsprogramm erstellen, deswegen bin ich auch hier Ihrer Meinung.
     
  10. Taubenkot ist nachgewiesenermaßen kein besonderes hygienisches Problem, aber trotzdem ein Problem. Viele Städte, darunter auch Ulm, versuchen, es mit einem Taubenfütterungsverbot zu lösen. Tierschützer treten hingegen für die flächendeckende(!) Einrichtung von Taubenhäusern (z.B. in Schulen, Parkhäusern und anderen städtischen Gebäuden) in denen Geburtenkontrolle dadurch betrieben wird, daß in den Nestern echte Eier durch Gipseier ausgetauscht werden. Würden Sie im Fall Ihrer Wahl einen derartigen Vorschlag unterstützen?
    Wenn dies durch Fachkräfte betrieben wird, ist auch hiergegen nichts einzuwenden.

Hinzufügen möchte ich nur noch ganz kurz: wahrscheinlich bin ich bei der Beantwortung der Fragen etwas befangen da ich selbst Hundehalter und auch sonst ein großer Tierliebhaber bin .

Mit freundlichem Gruß

Rolf Huber

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